<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886</id><updated>2011-08-17T05:05:56.387+02:00</updated><title type='text'>Lizas Welt</title><subtitle type='html'>Ansichten zu Politik &amp;amp; Fussball</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://lizaswelt.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>645</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5812676153522052004</id><published>2010-07-14T20:43:00.006+02:00</published><updated>2010-07-16T17:03:42.461+02:00</updated><title type='text'>Bye, bye, Blogger</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://lizaswelt.net/" target="_blank" title="Bye, Bye, Blogger – Lizas Welt ist zu Wordpress umgezogen"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 285px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TEB0JlQ0CaI/AAAAAAAAEJY/jRePGx3o8Qk/s800/Liza-WP.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5494519253362280866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt; ist zu &lt;i&gt;Wordpress &lt;/i&gt;umgezogen; diese Seite wird deshalb nicht mehr aktualisiert. Zur neuen Seite, auf der auch sämtliche älteren Texte verfügbar sind, geht es mit einem Klick auf das Bild oder &lt;a href="http://lizaswelt.net/"&gt;hierauf.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5812676153522052004?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5812676153522052004'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5812676153522052004'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/07/bye-bye-blogger.html' title='Bye, bye, Blogger'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TEB0JlQ0CaI/AAAAAAAAEJY/jRePGx3o8Qk/s72-c/Liza-WP.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-6188544818388641577</id><published>2010-07-05T11:25:00.007+02:00</published><updated>2010-07-14T01:16:21.544+02:00</updated><title type='text'>Volksgemeinschaft gegen Israel</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TDGmEHB1p4I/AAAAAAAAEG0/wI6FzPwHijs/s1600/Dem-deutschen-Volke.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" title="Schwarz-rot-geil allenthalben, Widerspruch oder gar Kritik so unerwünscht wie zwecklos: Mit der Banalität des Guten gegen den jüdischen Staat, im Deutschen Bundestag wie außerhalb des Plenarsaals"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5490352010277791618" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TDGmEHB1p4I/AAAAAAAAEG0/wI6FzPwHijs/s800/Dem-deutschen-Volke.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 428px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 312px;" /&gt;&lt;/a&gt;Einen Monat nach dem von einer israelischen Spezialeinheit beendeten Versuch eines Bündnisses aus Islamisten und europäischen „Friedensaktivisten“, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen, hat der Deutsche Bundestag den offenen Bruch mit dem jüdischen Staat vollzogen. Dem Parlament war &lt;a href="http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/023/1702328.pdf"&gt;ein interfraktioneller Antrag zur Entschließung vorgelegt worden,&lt;/a&gt; dessen Titel lautete: „Ereignisse um die Gaza-Flottille aufklären – Lage der Menschen in Gaza verbessern – Nahost-Friedensprozess unterstützen“. Was in den Jargon bester Absichten gekleidet war, ist ein Dokument staatsoffizieller Dämonisierung und Delegitimierung Israels. Der Antrag wurde von den deutschen Volksvertretern einstimmig angenommen und ist der parlamentarische Nachvollzug von Meinung und Wahn in der neuesten deutschen Gesellschaft. Einmal mehr taugte das antisemitische Ressentiment hierzulande zur vollständigen und freiwilligen Gleichschaltung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Jüdische Souveränität? Ohne uns!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die regierenden Parteien sowie Sozialdemokraten und Grüne hatten die Vorlage geliefert. „Die Militäraktion israelischer Streitkräfte gegen die großenteils unter türkischer Flagge fahrende ‚Gaza-Solidaritätsflotte’ in internationalen Gewässern, circa 130 Kilometer vor der Küste Gazas, am 31. Mai 2010 hat in der ganzen Welt starke Reaktionen ausgelöst“, heißt es dort einleitend.* Bereits der demonstrative Hinweis auf den Ort des Geschehens – an dem die Israelis, so soll man das wohl verstehen, nichts zu suchen noch zu sagen hätten – kündigt dabei die Parteinahme gegen die Legitimität des israelischen Vorgehens an. Die „tragischen Ereignisse“ hätten, so wird nur scheinbar neutral festgestellt, „neun Menschenleben gefordert“. Es folgen Verweise auf das „Völkerrecht“, auf die „Grenzen“ bei der „Anwendung staatlicher Hoheitsgewalt“ und unvermeidlich auf den „Grundsatz der Verhältnismäßigkeit“. Das deutsche Parlament sieht „starke Hinweise“ auf dessen Verletzung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Forderung des Bundestages ist dementsprechend die nach einer internationalen „Untersuchung des Einsatzes gegen die ‚Solidaritätsflotte’“. Es geht den Parlamentariern also vor allem um die israelische &lt;i&gt;Reaktion &lt;/i&gt;und weniger um die antiisraelische &lt;i&gt;Aktion&lt;/i&gt;. Diese Untersuchung solle unter Beteiligung der üblichen Verdächtigen stattfinden, also „von Vertretern des Nahost-Quartetts, dem die EU, die Vereinten Nationen, Russland und die USA angehören“. Doch spätestens seit Obamas Präsidentschaft ist kein einziger verbindlicher Partner Israels mehr in diesem Quartett; die „Untersuchung“ würde deshalb unweigerlich zum Tribunal, dessen Ergebnis von vornherein feststünde. Abgesehen davon stellt dieses Verlangen einen zutiefst anmaßenden Eingriff in die Souveränität des jüdischen Staates dar, dessen eigenständigen Bemühungen, die Ereignisse aufzuklären, man ganz offensichtlich grundlegend misstraut – während man selbst nicht einmal in der Lage ist, mit seiner Bundeswehr im Rahmen der Unifil-Mission die Wiederbewaffnung der Hizbollah zu verhindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber damit nicht genug: Die vordergründig gescheiterte „Friedensflotte“ wurde vom Deutschen Bundestag doch noch in einen Erfolg verwandelt. So heißt es im Beschluss: „Durch die Ereignisse vom 31. Mai 2010 richtet sich die Aufmerksamkeit der Welt auch auf die Situation der Menschen in Gaza.“ Um eben diese Aufmerksamkeit – an der es in Anbetracht zahlloser in den palästinensischen Gebieten tätiger NGOs, spezieller UN-Einrichtungen und milliardenschwerer Finanzspritzen übrigens ganz gewiss nicht fehlt – ging es den rund 700 „Friedensfreunden“, die sich auf den Schiffen drängten und dabei kaum Platz für angeblich benötigte Hilfsgüter ließen. Das deutsche Parlament schloss sich deren Logik an und behauptet nun mit dem Verweis auf die israelische Blockade und die darbende Wirtschaft in Gaza: „Ein Leben in Würde ist nicht möglich.“ Diese Behauptung und die unzweideutige Zuweisung der Verantwortung dafür an Israel legen die „Lösung“ bereits nahe. Die zweite Forderung folgt darum auch der EU-Linie: Der Bundestag erwartet von Israel „die unmittelbare, bedingungslose und dauerhafte Öffnung von Zugängen zu Gaza für den Verkehr von humanitärer Hilfe, kommerziellen Gütern und Personen nach und aus Gaza“; die Bundesregierung wird angehalten, „die Forderung der Europäischen Union nach einer sofortigen Aufhebung der Gaza-Blockade mit Nachdruck zu unterstützen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Deutschland weiß, was Juden wünschen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Verlangen nach einem freien Verkehr für Güter wird – da gibt sich der Bundestag ganz naiv – konkret damit begründet, es werde Baumaterial für Schulgebäude benötigt, weil sonst die UN-gestützte „Grundversorgung im Bildungsbereich“ scheitern und die Hamas „die fehlenden Schulangebote“ unterbreiten würde. Dass neu geliefertes Baumaterial zuvörderst für Schulen verwendet werden würde, ist aber mitnichten anzunehmen; vielmehr würden damit vorrangig die durch Israel erfolgreich dekonstruierten Militär- und Bunkeranlagen der Hamas wieder auf- und ausgebaut. Der freie Verkehr für Personen, der vom deutschen Parlament gleichermaßen gefordert wird, lässt zudem angesichts der ideologischen Struktur in Gaza und eingedenk der massenhaften Bereitschaft zum „Märtyrertod“ befürchten, dass bei offenen Grenzen wieder menschliche Bomben ins israelische Kernland einsickern und dort morden würden. Aber darüber schweigen die Bundestagsabgeordneten beredt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Duktus des „ehrlichen Maklers“ heißt es zwar, Israels „legitime Sicherheitsinteressen“ müssten „gewahrt bleiben“, und das „Existenzrecht Israels“ müsse „allgemein anerkannt werden, insbesondere durch die Hamas“. Man wünscht darüber hinaus, dass „der Raketenbeschuss aus Gaza sofort aufhört und dass durch ein Grenzkontrollregime Waffenlieferungen nach Gaza unterbunden werden“. Doch das sind nachgelagerte und bloß rhetorische Positionen. Denn die Aufhebung der Blockade hat ja „unmittelbar, bedingungslos und dauerhaft“ zu erfolgen – das heißt: ohne die Wahrung von Israels legitimen Sicherheitsinteressen (wobei der Hinweis auf legitime auch illegitime unterstellt), ohne die Anerkennung Israels durch seine erklärten Feinde, ohne das Ende des Raketenbeschusses aus Gaza und ohne die Unterbindung von Waffenlieferungen an die Hamas. Schließlich weiß man in Berlin selbstredend viel besser als in Jerusalem: „Die Blockade Gazas ist kontraproduktiv und dient den politischen und Sicherheitsinteressen Israels letztlich nicht.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Es gibt keine Parteien mehr...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Forderung des deutschen Parlaments – die nach dem Tribunal – zielt auf die Dämonisierung Israels ab, die zweite – die nach dem sofortigen Ende der für Israel essenziellen Blockade von Gaza respektive Hamastan – läuft in der Konsequenz darauf hinaus, dass Israel sich den islamischen Mördern waffen- und tatenlos ausliefert. Judenmörder mögen in Würde leben, Juden hingegen nicht einmal leben – das ist es, was der Bundestagsbeschluss in letzter Konsequenz bedeutet. Keiner der Abgeordneten versteht sich als Antisemit, doch der Beschluss ist ein Dokument des Konsens und Gemeinsinn stiftenden neuen Antisemitismus – einstimmig beschlossen im Deutschen Bundestag. Wenn es um Israel geht, kennt man hierzulande keine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche. Eine derartige Eintracht herrscht sonst nur bei Spielen der Fußball-Nationalmannschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entsprechend gestalteten sich denn auch &lt;a href="http://rundeablage.files.wordpress.com/2010/06/bt-debatte-israel.pdf"&gt;die Redebeiträge der Abgeordneten aller Fraktionen&lt;/a&gt; während der Bundestagsdebatte über den Antrag. „Jetzt ist etwas Besonderes passiert, das ich hier gewürdigt wissen will“, sagte beispielsweise Wolfgang Gehrke von der Linkspartei. „Wir werden diesem Antrag zustimmen. Das heißt, dass zum ersten Mal in der Nahostfrage alle Fraktionen des Hauses einen gemeinsamen Antrag haben.“ Auch der Freidemokrat Rainer Stinner war begeistert: „Das, was wir hier erleben, ist tatsächlich eine neue Qualität gemeinsamer deutscher Außen- und Sicherheitspolitik.“ Rolf Mützenich (SPD) verkündete in altväterlichem Ton, was das Beste für den jüdischen Staat ist: „Wir müssen Israel deutlich machen, dass durch die Abriegelung des Gazastreifens genau das Gegenteil von dem erreicht wird, was Israel eigentlich erreichen will.“ Und der Unionspolitiker Philipp Mißfelder glaubte, der Kapitulationsaufruf an den jüdischen Staat sei gewissermaßen die logische, fast zwingende Konsequenz aus der deutschen Vergangenheit: „Gerade vor dem Hintergrund unserer historischen Verantwortung und unserer Geschichte, die in der heutigen Zeit nicht von Schuld, sondern von großer Verantwortung geprägt ist, geht es darum, gemeinsam die Ziele des Friedens zu erreichen. Ich finde, unser Antrag ist dabei sehr hilfreich.“ Das fanden ausnahmslos alle, weshalb das Bundestags-Protokoll nach der Abstimmung auch „Beifall im ganzen Hause“ notierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;...sondern nur noch Deutsche&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was diesen antiisraelischen Zusammenschluss nicht erst seit gestern bewirkt und was ihn charakterisiert, hat &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2007/08/in-memoriam-eike-geisel.html"&gt;der Publizist Eike Geisel&lt;/a&gt; schon vor rund fünfzehn Jahren analysiert, nachzulesen in seinem Buch &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.edition-tiamat.de/Gesamtverzeichnis/critica%20diabolis/71-80/geisel_triumph.htm"&gt;Triumph des guten Willens&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href="http://www.edition-tiamat.de/Gesamtverzeichnis/critica%20diabolis/71-80/geisel_triumph.htm"&gt;:&lt;/a&gt; „Im Namen des Friedens gegen Israel zu sein, ist etwas Neues. Denn dieses Ressentiment hat alle praktischen und politischen Beweggründe abgestreift. [...] Dieser neue Antisemitismus erwächst weder aus niedrigen Instinkten noch ist er Ausfluss ehrbarer politischer Absichten. Er ist die Moralität von Debilen. Das antijüdische Ressentiment entspringt den reinsten menschlichen Bedürfnissen, es kommt aus der Friedenssehnsucht. Es ist daher absolut unschuldig, es ist so universell wie moralisch. Dieser moralische Antisemitismus beschließt die deutsche Wiedergutwerdung insofern, als sich durch ihn die Vollendung der Inhumanität ankündigt: die Banalität des Guten.“ Und deshalb ist es auch kein Zufall, dass sich diese Banalität sowohl in den „Fanmeilen“ bei den deutschen WM-Spielen hemmungslos unschuldig Bahn bricht als auch im Parlament: Schwarz-rot-geil allenthalben, Widerspruch oder gar Kritik so unerwünscht wie zwecklos. „War früher die so genannte Judenfrage das überparteiliche Band, das die Deutschen zusammenhielt, so ist es heute die Palästina-Frage, die ein Gefühl der nationalen Einheit erzeugt“, &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,704501,00.html"&gt;konstatierte Henryk M. Broder deshalb sehr zu Recht.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die rhetorischen Aufwände hierzulande, sich als Israels engster Freund und Partner zu inszenieren, dienten nie – soviel steht spätestens jetzt unleugbar fest – der tatsächlichen Unterstützung des jüdischen Staates, sondern lediglich der Erledigung deutscher Pflicht und Schuldigkeit nach Auschwitz. Jetzt aber, da man sich selbst attestiert, die Vergangenheit hinreichend „aufgearbeitet“ zu haben, gibt es kein Halten mehr: Israel wird abgeworfen wie lästiger Ballast. Alle Mitglieder des Deutschen Bundestages, von links bis rechts und ohne jede Ausnahme, haben einem antisemitischen, weil antiisraelischen Beschluss ihre Stimme gegeben. Es gibt keinen einzigen Abgeordneten, der zum jüdischen Staat hält. Keinen einzigen. Es ist dies die Vollendung der Volksgemeinschaft gegen Israel, die parlamentarische Entsprechung dessen, was außerhalb des Plenarsaals ohnehin nahezu unhinterfragter Konsens ist. Die Volksvertreter, sie haben sich ihren Namen redlichst verdient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;* Auch in Deutschland&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;gab es „starke Reaktionen“, etwa in Form von Steinewürfen und „Juden raus“-Rufen gegen eine jüdische Tanzgruppe &lt;a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8161201/Bestuerzung-ueber-antisemitischen-Angriff-in-Hannover.html"&gt;am 19. Juni in Hannover&lt;/a&gt; durch muslimische Jugendliche, die sich zwar nicht der Form, aber doch dem Denken nach bestens integriert zeigten.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-6188544818388641577?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6188544818388641577'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6188544818388641577'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/07/volksgemeinschaft-gegen-israel.html' title='Volksgemeinschaft gegen Israel'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TDGmEHB1p4I/AAAAAAAAEG0/wI6FzPwHijs/s72-c/Dem-deutschen-Volke.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-7811035832580187231</id><published>2010-06-29T20:30:00.013+02:00</published><updated>2010-07-01T00:08:15.984+02:00</updated><title type='text'>Befördert sie!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TCo3Lig5oJI/AAAAAAAAEFk/OYEBYWyUP80/s1600/Angry-Roo.jpg" title="Was war entscheidender für Englands Ausscheiden? Rooneys desaströse Leistung oder der Fehler des Schiedsrichter-Assistenten Mauricio Espinosa (rechts)?"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 410px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TCo3Lig5oJI/AAAAAAAAEFk/OYEBYWyUP80/s800/Angry-Roo.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5488259767287259282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fußballschiedsrichter haben in den letzten knapp zwanzig Jahren einen bemerkenswerten Imagewandel erfahren. Noch in den achtziger Jahren galten sie nicht wenigen als „schwarze Säue“, als ganz eigene, seltsame Spezies, als verschrobene Randfiguren der populärsten Sportart der Welt. Man hielt sie für Menschen von schrulligem Charakter und duldete sie widerwillig als notwendiges Übel – wovon hierzulande nicht zuletzt jenes rechteckige Schild zeugte, das mehr oder weniger gut sichtbar an jedem Sportplatz zu finden war (und teilweise immer noch ist) und mit den Worten „Sei fair zum 23. Mann – ohne Schiedsrichter geht es nicht“ Kicker wie Zuschauer zur Besonnenheit mahnte. Im Profifußball waren die Unparteiischen die letzten Amateure; sie gingen einem ordentlichen Beruf nach, opferten für Einsätze in der Bundesliga ihren Jahresurlaub und bekamen für einen Auftritt im Oberhaus einen Tagesspesensatz von exakt 72 (in Worten: zweiundsiebzig) Mark. In den unteren Spielklassen wiederum waren sie oft das, was Elke Wittich, die Sportchefin der Wochenzeitung &lt;i style=""&gt;Jungle World&lt;/i&gt;, einmal überaus treffend mit dem Begriff &lt;a href="http://jungle-world.com/artikel/1998/21/35993.html"&gt;„Wochenendkommandierer“&lt;/a&gt; umschrieben hat: autoritäre Charaktere, die es genossen, dass es auf dem Fußballfeld keine Gewaltenteilung gibt und sie wenigstens dort die unumschränkten Herrscher sein konnten – Polizisten, Staatsanwälte und, logisch, Richter in Personalunion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der allmähliche Wandel der Schiris, der bis in die Untiefen der Amateurligen reichte, ging mit der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs einher. Ihre Trikots waren nun grün, rot, gelb oder blau; die einheitliche schwarze Uniform – zu der neben einem schlecht geschnittenen Oberteil eine unbequeme Hose gehörte, für die sich selbst modeabstinente Rentner geschämt hätten – gehörte der Vergangenheit an. Die Bundesliga wanderte von der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sportschau &lt;/span&gt;ins Privatfernsehen, und die Zahl der Kameras verzigfachte sich – wodurch nicht nur die so genannten &lt;i style=""&gt;side kicks&lt;/i&gt;, also tobende Trainer und verzweifelte Vereinspräsidenten, eine immer größere Rolle in der Berichterstattung spielten, sondern auch die Entscheidungen der Referees immer stärker in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückten: War das wirklich ein Foul? Ein Abseits? Ein Tor? Und was hat den Schiedsrichter eigentlich geritten, auf Foul, Abseits, Tor zu entscheiden, obwohl doch nun wirklich jeder nach sieben Zeitlupen und drei Standbildern erkennen konnte, dass es kein Foul, kein Abseits, kein Tor war? Mit der Zeit erfuhr man auch dies, denn der erzkonservative Deutsche Fußball-Bund (DFB) – der jahrzehntelang seine Pfeifenmännern abgeschottet hatte – änderte nach einigem Zögern seine Linie: Die Unparteiischen waren fortan keine unfehlbaren Halbgötter mehr, sondern traten in die Öffentlichkeit und legten Rechenschaft ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie wurden jetzt besser vergütet. Längst nicht so fürstlich wie die Profis zwar, aber immerhin: 3.800 Euro gibt es heute für ein Bundesligaspiel, 2.000 Euro für einen Einsatz in der Zweiten Liga. Wer in den oberen Spielklassen pfeifen will, muss dem DFB jederzeit zur Verfügung stehen; längst schon amtieren deshalb im bezahlten deutschen Fußball keine Lehrer oder Elektrotechniker mehr als Referees, sondern vor allem Selbstständige und leitende Angestellte. Auch die Anforderungen an die körperliche Fitness, das äußere Erscheinungsbild und die Persönlichkeit der Spielleiter sind gestiegen (und das bis hinunter zur Bezirksliga): Vorbei ist die Zeit, da erkennbar übergewichtige Herren mit unvorteilhafter Frisur und schlechten Manieren in den Stadien den großen Zampano geben durften. Der Schiedsrichter von heute ist rank und schlank, trägt einen mondänen Kurzhaarschnitt und ist sowohl auf dem Rasenviereck als auch vor dem Mikrofon eloquent und telegen. Namen wie Pierluigi Collina oder Markus Merk kennen nicht mehr nur die Experten, und der europäische Fußballverband Uefa hat kürzlich mit dem sehenswerten Film &lt;i style=""&gt;&lt;a href="http://www.myvideo.de/fussball/7557388"&gt;Referees at work&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; dafür gesorgt, dass ein interessiertes Publikum intime Einblicke in die Welt der Unparteiischen bekommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umso unbegreiflicher ist es, dass der große Bruder der Uefa, der Weltfußballverband Fifa nämlich, die Schiedsrichter bei Weltmeisterschaften förmlich kaserniert. Zu ihren (Fehl-) Entscheidungen dürfen sie nichts sagen, weil die Offiziellen befürchten, die Referees könnten sich um Kopf und Kragen reden. Dabei heizt die Schweigepflicht die Debatte erst recht an, ohne dass die Unparteiischen sie beeinflussen könnten. Außerdem ist es nachgerade grotesk, dass die Fifa die von ihr ausgewählten Schiris zwar für fähig hält, die Spiele des bedeutendsten Fußballturniers der Welt zu leiten, ihnen aber offenbar nicht zutraut, abseits des Spielfeldes genauso professionell aufzutreten. Wie zutiefst bedauerlich das ist, macht nicht zuletzt jene Spielszene deutlich, die nicht nur in England für Entsetzen sorgte: Warum nur erkannte das Schiedsrichtergespann nicht, dass der Ball nach Frank Lampards Lattentreffer unzweifelhaft hinter der Torlinie aufkam? Hätte der Unparteiische oder sein Assistent öffentlich Auskunft erteilen dürfen, dann hätte man vermutlich etwas erfahren, das nicht jedem Zuschauer klar sein dürfte: Beim Torschuss stand der Assistent dort, wo er stehen musste, nämlich auf der Höhe des – den Torwart mitgerechnet – vorletzten englischen Verteidigers. Und von dieser Position aus – die er einzunehmen hatte, um eine mögliche Abseitsstellung sehen zu können – war es für ihn naturgemäß nicht zu erkennen, ob der Ball nun eindeutig (!) die Torlinie überschritten hatte oder nicht. Für den ebenfalls korrekt postierten und daher noch weiter entfernten Schiedsrichter gilt das erst recht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Fehler im System also? Wenn man so will: ja. Schließlich kann kein Mensch so schnell laufen, wie der Ball fliegt; es war dem Mann an der Linie deshalb schlichtweg unmöglich, rechtzeitig einen Ort zu erreichen, von dem aus er die Situation exakt hätte beurteilen können. „Auf Verdacht“ jedoch durfte er nicht entscheiden, darum galt für ihn die Maxime: Im Zweifelsfall war der Ball eben nicht drin. Hier nun setzen &lt;a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,703256,00.html"&gt;die Diskussionen ein:&lt;/a&gt; Braucht es Torrichter wie in der Europa League? Einen Chip im Ball? Den Videobeweis? Alle diese Vorschläge haben sicher etwas für sich; das Hauptargument, das dabei immer wieder genannt wird, lautet: In diesem Milliardengeschäft darf es nicht sein, dass Fehler der Schiedsrichter über den Verlauf oder gar das Ergebnis eines Spieles entscheiden. Doch die Gegenseite verfügt über &lt;a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/24/22010.html"&gt;nicht minder gewichtige Einwände:&lt;/a&gt; Ist der Fußball nicht gerade deshalb so beliebt, weil seine im Laufe der Jahre nur maßvoll modifizierten Regeln weltweit unterschiedslos gelten – in der Kreisklasse wie in der Bundesliga, im Nahen Osten und in Afrika wie in Europa und Südamerika – und durchweg ohne technische Hilfsmittel umgesetzt werden? Ist ein spielbeeinflussender oder -entscheidender Fehler des Referees tatsächlich schlimmer als ein zur Unzeit verschossener Elfmeter? Lassen Videobilder überhaupt immer eindeutige Rückschlüsse zu? Würde ihr Einsatz nicht schnell ins Uferlose gehen oder gar die Autorität der Schiedsrichter untergraben? Wären sie nicht der Tod von leidenschaftlichen Fußballmythen wie dem „Wembley-Tor“ oder der „Hand Gottes“? Und wem sonst sollte man mitteilen, dass man weiß, wo sein Auto steht, wenn nicht dem Blinden mit der Pfeife?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen augenscheinlich besonders einfallsreich gemeinten Vorschlag, wie Lampards Tor die verdiente Anerkennung hätte erfahren können, hat übrigens Peter Singer &lt;a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article8220768/Manuel-Neuers-Betrug-ist-kein-Kavaliersdelikt.html"&gt;in der &lt;i style=""&gt;Welt&lt;/i&gt; unterbreitet.&lt;/a&gt; Der deutsche Torwart Manuel Neuer, so fand der „Moralphilosoph“, hätte dem Unparteiischen mitteilen sollen, dass der Ball die Torlinie überschritten hatte; indem er es nicht tat, habe er „betrogen“, wie vor ihm schon beispielsweise Thierry Henry und Diego Maradona. Einmal abgesehen von der generellen Fragwürdigkeit solcher Lamenti über die angebliche Verderbtheit des Fußballgeschäfts (die letztlich immer mit einem Gerechtigkeitsbegriff hantieren, der von Interessen abstrahiert und den Wunsch nach persönlichem Fortkommen deshalb unter den Verdacht stellt, ein Verrat am ominösen „Gemeinwohl“ zu sein): Hier schwingt sich einer zum Ankläger auf, der vermutlich nie selbst gegen den Ball getreten hat und dem gewisse fußballtypische Abläufe daher unbekannt sind. Ein im Flug befindlicher Torwart wird jedenfalls kaum in der Lage sein zu beurteilen, ob ein von der Latte herabtropfender und danach aufspringender Ball für Sekundenbruchteile die Torlinie passiert hat oder nicht – und das ist auch gar nicht sein Job. Einem Spieler, der vom Referee unbemerkt ein absichtliches Handspiel begeht, könnte man seine Regelübertretung ja noch empört vorhalten – aber von Kickern, die für einen Fehler des Unparteiischen rein gar nichts können, zu erwarten, dass sie Mutter Theresa in kurzen Hosen spielen, ist nicht nur moralinsauer, sondern weltfremd.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die derzeit laufende Weltmeisterschaft wird gewiss nicht als diejenige mit den besten Schiedsrichterleistungen aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Aber die Aufregung um die Larriondas, Rosettis und Undianos dürfte sich nach dem Turnier rasch wieder legen. Und weitaus wichtiger als die Einführung technischer Hilfsmittel – die dem Spektakel viel von seiner Leidenschaftlichkeit nähme und trotzdem nur in begrenztem Maße für eine Reduzierung menschlicher (!) Fehler sorgen könnte – wäre es ohnehin, die Referees erstens von ihrem völlig unzeitgemäßen Maulkorb zu befreien und sie zweitens zu Vollprofis zu befördern, sprich: sie dauerhaft so gut zu bezahlen, dass sie weder auf einen anderen Job noch auf dubiose Wetteinsätze angewiesen sind. Dann würden sie zwar immer noch Fehler machen, mitunter sogar spielentscheidende. Aber auch ein Messi trifft bisweilen vom Strand aus das Meer nicht und treibt seine Fans in den Wahnsinn. Das ist nun mal Fußball. Und das ist auch gut so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Eine Gegenrede zu diesem Beitrag ist unter dem Titel &lt;a href="http://www.sportswire.de/entmachtet-sie/"&gt;„Entmachtet sie!“&lt;/a&gt; auf dem Internetportal &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sportswire&lt;/span&gt; erschienen; eine mit &lt;a href="http://www.sportswire.de/dialektik-des-fortschritts/"&gt;„Dialektik des Fortschritts“&lt;/a&gt; überschriebene Replik von &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lizas Welt &lt;/span&gt;auf &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;diesen Widerspruch ist ebenfalls dort zu finden.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-7811035832580187231?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7811035832580187231'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7811035832580187231'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/06/befordert-sie.html' title='Befördert sie!'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TCo3Lig5oJI/AAAAAAAAEFk/OYEBYWyUP80/s72-c/Angry-Roo.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-494058078918400092</id><published>2010-06-21T22:10:00.002+02:00</published><updated>2010-06-22T09:35:03.150+02:00</updated><title type='text'>Um zwölfe wird zurückgeniebelt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TB_DyYMVYfI/AAAAAAAAEFI/NZ4RCyjuv8c/s1600/Niebel.jpg" title="Als wäre Israel ein deutsches Protektorat: Dirk Niebel in Israel"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TB_DyYMVYfI/AAAAAAAAEFI/NZ4RCyjuv8c/s800/Niebel.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5485318141415612914" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Eine kleine Polemik zu Dirk Niebels anmaßendem Auftritt in Israel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon &lt;a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article8113897/Niebel-greift-israelische-Regierung-scharf-an.html"&gt;der heilige Jähzorn,&lt;/a&gt; mit dem Dirk Niebel auf das Einreiseverbot in den Gazastreifen reagierte, ist verräterisch: Die israelische Regierung, empörte sich der Entwicklungshilfeminister und Ex-FDP-Generalsekretär, habe einen „großen außenpolitischen Fehler“ begangen und mache es momentan selbst ihren „treuesten Freunden“ schwer, ihr Handeln zu verstehen. Ihre Ankündigung, die Gaza-Blockade zu lockern, sei „nicht ausreichend“; vielmehr müsse der jüdische Staat „jetzt liefern“, sich außerdem „darüber klar werden“, wie er „im internationalen Kontext in Zukunft auch mit seinen Freunden zusammenarbeiten will“ und darüber hinaus „für mehr Transparenz“ sowie „eine neue Partnerschaft“ sorgen. Die Blockade sei „kein Zeichen von Stärke, sondern eher ein Beleg unausgesprochener Angst“. Kurzum: „Es ist für Israel fünf Minuten vor zwölf“, weshalb es jetzt „jede Chance nutzen“ müsse, „um die Uhr noch anzuhalten“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verräterisch ist diese Diktion vor allem deshalb, weil sie eine narzisstische Kränkung offenbart, die – wie es mit narzisstischen Kränkungen zwangsläufig so ist – umgehend nach Vergeltung schreit: Was hat Niebel nicht alles für Israel getan! Hat in einem Kibbuz ein Jahr lang &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/ich-wusele-mich-zurecht/1640514.html"&gt;Fischzucht und Landwirtschaft betrieben,&lt;/a&gt; sich trotz knapp bemessener Freizeit der &lt;i style=""&gt;Deutsch-Israelischen Gesellschaft&lt;/i&gt; &lt;a href="http://www.deutsch-israelische-gesellschaft.de/dig_information/praesidium.htm"&gt;als Vizepräsident zur Verfügung gestellt,&lt;/a&gt; gegen die Linkspartei &lt;a href="http://www.dirk-niebel.de/Gastbeitrag-DIG-Magazin/17552c1i1p1315/index.html"&gt;und insbesondere Norman Paech gewettert,&lt;/a&gt; der Hizbollah &lt;a href="http://www.ad-hoc-news.de/islamismus-experten-ddp-hintergrund-hisbollah-sammelt--/de/Politik/20265739"&gt;den Kampf angesagt&lt;/a&gt; und sogar einen „Fight Terror, support Israel“-Aufkleber &lt;a href="http://www.faz.net/m/%7B9A75FD43-9FCC-478C-BAFB-F84CEEEF5A30%7DPicture.jpg"&gt;auf sein Köfferchen gepappt.&lt;/a&gt; Er hat das jedoch offenkundig nicht als selbstverständlich betrachtet, sondern anscheinend geglaubt, dafür stehe Israel auf ewig tief in seiner Schuld. Und jetzt: diese Undankbarkeit! Diese Frechheit, ihm, dem großen Freund des jüdischen Staates, die Besichtigung eines Klärwerks im Gazastreifen zu verweigern! Und das, obwohl sein Trip doch sogar die Palästinensische Autonomiebehörde &lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2771728_Untersagte-Gaza-Einreise-Niebel-weist-Vorwuerfe-zurueck.html"&gt;„gestützt hätte“&lt;/a&gt; (auch wenn die in Hamastan bekanntlich schon lange nichts mehr zu melden hat und überdies selbst eine äußerst zweifelhafte Veranstaltung ist)! Da wurde der Besuch im von Kassam-Raketen geplagten Sderot &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc%7EE8947C464C50244539B35B121D21F730B%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;gleich mal wieder storniert.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist der Grund, warum der deutsche Minister so wenig den Grenzübergang passieren durfte wie Gefahrgüter aller Art, so simpel wie nachvollziehbar (und dem Gast aus Germany selbstverständlich bekannt gewesen): „Wenn wir Niebel die Einreise nach Gaza erlaubt hätten, müssten wir sie auch jedem anderen europäischen Minister gestatten“, &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc%7EE8947C464C50244539B35B121D21F730B%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;sagte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums&lt;/a&gt; in Berlin. Und das „würde der Hamas-Regierung zusätzliche Legitimität verschaffen“. Die israelische Regierung folgt also zwei Leitsätzen, die man in Deutschland beständig repetiert und daher eigentlich verstehen müsste – die eine lautet: „Nie wieder!“, die andere: „Wehret den Anfängen!“ Doch womöglich war der FDP-Mann gerade deshalb auch in seinem Narzissmus &lt;i style=""&gt;als Deutscher&lt;/i&gt; verletzt – schließlich beansprucht man hierzulande das Copyright auf diese Parolen, als Ausdruck einer vorbildlich bewältigten Vergangenheit, die zahllose Landsleute Niebels Jahr für Jahr am 27. Januar oder am 9. November ostentative Tränen über die toten Juden vergießen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die (über)lebenden hingegen spielen die so geläuterten Deutschen den Bewährungshelfer, der seine Opfer davor bewahren will, rückfällig zu werden, &lt;a href="http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr28.htm"&gt;wie Wolfgang Pohrt es einmal treffend formulierte.&lt;/a&gt; Die auf diese Art resozialisierten Juden spannt man fürs Erste als Kronzeugen der Anklage gegen Israel ein; dem störrischen Rest gibt man – unter Freunden, versteht sich – beizeiten zu verstehen, was die Stunde geschlagen hat: fünf vor zwölf nämlich (der Hamas gegenüber lässt man derweil die Uhr ein wenig langsamer ticken; dort ruft gerade der Muezzin zum Morgengebet). Schließlich weiß man &lt;i style=""&gt;gerade als Deutscher&lt;/i&gt; am allerbesten, was für die Juden gut ist und was nicht, und deshalb führen sich die Nachfahren der Täter regelmäßig auf, als wäre Israel ein deutsches Protektorat, das nicht selbst in der Lage ist, über sein Wohl und Wehe zu befinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon der unablässige Ruf nach „internationalen Untersuchungen“, wenn man den jüdischen Staat mal wieder eines Verbrechens verdächtigt, ist ein Eingriff in die Souveränität des Staates Israel und eine Anmaßung sondergleichen. Großbritannien hat gerade &lt;a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article8068971/Cameron-sagt-Sorry-fuer-Bloody-Sunday.html"&gt;die Aufarbeitung seines „Bloody Sunday“ abgeschlossen,&lt;/a&gt; der Deutsche Bundestag unterhält einen Untersuchungsausschuss zur Bombardierung in Kundus – aber Israel soll seine Angelegenheiten gefälligst von vermeintlich übergeordneten Instanzen durchleuchten und regeln lassen. Auch die Forderung nach einer vollständigen Aufhebung der Gaza-Blockade, wie sie &lt;a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-06/israel-gaza-blockade-westerwelle"&gt;Niebels Parteifreund Guido Westerwelle erhoben hat&lt;/a&gt; – darin einig mit dem &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2010/06/die-banalitat-des-guten.html"&gt;„Free Gaza“-Bündnis&lt;/a&gt; aus Islamisten und deren europäischen Claqueuren –, ist zutiefst vermessen. Und dies zumal vor dem Hintergrund, dass es die Unifil-Mission unter Beteiligung der Bundeswehr nicht vermocht hat, die Hizbollah an der Wiederaufstockung ihres Raketenarsenals zu hindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber vielleicht hat sich auch die vermeintlich israelfreundliche Bundesregierung längst mit dem Gedanken angefreundet, dass es bald zu einem Krieg kommt, den Israel verliert, und dann wäre sie, so glaubt sie zumindest, das Problem los. Vorher gehört noch den Israelis die Schuld gegeben, damit man sich nachher reinsten Gewissens als Freund des jüdischen Staates aufspielen kann, der ja gewarnt worden sei, dass es so nicht weitergehe. Bei solchen Freunden allerdings braucht es wirklich keine Feinde mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-494058078918400092?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/494058078918400092'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/494058078918400092'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/06/um-zwolfe-wird-zuruckgeniebelt.html' title='Um zwölfe wird zurückgeniebelt'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TB_DyYMVYfI/AAAAAAAAEFI/NZ4RCyjuv8c/s72-c/Niebel.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-1452961964460016964</id><published>2010-06-17T00:55:00.011+02:00</published><updated>2010-06-17T02:33:52.337+02:00</updated><title type='text'>Links, zwo, drei gegen Israel</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TBlWyC-bCwI/AAAAAAAAEFA/OwXen0wkpLw/s1600/Frauendeck.jpg" title="Das Foto (© Dissi) entstand während der Kundgebung  „Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und Hamas! Solidarität mit Israel!“ am 12. Juni 2010 in Berlin vor der Zentrale der Linkspartei, dem Karl-Liebknecht-Haus. Das Plakat ist an einen Titel von Peter Licht angelehnt und spielt auf die Geschlechtersegregation auf der Mavi Marmara an, der sich die beiden Bundestagsabgeordneten der Linkspartei widerspruchslos unterwarfen."&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 312px; height: 612px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TBlWyC-bCwI/AAAAAAAAEFA/OwXen0wkpLw/s800/Frauendeck.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483509439092427522" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eigentlich, so könnte man meinen, sollte der Linkspartei angesichts ihrer obszönen Angriffe gegen Israel und ihrer jede Realität verleugnenden Verteidigung des „Free Gaza“-Unternehmens der Wind zumindest empfindlich kühl ins Gesicht blasen. Denn seit die israelische Armee vor gut zweieinhalb Wochen &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2010/05/aufgebrachte-narrenschiffe.html"&gt;notgedrungen mit Gewalt verhindert hat,&lt;/a&gt; dass eine von Islamisten dominierte und von deren europäischen Claqueuren abgesicherte „Friedensflotte“ die maritime Blockade des Gazastreifens durchbricht, gelangen täglich neue Informationen über das wahre Ziel und den tatsächlichen Verlauf dieser „humanitären Mission“ ans Tageslicht. Selbst deutsche Medien kommen nicht umhin, einige Hintergründe der Geschehnisse auf der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara &lt;/i&gt;näher zu beleuchten, denn – so schrieb es &lt;a href="http://calamitas-bystander.blogspot.com/2010/06/gesungen-und-so.html"&gt;die Betreiberin des Weblogs &lt;i style=""&gt;Die Flache Erde&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; vermutlich nicht zu Unrecht – wenn Journalisten hierzulande „Linke noch weniger mögen als Juden, kommt ab und zu mal so etwas wie angemessene Berichterstattung heraus“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dennoch taugt die Beteiligung von linken Bundestagsabgeordneten und NGO-Vertretern am gegen den jüdischen Staat gerichteten, militanten Propagandacoup nach wie vor nicht so richtig zum Skandal, wie auch selbst die offenkundigsten Ausreden und Verdrehungen der &lt;a href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/maertyrer-an-bord/"&gt;Paechs&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article7895035/Israels-Botschafter-besucht-die-Zentrale-der-deutschen-Israel-Kritik.html"&gt;Groths&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://jungle-world.com/artikel/2010/23/41085.html"&gt;Jochheims&lt;/a&gt; nach deren Rückkehr bislang ohne jede Konsequenz blieben. Schlimmer noch: Als der Deutsche Bundestag unlängst auf Verlangen der selbstredend vollkommen einsichtsfreien Linkspartei über eine „schnellstmögliche Aufklärung des Angriffs des israelischen Militärs auf einen internationalen Schiffskonvoi mit Hilfsgütern für Gaza“ diskutierte*, forderten Abgeordnete &lt;i style=""&gt;aller &lt;/i&gt;Parteien &lt;a href="http://www.tagesschau.de/inland/gazablockade100.html"&gt;eine „internationale Untersuchung“&lt;/a&gt; (die – wie man nicht erst &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/10/goldstone-und-seine-willigen-helfer.html"&gt;seit dem Goldstone-Report&lt;/a&gt; weiß – zur obligatorischen tribunalartigen Verurteilung Israels mutieren würde). Zwar gab es während der Debatte hier und da ein paar zarte Worte der Kritik an den deutschen Parlamentariern, die zur Delegitimation Israels in See gestochen waren, doch insgesamt dominierte eine fraktionsübergreifende Verständnisinnigkeit die Unterredung deutlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einig war man sich beispielsweise darüber, dass Israel die Blockade des Gazastreifens – die eingedenk der Tatsache, dass täglich &lt;a href="http://www.theisraelproject.org/site/apps/nlnet/content2.aspx?c=hsJPK0PIJpH&amp;amp;b=3587015&amp;amp;ct=8407337&amp;amp;notoc=1"&gt;mehr als 2.000 Tonnen Hilfsgüter&lt;/a&gt; auf dem Landweg dorthin geliefert werden, nur eingeschränkt als solche zu bezeichnen ist – aufzugeben hat, weil sie „für den Friedensprozess nicht hilfreich“ sei, wie etwa der CDU-Abgeordnete Andreas Schockenhoff glaubte. Auch andere machten aus ihrem Herzen keine Mördergrube: Rolf Mützenich, der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, hielt den „Einsatz des israelischen Militärs“ für „unverhältnismäßig“ und „nicht zu rechtfertigen“; der Freidemokrat Rainer Stinner war „erschreckt [&lt;span style="font-style: italic;"&gt;sic!&lt;/span&gt;], mit welcher Geschwindigkeit es der gegenwärtigen israelischen Regierung gelingt, Freunde und Partner in aller Welt zu verlieren“; sein Parteikollege Werner Hoyer, Staatsminister im Auswärtigen Amt, rief aus: „Was wir [!] brauchen, ist eine fundamentale Änderung der israelischen Gazapolitik“, und Kerstin Müller von den Grünen bezeichnete die israelische Politik schlicht als „inhuman“ und „völkerrechtswidrig“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es um Israel geht, gibt es nämlich keine Parteien mehr, sondern nur noch Deutsche. Und deshalb hatte auch Annette Groth nichts zu befürchten, als sie im Plenarsaal &lt;a href="http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_x_s-144277506/od_player.html?singleton=true&amp;amp;content=650325"&gt;vor die Mikrofone trat,&lt;/a&gt; um aufs Neue ihre Version der Vorfälle auf der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt; zum Besten zu geben und sich unwidersprochen als „Zeugin“ – vulgo: als Opfer – „einer äußerst menschenunwürdigen Behandlung von Seiten der israelischen Soldaten“ zu inszenieren. Es gab noch nicht einmal einen Zwischenruf, als sie wahrheitswidrig behauptete: „Inzwischen haben auch die israelischen Streitkräfte eingeräumt, dass es sich bei den Aufnahmen eines Gesprächs, bei dem angeblich ein Aktivist die Militärs aufforderte, nach Auschwitz zurückzukehren, um eine Fälschung handelt.“ &lt;a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=2768"&gt;In Wirklichkeit&lt;/a&gt; hatte die IDF zunächst eine um die Sprechpausen gekürzte Fassung des Funkverkehrs veröffentlicht, die vollständige aber bereits kurz darauf &lt;a href="http://idfspokesperson.com/2010/06/05/clarificationcorrection-regarding-audio-transmission-between-israeli-navy-and-flotilla-on-31-may-2010-posted-on-5-june-2010/"&gt;ins Netz gestellt.&lt;/a&gt; Doch auf diesen Unterschied, der ein erheblicher ist, schien niemand im Hohen Hause Wert zu legen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gar noch dreister als Groth trieb es Christine Buchholz, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der Linkspartei und eine derjenigen, &lt;a href="http://www.ruhrbarone.de/es-widert-uns-an/"&gt;die demonstrativ sitzen geblieben waren,&lt;/a&gt; als der israelische Präsident Shimon Peres seine Rede vor dem deutschen Parlament zum diesjährigen Shoa-Gedenktag beendet hatte. Auf ihrer Website legte die 39-Jährige kürzlich &lt;a href="http://christinebuchholz.de/2010/06/07/argumente-fu%CC%88r-die-free-gaza-bewegung/"&gt;ihre „Argumente für die Free-Gaza-Bewegung“ dar&lt;/a&gt; und reihte dabei Unwahrheit an Verharmlosung und Leugnung an Verdrehung: Die todessehnsüchtigen islamistischen Schläger auf dem Deck der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara &lt;/i&gt;sind ihr „unbewaffnete ZivilistInnen“, die mit „Kinderspielzeug“ zur „Selbstverteidigung“ gegen den israelischen „Akt der Piraterie“ angetreten seien; &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc%7EE587B312D81F04CF28AF9DF29BCFCFD47%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;die Kritik an der islamistischen Kadergruppe IHH&lt;/a&gt; – deren Vorsitzender Bülent Yildirim &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EEC4703C8B449C4206A3A002847786E37F%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;den Angriff auf die israelischen Soldaten persönlich befehligte&lt;/a&gt; – stellt sie unter den Verdacht der „Islamfeindlichkeit“ und des „antimuslimischen Rassismus“; das Ziel der Hamas ist Buchholz zufolge nicht etwa die Vernichtung des jüdischen Staates, sondern die Beendigung der „Besatzung durch Israel“ (die es bekanntlich schon seit 2005 nicht mehr gibt); gewählt worden sei diese Truppe, weil sie „für die Fortführung des Kampfes nach Selbstbestimmung argumentiert“ habe (das heißt ausweislich ihrer Charta: für die „Befreiung ganz Palästinas“ von den Juden). Und so geht es weiter, Wort für Wort, Zeile für Zeile und Seite für Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass diese Positionen in der Linkspartei keineswegs randständig sind, machte Sören Pünjer für die Zeitschrift &lt;i style=""&gt;Bahamas &lt;/i&gt;&lt;a href="http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/100612redebeitrag-redaktion-bahamas.html"&gt;in einem Redebeitrag auf einer pro-israelischen Kundgebung&lt;/a&gt; am vergangenen Samstag in Berlin überzeugend deutlich, indem er sich Gregor Gysis Rede zum 60. Jahrestag der israelischen Staatsgründung vornahm. Jene programmatische Rede also, die, so resümierte Pünjer, keine Absage an den Antizionismus gewesen sei, sondern vielmehr eine neue Strategie vorgegeben habe, nach der künftig der Antizionismus aus Machtgründen „israelsolidarisch ummantelt daherkommen“ müsse, „um im Falle einer Regierungsbeteiligung die Kritik an Israel so weit forcieren zu können, wie es die Regierungsmacht nicht gefährden würde“. Wer sich die Ansprache des Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag noch einmal genauer betrachtet, wird kaum zu einem anderen Ergebnis kommen: Gysis Bedauern darüber, dass in Bezug auf das Verhältnis zu Israel die „moralische Komponente, die aus der deutschen Geschichte erwächst“, so stark sei, „dass sich absehbar nichts ändern wird“, ist förmlich greifbar; seine Forderung, der jüdische Staat dürfe „nicht weiter versuchen, kulturell Europa im Nahen Osten zu sein“, beinhaltet nicht weniger als den Wunsch, Israel möge sich, wie Pünjer es treffend formulierte, „den autoritären und barbarisierenden Zuständen um es herum angleichen“ und „seine Verfasstheit als westlich orientierter demokratischer Staat um des lieben Friedens willen aufgeben“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann also in der Linkspartei sein, wer es mit Israel hält? Natürlich nicht. Und deshalb &lt;a href="http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/100612redebeitrag-halle.html"&gt;unterbreitete die Hallenser Gruppe &lt;i style=""&gt;No Tears for Krauts&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; den die Berliner Kundgebung unterstützenden &lt;i style=""&gt;Linksjugend&lt;/i&gt;-Genossen des &lt;i style=""&gt;Landesarbeitskreises Shalom&lt;/i&gt; aus Hamburg das Angebot, für jedes Parteibuch, das per sofort zurückgegeben wird, „eine Flasche Yarden-Wein aus dem hoffentlich für alle Ewigkeit israelischen Golan zu spendieren“. Denn das sei „weit mehr, als es das Heftchen wert ist“. Nach allem, was man weiß, ging übrigens niemand auf die Offerte ein. Bezeichnend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Das vollständige Protokoll der Sitzung &lt;a href="http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/plenarprotokolle/17046.txt"&gt;findet sich hier;&lt;/a&gt; der die Anfrage betreffende, besser lesbare Auszug aus dem Protokoll &lt;a href="http://rundeablage.files.wordpress.com/2010/06/aktuelle-stunde-bt-gaza.pdf"&gt;findet sich hier.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Foto &lt;a href="http://kotzboy.com/"&gt;(© Dissi)&lt;/a&gt; entstand während der &lt;a href="http://redaktion-bahamas.org/aktuell/100612kundgebung.html"&gt;Kundgebung&lt;/a&gt; „Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und Hamas! Solidarität mit Israel!“ am 12. Juni 2010 in Berlin vor der Zentrale der Linkspartei, dem Karl-Liebknecht-Haus. Das Plakat ist an einen &lt;a href="http://www.lyricspedia.com/peter-licht/sonnendeck-lyrics/"&gt;Titel von Peter Licht&lt;/a&gt; angelehnt und spielt auf die &lt;a href="http://reflexion.blogsport.de/2010/06/06/reisebericht-i/"&gt;Geschlechtersegregation auf der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;i style=""&gt; &lt;/i&gt;an, der sich die beiden Bundestagsabgeordneten der Linkspartei widerspruchslos unterwarfen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-1452961964460016964?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/1452961964460016964'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/1452961964460016964'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/06/links-zwo-drei-gegen-israel.html' title='Links, zwo, drei gegen Israel'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TBlWyC-bCwI/AAAAAAAAEFA/OwXen0wkpLw/s72-c/Frauendeck.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-8028164521598476193</id><published>2010-06-08T18:45:00.001+02:00</published><updated>2010-06-08T22:26:38.742+02:00</updated><title type='text'>United we stand</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TA6m0IJpllI/AAAAAAAAEEo/s5BUnQTjoD0/s1600/Freedom-Flotilla.jpg" title="Der antisemitische Lynchmob und seine Spießgesellen – die ganz große Koalition gegen Israel"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 372px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TA6m0IJpllI/AAAAAAAAEEo/s5BUnQTjoD0/s800/Freedom-Flotilla.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5480501211027838546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Worte. Oder doch: ein Hinweis auf eine bemerkenswerte &lt;a href="http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/100612kundgebung.html" target="_blank"&gt;Kundgebung am kommenden Samstag in Berlin&lt;/a&gt; – für alle diejenigen, die das Treiben des antisemitischen Lynchmobs und seiner Spießgesellen nicht tatenlos hinnehmen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;© Lisa Benson, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;The Washington Post Writers Group&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-8028164521598476193?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8028164521598476193'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8028164521598476193'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/06/united-we-stand.html' title='United we stand'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TA6m0IJpllI/AAAAAAAAEEo/s5BUnQTjoD0/s72-c/Freedom-Flotilla.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5827857900812061694</id><published>2010-06-07T16:45:00.013+02:00</published><updated>2010-06-09T09:48:14.071+02:00</updated><title type='text'>Im Dialog mit „Pax Christi“</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TA0Fc95EJKI/AAAAAAAAEEY/knRosFRgrr4/s1600/Yildirim-Haniya.jpg" title="Der IHH-Vorsitzende Bülent Yildirim (links) und der Hamas-Führer Ismail Haniya am 7. Januar 2010 beim Fundraising für „Free Gaza“"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 437px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TA0Fc95EJKI/AAAAAAAAEEY/knRosFRgrr4/s800/Yildirim-Haniya.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5480042316788147362" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist es Realitätsverleugnung? Oder schiere Ideologie? Vermutlich bedingt das eine das andere: Allenfalls „zweieinhalb Holzstangen“, &lt;a href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/maertyrer-an-bord/"&gt;so hat es Norman Paech bekanntlich verkündet,&lt;/a&gt; hätten die Männer auf dem Deck der &lt;i&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt; am vergangenen Montag gegen die Angehörigen der israelischen Spezialeinheit möglicherweise zum Einsatz gebracht, und dies, versteht sich, auch nur zur Selbstverteidigung. Videos der &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=gYjkLUcbJWo"&gt;israelischen Armee,&lt;/a&gt; aber auch die Aussagen eines &lt;a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=2738"&gt;an Bord befindlichen Muslimbruders&lt;/a&gt; sowie &lt;a href="http://derstandard.at/1271378195032/Mavi-Marmara-Kameramann-Gaza-Aktivisten-nahmen-Geiseln"&gt;eines Reporters von &lt;i&gt;Al-Jazeera&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; machen allerdings deutlich, dass die Wirklichkeit dann doch etwas anders aussah. Hinzu kommen in der türkischen Zeitung &lt;i&gt;Hürriyet&lt;/i&gt; veröffentlichte Fotos, auf denen &lt;a href="http://fotogaleri.hurriyet.com.tr/GaleriDetay.aspx?cid=36575&amp;amp;p=1&amp;amp;rid=2"&gt;schwer verletzte israelische Soldaten zu sehen sind,&lt;/a&gt; und eine Stellungnahme des Vorsitzenden der islamistischen, mit der Hamas paktierenden türkischen Organisation IHH, die das Schiff gechartert hatte: Mit Eisenstangen hätten sich die „Aktivisten“ verteidigt und mehrere Soldaten überwältigt, &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc%7EE9DBECE78EBE94D5D8F5D8796FA48B544%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;sagte Bülent Yildirim,&lt;/a&gt; gewiss nicht ohne Stolz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es waren teilweise &lt;a href="http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/4265.htm"&gt;veritable Djihadisten,&lt;/a&gt; mit denen die sehr deutschen „Friedensfreunde“ da in See gestochen sind – und das hätten sie wissen können und müssen, zumal die Informationen über die IHH bereits &lt;a href="http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/hamas_e105.htm"&gt;frühzeitig bekannt waren.&lt;/a&gt; Oder etwa nicht? Für &lt;i&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt; hat &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Stefan Frank* &lt;/span&gt;am 2. Juni – also zwei Tage nach dem Angriff auf die israelischen Soldaten – mit &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wiltrud Rösch-Metzler&lt;/span&gt; gesprochen, der Vizepräsidentin der deutschen Sektion von &lt;i&gt;Pax Christi&lt;/i&gt;, die „Free Gaza“ unterstützt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wissen Sie, was die IHH für eine Organisation ist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wiltrud Rösch-Metzler:&lt;/span&gt; Welche IHH meinen Sie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die türkische.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ist gegründet worden, um die internationale „Free Gaza“-Organisation zu unterstützen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Es gibt sie aber schon seit 1992.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, das ist die andere IHH, darum habe ich eben gefragt, welche Sie meinen. Die andere hat auch einen Ableger in Frankfurt und ist eine islamische Organisation, die aber nichts mit der Unterstützungsaktion für Gaza zu tun hat. Die heißt auch IHH, hat aber ein anderes Ziel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wir sprechen doch beide von der IHH, deren Vorsitzender Bülent Yildirim ist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach, das weiß ich nicht. Ich weiß, dass die IHH, die einen Ableger in Deutschland hat, die andere IHH ist, die nichts mit Gaza zu tun hat. Da kenne ich den Vorsitzenden in Deutschland, der ist in Hamburg und heißt Yoldas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die IHH ist Mitglied in der &lt;/span&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/html/final/eng/sib/2_05/funds.htm"&gt;„Union des Guten“&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;, deren Vorsitzender &lt;/span&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yusuf_al-Qaradawi"&gt;Yusuf al-Qaradawi&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kann schon sein, diese islamische IHH. Die kenne ich nicht. Die hat einen Ableger in Deutschland. Aber das ist nicht die IHH, die mit „Free Gaza“ zusammenarbeitet. Die „Free Gaza“-IHH heißt... Ich gucke gerade mal, wie das geschrieben wird... &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(liest)&lt;/span&gt; „İnsan Hak ve Hürriyetleri Vakfi“ &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(lacht)&lt;/span&gt;. Das kürzt sich eben auch IHH ab. Die haben auch eine Webseite, aber da ist alles auf Türkisch, ich kann das selber gar nicht lesen, ich muss mir das auch übersetzen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Es war die islamistische IHH, die den Konvoi organisiert hat. Es gibt nicht zwei türkische IHHs, sondern eine türkische und eine deutsche. Die türkische firmiert unter der Kurzform des Namens „İnsani Yardım Vakfı“ und unter der Langform „İnsan Hak ve Hürriyetleri ve İnsani Yardım Vakfı“. Das ist ein und dieselbe Organisation.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Liest)&lt;/span&gt; İnsan Hak ve Hürriyetleri Vakfı. Diese Organisation unterstützt „Free Gaza“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Genau. Es ist eine militante islamistische Organisation, die Verbindungen zum internationalen Terrorismus hat. Auf der Facebook-Seite der IHH findet man Propagandavideos der Hamas und unter den Facebook-„Fanfotos“ ein Hitlerbild mit Hakenkreuzfahne. Das ist die Organisation, die zur „Union des Guten“ gehört.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die islamische IHH.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sie war Ihr Partner bei der Gaza-Flottille.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, es handelt sich um zwei verschiedene Organisationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das tut es nicht. So steht es auch in allen Zeitungen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In welcher Zeitung? Dann gucke ich auch noch mal nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zum Beispiel: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Welt online&lt;/span&gt;, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zeit online&lt;/span&gt;, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Tagesanzeiger&lt;/span&gt;...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann haben die das auch durcheinander geworfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Es ist ein und dieselbe Organisation. Als Logo hat sie doch den Globus mit der Taube, nicht wahr?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nicht, was die für ein Logo haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hat sich denn &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Pax Christi&lt;/span&gt; vorher informiert, was das für eine Organisation ist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind ja nicht unsere Partner, sondern wir sind mit „Free Gaza“ zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Aber die IHH war doch dabei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die sind dazugestoßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Aha. In den Zeitungen kann man lesen, drei der vier getöteten Türken hätten als Märtyrer sterben wollen, das hätten sie schon vorher angekündigt. Wissen Sie das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das habe ich auch gelesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was denken Sie darüber?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kenne die Leute ja nicht. Ich recherchiere natürlich, was das soll, wie es zu dieser Meldung kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Beeinflusst das Ihre Sicht der Geschehnisse vom 31. Mai, auf die Auseinandersetzung zwischen israelischen Soldaten und einigen militanten Besatzungsmitgliedern der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mavi Marmara&lt;/span&gt;?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst mal müssen wir das auswerten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Halten Sie es für möglich, dass einige Mitglieder der IHH die Konfrontation gesucht haben, weil sie den Märtyrertod sterben wollten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was immer noch bleibt: Es gibt eben Tote nur auf dieser einen Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Aber auch schwer verletzte israelische Soldaten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau, es gibt Verletzte auf beiden Seiten. Es gab ja die drei Verletzten, von denen die deutschen Delegierten gesprochen haben. Das waren ja drei israelische Soldaten, die verletzt waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ja, genau.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Würden Sie sich dann von der IHH, die, wie Sie sagen, erst im Nachhinein dazugestoßen sei, distanzieren, sagen: „Mit militanten Islamisten wollen wir nichts zu tun haben“?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir gehören doch nicht zur IHH, wir sind eine katholische Friedensbewegung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Würden Sie sich denn moralisch distanzieren und...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Patzig)&lt;/span&gt; Ich habe das nicht geprüft, ich sagte es Ihnen doch. Ich kann ja sagen: „Hätte ich gewusst, dass es Tote gibt, hätte ich nie irgendwelche Schiffe losschicken lassen.“ Oder hätte es nie begrüßt. Ich wusste nicht, dass das israelische Militär so hart eingreift&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Und Sie wussten auch nicht, dass es unter den Besatzungsmitgliedern der „Mavi Marmara“ militante Islamisten gab, die sich auf einen Märtyrertod vorbereitet und die Gewalt gesucht haben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Aggressiv)&lt;/span&gt; Das weiß ich doch nicht, ich muss das doch erst nachprüfen! Woher soll ich das wissen? Wissen Sie das vielleicht? Waren Sie auf dem Schiff? Sie können das doch auch nur recherchieren, indem Sie Leute fragen, die dort waren. Und so geht’s mir doch auch. Was soll die Frage? Wenn ich gewusst hätte, dass es Tote gibt, hätte ich das nie begrüßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Und Sie hätten es auch nicht begrüßt, wenn Sie vom Engagement der IHH gewusst hätten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das weiß ich doch nicht. Erstens: Was mir vorliegt an Informationen, das habe ich ja versucht, Ihnen zu erklären, dass es zwei verschiedene IHHs gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eben nicht, es ist ein und dieselbe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau, Sie sagen, das stimmt nicht, jetzt muss ich das doch erst recherchieren.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Und was ist bei dieser Recherche herausgekommen? Eine zwei Tage nach dem Interview veröffentlichte, &lt;a href="http://www.ippnw.de/startseite/artikel/47f9711191/frachtschiff-rachel-corrie-auf-dem.html"&gt;von &lt;i style=""&gt;Pax Christi &lt;/i&gt;mitgetragene Pressemitteilung&lt;/a&gt; gibt Aufschluss darüber: „Mit aller Entschiedenheit weisen wir die Vorwürfe zurück, die das friedliche Ansinnen der Freiheits-Flotte in Frage stellen und eine Verbindung zu ‚islamistischen Terroristen’ unterstellen. Diese Vorwürfe dienen allein dem Zweck, von dem israelischen Verbrechen beim Angriff auf die Schiffe und von der völkerrechtswidrigen Blockade von Gaza abzulenken.“ Um die eingangs gestellte Frage noch einmal aufzugreifen: Ist es Realitätsverleugnung? Oder schiere Ideologie? Das eine bedingt wohl tatsächlich das andere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;Update 7. Juni 2010:&lt;/span&gt; Auch das ARD-Magazin &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Report Mainz&lt;/span&gt; hat nun einen Beitrag veröffentlicht, der recht eindrucksvoll zeigt, mit wem die Linkspartei, die IPPNW, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Pax Christi&lt;/span&gt; et al. gemeinsame Sache gemacht haben: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=6481392/pv=video/nid=233454/qsb6iy/index.html"&gt;Fragwürdige Friedensmission&lt;/a&gt; – Deutsche Linke in einem Boot mit türkischen Islamisten und Rechtsextremisten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Foto zeigt den IHH-Vorsitzenden Bülent Yildirim (links) und den Hamas-Führer Ismail Haniya &lt;a href="http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/hamas_e105.htm"&gt;am 7. Januar 2010&lt;/a&gt; beim &lt;a href="http://hurryupharry.org/2010/04/14/oh-jesus/"&gt;Fundraising für „Free Gaza“.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Stefan Frank ist freier Journalist und schreibt unter anderem für die Monatszeitschrift KONKRET. &lt;a href="http://www.stefan-frank-texte.de/"&gt;Auf seiner Homepage&lt;/a&gt; ist eine Auswahl seiner Texte und Interviews zu finden.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5827857900812061694?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5827857900812061694'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5827857900812061694'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/06/im-dialog-mit-pax-christi.html' title='Im Dialog mit „Pax Christi“'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TA0Fc95EJKI/AAAAAAAAEEY/knRosFRgrr4/s72-c/Yildirim-Haniya.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-6099620038467928309</id><published>2010-06-05T02:00:00.008+02:00</published><updated>2010-06-19T01:44:42.940+02:00</updated><title type='text'>Die Banalität des Guten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TAmWAN0OzPI/AAAAAAAAEEQ/kFN-PxUBO5w/s1600/Saekular.jpg" title="Die Banalität des Guten: Antiisraelische Demonstration am 1. Juni 2010 in Berlin, an der Linke, Islamisten und „Graue Wölfe“ teilnahmen (© verbrochenes.net)"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 425px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TAmWAN0OzPI/AAAAAAAAEEQ/kFN-PxUBO5w/s800/Saekular.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5479075352125820146" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Um es noch einmal deutlich zu sagen: Die Passagiere der &lt;/i&gt;Mavi Marmara&lt;i&gt;, die israelische Soldaten mit Knüppeln, Messern und möglicherweise sogar Schusswaffen angegriffen haben, waren nichts anderes als &lt;/i&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;Selbstmordattentäter&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;i&gt;. Dass sie sterben würden, muss ihnen angesichts ihres Handelns und der militärischen Übermacht der israelischen Truppen klar gewesen sein. Anders als ihre Gesinnungs- und Kampfgenossen, die sich in Bussen und Einkaufszentren in die Luft sprengen, zielten sie jedoch nicht auf Zivilisten, sondern auf Israels Image. Dabei nahmen sie ihren eigenen Tod wissentlich in Kauf. Israels Feinde haben mittlerweile verstanden, dass es in einem asymmetrischen Krieg darum geht, den Hebel zu finden, mit dem man den überlegenen Gegner zu Fall bringen kann. Dieser Hebel sind Medien und Weltmeinung, die dazu benutzt werden sollen, Israel zu isolieren und zu schwächen. So sind diese Selbstmordattentäter der neuen Generation in ihrer mittelbaren Wirkung für Israel nicht minder gefährlich als ihre Vorgänger.&lt;/i&gt; &lt;a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2010/06/02/klare-worte-aus-moskau/"&gt;(&lt;i style=""&gt;Spirit of Entebbe&lt;/i&gt;, 2. Juni 2010)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;Man kann nicht behaupten, dass Israels Feinde bei der Verfolgung ihrer Ziele nicht kreativ wären. Sie haben es mit Selbstmordattentaten en masse versucht und mit Raketen sonder Zahl. Sie haben israelische Soldaten entführt, um sie – &lt;a href="http://www.ynetnews.com/home/0,7340,L-4267,00.html"&gt;tot&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.habanim.org/en/German.html"&gt;noch lebendig&lt;/a&gt; – gegen in israelischen Gefängnissen einsitzende Terroristen auszutauschen, die dann aufs Neue losziehen können, um ihrem mörderischen Werk nachzugehen. Sie dominieren den &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2007/03/alter-wein-in-neuen-schluchen.html"&gt;so genannten Menschenrechtsrat&lt;/a&gt; der Vereinten Nationen und haben dort &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/04/genfer-groteske.html"&gt;Konferenzen&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/10/goldstone-und-seine-willigen-helfer.html"&gt;Tribunale&lt;/a&gt; veranstaltet, um Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren. Der Schaden, den sie angerichtet haben, ist beträchtlich – und doch haben sie ihren finalen Plan bislang nicht verwirklichen können. Denn den jüdischen Staat gibt es immer noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass dem so ist, liegt auch daran, dass einige dieser Aktivitäten sich sozusagen als kontraproduktiv erwiesen haben. Mögen &lt;i&gt;Suicide Bombings&lt;/i&gt; und Raketenangriffe in nicht geringen Teilen der Weltöffentlichkeit auch auf noch so viel Nachsicht und Verständnis gestoßen sein – insoweit sie dort als „Verzweiflungstaten“ begriffen wurden und nicht als offensiver militärischer Angriff –, so konnten sie doch nicht alle restlos von der Friedfertigkeit der Palästinenser überzeugen. Und schon gar nicht vermochten diese Mittel die israelische Gesellschaft zu zermürben und zu entzweien – im Gegenteil: Die bittere Erkenntnis, jederzeit und überall von einer menschlichen Bombe oder von Geschossen tödlich getroffen werden zu können, ließ auch viele derjenigen Israelis, die eine Zweitstaatenlösung befürworteten, zu der Einsicht gelangen, dass die lieben Nachbarn alles wollen, nur keinen jüdischen Staat. Vor allem deshalb ist in Israel die Zustimmung zu militärischen Maßnahmen seit der zweiten „Intifada“ im Jahr 2000 wieder deutlich gestiegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angesichts dessen mussten die Feinde Israels allmählich eine neue, erfolgversprechendere Strategie ersinnen, die geeignet ist, noch größere Teile der Öffentlichkeit auf einen antiisraelischen Kurs zu bringen als bisher schon. Diese Strategie zielt nun darauf ab, Israel der ultimativen Unmenschlichkeit zu überführen, eines Verbrechens, das weltweit maximale Empörung hervorruft – mehr noch, als jeder Krieg es vermag – und das sich außerhalb Israels niemand zu rechtfertigen traut. Mit Hilfsgütern beladene Schiffe sind auf ihrem Weg zur Küste von Gaza schon mehrmals von der israelischen Marine aufgehalten worden; das verursachte zwar jeweils ein paar Tage lang eine schlechte Presse für den jüdischen Staat, aber so richtig zünden wollte die Idee nicht – weil es keine Toten und Verletzten gab. Dies zu ändern, war „Free Gaza“ nun offensichtlich angetreten – ein Bündnis, dem es gelang, von friedensbewegten Europäern bis zu türkischen Islamisten alles an Bord zu bekommen, was Israel die Pest an den Hals wünscht, inklusive einiger B-Promis, zu denen auch zwei deutsche Bundestagsabgeordnete und der schwedische Schriftsteller &lt;a href="http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article7843844/Ein-Schiff-voller-Narren.html"&gt;Henning Mankell&lt;/a&gt; zählten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass es „Free Gaza“ nicht darum ging, humanitäre Güter in den Gazastreifen zu liefern, haben die Verantwortlichen dieser Vereinigung &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2010/05/aufgebrachte-narrenschiffe.html"&gt;in dankenswerter Offenheit ausgeplaudert&lt;/a&gt; – und wenn es trotzdem noch eines Beweises bedurft hätte, dann wurde er spätestens geliefert, als herauskam, dass ein nicht geringer Teil des Materials an Bord der Schiffe &lt;a href="http://idfspokesperson.com/2010/06/03/unloading-of-humanitarian-aid-from-the-flotilla-continues-3-june-2010/"&gt;wertloser Schrott ist,&lt;/a&gt; den &lt;a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/hamas_verweigert_annahme_der_hilfsgueter_1.5868582.html"&gt;nicht mal die Hamas&lt;/a&gt; haben will. Das Ziel des Unternehmens war es vielmehr, Israel in eine gewaltsame Auseinandersetzung zu zwingen, um sich hernach als Opfer einer brutalen Militärmaschinerie inszenieren zu können und damit Israels Isolation und Delegitimierung ein weiteres gutes Stück voranzutreiben. Weil die Soldaten der israelischen Spezialeinheit aber nicht mehr taten, als Paintball-Munition gegen ihre Widersacher zum Einsatz zu bringen, musste deren zu allem bereiter Teil die Konfrontation mit Eisenstangen, Messern, den Soldaten entwendeten Waffen &lt;a href="http://derstandard.at/1271378195032/Mavi-Marmara-Kameramann-Gaza-Aktivisten-nahmen-Geiseln"&gt;und Geiselnahmen&lt;/a&gt; derart eskalieren, dass die Spezialkräfte &lt;a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/israel-navy-3-commandos-nearly-taken-hostage-in-gaza-flotilla-raid-1.294114"&gt;gar nicht mehr anders konnten,&lt;/a&gt; als scharf zu schießen; andernfalls wären sie selbst zu Tode gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser zu allem bereite Teil bestand überwiegend aus türkischen Islamisten; mindestens 40 davon befanden sich &lt;a href="http://taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/maertyrer-an-bord/"&gt;nach türkischen Zeitungsberichten&lt;/a&gt; an Bord der &lt;i&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt;, und wenigstens drei der Getöteten sollen ihren Freunden und Verwandten gegenüber vor der Abreise gesagt haben, sie wollten auf der Fahrt als „Märtyrer“ sterben. Auch andere &lt;a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2010/06/03/schon-wieder-ein-ubersetzungsfehler/"&gt;waren dazu bereit,&lt;/a&gt; doch ihr sehnlichster Wunsch ging nicht in Erfüllung. Organisiert und finanziert wurde das Schiff von der IHH, einer &lt;a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2010/06/03/offentlich-rechtliche-sternstunde/"&gt;vermeintlich karitativen türkischen Einrichtung,&lt;/a&gt; deren Vorsitzender Bülent Yildirim noch bei der Einweihungszeremonie für den Prachtkahn &lt;a href="http://taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/maertyrer-an-bord/http://www.lizaswelt.net/2010/05/aufgebrachte-narrenschiffe.html"&gt;mit offenem Antisemitismus in Erscheinung trat,&lt;/a&gt; die Mitglieder &lt;a href="http://www.mideastfreedomforum.org/de/node/143"&gt;in Afghanistan, Bosnien und Tschetschenien „kämpfen“ lässt&lt;/a&gt; und deren Sprecher Faruk Korkmaz kalt lächelnd zugab, das Anliegen seiner Organisation habe darin bestanden, &lt;a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article7904363/Ich-bin-kein-nuetzlicher-Idiot.html"&gt;„Israel vorzuführen“.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„In der Organisation der Gaza-Flottille sind Organisationen führend, die unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe islamistische Terrororganisationen und den globalen Djihad unterstützen“, &lt;a href="http://www.mideastfreedomforum.org/de/node/143"&gt;resümierte das Berliner &lt;i style=""&gt;Mideast Freedom Forum&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; deshalb zu Recht. Und die übrigen Vereinigungen des „Free Gaza“-Bündnisses machten sehenden Auges mit ihnen gemeinsame Sache. Der nun vielfach unternommene Versuch, „zwischen Millî Görüş, dessen Spektrum der IHH angehört, und der Abgeordneten Inge Höger zu unterscheiden, zwischen einem sozusagen zivilgesellschaftlich organisierten Hass und dem offenen (versuchten) Lynchmord, ist im Kleinen das Abbild der großen Politik“, befand die Zeitschrift &lt;i style=""&gt;Bahamas&lt;/i&gt; &lt;a href="http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/gaza3.html"&gt;in ihrem lesenswerten Aufruf&lt;/a&gt; mit dem Titel „Für Israel – gegen das Bündnis von ‚Gutmenschen’ und Djihadisten“. Das „Bindeglied zwischen Hasspropaganda und unverhohlener Unterstützung des Terrorismus“ sei der türkische Ministerpräsident Erdoğan, der, „seit er innenpolitisch nicht mehr auf der Siegesstraße ist, also seit dem so genannten Gazakrieg im Frühjahr letzten Jahres, den ‚europäischen’ Frontmann des Israelhasses abgibt und die Untaten seiner Landsleute auf der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt; aktiv gefördert hat“. Erdoğan erfahre aus Europa keine Kritik, so die &lt;i style=""&gt;Bahamas&lt;/i&gt; weiter, „sein Regime gilt weiterhin nicht als islamistisch, seine Hetze nicht als antisemitisch“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wahr diese Worte sind, wird überdeutlich, wenn man sich die Stellungnahmen der deutschen Mitglieder von „Free Gaza“ ansieht. Matthias Jochheim beispielsweise, Mediziner und für die &lt;i&gt;Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs&lt;/i&gt; (IPPNW) an Bord der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt;, hielt die IHH in einem &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1273823369058.shtml"&gt;Interview des &lt;i style=""&gt;Kölner Stadt-Anzeigers&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; allen Ernstes für „eine Art Rotes Kreuz der Türkei“. Bei den Vorbereitungstreffen habe man „keinen Zweifel an der pazifistischen Gesinnung“ dieser Einrichtung gehabt. „Aber man kann“, fuhr Jochheim fort, „natürlich nie wissen, ob sich darunter auch ideologisch Verbrämte oder Hamas-Sympathisanten befinden“ – und man wollte es vermutlich auch gar nicht. Das Vorgehen gegen die israelische Spezialeinheit sei jedenfalls ein legitimer Akt der Verteidigung gewesen; allenfalls „Holzknüppel“ seien dabei zum Einsatz gekommen, glaubt Jochheim, darin einig mit Norman Paech, der deren Zahl &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,698055,00.html"&gt;auf zweieinhalb taxierte&lt;/a&gt; und im Übrigen den – &lt;a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/israel-navy-3-commandos-nearly-taken-hostage-in-gaza-flotilla-raid-1.294114"&gt;teilweise gelungenen&lt;/a&gt; – Versuch, „die Soldaten zu entwaffnen“, richtig fand. &lt;a href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/%5Cder-mossad-war-vom-ersten-tag-dabei%5C/"&gt;In einem &lt;i style=""&gt;taz&lt;/i&gt;-Interview&lt;/a&gt; verstieg Paech sich auf die Frage, ob sich Waffen an Bord des Schiffes befunden hätten, sogar zu der Behauptung: „&lt;span class="topocolmaincol"&gt;Überhaupt nicht. Der Mossad war vom ersten Tag dieser Aktion an dabei. Er wusste über alles Bescheid.“ So hört sich das an, wenn ein „Israelkritiker“ aus seinem Herzen keine Mördergrube macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Filmmaterial konfrontiert, das alles andere als so etwas wie gewaltlosen, zivilen Ungehorsam der Passagiere zeigt, reagieren die deutschen Friedensfreunde so wie die Linken-Bundestagsabgeordnete Annette Groth, &lt;a href="http://www.welt.de/die-welt/politik/article7895035/Israels-Botschafter-besucht-die-Zentrale-der-deutschen-Israel-Kritik.html"&gt;die im ZDF sagte,&lt;/a&gt; die Videos seien „zusammengestückelt worden, was weiß ich, woher das kommt“. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wird das Vorgehen der neuen Selbstmordattentäter kurzerhand als Erfindung der israelischen Propaganda bezeichnet. Doch das ist keine Realitätsverleugnung, sondern eine bewusste Verdrehung von Tatsachen. Denn noch traut man sich nicht, die alte linke Parole „Ob friedlich oder militant, wichtig ist der Widerstand“ aufzuwärmen und damit die längst offensichtliche Liaison mit den Islamisten auch offiziell zu verkünden. Dabei gibt es publizistischen Flankenschutz auch von solchen, die man gemeinhin für moderat und nüchtern hält. Israel sei „ohne Maß“, &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc%7EE0DB3AF4D003D4A238A1058F54BE3E143%7EATpl%7EEcommon%7ESspezial.html"&gt;kommentierte etwa Günther Nonnenmacher in der &lt;i style=""&gt;FAZ&lt;/i&gt;,&lt;/a&gt; was die &lt;i style=""&gt;Bahamas &lt;/i&gt;&lt;a href="http://www.redaktion-bahamas.org/aktuell/gaza3.html"&gt;ein trockenes Fazit ziehen ließ:&lt;/a&gt; „Jegliches Maß scheint Israel in der Tat verloren zu haben, als es den Hass von Friedmenschen aus Europa unterschätzte, die perfiderweise stellvertretend Mörder und Märtyrer walten lassen, um hinterher &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=k8YUJpGwvCM"&gt;betroffene Pressekonferenzen&lt;/a&gt; abzuhalten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sowohl diese Linken, Friedensbewegten und „Menschenrechtler“ als auch den weitaus größten Teil der deutschen Medienlandschaft antreibt, hat &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2007/08/in-memoriam-eike-geisel.html"&gt;der Publizist Eike Geisel&lt;/a&gt; schon vor anderthalb Jahrzehnten analysiert, nachzulesen in seinem Buch „&lt;a href="http://www.edition-tiamat.de/Gesamtverzeichnis/critica%20diabolis/71-80/geisel_triumph.htm"&gt;&lt;/a&gt;Triumph des guten Willens“: „Im Namen des Friedens gegen Israel zu sein, ist etwas Neues. Denn dieses Ressentiment hat alle praktischen und politischen Beweggründe abgestreift. [...] Dieser neue Antisemitismus erwächst weder aus niedrigen Instinkten noch ist er Ausfluss ehrbarer politischer Absichten. Er ist die Moralität von Debilen. Das antijüdische Ressentiment entspringt den reinsten menschlichen Bedürfnissen, es kommt aus der Friedenssehnsucht. Es ist daher absolut unschuldig, es ist so universell wie moralisch. Dieser moralische Antisemitismus beschließt die deutsche Wiedergutwerdung insofern, als sich durch ihn die Vollendung der Inhumanität ankündigt: die Banalität des Guten.“ 15 Jahre nach diesen Sätzen hat sich an deren Gültigkeit nicht das Geringste geändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mag sein, dass unter den „Free Gaza“-Aktivisten auch der eine oder andere war, der grenzenlos naiv glaubte, den im Gazastreifen lebenden Palästinensern mit der Flottenfahrt tatsächlich helfen zu können. Falls dem so sein sollte – wofür angesichts bislang vollständig fehlender Distanzierungen nicht viel spricht –, &lt;a href="http://nexusrerum.blogspot.com/2010/06/die-jeninmethode.html"&gt;dann sei den Betreffenden gesagt:&lt;/a&gt; „Free Gaza“ hat einen militärischen, keinen humanitären Zweck; der Sinn der Übung am vergangenen Montagmorgen war es, möglichst effektiv ein paar als Friedensaktivisten getarnte „Märtyrer“ zu produzieren, um eine Etappe &lt;a href="http://www.verbrochenes.net/2010/06/01/es-lebe-hamas-es-lebe-hisbollah/"&gt;im Propagandakrieg gegen Israel&lt;/a&gt; zu gewinnen, der tatsächlich der Hebel sein könnte, um den jüdischen Staat langfristig zum Verschwinden zu bringen. Die Antwort darauf kann nur die unbedingte Solidarität mit Israel sein. Und wer diese Erkenntnis gerne auch musikalisch untermalt haben möchte, dem sei &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=O5Yd3aOj55E"&gt;das von Caroline Glick arrangierte, grandiose Video „We con the world“&lt;/a&gt; empfohlen, in dem das Unternehmen „Free Gaza“ zu aus den Achtzigern bekannten Klängen zur Kenntlichkeit entstellt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Foto entstand auf einer &lt;a href="http://www.verbrochenes.net/2010/06/01/es-lebe-hamas-es-lebe-hisbollah/"&gt;antiisraelischen Demonstration am 1. Juni 2010 in Berlin,&lt;/a&gt; an der Linke, Islamisten und „Graue Wölfe“ teilnahmen. Die Frau auf dem Transparent ist Leila Khaled, die erste Flugzeugentführerin der Weltgeschichte und damit sozusagen die Urmutter der humanitären Pazifisten von der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mavi Marmara&lt;/span&gt;. (© &lt;a href="http://www.verbrochenes.net/"&gt;verbrochenes.net&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-6099620038467928309?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6099620038467928309'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6099620038467928309'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/06/die-banalitat-des-guten.html' title='Die Banalität des Guten'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TAmWAN0OzPI/AAAAAAAAEEQ/kFN-PxUBO5w/s72-c/Saekular.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-709622972599484345</id><published>2010-05-31T22:00:00.005+02:00</published><updated>2010-06-08T02:17:20.210+02:00</updated><title type='text'>Aufgebrachte Narrenschiffe</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TAQTfkkJ1MI/AAAAAAAAED8/Cad8hOfS6V4/s1600/Mavi-Marmara.jpg" title="Aufgebrachtes Narrenschiff: Die unter türkischer Fahne fahrende, von Islamisten organisierte und finanzierte „Mavi Marmara“"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 418px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TAQTfkkJ1MI/AAAAAAAAED8/Cad8hOfS6V4/s800/Mavi-Marmara.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5477524479901553858" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann gar nicht anders, als den Organisatoren und Teilnehmern der internationalen „Free-Gaza-Solidaritätsflotte“ zu gratulieren: Sie haben erreicht, was sie erreichen wollten. Denn &lt;a href="http://www.freegaza.de/aktuelles.php"&gt;ihre Aktion,&lt;/a&gt; die mit viel Pathos als humanitäre Hilfe für den Gazastreifen deklariert worden war, wurde der von vornherein geplante Propagandacoup für die Hamas. Deren Führer Ismail Haniya &lt;a href="http://www.jpost.com/Home/Article.aspx?id=176812"&gt;hatte schon vor einigen Tagen frohlockt:&lt;/a&gt; „Wenn die Schiffe Gaza erreichen, ist das ein Sieg – und wenn sie von den Zionisten terrorisiert werden, ist das ebenfalls ein Sieg.“ Nun hat ein Spezialkommando der israelischen Streitkräfte &lt;a href="http://www.jpost.com/Israel/Article.aspx?id=176963"&gt;die sechs Schiffe umfassende Flotte aufgebracht;&lt;/a&gt; dabei sind nach unterschiedlichen Angaben zwischen zehn und 19 „Friedensaktivisten“ zu Tode gekommen und mehrere Dutzend verletzt worden. Auch unter den israelischen Soldaten gab es eine Reihe von Versehrten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tenor in den deutschen Medien ist eindeutig – und ganz im Sinne der Gotteskrieger: „Blutiger Angriff Israels auf Gaza-Hilfsflotte“ &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697642,00.html"&gt;(&lt;i style=""&gt;Spiegel Online&lt;/i&gt;),&lt;/a&gt; „Israel schockt den Nahen Osten“ &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/israel-tuerkei-warnt-israel-vor-irreparablen-folgen-nach-flottilleneinsatz-israelischer-mini-1.951983"&gt;(&lt;i style=""&gt;Süddeutsche Zeitung&lt;/i&gt;),&lt;/a&gt; „Angriff Israels auf Solifahrt für Gaza“ (&lt;i style=""&gt;&lt;a href="http://taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/israel-entert-hilfsflotte/"&gt;taz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;), „Israel ohne Maß“ (&lt;i style=""&gt;&lt;a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc%7EE0DB3AF4D003D4A238A1058F54BE3E143%7EATpl%7EEcommon%7ESspezial.html"&gt;FAZ&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;) – um nur einige von unzähligen Beispielen zu nennen. Die Bundesregierung sieht den &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697768,00.html"&gt;„Grundsatz der Verhältnismäßigkeit“ verletzt,&lt;/a&gt; verlangt eine internationale Untersuchung und &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/Newsticker/news-ticker/2010/05/31/31-21-merkel.html"&gt;ein „Ende der Blockade“,&lt;/a&gt; während Linken-Fraktionschef &lt;a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/israel-feuert-auf-aktivisten-drei-politiker-der-linken-an-bord-des-angegriffenen-hilfsgueter-schiffs-_aid_514054.html"&gt;Gregor Gysi befand:&lt;/a&gt; „Ohne im Einzelnen beurteilen zu können, was bei der Besetzung geschah, ist es niemals und durch nichts zu rechtfertigen und deshalb verbrecherisch, dass einseitig das Feuer eröffnet wird und friedliche Menschen getötet oder verletzt werden.“ Mehrere Staaten, darunter Griechenland, Spanien, Ägypten und die Türkei, &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697768,00.html"&gt;bestellten den jeweiligen israelischen Botschafter ein.&lt;/a&gt; Wer die Schuld an der blutigen Eskalation trägt, wird nicht nur hierzulande also gar nicht erst diskutiert. Doch wie immer, wenn die Wogen der Empörung über dem jüdischen Staat zusammenschlagen, lohnt sich ein genauerer Blick.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst einmal kann keine Rede davon sein, dass die israelische Spezialeinheit die Flotte angegriffen hat; vielmehr war es umgekehrt: Es gab mehrere &lt;a href="http://botschaftisrael.wordpress.com/2010/05/31/88/"&gt;Aufforderungen der israelischen Marine an sie,&lt;/a&gt; die Seeblockade des Gazastreifens zu akzeptieren, den Kurs zu ändern und den Hafen der israelischen Stadt Ashdod anzusteuern. Die antiisraelischen Aktivisten weigerten sich jedoch, dieser Anordnung Folge zu leisten. Daraufhin enterten israelische Soldaten am Montagmorgen die Schiffe; auf fünf von ihnen leistete die Besatzung offenbar keinen Widerstand. Anders verhielt es sich auf dem größten Schiff, der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt;: &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3896796,00.html"&gt;Dort wurden die Soldaten sofort massiv angegriffen,&lt;/a&gt; unter anderem &lt;a href="http://idfspokesperson.com/2010/05/31/weapons-found-on-the-flotilla-ship-mavi-marmara-used-by-activists-against-idf-soldiers-31-may-2010/"&gt;mit Knüppeln, Metallrohren und Messern.&lt;/a&gt; Mehrere Videoaufnahmen &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=gYjkLUcbJWo" target="_blank"&gt;[insbesondere 1]&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=buzOWKxN2co" target="_blank"&gt;[2]&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.theaugeanstables.com/2010/05/31/idf-posts-footage-of-the-attack-on-their-soldiers-do-you-see-what-they-say-is-happening/" target="_blank"&gt;[3]&lt;/a&gt; zeigen diese Attacken deutlich. Nach Angaben eines Armeesprechers setzten die israelischen Spezialkräfte &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3896796,00.html"&gt;zunächst nicht-tödliches Gerät ein,&lt;/a&gt; um das Schiff unter Kontrolle zu bekommen, jedoch ohne Erfolg. Nachdem ihnen schließlich auch noch zwei Handfeuerwaffen entwendet worden seien, hätten sie mit scharfer Munition (zurück)geschossen. Denn die Besatzung habe vorgehabt, &lt;a href="http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/israel-navy-commandos-gaza-flotilla-activists-tried-to-lynch-us-1.293089"&gt;die Soldaten regelrecht zu lynchen.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Friedliche Menschen“, wie Gysi die „Free Gaza“-Seefahrer genannt hat, &lt;a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=2713"&gt;verhalten sich zweifellos anders.&lt;/a&gt; Doch es war ohnehin schon lange vor dem heutigen Morgen klar, dass es sich bei den vermeintlichen Menschenrechtlern in Wirklichkeit um militante Israelhasser handelt, denen das Wohl und Wehe der Palästinenser gleichgültig ist, wenn sie es nicht für eine Kampagne gegen den jüdischen Staat instrumentalisieren können. Greta Berlin, eine der Organisatorinnen der „Solidaritätsflotte“, gab das vor einigen Tagen &lt;a href="http://botschaftisrael.wordpress.com/2010/05/31/die-einnahme-der-gaza-flottille/"&gt;auch unumwunden zu:&lt;/a&gt; „Bei dieser Mission geht es nicht darum, humanitäre Güter zu liefern, es geht darum, Israels Blockade zu brechen“ – eine Blockade, die bekanntlich errichtet wurde, um neuerliche Waffenlieferungen an die Hamas zu unterbinden. Deshalb schlugen Berlin und ihre Mitstreiter in den vergangenen Tagen auch jedes &lt;a href="http://botschaftisrael.wordpress.com/2010/05/31/die-einnahme-der-gaza-flottille/"&gt;Angebot der israelischen Regierung&lt;/a&gt; aus, die Schiffsladungen im Hafen von Ashdod löschen und sie – nach einer Kontrolle auf Waffen und anderes unzulässiges Gut – auf dem (üblichen) Landweg in den Gazastreifen bringen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht nur dieser Vorschlag für eine einvernehmliche Lösung wurde von den „Friedensfreunden“ zurückgewiesen, sondern auch – und das macht den Antrieb &lt;a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=2700"&gt;dieser Freizeitkapitäne&lt;/a&gt; besonders deutlich – das Ansinnen der Familie des vor vier Jahren von der Hamas entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit: &lt;a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article7812162/Solidaritaetsflotte-als-Provokation-gegen-Israel.html"&gt;Die Shalits hatten angeboten,&lt;/a&gt; sich bei der israelischen Regierung dafür stark zu machen, dass der Schiffskonvoi im Hafen von Gaza anlegen kann – wenn sich die Mitglieder der Flotte im Gegenzug bei der Hamas dafür einsetzen, dass Gilad Shalit ein Paket mit Lebensmitteln und Briefen übergeben werden darf. Die „Free Gaza“-Aktivisten lehnten ab, was der Rechtsanwalt der Familie, Nick Kaufmann, mit deutlichen Worten kommentierte: „Ich dachte, diese Bewegung unterstütze die Menschenrechte“, sagte er; stattdessen gelte ihre Unterstützung „nur einer Terrorgruppe, die sich selbst überhaupt nicht für Menschenrechte interessiert“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumindest nicht für Menschenrechte, die dem islamischen Verständnis davon zuwiderlaufen, &lt;a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=2708"&gt;wäre hinzuzufügen.&lt;/a&gt; Denn die unter türkischer Flagge fahrende &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt; – auf der die israelischen Spezialkräfte attackiert wurden – wurde maßgeblich von der &lt;a href="http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/hamas_e105.htm"&gt;radikalislamischen türkischen Organisation IHH&lt;/a&gt; organisiert und finanziert. Deren Vorsitzender Bülent Yildirim hielt vor wenigen Tagen in Istanbul bei der Einweihungszeremonie für das Schiff – an der auch zwei von Großbritannien aus operierende Topterroristen der Hamas, Mahmad Tzoalha und Sahar Albirawi, sowie Hamam Said, ein Führer der Muslimbruderschaft in Jordanien, teilnahmen – eine Rede, &lt;a href="http://botschaftisrael.wordpress.com/2010/05/27/wer-steht-hinter-der-flottille-nach-gaza/"&gt;in der er unter anderem sagte:&lt;/a&gt; „Israel verhält sich, wie Hitler sich gegenüber den Juden verhalten hat. Hitler baute Konzentrationslager in Deutschland, und heute baut das zionistische Gebilde Konzentrationslager in Palästina.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenfalls bei der Feierstunde zugegen war Scheich Raed Salah, der Führer der „Abteilung Nord“ der &lt;i style=""&gt;Islamischen Bewegung in Israel&lt;/i&gt;. Salah verfügt nicht nur über gute direkte Kontakte zur Hamas, sondern hat in der Vergangenheit auch mehrfach antisemitische Hasspredigten gehalten. &lt;a href="http://botschaftisrael.wordpress.com/2010/05/27/wer-steht-hinter-der-flottille-nach-gaza/"&gt;Darin führte er unter anderem aus,&lt;/a&gt; die Juden seien „Schlächter von schwangeren Frauen und Babys“, „Diebe“ und „die Bakterien aller Zeiten“; zudem bediente er alte Ritualmordlegenden: „Wir sind nicht diejenigen, die ein Mahl von Brot und Käse in Kinderblut essen.“ Der Sieg sei „mit den Muslimen, vom Nil bis an den Euphrat“. Salah war dann auch &lt;a href="http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/hamas_e108.htm"&gt;einer der Passagiere der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; – bei deren Auslaufen in Istanbul &lt;a href="http://hurryupharry.org/2010/05/24/hamas-ahoy/"&gt;antisemitische Lieder gesungen wurden&lt;/a&gt; – und soll bei den heutigen Kämpfen &lt;a href="http://www.20min.ch/news/dossier/nahost/story/22287310"&gt;verletzt worden sein.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Vorzüge von unter türkischer Flagge fahrenden Schiffen wurde bereits vor einigen Tagen &lt;a href="http://palestinechronicle.com/view_article_details.php?id=15985"&gt;auf der Website des &lt;i style=""&gt;Palestine Chronicle&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; ganz offen gesprochen respektive geschrieben: Die Türkei sei ein Nato-Mitglied; ein Angriff Israels auf die &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt; könne deshalb den Bündnisfall provozieren, in jedem Fall aber die Empörung der Weltöffentlichkeit steigern. Und tatsächlich treffen sich die Nato-Botschafter &lt;a href="http://www.n-tv.de/politik/Empoerung-nach-Israels-Kommandoaktion-article896809.html"&gt;am Dienstag zur Beratung.&lt;/a&gt; Da mutet es fast schon ironisch an, dass sich auch drei Politiker der natokritischen Linkspartei &lt;a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/israel-feuert-auf-aktivisten-drei-politiker-der-linken-an-bord-des-angegriffenen-hilfsgueter-schiffs_aid_514054.html"&gt;an Bord der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara &lt;/i&gt;befanden,&lt;/a&gt; nämlich die beiden Bundestagsabgeordneten Inge Höger und Annette Groth sowie der frühere Parlamentarier &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2008/08/der-terrorversteher.html"&gt;Norman Paech.&lt;/a&gt; Weitere deutsche Teilnehmer an der „Solidaritätsflotte“ waren Matthias Jochheim von den &lt;i style=""&gt;Internationalen Ärzten zur Verhütung eines Atomkriegs&lt;/i&gt; (IPPNW) sowie je ein Vertreter von &lt;i style=""&gt;Pax Christi&lt;/i&gt; und der &lt;i style=""&gt;Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor allem die Teilnahme der genannten Politiker am Unternehmen „Free Gaza“ wiegt schwer. Denn hier haben sich deutsche Parlamentarier de facto als Kombattanten der Hamas betätigt und an einem Angriff gegen Israel durch ein von Islamisten gesteuertes, bewaffnetes Schiff beteiligt. Sie haben es mindestens geduldet, dass Israelis bei dem Lynchversuch – und um einen solchen handelte es sich ganz offensichtlich – zu Schaden kommen. Und sie haben es mindestens geduldet, dass es bei diesem Angriff Tote gibt – denn die Angreifer können unmöglich erwartet haben, dass ihre massiven, teilweise durch Schusswaffen ausgeführten Attacken auf israelische Elitesoldaten, die von Hunderten Kollegen in Begleitschiffen unterstützt wurden, ohne Opfer in den eigenen Reihen vonstatten gehen werden (weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass hier öffentlichkeitswirksam „Märtyrer“ produziert werden sollten, nicht eben gering ist). Auf die Stellungnahmen von Höger, Groth und Paech darf man deshalb besonders gespannt sein – werden sie am Ende womöglich öffentlich äußern, die Besatzung habe sich „selbst verteidigen“ müssen – in „Notwehr“, und zwar gegen Juden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In israelischen Medien &lt;a href="http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/mess-report-after-monday-s-ocean-bloodbath-israel-must-work-fast-to-prevent-third-intifada-1.293203"&gt;wird derweil intensiv darüber diskutiert,&lt;/a&gt; ob – und gegebenenfalls warum – der Einsatz der Streitkräfte aus dem Ruder gelaufen ist und inwieweit sich der Schaden hätte begrenzen lassen können; womöglich war die Spezialeinheit tatsächlich überrascht von der zu allem entschlossenen Gewalt der „Friedensaktivisten“ an Bord der &lt;i style=""&gt;Mavi Marmara&lt;/i&gt;. Ungeachtet dieser Debatte fällt es schwer, gegenüber den getöteten und verletzten Teilnehmern an der „Friedensflotte“ Empathie aufzubringen. Denn deren Motivation – die im weiteren Befeuern des antisemitischen (Propaganda-) Krieges gegen Israel mit allen Mitteln liegt und nicht in der Hilfsbereitschaft gegenüber vermeintlich oder tatsächlich notleidenden Palästinensern – ist allzu offensichtlich. Und genau das sollte im Mittelpunkt des Interesses und der Kritik stehen. Wer den Palästinensern wirklich helfen will, packelt nicht mit der im Gazastreifen herrschenden Judenmörderbande und provoziert keinen Militäreinsatz – sondern erweitert die Parole „Free Gaza“ um ein „from Hamas“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-709622972599484345?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/709622972599484345'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/709622972599484345'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/05/aufgebrachte-narrenschiffe.html' title='Aufgebrachte Narrenschiffe'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TAQTfkkJ1MI/AAAAAAAAED8/Cad8hOfS6V4/s72-c/Mavi-Marmara.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5267466649874249790</id><published>2010-05-30T22:22:00.005+02:00</published><updated>2010-05-31T11:55:19.523+02:00</updated><title type='text'>Praktizierte „Israelkritik“</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TALEnYwWp4I/AAAAAAAAED0/NE22tgQjmWQ/s1600/Synagoge-Worms.jpg" title="„Sobald ihr nicht den Palästinensern Ruhe gibt, geben wir euch keine Ruhe“: Praktizierte „Israelkritik“ am Beispiel der Wormser Synagoge. Worms, 18. Mai 2010."&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 443px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TALEnYwWp4I/AAAAAAAAED0/NE22tgQjmWQ/s800/Synagoge-Worms.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5477156277775148930" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Einige Anmerkungen zum Brandanschlag auf die Wormser Synagoge vor knapp zwei Wochen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON MATHEUS HAGEDORNY&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungefähr zur gleichen Zeit, als Deutschland wegen Michael Ballacks Sprunggelenk zu trauern begann, versuchten Unbekannte in Worms, &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,695226,00.html"&gt;eine Synagoge niederzubrennen.&lt;/a&gt; Obwohl die Täter mit neun gleichzeitig entfachten Bränden nichts dem Zufall überließen, konnte die örtliche Feuerwehr durch ihren rechtzeitigen Einsatz die Zerstörung abwenden. „Sobald ihr nicht den Palästinensern Ruhe gibt, geben wir euch keine Ruhe“, hieß es in holprigem Deutsch &lt;a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7435"&gt;zur Begründung für die Attacke auf einigen Zetteln,&lt;/a&gt; die unweit des Tatorts ausgelegt worden waren. Die offiziellen Reaktionen auf den Anschlag fielen politisch korrekt aus. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck etwa sprach artig von einer „verabscheuungswürdigen Tat“ und ließ 10.000 Euro Kopfgeld ausloben; schließlich hätten die Täter &lt;a href="http://www.rlp.de/fileadmin/staatskanzlei/rlp.de/downloads/staatszeitung/2010/april-juni/Staats_Zeitung_Nr._17_vom_25.05.2010.pdf"&gt;eine „Grenzüberschreitung“ begangen.&lt;/a&gt; Die Polizei ermittelt. Und die Öffentlichkeit verlor das Interesse am Vorfall, bevor es wirklich aufkam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Judenhass früher&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon beim Ersten Kreuzzug 1096, als die Deutschen zur Eroberung Jerusalems aufgerufen waren, erfüllten sie ihre Christenpflicht durch ein heimatliches Judenpogrom, das auch die Wormser Synagoge in Mitleidenschaft zog. Fünfzig Jahre und einen Kreuzzug später wiederholte sich die Mordbrennerei. Bis zur rechtlichen Gleichstellung der Juden, die 1792 durch die Angliederung Worms’ an die französische Republik vollzogen wurde, erlebte die jüdische Gemeinde in der Stadt zwei weitere Exzesse des judenfeindlichen Mobs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre begründete Hoffnung, dass die bürgerlichen Verkehrsverhältnisse endlich zur Beseitigung des Judenhasses führen oder zumindest den Wahn privatisieren würden, zerschlug sich im Nationalsozialismus. Während der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938"&gt;Novemberpogrome 1938&lt;/a&gt; brannte die Synagoge, und die „Lutherstadt“ wurde bis 1942 „judenrein“. Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands bauten die Wormser Überlebenden der Shoa ihr Gebetshaus wieder auf. Als es 1961 erneut eröffnet wurde, hatte sich der militante Antisemitismus bereits knapp zwei Jahre zuvor mit der Parole „Deutsche fordern: Juden raus“ an der Kölner Synagoge zurückgemeldet (Quelle: &lt;i&gt;Tribüne&lt;/i&gt;, 1/2010, S. 13ff.).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Antisemitismus heute&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer in der Bundesrepublik heutzutage den Juden die Ausmerzung aus dem deutschen Volkskörper an den Hals wünscht, befindet sich in der Regel außerhalb des polizeilich Erlaubten. Die Wormser Kriminalpolizisten möchten in den Anschlag trotzdem &lt;a href="http://www.alemannia-judaica.de/worms_synagoge.htm"&gt;nicht zu viel Antisemitismus hineininterpretieren,&lt;/a&gt; denn „ob und inwieweit tatsächliche palästinensische Interessen betroffen sind, lässt sich derzeit nicht sagen“. Wahrscheinlich handelt es sich um eine unglückliche Formulierung eines arglosen Kriminalbeamten; in der Pressemitteilung wird jedoch zumindest erkannt, dass antijüdische Aktionen etwas sind, das nicht nur den Neonazis, sondern auch dem Palästinensertum angelegen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ministerpräsident Beck dagegen weiß, wenn er auch sonst nichts weiß, was ein Deutscher mit historischer Verantwortung ist. Er macht aus seinem Herzen keine Mördergrube, empört sich aufrichtig über die Tat und erkennt, dass Brandstiftung gegen jüdische Gotteshäuser eine „Grenzüberschreitung“ ist. Wo aber eine Grenze überschreitbar ist, gibt es auch Toleranz. Beck, der noch vor Obama &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc%7EE702E9755E9C64B5EA67CD8B9C3A8E210%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;den Popanz der „gemäßigten Taliban“ konstruierte,&lt;/a&gt; weiß, dass es für viele sehr ärgerlich ist, die saubere Grenze zwischen der „Israelkritik“ und dem mörderischen Antisemitismus verwischt zu sehen. Aus ihm spricht, dass die brandgefährliche Palästinasolidarität eine Barriere durchbrochen hat, wie auch die standortgefährdende Peinlichkeit, dass die praktizierte „Israelkritik“ über die Stränge schlagen und Juden in Deutschland in Lebensgefahr bringen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zum armen Ballack und zur Zukunft des deutschen Fußball-WM-Teams brachte es die Brandstiftung in Worms nur zu einer Randnotiz in den Medien. Es blieb der Präsidentin des Zentralrats der Juden, &lt;a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7472"&gt;Charlotte Knobloch, vorbehalten,&lt;/a&gt; den ausgebliebenen Skandal einer Brandstiftung in der „Nibelungenstadt“ zu kritisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der „Jude unter den Staaten“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da Deutsch denken und Deutsch können bekanntlich zweierlei sind, ist es schwer zu sagen, ob die Täter dem islamischen, dem neonazistischen oder überhaupt einem einschlägigen Milieu entstammen. Hierzulande überall populär und zeitgemäß ist jedenfalls die in schlechter Sprache geäußerte Motivation. Weil der Staat Israel den Juden erlaubt, sich nicht nur als wehrloses Objekt der Weltgeschichte begreifen zu müssen, fixiert sich der globale Antisemitismus mittlerweile auf die Projektionsfläche namens „Palästinenser“ und den Blut saufenden „Kindermörder Israel“, präziser: den „Juden unter den Staaten“ (León Poliakov).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hatten die Nazis früher noch verkündet, das „wurzellose“ Judentum werde niemals in der Lage sein, einen eigenen Staat hervorzubringen, hassen die heutigen deutschen Ideologen – ob ihr Lamento nun islamisch, völkisch oder menschenrechtlich daherkommt – den jüdischen Staat für seine wehrhafte Existenz. Die „Israelkritik“ muss verdrängen, dass die Geschichte des Holocaust und der Nahostkonflikt nicht voneinander zu trennen sind. Dass das arabische Palästina 1948 vom islamischen Judenmörder und SS-Gruppenführer a.D., Mohammed Amin al-Husseini, ausgerufen wurde, ist zwar überall zu erfahren, nur will man es anscheinend nicht wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ehrbare Antisemitismus namens „Israelkritik“ ist wie der geächtete ein gegen jede widersprüchliche Erfahrung abgedichtetes Wahnsystem, das für die toten Juden zwar viel kostenloses Mitleid übrig hat, den lebendigen und verteidigungsfähigen Juden aber misstraut. Die Shoa ist praktisch ebenso wenig vom (heiligen) Krieg gegen Israel zu trennen wie der heutige Antisemitismus vom Antizionismus. Ging es früher um die Vernichtung der mosaischen Weltverschwörung gegen die verwurzelten Völker der Erde, muss nunmehr ein von der Israel-Lobby und ihren Bütteln am Leben erhaltenes, jüdischer Staat gewordenes Verbrechen gegen das Völker- und Menschenrecht vom Erdboden getilgt werden. Mit beiden landläufigen Halluzinationen werden dann ganz real Juden um ihr Leben gebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Grenzen des deutschen Rechtsstaats&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Klima verstört der jüngste Anschlag außer den betroffenen Juden kaum jemanden. Auch wenn sich im 82.000-Seelen-Ort am jüdischen Gebetshaus umgehend eine hundertköpfige Mahnwache bildete, gibt es keinen Grund zur Beruhigung. Die palästinenserfreundliche Gewalttat gegen die Wormser Synagoge ist offensichtlich nicht geeignet, anders als bei geringeren Anlässen, eine überregionale antifaschistische Protestwelle loszutreten. Für eine routinierte Volksfront gegen Rechts fehlen Hakenkreuze, ertappte Nazischweine oder ähnlich Greifbares. Übrig bleibt nur merkwürdiges, beredtes Schweigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deutschland wäre es – in Ermangelung einer nicht-jüdischen, kritischen Öffentlichkeit gegen Antizionismus und &lt;i&gt;für &lt;/i&gt;Israel – allenfalls der Rechtsstaat, der die Raserei gegen Juden effektiv eindämmen könnte. Doch diese Barriere bröckelt zusehends. Als Israels Krieg gegen die Hamas im Januar 2009 zum Anlass für die größten antisemitischen Manifestationen in Europa seit 1945 wurde, verneigte sich die Duisburger Polizei bei einem „israelkritischen“ Aufmarsch vor dem radikal islamischen Mob, indem sie in eine Privatwohnung einbrach, &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,601058,00.html"&gt;um eine am Fenster befestigte israelische Fahne zu entfernen.&lt;/a&gt; Als ein Palästinenser wenige Tage später Sicherheitsleute der Berliner Synagoge mit einer Eisenstange attackierte, lautete &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,601120,00.html"&gt;die Einschätzung der Berliner Polizei,&lt;/a&gt; dieser haben „offenbar seinen Unmut über das Vorgehen Israels im Gaza-Streifen zum Ausdruck bringen“ wollen. Und im Februar dieses Jahres hat die Kölner Staatsanwaltschaft der antiisraelischen „Kölner Klagemauer“ bescheinigt, dass ein Palästinenserkinder fressender Jude – Verzeihung: Israeli – keine antisemitische Karikatur, sondern wegen der fehlenden Hakennase &lt;a href="http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2010/04/14/die-staatsanwaltschaft-hat-das-wort/"&gt;eine legitime Israelkritik darstellt.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann derzeit nur spekulieren, ob die Täter von Worms aus dem jüngst gegründeten NPD-Lokalverein stammen, die antisemitische Hetze der ortsansässigen Millî-Görüş- oder Ahmadiyya-Gemeinde Früchte getragen hat oder vielleicht einige Leser &lt;a href="http://www.suedwatch.de/blog/?cat=48"&gt;antizionistischer&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.perlentaucher.de/blog/142_taz-chefin_brueskiert_die_juedische_gemeinde"&gt;Blätter&lt;/a&gt; das ersehnte Weltgericht gegen den „Juden unter den Staaten“ nicht mehr abwarten konnten. Fest steht, dass das „israelkritische“ Kesseltreiben in diversen Milieus weiteren Boden gut macht und den Juden in Deutschland schon längst keine Ruhe mehr gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Anzeichen sind unübersehbar, dass Israelkritik die allgemein anerkannte Währung geworden ist, um den Antisemitismus in der Bundesrepublik moralisch sanieren und wieder unbelastet gegen alles Jüdische losschlagen zu können. Und der öffentlich weitgehend unbeachtete Anschlag von Worms signalisiert den militanten „Israelkritikern“ allerorten, ob rot, grün oder braun, dass es damit weitergehen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5267466649874249790?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5267466649874249790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5267466649874249790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/05/praktizierte-israelkritik.html' title='Praktizierte „Israelkritik“'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/TALEnYwWp4I/AAAAAAAAED0/NE22tgQjmWQ/s72-c/Synagoge-Worms.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-8903835087082767872</id><published>2010-05-19T15:30:00.002+02:00</published><updated>2010-05-20T03:18:59.461+02:00</updated><title type='text'>Ein Wellness-Abend mit Dr. Tibi</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S_PoatP513I/AAAAAAAAEDs/J_ZF1aJfgV4/s1600/Ahmed-Tibi.jpg" title="„Israel ist keine Demokratie“, erzählt der stellvertretende Knesset-Sprecher Ahmed Tibi jedem, der es hören will"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 424px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S_PoatP513I/AAAAAAAAEDs/J_ZF1aJfgV4/s800/Ahmed-Tibi.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5472973517705828210" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Der stellvertretende Sprecher der Knesset, ein arabischer Israeli, befindet sich derzeit auf Europa-Tournee – und erklärt seinem Publikum dabei allen Ernstes, Israel sei keine Demokratie. Jürgen Petzoldt hat sich den Auftritt des früheren Arafat-Beraters in Kassel angeschaut und für &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Lizas Welt &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;deprimiert ein Fazit gezogen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON JÜRGEN PETZOLDT&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im &lt;i style=""&gt;Café Buch-Oase&lt;/i&gt; zu Kassel kann man in Büchern stöbern, Minztee und Bionade trinken, Gleichgesinnte treffen. Gewerkschaften, Christen und andere halten dort Meetings ab, es gibt auch ein Kulturprogramm, Poetry-Slams und ein Flöten-Gebet. Wolfgang Gehrke von der Linkspartei hat in diesem Laden über sozialistische Außenpolitik referiert, und am vergangenen Sonntag war ein &lt;i style=""&gt;Chaver haKnesset&lt;/i&gt; zu Gast: Dr. Ahmed Tibi (Foto), Abgeordneter der arabisch-nationalistischen Ta’al-Partei und stellvertretender Sprecher des israelischen Parlaments, sprach zum Thema „Israel – eine Demokratie?“. Er ist auf Europa-Tournee; man hat ihn, wie er selbst sagt, eingeladen, über die „Nakba“ zu sprechen. Nun könnte man meinen, dass die Frage, ob Israel eine Demokratie ist, sich spätestens dann erledigt, wenn man erfährt, dass Tibi früher Yassir Arafats Berater war. Kann das sein – ein Arafat-Berater sitzt in der Knesset und ist ihr zweiter Sprecher? Es kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich besuche solche Veranstaltungen fast nie, es ist nutzlos, die dort vorherrschende Denkweise ist mir bekannt, wozu also? Aber den Doktor wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Sie hat ja gern auch mal etwas Peinliches, diese Pro-und-contra-Israel-Diskutiererei. Einem soliden antiisraelischen Mainstream von gefühlten 95 Prozent der Bevölkerung steht ein kleines Häuflein von Menschen gegenüber, die andere Positionen beziehen, darunter Wahnkranke wie zum Beispiel diverse Christen, die auf die Rückkehr ihres Messias warten und ihm in Israel die Landebahn zu bereiten gedenken, bevor es dann ans Judentaufen gehen soll. Peinlich sind mir die ganzen fruchtlosen Debatten aber auch deshalb, weil es Wichtigeres gäbe, hier und auf anderen Kontinenten, das zu erörtern wäre. Aber Israel ist nun mal seinen Feinden eine echte Herzensangelegenheit, und so gibt es kein Entrinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was also bietet der gute Doktor Tibi seinem Publikum aus Pax-Christi-Damen, Lehrern, Friedensaktivisten und anderen guten Menschen? Einen Haufen Lügen, Verzerrungen, falsche Darstellungen, kurz: palästinensische Propaganda. In schlechtem Englisch gibt er sich erst gar keine große Mühe und sondert ein paar Sätze ab, die ich alle vorher hätte erraten können. Es gebe in Israel nur den zionistischen Narrativ, der arabische werde gezielt unterdrückt. Kein Araber könne auf einer israelischen Universität studieren. Die arabischen 20 Prozent der Bevölkerung Israels seien im öffentlichen Leben unterrepräsentiert und zudem fast alle arbeitslos. Und so weiter, und so fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ganz einfach, all dies zu widerlegen. Dazu genügt eine tägliche, etwa fünfminütige Lektüre der israelischen Presse. Kaum ein Tag vergeht, an dem die &lt;i style=""&gt;Ha’aretz &lt;/i&gt;nicht über die Diskriminierung von Arabern berichtet. Tibi hat seinen Doktor an der Hebräischen Universität in Jerusalem gemacht. In der Knesset sind Araber ziemlich genau ihrem Bevölkerungsanteil entsprechend vertreten. Es gibt eine Benachteiligung arabischer Dörfer, es gibt aber auch eine Förderung arabischer Ortschaften. Oft verschwindet das Geld beim Bürgermeister, und in jedem Dorf findet man ein großes Anwesen mit Pool und fetter Karosse davor. All das kann man sehen, wenn man durch das Land reist. Die Roadblocks sind drastisch reduziert worden, in der Westbank blüht ein zartes Wirtschaftswunder-Pflänzchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles sagt der Doktor jedoch nicht, und seine Zuhörer wollen es auch nicht hören. Er spricht lieber von der Mauer und darüber, dass es andere Möglichkeiten gebe, die Infiltration durch Terroristen zu verhindern (das ist übrigens ein interessanter Gedanke – gern hätte ich erfahren, was genau er meint). Israel sei eine durch und durch rassistische Gesellschaft, die Palästinenser bräuchten die Unterstützung Europas. Anschließend ist Raum für Fragen. „Habe ich Sie richtig verstanden? Israel ist also keine Demokratie?“, sagt einer und lässt die ganze Ladung folgen: Wie steht es um die Folter? In den Gefängnissen? In den besetzten Gebieten? Wie steht es um die Besuchsmöglichkeiten für Angehörige von in Israel einsitzenden Palästinensern? Wie können wir den Boykott vorantreiben? Was hält er von der Bombe des Iran? Ja, was hält er davon, das hätte mich auch interessiert. Tibi teilt aber nur mit, was er über die israelische Atombombe denkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch mir gelingt es, Ahmed Tibi ein paar Fragen zu stellen: Was sagt er zu den antisemitischen Schulbüchern in palästinensischer Kinderhand? Was hält er davon, dass „Kollaborateure“ geschlachtet werden? Wie denkt er über die Hetzkampagnen des Islamic Movement? Er antwortet nicht, sondern stellt mir eine Gegenfrage: Ob ich etwas über „incitement“ wissen wolle, über Aufwiegelung also. In der Tat, sage ich, darum geht es mir, wenn hier schon dauernd von „Rassismus“ und „Apartheid“ die Rede ist. „Incitement“ bräuchten die Palästinenser nicht, belehrt mich der Doktor, das besorgten die Israelis alles selbst. Jeder Palästinenser blicke, wenn er morgens aufwache, in ein israelisches Gewehr, und dann falle sein Blick auf die Gräber seiner Väter und Brüder. Befreites Auflachen und Beifall im Publikum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hätte ihn gern noch mehr gefragt. Zum Beispiel, warum er vom „Narrativ“ spricht. Ein Narrativ ist eine Erzählung auf der Basis von „Wir erzählen es (nun mal) so“. Folklore also, Märchen und Sagen der Völker. Auch hätte ich gerne gewusst, warum die Zeitung der libanesischen kommunistischen Partei (das müsste für ihn doch eine vertrauenswürdige Quelle sein) 1948 berichtete, die Araber verließen zu Zehntausenden ihre Dörfer, weil der irakische Oberbefehlshaber sie dazu aufgefordert habe, wohl in dem Glauben, man werde schnell fertig mit dem Judenpack. Warum erklärt er nicht, wieso man seit 40 Jahren nicht mehr von jordanischen und ägyptischen Arabern spricht, warum geht es auf einmal um einen palästinensischen Staat? Und warum sollen auf arabischem Boden keine Juden leben? Soll Palästina &lt;span style="font-style: italic;"&gt;judenrein &lt;/span&gt;sein? Ich hätte auch gern erfahren, warum nie die Rede von den Tausenden illegal gebauten arabischen Wohnblocks im arabischen Teil Jerusalems die Rede ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass der gute Doktor den Holocaust als größtes Menschheitsverbrechen bezeichnet. Es ist hier und heute nämlich überhaupt kein Problem, dies einzuräumen und im Anschluss zur Hatz auf „die Zionisten“ aufzurufen. „Er soll mal von seinen Hizbollah- und Syrien-Kontakten erzählen“, murmle ich. „Warum denn?“, fragt mein Nachbar. „Weil das Terroristen sind!“, versetze ich. „Ach Gott, was sind schon Terroristen“, sagt der Nachbar, „schauen Sie doch nach Gaza“. Was ist das nur, was die Leute wie besessen zu solchen Veranstaltungen gehen lässt? Welches Bedürfnis wird da befriedigt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Sohn lernt gerade für die mündliche Abiturprüfung, unter anderem geht es um die Weimarer Republik. Er sagt, er brauche ein Gefühl für die Zeit, um die Fakten besser zu verstehen. Wir haben viel geredet. Am Sonntagabend dachte ich mir: So muss es in diesen antisemitischen Zirkeln um die Jahrhundertwende gewesen sein: Alle sind ganz wissbegierig, eifrig und beflissen hören sie zu und addieren ihrem Weltbild einige weitere Facetten hinzu. „Das habe ich ja so noch gar nicht gewusst!“ sagte einer der Veranstalter nach dem „Vortrag“. Ja, potz Blitz, man lernt doch nie aus! Eine Mauer! Apartheid! Folter!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich beschlich die Vorstellung, das brauchen die zum Wohlfühlen. Da kann man sich drin suhlen, selbstgerecht und unkritisch, wie Kinder mit der Nuckelflasche. Dass dies alles unendlich kompliziert ist, wie man beispielsweise anhand von &lt;a href="http://yaacovlozowick.blogspot.com/"&gt;Yaacov Lozowicks brillanten Hebron- und Jerusalem-Analysen&lt;/a&gt; erfahren kann – keine Rede davon. Ich ging allein nach Hause, reichlich deprimiert. Nein, es macht keinen Spaß zu wissen, dass das, was ich im &lt;i style=""&gt;Café Buch-Oase &lt;/i&gt;gehört habe, Lügen und Halbwahrheiten sind. Ich fand es ziemlich entsetzlich, eigentlich gruselt es mich vor solchen Menschen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-8903835087082767872?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8903835087082767872'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8903835087082767872'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/05/ein-wellness-abend-mit-dr-tibi.html' title='Ein Wellness-Abend mit Dr. Tibi'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S_PoatP513I/AAAAAAAAEDs/J_ZF1aJfgV4/s72-c/Ahmed-Tibi.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5941291746225166542</id><published>2010-05-13T13:30:00.001+02:00</published><updated>2010-05-18T01:04:34.926+02:00</updated><title type='text'>Keeping the dream alive</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://video.gmx.net/watch/7534998" target="_blank" title="„Pack ma’s“: Choreografie des „Club Nr. 12“ vor dem Halbfinalhinspiel in der Champions League zwischen dem FC Bayern und Olympique Lyon. München, 21. April 2010."&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 419px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S-viacYi9gI/AAAAAAAAEDk/Czs1-v7pfm4/s800/Packmas.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470715116295222786" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Geschichten, die schreibt tatsächlich, wie man so schön sagt, nur der Fußball. Als unlängst das Rückspiel im Viertelfinale der Champions League zwischen Manchester United und dem FC Bayern abgepfiffen worden war und der Münchner Klub nach neun Jahren wieder die Vorschlussrunde erreicht hatte – gegen ein klar favorisiertes Premier-League-Team, wohlgemerkt, und nach einem frühen, deutlichen Rückstand –, da wartete die Stadionregie im „Theater der Träume“ genannten Old Trafford mit einer so ungewöhnlichen wie passenden Idee auf: Sie spielte „Keeping the dream alive“ ein, gesungen von der deutschen Popgruppe &lt;i&gt;Münchener Freiheit&lt;/i&gt;. Die angesehene Londoner Tageszeitung &lt;i style=""&gt;The Daily Telegraph&lt;/i&gt; &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.telegraph.co.uk/sport/football/leagues/premierleague/manutd/7564275/Manchester-United-3-Bayern-Munich-2-agg-4-4-Bayern-win-on-away-goals-match-report.html" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: normal;"&gt;staunte nicht schlecht:&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; „Alle Gästefans stimmten mit ein und sangen euphorisch den Refrain in perfektem Englisch. Wenn schon keine englischen Vereine im Halbfinale stehen, dann zumindest einige, die die englische Sprache gut beherrschen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man darf das durchaus als Respektsbezeugung betrachten, als bemerkenswerte Geste, die besagt: Wer uns aus dem Wettbewerb wirft, hat das Weiterkommen auch verdient und feiert zu Recht. Der Song, zu hören im „Theatre of dreams“, war in diesem Sinne ein Tribut. Sein englischer Text ist geradewegs ein Spiegelbild der Bayern-Saison, und wohl genau aus diesem Grund haben die Münchner Anhänger das Stück auch so inbrünstig mitgesungen: „The game will never be over, because we’re keeping the dream alive“ – „Das Spiel wird nie zu Ende sein, weil wir den Traum am Leben erhalten“. Die Auswahl des Titels zeugt darüber hinaus von musikalischem Sachverstand, denn die Pop-Combo &lt;i&gt;Münchener Freiheit&lt;/i&gt; ist nicht unbedingt das, was man einen &lt;i&gt;Global Player&lt;/i&gt; nennt. Hierzulande hat es &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchener_Freiheit_%28Band%29" target="_blank"&gt;die Gruppe&lt;/a&gt; mit der deutschen Ursprungsfassung von „Keeping the dream alive“ – „Solang’ man Träume noch leben kann“ – auf Platz zwei der Hitliste geschafft. &lt;a href="http://video.gmx.net/watch/7179984" target="_blank"&gt;Die englische Version&lt;/a&gt; – die gemeinsam mit dem &lt;i&gt;London Symphony Orchestra&lt;/i&gt; aufgenommen worden war – errang 1988 in den britischen Charts immerhin einen beachtlichen vierzehnten Platz. Aber das blieb ein One-hit-wonder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist der Song aus gutem Grund wieder ausgegraben worden: Weil zu einer nachgerade kitschigen Spielzeit ein kitschiges (Liebes-)Lied gehört, kommt dieses 22 Jahre alte Exemplar gerade recht. Fußball ist nun mal Pathos – und wem das als Begründung nicht genügt: Das Mitfiebern von Fußballfans ist Sublimation, ist Übertragung, ist die Suche nach einem privaten Glücksmoment, projektiv aufgehoben in der berauschenden Teilnahme am Erfolg einer Mannschaft (und zugleich stets verbunden mit der Gefahr, &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/05/traumatherapie.html" target="_blank"&gt;bitter enttäuscht zu werden&lt;/a&gt;). Der FC Bayern bietet in dieser Saison eine betörende Mischung aus großer Spielkunst und unbändiger Leidenschaft; so wird Fußball zum Kulturgenuss, zum Spektakel auf großen Bühnen. Das Publikum bildet dabei nicht bloß den Rahmen, sondern es ist Teil der Performance, wovon besonders markant die vom &lt;i style=""&gt;Club Nr. 12&lt;/i&gt; organisierte und inszenierte gigantische Choreografie in der &lt;i style=""&gt;Allianz Arena &lt;/i&gt;vor dem Halbfinalhinspiel gegen Olympique Lyon zeugt (Foto oben).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus allen diesen Gründen ist es – kurz vor den beiden Finalspielen der Bayern im DFB-Pokal und in der Champions League – an der Zeit, den Münchner Fußball mit der &lt;i style=""&gt;Münchener Freiheit&lt;/i&gt; zu verschmelzen. Ein Klick &lt;a href="http://video.gmx.net/watch/7534998" target="_blank"&gt;auf das Eingangsbild dieses Beitrags&lt;/a&gt; führt zum Ergebnis dieses von &lt;i style=""&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt; unternommenen Versuchs. In diesem Sinne – „Keeping the dream alive“ means: Pack ma’s!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Foto: © &lt;a href="http://www.clubnr12.de/" target="_blank"&gt;Club Nr. 12&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5941291746225166542?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5941291746225166542'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5941291746225166542'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/05/keeping-dream-alive.html' title='Keeping the dream alive'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S-viacYi9gI/AAAAAAAAEDk/Czs1-v7pfm4/s72-c/Packmas.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-1148215180581412711</id><published>2010-05-08T23:00:00.001+02:00</published><updated>2010-05-09T01:48:49.500+02:00</updated><title type='text'>„Israel ist eine Art Wundergesellschaft“</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S-XNuI3vMxI/AAAAAAAAEDc/wkGAbZvxdYw/s1600/Nirenstein.jpg" title="„Der Palästinismus ist eines der schlimmsten Übel unserer Zeit, er korrumpiert den Verstand der Europäer“: Fiamma Nirenstein"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 418px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S-XNuI3vMxI/AAAAAAAAEDc/wkGAbZvxdYw/s800/Nirenstein.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5469003515050275602" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fiamma Nirenstein (Foto) ging 1967 als junge italienische Kommunistin nach Israel; als sie nach Italien zurückkehrte, war sie bei ihren Genossen zur &lt;i style=""&gt;persona non grata &lt;/i&gt;geworden, zu einer „Imperialistin“ und „unbewussten Faschistin“. Warum das so war, woher der Antisemitismus in der Linken kommt und inwieweit der „Palästinismus“ den Verstand der Europäer korrumpiert, davon erzählt die Autorin und Politikerin, die dem Regierungskabinett des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi angehört, im Gespräch, das Stefan Frank für &lt;i style=""&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt; mit ihr geführt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;INTERVIEW: STEFAN FRANK*&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Jerusalem ist derzeit im Fokus des Medieninteresses. Manche Leute behaupten, israelische Bauvorhaben im Ostteil der Stadt gefährdeten den „Friedensprozess“ und verärgerten die USA. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern hätten sich dadurch stark verschlechtert oder seien sogar in einer Krise, heißt es.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fiamma_Nirenstein"&gt;&lt;i&gt;Fiamma Nirenstein:&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; Der zehnmonatige Baustopp, der von Netanyahu im Dezember 2009 einseitig verkündet – und von Obama enthusiastisch begrüßt – wurde, bezog sich lediglich auf Siedlungen in der Westbank. Ostjerusalem war niemals darin inbegriffen. Jerusalem ist eine Angelegenheit, über die Israel und die Palästinenser nur am Verhandlungstisch reden können. Die meisten Leute sehen über die Tatsache hinweg, dass das, was gemeinhin als „Ostjerusalem“ firmiert, der Teil der Stadt ist, der zwischen 1948 und 1967 von Jordanien besetzt war. In den Jahrhunderten zuvor hatte die Stadt immer eine jüdische Bevölkerungsmehrheit. In früheren Verhandlungen, wie denen zwischen Arafat und Barak im Jahr 2000 oder denen zwischen Olmert und Abu Mazen 2007, haben sogar die Palästinenser in Erwägung gezogen, dass viele der Stadtviertel, die von den Zeitungen als „Siedlungen“ bezeichnet werden – wie etwa Ramat Shlomo –, möglicherweise in einem endgültigen Übereinkommen dem jüdischen Teil der Stadt zugeschlagen werden könnten. Und zwar deshalb, weil die meisten dieser Viertel entweder auf unbewohntem Land errichtet wurden oder in Gebieten, die vor der jordanischen Invasion von Juden bewohnt worden waren. Die Entscheidung, 1.600 Wohneinheiten zu errichten, war schon vor langer Zeit gefällt worden. Das schlechte Timing der Verkündung ist nun von den Amerikanern ausgenutzt worden, um den Friedensprozess in die von Obama gewünschte Richtung zu lenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sie beschäftigen sich seit langer Zeit intensiv mit dem Antisemitismus der Linken. Wann wurden Sie zum ersten Mal auf dieses Phänomen aufmerksam?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1967, ich war damals ein junges Mädchen, und wie alle meine Altersgenossen war ich Kommunistin. Meine Eltern schickten mich in jenem Jahr in den Kibbuz Neot Mordechai in Nordisrael. Es war ein linker Kibbuz, jede Woche wurde der Ertrag eines Arbeitstages an den Vietcong gespendet. Während meines Aufenthalts brach der Sechstagekrieg aus. Ich kümmerte mich um die Kinder, brachte sie in die Schutzräume. Als ich nach dem Krieg nach Italien zurückkehrte, dachte ich, meine linken Freunde würden stolz auf mich sein. Doch die Gefühle, die mir entgegenschlugen, waren vielmehr furchtbar antiisraelisch. Warum das so war, verstand ich anfangs nicht. Doch plötzlich begriff ich: Es war das Stereotyp von den Juden, die sich mit dem Kapitalismus und Imperialismus verschworen hatten gegen die armen Völker der Welt, zu denen man auch Diktaturen wie Ägypten und Syrien zählte, Verbündete der Sowjetunion. Allmählich verstand ich die mächtigen Gefühle, die im Spiel waren: Die Juden wurden als etwas Böses angesehen – und Israel als der kollektive Jude, der nach der Macht griff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Gibt es etwas spezifisch Linkes an diesem Antisemitismus?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Situation des Kalten Krieges erforderte es, dass eine Seite die der „guten“ Länder zu sein hatte. Mochten sie auch Diktaturen sein, Menschenrechte verletzen, Frauen unterdrücken oder Homosexuelle ermorden – sie waren die Guten, die armen Länder, die Dritte Welt. Auf der anderen Seite war der Imperialismus, angeführt von den USA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der zeitgenössische linke Antisemitismus ist also aus dem Schwarz-Weiß-Denken des Kalten Krieges heraus entstanden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja. Er ist tief verwurzelt im &lt;i&gt;Third-Worldism&lt;/i&gt;, der zum Palästinismus mutiert ist. Der Palästinismus ist eines der schlimmsten Übel unserer Zeit, er korrumpiert den Verstand der Europäer. Wenn Terroristen überall auf der Welt Anschläge verüben oder die Hamas in ihrer Charta schreibt, dass sie alle Juden umbringen will – nicht nur die israelischen –, dann kümmert das niemanden, weil es sich ja um Palästinenser handelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;War das Jahr 1967 ein psychologischer Wendepunkt, weil damals viele Menschen erschraken, als sie entdeckten, dass Juden nicht von Natur aus Opfer sind?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja. Die Leute sahen, dass die Juden aufgehört hatten, jene Juden zu sein, die sie sich gern vorstellten: eine arme, von der Gesellschaft verachtete Minderheit, die sich in ihren Häusern oder ihren Synagogen versteckt, um zu beten, und die für alles eine Genehmigung der Nichtjuden benötigt. Plötzlich waren die Juden stark genug, um sich gegen Ägypten, Syrien und Jordanien zu verteidigen und sogar Gebiete zu erobern – in einem Krieg, der eigentlich ihr Schicksal hätte besiegeln sollen. Diese Wendung der Dinge machte viele Leute fuchsteufelswild. Die Welt schien Kopf zu stehen. Leider gibt es aber auch heute noch viele Juden, die sich selbst als Schafe auf dem Weg zur Schlachtbank präsentieren wollen, die bereit sind, das Bild des starken Israel aufzugeben, und die sich so klein wie möglich machen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine Bundestagsabgeordnete der Linkspartei erklärte 2006, auf derselben Seite zu stehen wie die Hizbollah. Ist es bloßer Zufall, dass ein Teil der politischen Linken mit den djihadistischen Terroristen den Hass auf Amerika und den Antisemitismus teilt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sind verbunden durch ihre Gegnerschaft zur modernen Demokratie. Es gibt in der demokratischen Welt viel antidemokratische Ideologie, und dass sie ausgedrückt werden kann, ist ein Teil der Demokratie. Ich glaube nicht, dass diese Abgeordnete den islamischen Kleidungsvorschriften gehorchen und viele ihrer Rechte aufgeben möchte; dass sie die Sharia einführen – inklusive körperlicher Strafen wie Steinigungen oder Amputationen von Gliedmaßen – und Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Präferenz umbringen will. Das ist es, was ich Palästinismus nenne: Menschen betrügen ihren Wunsch nach Frieden, nach Freundschaft und gegenseitigem Verständnis zugunsten von etwas, das sich am Ende gegen sie selbst kehren wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Im Januar sind Sie zusammen mit Ministerpräsident Berlusconi nach Israel gereist. Welchen Erfolg hatte die Reise?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die israelische Bevölkerung fühlte, dass Berlusconi ihr Land nicht nur aus diplomatischen Gründen besucht, sondern aufgrund seiner tiefen Zuneigung zu den Juden. Israel dürstet nach Liebe und Sympathie, weil es so wenig davon bekommt. Zudem hatte der Besuch einen politischen Aspekt. In seiner Rede vor der Knesset hat Berlusconi fünfmal vom &lt;i&gt;jüdischen Staat&lt;/i&gt; gesprochen. An diesem Ausdruck ist eigentlich nichts Ungewöhnliches, aber die meisten Politiker schrecken vor ihm zurück, weil sie fürchten, sie könnten die Araber verärgern. Israels Feinde sehen die Juden üblicherweise nicht als Nation. Vom &lt;i&gt;jüdischen Staat&lt;/i&gt; zu sprechen, bedeutet, das jüdische Volk anzuerkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Nach den Parlamentswahlen in Großbritannien könnte nun der israelfreundliche Politiker David Cameron Premierminister werden. Kann er gemeinsam mit Berlusconi etwas an der europäischen Außenpolitik ändern, die traditionell pro-arabisch ist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt eine kleine Chance. Aber in der Vergangenheit hat die furchtbare Propaganda der Palästinenser und ihrer Freunde hervorragend funktioniert. Mit Hilfe von viel Geld und einer riesigen Medienmaschinerie hat sie die Presse, das Fernsehen und die Intellektuellen erobert und zahlreiche Schablonen in Umlauf gebracht, die den Staat Israel delegitimieren sollen. Sie sprechen von Israel als einem „Apartheidstaat“ oder als einem Staat, der bewusst Verbrechen verübe und etwa die Organe von Palästinensern stehle. Kein Mensch, der bei Verstand ist und ein bisschen über Israel weiß, würde solchen Behauptungen Glauben schenken – leider aber werden sie tatsächlich von vielen Menschen geglaubt. Antisemitismus wird in Verbindung mit Aufwiegelung und einem weiteren Faktor, nämlich der islamischen Immigration, zu einer mächtigen Mixtur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Heißt das, dass Regierungen wegen dieses Drucks gar nicht in der Lage sind, zugunsten Israels zu handeln?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die europäischen Politiker leben in einer großen Lüge. Jedes Mal, wenn eine Entscheidung getroffen werden könnte, die Israel tatsächlich helfen würde, sich zu verteidigen, ist großer Mut notwendig. Denken Sie etwa an die Geschehnisse um die Tötung des Hamas-Funktionärs in Dubai. Europäische Regierungen haben die jeweiligen israelischen Botschafter einberufen, weil Israel europäische Pässe gefälscht haben soll. Solche Anschuldigungen sind so scheinheilig, wenn man bedenkt, wer dieser Hamas-Typ war und was er getan hat: iranische Raketen in den Gazastreifen geschmuggelt, die Tel Aviv treffen können. Während des Gazakriegs wurde Israel angeklagt, Zivilisten zu töten, da es die militärischen Ziele nicht genau genug getroffen habe. Nun, da ein Ziel sehr genau getroffen wurde, wird auch protestiert. Wie soll Israel sich verteidigen, wenn ihm weder gestattet ist, Krieg zu führen noch gegen seine schlimmsten und gefährlichsten Feinde zielgenau vorzugehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Haben Politiker, die von der „moderaten“ Fatah und der „Notwendigkeit“ eines palästinensischen Staates sprechen, den Kontakt zur Realität verloren?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor man über einen palästinensischen Staat spricht, sollte man die Palästinenser suchen, die eine demokratische Gesellschaft aufbauen wollen, und sie unterstützen. Es wäre keine gute Idee, einen palästinensischen Staat zu gründen, der den Terrorismus fördert und einen neuen Krieg anzettelt. Seit 1948 haben die Palästinenser alle Teilungspläne zurückgewiesen, weil ihr wahres Ziel die Zerstörung Israels ist. Gehen Sie auf die Webseite von &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.pmw.org.il/"&gt;Palestinian Media Watch&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;und schauen Sie sich an, was das palästinensische Fernsehen über das Märtyrertum, die Zerstörung Israels und das Töten von Juden sagt. Die palästinensische Autonomiebehörde benennt Fußballplätze und Freizeitlager für Jugendliche nach sogenannten &lt;i&gt;Shahids&lt;/i&gt;, das sind Menschen, die Juden umgebracht haben. Das Palästinenserhilfswerk UNRWA in Ramallah hat den Terroristen Abu Djihad, der Hunderte von Menschen ermordet hat, im Rahmen eines Bildungsprogramms mit einem nach ihm benannten Fußballturnier geehrt. So werden die palästinensischen Kinder erzogen. Wir müssen einen neuen Weg finden, wenn wir Frieden im Nahen Osten herstellen wollen. Man muss die antisemitische Aufwiegelung beenden, indem man aufhört, den Antisemiten Geld zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die israelische Wirtschaft hat eine der höchsten Wachstumsraten der Welt und ist führend, was Wissen und Innovation betrifft. Auf der anderen Seite verliert ein wachsender Teil der Gesellschaft den Anschluss: die Haredim und die israelischen Araber. Beide leiden unter unzureichender Schulbildung und sind in der Folge überproportional von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen. Da diese beiden Gruppen die höchsten Geburtenraten haben, wird ihr Anteil an der Bevölkerung in den nächsten 30 Jahren voraussichtlich von 30 auf 50 Prozent wachsen. Für wie groß halten Sie dieses Problem?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche Statistiken haben immer getäuscht. Heute haben säkulare Familien viel mehr Kinder, als man früher gedacht hatte. In Tel Aviv scheint jedes Paar drei Kinder zu haben. Es gibt objektive Probleme, die man nicht leugnen kann. Aber Israel ist ein blühendes Land mit einer starken Wirtschaft und einem sehr schöpferischen High-Tech-Sektor. Ich bin zuversichtlich, dass wir den weniger glücklichen Israelis werden helfen können, die Kluft zu überwinden. Große Anstrengungen sind im Gange, und es gibt einen Sinn für die Notwendigkeit, Hindernisse zu überwinden. Israel macht das ständig – es ist eine Art Wundergesellschaft.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Stefan Frank ist freier Journalist und schreibt unter anderem für die Monatszeitschrift KONKRET. &lt;a href="http://www.stefan-frank-texte.de/"&gt;Auf seiner Homepage&lt;/a&gt; ist eine Auswahl seiner Texte und Interviews zu finden.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-1148215180581412711?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/1148215180581412711'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/1148215180581412711'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/05/israel-ist-eine-art-wundergesellschaft.html' title='„Israel ist eine Art Wundergesellschaft“'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S-XNuI3vMxI/AAAAAAAAEDc/wkGAbZvxdYw/s72-c/Nirenstein.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-8890891379084306242</id><published>2010-05-06T16:25:00.005+02:00</published><updated>2010-06-03T12:45:22.643+02:00</updated><title type='text'>Jägerlatein</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S-LNfY7PxkI/AAAAAAAAEDU/KAr-9uIbgdg/s1600/Plakat-Endloesung.jpg" title="„Es gibt keine andere Antwort, als dass die Juden aus Israel eine neue Heimat finden, etwa in den USA, Deutschland oder Dänemark“: Plakat der dänischen Künstlergruppe „Surrend“ in Berlin, Mai 2010."&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 447px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S-LNfY7PxkI/AAAAAAAAEDU/KAr-9uIbgdg/s800/Plakat-Endloesung.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5468158836731790914" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann über Lorenz Jäger vieles sagen, aber ganz gewiss nicht, dass er nicht jederzeit für eine rabulistische Performance gut ist. In seinem Stammblatt, das sich völlig zu Recht &lt;i style=""&gt;Zeitung für Deutschland&lt;/i&gt; nennt, hat sich der Diplom-Soziologe just gestern &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc%7EEFBD65A8D4DD7435A90A4F3E29A3A5AA1%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;mit einem Kommentar zum neuesten Werk des dänischen Künstlerduos &lt;i&gt;Surrend&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt; &lt;/i&gt;verewigt. Dieses Werk (Foto oben) – das in verschiedenen Berliner Stadtteilen verklebt wurde – ist ein Plakat, das balkendick mit der Überschrift „Endlösung“ aufmacht und darunter einen Landkartenausschnitt zeigt, auf dem Israel nicht mehr existiert, sondern einem Staat namens „Ramallah“ gewichen ist. Jäger sieht darin eine „Satire gegen Israelkritiker“ und glaubt: „Wer die Aktionen von ‚Surrend’ kennt, müsste wissen, was diesmal die Absicht war. Nämlich: nicht irgendeine Attacke auf das Existenzrecht Israels.“ Ganz im Gegenteil solle „offenbar der Kritik an bestimmten Formen der israelischen Politik durch Konsequenzmacherei der Boden entzogen werden, durch den Gestus: Schaut her, dahin wird es kommen“. Durch das Wort „Endlösung“ werde dabei „infamerweise suggeriert, dass eben hierin die wahre, aber verschwiegene Absicht der Israel-Kritiker liege“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist immer wieder erhellend zu beobachten, wie eine „israelkritische“ Gesinnung zwangsläufig dazu führt, die Wirklichkeit nur noch selektiv wahrzunehmen, um es freundlich auszudrücken. Denn der FAZ-Mann wusste selbstverständlich, was Jan Egesborg, die eine Hälfte des &lt;i&gt;Surrend&lt;/i&gt;-Teams, &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/israel-kuenstlerisch-von-der-landkarte-getilgt/1813570.html"&gt;zu seiner Kreation auszuführen hatte:&lt;/a&gt; „Die Idee, die von diesen Plakaten ausgeht, gerade im deutschen Kontext, soll eine Diskussion über die aggressive und negative Haltung Israels im Nahen Osten anregen. Wir haben nie das Existenzrecht Israels geleugnet, aber es war ein historischer Fehler, Israel zu gründen. Als Jude fand ich es immer schon problematisch, dass Israel auf gestohlenem Land erbaut wurde. Wie der israelische Staat heute die Palästinenser behandelt, ist schrecklich. Es gibt keine andere Antwort, als dass die Juden aus Israel eine neue Heimat finden, etwa in den USA, Deutschland oder Dänemark.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne diese Stellungnahme wäre die Mutmaßung, dass &lt;i style=""&gt;Surrend&lt;/i&gt; auf die Konsequenzen der „Israelkritik“ hinweisen wollte, durchaus zulässig gewesen – nicht zuletzt deshalb, weil Egesborg und seine Partnerin Pia Bertelsen sich in der Vergangenheit mehrmals &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2006/12/kommunikationsguerilla.html"&gt;mit islamkritischen Aktionen hervorgetan haben.&lt;/a&gt; Doch nach Egesborgs Äußerungen – die keineswegs sarkastisch gemeint waren – gibt es keinen Interpretationsspielraum mehr: Die Künstler „reden wie Ahmadinedjad“, &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/israel-kuenstlerisch-von-der-landkarte-getilgt/1813570.html"&gt;brachte es Shimon Samuels,&lt;/a&gt; Direktor des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Paris, auf den Punkt. Sie haben den jüdischen Staat gewissermaßen „künstlerisch von der Landkarte getilgt“, &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/israel-kuenstlerisch-von-der-landkarte-getilgt/1813570.html"&gt;wie es Benjamin Weinthal im &lt;i style=""&gt;Tagesspiegel &lt;/i&gt;formulierte,&lt;/a&gt; und dass sie ihren Vorschlag für eine Endlösung der Nahostfrage unbedingt „gerade im deutschen Kontext“ unterbreiten wollten, rundet das Ganze erst richtig ab. Insofern hat &lt;i style=""&gt;Surrend&lt;/i&gt; tatsächlich die Konsequenzen der Israelfeindschaft deutlich gemacht und ihren antisemitischen Kern freigelegt – wenn auch gänzlich ungewollt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Lorenz Jäger seinen Lesern Egeborgs Statement unterschlägt, dürfte deshalb kein Zufall sein. Nur so konnte er seine abwegige These, das Plakat sei in Wahrheit eine pro-israelische Intervention, überhaupt erst aufstellen. Per E-Mail um eine Auflösung des eklatanten Widerspruchs zwischen der Aussage des &lt;i style=""&gt;Surrend&lt;/i&gt;-Künstlers und der Deutung des Plakats in der FAZ gebeten, verwies Jäger zunächst lediglich &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1270457792799.shtml"&gt;auf einen Kommentar im &lt;i style=""&gt;Kölner Stadt-Anzeiger&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; („Vielleicht überzeugt Sie dieser Beitrag mehr“), um auf die erneute Bitte um eine inhaltliche Antwort schließlich mit einem persönlichen Angriff zu reagieren: „Ich finde es viel passender, wenn Sie bei Ihrer Ansicht bleiben – sie ist Ihrem Horizont und Ihrem Schaffen irgendwie angemessen.“ Selten hat ein Redakteur einer führenden deutschen Tageszeitung einen so freimütigen Einblick in seine journalistischen wie charakterlichen Prädispositionen gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überraschend ist das gleichwohl nicht, wenn man auf Jägers Horizont und Schaffen (um in seiner eigenen Terminologie zu bleiben) einen genaueren Blick wirft: Seine Adorno-Biografie ist ein &lt;a href="http://www.classless.org/2007/02/19/frankfurter-allgemeines-adorno-bashing/"&gt;Verriss der Kritischen Theorie,&lt;/a&gt; für seinen &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc%7EE6164CF24C6824ADEA13F331E2E31A05D%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;Artikel zur antisemitischen Pius-Bruderschaft&lt;/a&gt; wurde er &lt;a href="http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.144+M500bee1d518.0.html"&gt;von der &lt;i style=""&gt;Jungen Freiheit&lt;/i&gt; gelobt,&lt;/a&gt; er verteidigte &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lorenz_J%C3%A4ger#cite_note-14"&gt;Norman Finkelsteins Buch „Die Holocaust-Industrie“,&lt;/a&gt; ist ein &lt;a href="http://www.focus.de/auto/neuheiten/kultur-eine-frivole-frage_aid_227018.html"&gt;Anhänger von Ernst Nolte&lt;/a&gt; und handelte sich für seine Kulturgeschichte des Hakenkreuzes &lt;a href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-4-170"&gt;vom Historiker Bernd Buchner den Vorwurf ein,&lt;/a&gt; „eine Hakenkreuz-Apologie“ verfasst zu haben. Darüber hinaus ist Jäger mit &lt;a href="http://www.internationalepolitik.de/ip/archiv/jahrgang-2008/mazel-tov--israel--das-selten-gelobte-land/verschworungstheoretiker--antisemiten-.html"&gt;kruden Ausführungen zur angeblichen Macht der „Israel-Lobby“&lt;/a&gt; in Erscheinung getreten und hat den französischen Intellektuellen André Glucksmann und Bernard-Henry Levy allen Ernstes vorgeworfen, mit ihrer Kritik an der russischen Politik bloß &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc%7EE6EC997D715C34D24AC2123004471CAB6%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;die Interessen des jüdischen Staates zu vertreten.&lt;/a&gt; Kurzum: Lorenz Jäger ist ein antiisraelischer Überzeugungstäter – und auch das ist noch zurückhaltend geurteilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Wort noch zum Plakat von &lt;i style=""&gt;Surrend&lt;/i&gt;: An Walter Herrmanns „Klagemauer“ in Köln wäre es fraglos gut aufgehoben, zumal Egesborg und Bertelsen &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2010/04/rosen-fur-den-staatsanwalt.html"&gt;nicht befürchten müssten, dafür rechtlich belangt zu werden.&lt;/a&gt; Denn die Staatsanwaltschaft in der Domstadt würde es ohne Zweifel als „legitime Israelkritik“ betrachten, schließlich zeigt es keine „bestimmten anatomischen Stereotypen, die den Juden schlechthin charakterisieren sollen“. Und wenn alle Stricke reißen, dann geht die Überschrift „Endlösung“ samt ihrer künstlerisch-kartografischen Umsetzung eben als „judenkritisch“ durch. Mark my words.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;Update 8. Mai 2010:&lt;/span&gt; Es sei doch alles ganz anders gemeint gewesen, &lt;a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&amp;amp;dig=2010/05/08/a0176&amp;amp;cHash=5db73b48ee"&gt;rechtfertigt sich Jan Egesborg in der &lt;i style=""&gt;taz&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; – und bestätigt schließlich genau das, was er zu widerlegen glaubt: „Wer in Deutschland Israel kritisiert, wird häufig umgehend und reflexhaft als Antisemit oder Holocaustleugner angegriffen“, glaubt er, weshalb &lt;i style=""&gt;Surrend &lt;/i&gt;mit seinem Werk eine Botschaft, „so spitz wie eine Nadel“, habe übermitteln wollen: „Die Plakatüberschrift ‚Endlösung’ haben wir sorgsam ausgewählt, denn der Begriff ist in Deutschland ein Tabuwort. Wird es in ein Bild von einer Landkarte integriert, aus der Israel gelöscht und durch ‚Ramallah’ ersetzt wurde, dann haben wir hier einen Klassiker zwecks Demaskierung der öffentlichen Meinung. Diese wird die Macher unmittelbar als Antisemiten brandmarken, ohne auch nur einmal deren Hintergrund zu überprüfen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte sich Egesborg mit der öffentlichen Meinung hierzulande tatsächlich ernsthaft auseinandergesetzt haben, dann müsste er wissen, dass die „Israelkritik“ für die erdrückende Mehrheit der Deutschen eine Herzensangelegenheit ist und &lt;i style=""&gt;Surrend &lt;/i&gt;mit seiner spitzen Nadel nur die kleine Minderheit der Israelfreunde getroffen hat, die nach Kräften vor einer Endlösung der Nahostfrage warnt, wie sie auf dem Plakat dargestellt ist. Wenn er trotzdem das Gegenteil behauptet, reiht er sich ein in die Phalanx derjenigen, die in paranoider Verkennung der Wirklichkeit glauben, ein pro-israelisches Meinungskartell dominiere die deutsche Nahostdebatte. Mit ihrem vermeintlichen Tabubruch haben die dänischen Künstler lediglich sich selbst demaskiert – und sich als konformistische Rebellen zu erkennen gegeben, die exakt auf einer Linie mit vierschrötigen Israelfeinden wie Lorenz Jäger liegen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-8890891379084306242?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8890891379084306242'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8890891379084306242'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/05/jagerlatein.html' title='Jägerlatein'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S-LNfY7PxkI/AAAAAAAAEDU/KAr-9uIbgdg/s72-c/Plakat-Endloesung.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5097912380878379976</id><published>2010-04-26T22:30:00.006+02:00</published><updated>2010-04-27T00:42:29.487+02:00</updated><title type='text'>Rosen für den Staatsanwalt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3V-r_RQ10I/AAAAAAAAEBs/wf7sGfX7o1U/s1600-h/Klagemauer2.jpg" title="„Antisemitismus ist immer ein Notfall, der es notwendig macht, die 110 zu wählen“: Karikatur an der „Klagemauer“ auf der Kölner Domplatte, Januar 2010. Foto: © Gerd Buurmann"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 409px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3V-r_RQ10I/AAAAAAAAEBs/wf7sGfX7o1U/s800/Klagemauer2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437391419303057218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Februar dieses Jahres hat Gerd Buurmann, der künstlerische Leiter des Kölner Severins-Burgtheaters, gegen Walter Herrmann, den Betreiber der im Schatten des Kölner Doms aufgestellten „Klagemauer“, Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Antisemitismus sei „immer ein Notfall“, &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2010/02/antisemitismus-ist-immer-ein-notfall.html"&gt;begründete Buurmann damals seinen Entschluss,&lt;/a&gt; die Polizei zu rufen, als er in Herrmanns &lt;a href="http://mad-koeln.de/MAD%20Koeln-20_Quadratmeter_gegen_Israel.pdf"&gt;20 Quadratmeter großer, israelfeindlicher Dauerausstellung&lt;/a&gt; eine besonders degoutante judenfeindliche Karikatur entdeckte &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Foto oben)&lt;/span&gt;. Der Schritt des überregional bekannten Theaterleiters fand einige mediale Aufmerksamkeit; vor allem der lokale &lt;i&gt;Kölner Stadt-Anzeiger&lt;/i&gt; nahm sich der Causa mit einer Reihe von &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1266962289766.shtml"&gt;Berichten und Kommentaren&lt;/a&gt; an, aber auch &lt;a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article6572587/Anti-israelische-Hetze-bleibt-in-Koeln-straffrei.html"&gt;in die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Welt&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.jpost.com/ArtsAndCulture/Entertainment/Article.aspx?id=170006"&gt;in die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Jerusalem Post&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; fand sie Eingang. Buurmann selbst trat mit den Kölner Ratsfraktionen in Kontakt – und bekam ein überwiegend positives Echo auf die Anzeige, wie er &lt;a href="http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/"&gt;auf seinem Weblog &lt;i&gt;Tapfer im Nirgendwo&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; in mehreren Beiträgen ausgeführt hat. Zuvor hatten die Kölner inklusive ihrer politischen Repräsentanten Herrmanns Werk – jene „antisemitisch-antizionistische Installation, mit der Israel als blutsaugendes und mordendes Monster dämonisiert wird“ &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2008/10/mit-htz-un-siel-jejen-israel.html"&gt;(Henryk M. Broder)&lt;/a&gt; – jahrelang wahlweise ignoriert, geduldet oder sogar ausdrücklich begrüßt. Dank Buurmanns Initiative schien sich das Blatt nun langsam zu wenden, weshalb Herrmann die antiisraelischen Exponate vorsichtshalber schon mal abbaute – nicht ohne anzukündigen, im Juni wieder mit ihnen an den Start gehen zu wollen – und den kleinen verbleibenden Rest schließlich etwas abseits des Doms platzierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Kölner Staatsanwaltschaft &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1264185895960.shtml"&gt;deutete bereits frühzeitig an, die Strafanzeige zurückzuweisen,&lt;/a&gt; und nun hat sie Gerd Buurmann &lt;a href="http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2010/04/14/die-staatsanwaltschaft-hat-das-wort/"&gt;die Gründe dafür auch schriftlich dargelegt.&lt;/a&gt; Bevor es aber um diese Argumentation gehen soll, sind ein paar fragmentarische Ausführungen zur Geschichte und Gegenwart des &lt;a href="http://bundesrecht.juris.de/stgb/BJNR001270871BJNE028206377.html"&gt;Paragrafen 130 des Strafgesetzbuches,&lt;/a&gt; der „Volksverhetzung“ unter Strafe stellt, womöglich ganz hilfreich. Es gab eine Verordnung unter derselben Ziffer bereits im Kaiserreich und in der Weimarer Republik; mit ihr wurde vor allem die „Anreizung zum Klassenkampf“ strafrechtlich verfolgt – sie richtete sich also explizit gegen die politische Linke. In der Bundesrepublik wurde der §130 StGB schließlich vor rund 50 Jahren novelliert; die seinerzeit verabschiedete Version ist in weiten Teilen noch heute gültig. Unmittelbarer Anlass für diese Gesetzesänderung war eine Serie von antisemitischen Straftaten – Brandanschläge auf Synagogen, Körperverletzungen und NS-Verherrlichungen eingeschlossen – in den Jahren davor. In der Neufassung des Paragrafen wurde allerdings die ursprünglich vorgeschlagene Formulierung „Aufstachelung zum Rassenhass“ fallen gelassen und durch den deutlich allgemeiner gehaltenen Terminus „Angriff auf die Menschenwürde anderer“ ersetzt. Im Oktober 1994 kam die Holocaustleugnung als expliziter Straftatbestand hinzu; zuvor war sie rechtlich nur als Beleidigung zu greifen. Vor fünf Jahren fanden schließlich auch die Billigung, Leugnung und Verharmlosung des Nationalsozialismus ihren Eingang in die Bestimmung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann über die Notwendigkeit dieser Vorschrift trefflich streiten, zum Beispiel mit liberalen Amerikanern, die es schlicht für überflüssig bis schädlich halten, eine politische Gesinnung zu kriminalisieren – wie auch immer sie aussehen mag –, und die es letztlich mit einem Diktum halten, das gemeinhin Voltaire zugeschrieben wird: „Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, dass Sie Ihre Meinung frei äußern können.“ Es gibt beste Gründe für diese Sichtweise, die den mündigen Bürger als selbstverständlich voraussetzt – und damit einen maßgeblichen Unterschied zum deutschen Herangehen offenbart, demzufolge es staatlicher Eingriffe in das Recht auf freie Rede unbedingt bedarf. Es sei dies eine Konsequenz aus dem Nationalsozialismus, wird zur Begründung angeführt, denn der habe sich auch deshalb so problemlos durchsetzen können, weil der Rechtsstaat ihm nicht beizeiten mit juristischen Mitteln beigekommen sei. So wird eine gesellschaftliche Angelegenheit faktisch an die Jurisprudenz delegiert, um nicht zu sagen: abgeschoben. Diese möge den Mob ein bisschen im Zaum halten, ihm Einhalt gebieten, wenn er gar zu sehr zu sich selbst kommt. Vielleicht ist es irgendwo aber auch eine realistische Sicht der Dinge, dass die Deutschen mehrheitlich Staatsfetischisten und darum nur durch offizielle Tabus – inklusive einer Sanktionierung bei Verstößen – zu zivilisieren sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichwie: Die Kölner Staatsanwaltschaft mochte in der von Buurmann beanstandeten Karikatur keine Volksverhetzung erkennen. In ihrer Begründung &lt;a href="http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2010/04/14/die-staatsanwaltschaft-hat-das-wort/"&gt;finden sich mehrere Argumentationsstränge:&lt;/a&gt; 1. Das Bild sei nicht antisemitisch, sondern drücke lediglich eine scharfe Kritik an der „israelischen Militärpolitik und deren Unterstützung durch die US-amerikanische Regierung“ aus. 2. Es greife demnach keineswegs alle Juden an, sondern bloß andere Staaten respektive deren Angehörige, die jedoch nicht durch den §130 StGB geschützt würden. 3. Der öffentliche Frieden in der Bundesrepublik sei durch die Karikatur nicht – wie es für eine Verurteilung wegen Volksverhetzung erforderlich wäre – in Gefahr, denn das Plakat trage nicht dazu bei, „die Stimmungslage in breiten Teilen der Bevölkerung gegenüber jüdischen Bürgern zu verschlechtern“. Bemerkenswert an dieser Beweisführung sind insbesondere die Ausführungen zur Frage, inwieweit das Bild judenfeindliche Stereotypen bedient: Die Staatsanwaltschaft konzediert zwar zunächst, es könne „Erinnerungen an die antijüdischen Ritualmordlegenden aus dem Mittelalter und an hetzerische Bilddarstellungen von Juden [...] aus der Zeit des Nationalsozialismus wachrufen“ – um dann jedoch eine Kehrtwende zu vollziehen: „Typisch für antijüdische Bilddarstellungen zu allen Zeiten ist die Verwendung von bestimmten anatomischen Stereotypen, die den Juden schlechthin charakterisieren sollen. Dabei werden insbesondere Gesichtsmerkmale überzeichnet, um den Juden als hässlich, unansehnlich und rassisch minderwertig erscheinen zu lassen (jüdische ‚Krummnase’ etc.) Einer solchen Bildsprache wird sich vorliegend nicht bedient.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit anderen Worten: Ohne Hakennase kein Antisemitismus – so einfach ist das. Zwar ahnt der Staatsanwalt wohl, was den (palästinensischen) Zeichner und damit auch Walter Herrmann getrieben hat. Aber diese Ahnung verwirft er sogleich wieder, um schließlich &lt;i&gt;eine &lt;/i&gt;Ausdrucksform des Judenhasses zum zentralen Kriterium zu machen, dessen Nichterfüllung automatisch zu einem vollumfänglichen Freispruch führt. Der auf dem Latz des Torsos abgebildete Davidstern (der „zuvorderst das Symbol des jüdischen Volkes“ ist, wie Emmanuel Nahshon, der Gesandte des Staates Israel in Deutschland, &lt;a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1270457705965.shtml"&gt;im &lt;i style=""&gt;Kölner Stadt-Anzeiger&lt;/i&gt; schrieb&lt;/a&gt;), das mit Blut gefüllte Glas, das Zerstückeln des Kindes mit dem Ziel, es zu verspeisen – all das ist für die Kölner Staatsanwaltschaft nicht etwa Ausdruck eines abgrundtiefen Judenhasses, sondern symbolisiert vielmehr „die Schwäche und Wehrlosigkeit der Palästinenser im Gaza-Streifen“, die „mit ‚Rückendeckung’, Billigung o.ä. der US-Amerikaner von Israel auf grausame Art ‚zerfleischt’ werden“. So sehe es auch der „verständige Durchschnittsbürger“, glaubt die Staatsanwaltschaft – und hat damit zweifelsohne Recht. Denn die „Israelkritik“ (vulgo: der Antizionismus) als zeitgemäße Form des Antisemitismus ist längst im Mainstream angekommen. Und nichts könnte das besser belegen als diese Stellungnahme eines verständigen Durchschnittsstaatsanwalts, für den Hetze gegen Juden allenfalls dann gegeben ist, wenn man den Hassobjekten einen Riesenzinken ins Gesicht pinselt. So viel zum Thema „Vergangenheitsbewältigung“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bliebe noch die Sache mit dem „öffentlichen Frieden“. Der werde gestört, befand die Staatsanwaltschaft in der Domstadt, „wenn eine allgemeine Unruhe in der Bevölkerung innerhalb der Bundesrepublik, mindestens aber unter einer beträchtlichen Personenzahl eintritt bzw. zu befürchten ist“. Für die Annahme, „die Plakataktion eines notorischen, auch in anderen Belangen zum Fanatismus neigenden ‚Weltverbesserers’ könne das Vertrauen der Juden in die Rechtssicherheit erschüttern“ oder „das psychische Klima in der Bevölkerung gegenüber jüdischen Mitbürgern nachhaltig beeinträchtigen“, gebe es jedoch „keine Anhaltspunkte“. Gerne wüsste man, ab wann solche „Anhaltspunkte“ denn gegeben wären: Wenn die jüdischen Gemeinden ihren Mitgliedern empfählen, die Koffer zu packen und auszuwandern? Oder wenn es zu Boykottaktionen und Pogromen käme? Dass hierzulande im vergangenen Jahr die &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/01/der-friedliche-judenhass.html"&gt;größten antisemitischen Aufmärsche seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges&lt;/a&gt; stattfanden, scheint jedenfalls nicht zu genügen. Auch nicht, dass die deutschen Repressionsorgane in &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/01/geschichtsbewusste-gefahrenabwehr.html"&gt;Duisburg, Mainz und Düsseldorf&lt;/a&gt; sowie in &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/09/mutter-hol-mich-vonne-zeche.html"&gt;Bochum,&lt;/a&gt; in &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/09/skandal-im-sperrbezirk.html"&gt;Berlin&lt;/a&gt; und in &lt;a href="http://www.nordhessische.de/news.php?id=1465"&gt;Kassel&lt;/a&gt; jeweils mit aller Staatsgewalt gegen das Zeigen von Israelfahnen vorgingen, weil sich – um es in der Terminologie des Kölner Staatsanwalts zu formulieren – zum Fanatismus neigende Weltverbesserer (also „Israelkritiker“) in ihrem psychischen Klima nachhaltig beeinträchtigt fühlten (oder, Schockschwerenot, beeinträchtigt &lt;i style=""&gt;hätten fühlen können&lt;/i&gt;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heißt: Während in Deutschland die Solidarität mit Israel immer wieder einmal die Polizei auf den Plan ruft oder gar von Gerichten mit einer Geldstrafe geahndet wird, haben selbst unzweideutig antisemitische Attacken auf Juden im Allgemeinen und auf den jüdischen Staat im Besonderen freie Entfaltungsmöglichkeiten, wenn sie sich nur als „legitime Israelkritik“ ausgeben. Das müssen sie sein, die Lehren aus der Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Foto: © Gerd Buurmann&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5097912380878379976?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5097912380878379976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5097912380878379976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/04/rosen-fur-den-staatsanwalt.html' title='Rosen für den Staatsanwalt'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3V-r_RQ10I/AAAAAAAAEBs/wf7sGfX7o1U/s72-c/Klagemauer2.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-4917461874283375266</id><published>2010-04-16T19:41:00.004+02:00</published><updated>2010-04-16T22:46:40.959+02:00</updated><title type='text'>Alpendonaunazis für Ahmadinedjad</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S8jMkR9vjjI/AAAAAAAAEDM/yF8ojLIqGfg/s1600/Nazis-Out.jpg" title="Auf sie mit Gebrüll!"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 366px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S8jMkR9vjjI/AAAAAAAAEDM/yF8ojLIqGfg/s800/Nazis-Out.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5460839471856455218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Über die abendländischen Freunde des Djihad und ihr eigentliches Feindbild.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON RENATE GÖLLNER UND GERHARD SCHEIT&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie brüllen „Daham statt Islam“ und bewundern die Djihadisten. Die unter österreichischen Neonazis besonders beliebte Website &lt;a href="http://anonym.to/?http://www.alpen-donau.info/WP/"&gt;alpen-donau.info&lt;/a&gt;, die nicht anders als die &lt;i style=""&gt;Kronen Zeitung&lt;/i&gt; und die FPÖ das „Abendland in Christenhand“ wünscht, ist zugleich auf Distinktionsgewinn aus: „Mit billiger Moslemfeindlichkeit kühlt man sein Mütchen. Wir haben kein Religionsproblem, sondern ein Ausländerproblem!“ Hier im engen Kreis der Weitblickenden denkt man in Großräumen und distanziert sich, was die Berichterstattung über den Iran betrifft, heftig von der kleinräumigen Boulevardzeitung, mit der sich anzulegen sonst niemand wagt, nicht einmal die Präsidentschaftskandidatin der Boulevardpartei, die einst Jörg Haider groß gemacht hat. Und da bricht inmitten der Ausländerfeindlichkeit der Neid auf das weltweit so erfolgreiche Konkurrenzunternehmen in Sachen Barbarisierung hervor – darauf, dass es im anderen Großraum die Führer gibt und die Rackets: Ahmadinedjad und Khamenei, die Revolutionsgarden und die Bassidji; dass man dort steinigen darf, wer sich der Gemeinschaft nicht fügt; vor allem aber, dass nur noch dort dem gemeinsamen Feind, der die Grenzen niederreißt und den freien Verkehr von Kapital und Arbeitskräften organisiert und garantiert, die Stirn bietet: Der Iran sei der „letzte freie Staat“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Alpendonaunazi ist der Inbegriff des Neonazis. Wie der Antiimperialist zur „Linken“ verhält er sich zur FPÖ: Er fühlt sich als der ausgewiesene Großraumtheoretiker, der außenpolitische Stratege innerhalb einer Bewegung, die sich, was das große Ziel betrifft, im alltäglichen politischen Kampf des Kleinraums verheddert. Die Hymne auf die Islamische Republik Iran und die Verteufelung Israels und der USA, wie sie die Alpen-Donau-Info bietet, könnten ebensogut von der Homepage des Kai-Homilius-Verlags stammen, wo Jürgen Elsässer seine Volksinitiative simuliert. Die originären Nazis sind einfach nur die konsequenteren Antiimperialisten: Sie sagen nicht nur „Zionismus“, sie konzentrieren sich mit besonderer Verve direkt auf die Juden, und sie greifen nicht nur die Juden ganz allgemein an, sondern zielen auch gleich auf einen ganz bestimmten Juden oder eine ganz bestimmte Jüdin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die antisemitische Projektion braucht im Unterschied zum Rassismus immer auch einzelne konkrete Personen als Objekte. Die Personifizierung muss vollendet werden: Es genügt nicht das Judentum oder die jüdische „Rasse“, um all dem, was abstrakt ist am Kapital, was unheimlich und bedrohlich erscheint an der Moderne, eine fassbare Gestalt zu geben. Es bedarf vielmehr einer ganz bestimmten, möglichst allgemein bekannten „Persönlichkeit“, damit sich der Hass konzentrieren kann: eines Individuums, das in der paranoiden Fantasie all das, was den Juden ganz allgemein unterschoben wird, im Wortsinn personifiziert. Nicht zufällig wurden der „Dokumentarfilm“ über den &lt;i style=""&gt;Ewigen Juden&lt;/i&gt; und der „Spielfilm“ über &lt;i style=""&gt;Jud Süß&lt;/i&gt; gleichzeitig gedreht: Die Weltverschwörung muss in der anonymen Masse des Judentums ungreifbar bleiben und zugleich in der einzelnen Person greifbar werden; sie verlangt ebenso nach der Vorstellung von den dunklen geheimnisvollen Machenschaften einer Israel-Lobby wie nach dem in den Medien gegenwärtigen Gesicht von Ignatz Bubis oder Ariel Sharon. Nur dadurch kann die Wut es sich selbst beweisen, dass sie es in jedem Fall auf den Tod der Juden, jedes einzelnen, abgesehen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Alpendonaunazis haben nun zu diesem Zweck Simone Dinah Hartmann „auserwählt“. Sie sprechen von „Hetze gegen den Iran“, die sie betreibe, um ihre eigene gegen die Juden zu organisieren: „Allen Hetzern voran die verstörte, jüdische Antideutsche Simone Dinah Hartmann, mit ihrem Bündnis: Stop the Bomb.“ Es genügt nicht, von der „Israel-Lobby“ und vom „Propagandafeldzug“ der USA zu schreiben; mit dem sicheren Instinkt einer Hetzmasse wird eine Person aufgespürt, die als Sprecherin einer Kampagne für Sanktionen gegen den Iran bis an die Schwelle einer gewissen Medienöffentlichkeit gelangt ist, über die man selbst gerne kommen möchte. Wie im antisemitischen Witz begnügt sich der Hass nicht mit dem Namen der Person; er zielt unmittelbar auf die Physis: Es muss ihre Stimme zu hören sein, es muss ihr Foto her, und darunter steht: „Die Augen sind der Spiegel der Seele.“ Aber auch den Haaren der Angegriffenen wird besondere Aufmerksamkeit zuteil, wie um auszudrücken, dass man alles zu verwerten wisse, wenn es einmal wieder soweit sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Neonazis bilden so etwas wie das abgekürzte Bewusstsein, das diese Gesellschaft von sich selbst hat. Darum das Bizarre: Die Verkürzung betrifft zunächst die individuelle Entwicklung, die „Herrschaft infantiler Komplexe“ (Freud). Vom Jargon über den Habitus und die Attribute bis zur Gestaltung der Websites: Der Eindruck, den sie machen, ist immer der eines zur Infantilität Verdammten, ewig mit der Drohung konfrontiert, dass man ihm das „teure Organ wegnehmen“ werde, wenn er „sein Interesse dafür allzu deutlich betätigt“. Unter dem Einfluss dieser ihnen selbst unbewussten Kastrationsdrohung fürchten, verachten und hassen sie die Juden, die sie sich ebenso als unmännliche Männer wie von besonderer Lüsternheit besessen ausmalen. Ist die Jüdin als Objekt der Projektion ausersehen, verstärkt hier das „sexuelle Tirolertum“ (Karl Kraus), die Angst vor der sexuellen Autonomie der Frauen, noch die Paranoia. Direkten Einblick auf diese Gemütslage gewährt die Zeichnung des allseits beliebten Cartoonisten Carlos Latuff, die von den Alpendonaunazis, wie in einer Fehlleistung, ans Ende ihrer Hasspredigt gesetzt wurde: Ein Palästinenser im Gazastreifen, der offensichtlich nach einem Raketenangriff der Israelis mit blutbefleckter Hose ein totes Kind im Arm hält; aber so tief unten hält er das Kind, dass nur ja die unbewusste Assoziation mit dem Geschlechtsorgan nicht ausbleibe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Alpendonaunazis kokettieren gern mit ihrer Gefährlichkeit, aber das hat etwas Verzweifeltes, denn sie wissen, dass die Gesellschaft, in der sie leben, es ihnen verweigert, richtige, erwachsene Nazis zu werden, dass sie also dazu verurteilt sind, kindisch zu bleiben. So bedrohlich sie für den Einzelnen sind, der ihnen zufällig begegnet – sie bleiben doch nur eine gewalttätige Reminiszenz des postnazistischen Subjekts, eine in bestimmten Zonen arretierte und eingehegte, rezente Gewaltform. Darum der sehnsuchtsvolle Blick in den anderen Großraum, zu den Selbstmordattentätern und den Selbstmordkollektiven des Nahen und Mittleren Ostens. Aber statt Sprengstoffstangen trägt der Alpendonaunazi nur eine Fahnenstange (siehe das Signet der „Alpen-Donau-Info“) oder einfach Bierdosen mit sich herum; statt der Aussicht auf eine Atombombe, die auf Israel zielt, hat er nur die Aussicht, einzelne Juden zu bedrohen, und zuletzt vielleicht auf einen Posten bei der Freiheitlichen Bildungsakademie. Schon im nahen Ungarn, bei den &lt;i style=""&gt;Jobbik&lt;/i&gt;-Nazis, nimmt die Solidarität mit Ahmadinedjad praktischere Formen an: Der Vorsitzende wünscht sich nicht nur Wahlbeobachter aus dem Iran, die Partei dürfte, wie auf einer Konferenz in Washington vermutet wurde (&lt;i style=""&gt;Népszabadság&lt;/i&gt;, 20.11.2009; wir danken Karl Pfeifer für den Hinweis), auch Geld von dort bekommen, und es formiert sich eine „Ungarische Garde“, bei der man nicht weiß, ob sie mehr die alten Pfeilkreuzler oder die iranischen &lt;i style=""&gt;Pasdaran&lt;/i&gt; zum Vorbild hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So oder so, in ihrer Isoliertheit wie in ihrer Anschlussfähigkeit, die Neonazis sind eine Art Hohlspiegel des Ganzen: Sie bringen nicht nur zum Ausdruck, woher diese Gesellschaft kommt, sondern auch – in trauter Einigkeit mit den Linksextremen –, wohin sie treibt: Auf dem Massenmord an den Juden errichtet, drohen Appeasement und Gleichgültigkeit gegenüber den djihadistischen Kräften, die dieses Verbrechen in neuen Formen wiederholen wollen, jederzeit umzuschlagen in offene Unterstützung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-4917461874283375266?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/4917461874283375266'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/4917461874283375266'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/04/alpendonaunazis-fur-ahmadinedjad.html' title='Alpendonaunazis für Ahmadinedjad'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S8jMkR9vjjI/AAAAAAAAEDM/yF8ojLIqGfg/s72-c/Nazis-Out.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5438647342456252132</id><published>2010-03-31T01:45:00.001+02:00</published><updated>2010-03-31T02:05:49.071+02:00</updated><title type='text'>Gooolic!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S7KMB0f5xQI/AAAAAAAAEC0/VBTKAi5Ynuc/s1600/Goalic.jpg" title="Fast mit dem Schlusspfiff erzielt Ivica Olic den 2:1-Siegtreffer für die Bayern gegen Manchester United, das nach nur 64 Sekunden in Führung gegangen war. München, 30. März 2010."&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 335px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S7KMB0f5xQI/AAAAAAAAEC0/VBTKAi5Ynuc/s800/Goalic.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454576061599302914" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer in einem bedeutenden Spiel der höchsten europäischen Liga ersatzgeschwächt unmittelbar nach dem Anstoß durch eigenes Verschulden in Rückstand gerät und die Partie dann noch gegen eine Weltklassemannschaft, die keines ihrer  letzten 16 Auswärtsspiele in der Champions League verloren hat, &lt;a href="http://www.sky.de/web/cms/de/hl_video_layer.jsp?videoId=sport_cl_vf_fcb_manu"&gt;in der Nachspielzeit dreht,&lt;/a&gt;  hat Leidenschaft und Charakter gezeigt. Chapeau, FC Bayern, &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/sport/287/507446/text/"&gt;das war ein grandioser, spektakulärer Abend!&lt;/a&gt; Und zwar unabhängig vom Ausgang des Rückspiels.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5438647342456252132?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5438647342456252132'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5438647342456252132'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/03/gooolic.html' title='Gooolic!'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S7KMB0f5xQI/AAAAAAAAEC0/VBTKAi5Ynuc/s72-c/Goalic.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-3483686385832301965</id><published>2010-03-29T15:45:00.008+02:00</published><updated>2010-04-23T16:48:59.988+02:00</updated><title type='text'>Tanz die Intifada</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.youtube.com/watch?v=jrcJI3RxwZA" target="_blank"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 410px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S7ChZy4EqwI/AAAAAAAAECs/f7mIssiiZMg/s800/Hattler2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454036613271431938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Antisemitismus groovt – und zwar im Wortsinne. Oliver Marx über einen aus dem Tollhaus der „Israelkri­tik“ stammenden Song einer nicht gerade randständigen deutschen Band.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON OLIVER MARX&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über das Album „The Big Flow“ der Band „Hattler“ – die so heißt, weil ihr Gründer, ein so genanntes Urgestein der hiesigen Musikszene, auf diesen Namen hört – &lt;a href="http://www.hellmut-hattler.de/tbf2006/index2.html"&gt;schrieb der Kritiker Michael Loesl:&lt;/a&gt; „Nie war musikalischer In­dividualismus chartkompatibler, stringenter, abenteuerlicher und tanzbarer.“ Mit seinen funk-, jazz- und soul-orientierten Kompositionen ist Hellmut Hattler, Bassist und Mitbegründer von „Kraan“ sowie der ‚Acid Jazz‘-Formation „Tab Two“, ein musikalisch anspruchsvoller &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hellmut_Hattler"&gt;„Garant für durchweg tanzbare Grooves“.&lt;/a&gt; Damit nicht genug: Er textet auch selbst und versteht es, die überwiegend apolitischen Bot­schaften seiner Songs zu visua­lisieren. Wer ein Konzert von „Hattler“ besucht, hört nicht nur, was er sieht, und sieht nicht nur, was er hört, er wird zudem mit Backing Tracks von der Festplatte und mit Videoprojektionen versorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass eine solche, auf die Ver­stärkung des Reizes und die Über­windung kritischer Distanz zielende Rundum­betreuung Schlim­mes be­fürchten lässt, wird im Verlauf des Abends durch einen Programmpunkt aufs Eindrücklichste bestätigt, der, an­tisemitische Ressenti­ments bedienend, dann doch politisches Engagement verrät: Das Stück &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=jrcJI3RxwZA" target="_blank"&gt;„Assalamu Alaikum“&lt;/a&gt; (1) dreht sich um den in Gewalt übergehenden Zorn, der einen vermeintlich entrechte­ten und israelischer Willkür ausgelieferten Palästinenser einge­denk der im Bewusstsein ihrer angeblichen göttlichen Auser­wähltheit zur Beraubung und Unterdrückung anderer sich beru­fen wähnenden Juden über­kommt – ein Stück aus dem Tollhaus der „Israelkri­tik“, die, so funky vorgebracht, Ihresgleichen sucht. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;(Zur Vergrößerung des Textes bitte auf das Bild klicken.)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S7CSFSZudOI/AAAAAAAAECk/Esl2-EI47SA/s1600/Assalamu.jpg" target="_blank"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 434px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S7CSFSZudOI/AAAAAAAAECk/Esl2-EI47SA/s800/Assalamu.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454019768282412258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon das quantitative Verhältnis der Textanteile von Strophe und Refrain, das aufs Ganze gesehen eins zu vier be­trägt, macht deutlich, dass hier nichts erzählt, geschweige denn erklärt wird. Wovon die Strophen handeln, gilt als hinlänglich bekannt und ist mit ein, zwei einschlägigen Motiven auch in seinen Ursachen erschöpfend be­schrie­ben. Entscheidend ist das Fazit, das zu vermitteln dem Refrain zukommt, wobei die vielfache Wiederho­lung der aus sich wiederholenden Formeln bestehenden Botschaft für deren Unwidersprechlichkeit einsteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Detail geht es um dies: Womöglich als Privateigentümer, eher aber als Teil eines Kollektivs, das grundsätzli­che Besitzansprüche geltend macht, sieht sich das lyrische Ich seines Bodens beraubt. Die diesen nun bearbeiten, tun das nicht um des Ertrags willen, nicht, um von ihrer Hände Arbeit zu leben, sondern um die Symbole ihrer Vorherrschaft zu errichten und ihre Gewaltmittel zur Herrschaftssicherung in Stellung zu bringen: „Staring through my window pane – watch you digging on my ground / To post some flags and tanks – shows who’s up and who’s around“ [„Durch meine Fensterscheibe starrend – sehe (ich) euch auf meinem Boden graben / Um einige Flag­gen und Panzer aufzustellen – die zeigen, wer obenauf ist und wer ringsumher (lebt)“] (Verse 3f.).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Flaggen gehisst und Panzer postiert werden, weist die Landnahme als eine staatliche oder staatlicherseits unterstützte aus und schafft Raum für weitere Assoziationen. So vergleicht das lyrische Ich die Besatzer, sie als „my little white gods“ [„meine kleinen weißen Götter“]&lt;span style="color:blue;"&gt; &lt;/span&gt;verhöhnend (siehe die Verse 6, 12, 22, 28, 36, 42, 54 und 60), etwa mit den spanischen Eroberern Mittelamerikas zu Beginn des 16. Jahrhunderts, die sich der indigenen Bevölkerung als zur Herrschaft berufene „weiße Götter“ präsentierten und, apologetischen Darstellungen des Geschehens zufolge, als solche verschiedentlich auch wahrgenommen und verehrt wurden (2). Wie dem auch ge­wesen sein mag: Der Kolonisierte dieser Tage – zumal dann, wenn er die Überzeugung teilt, dass es keinen Gott außer Gott gibt und dieser eine unermesslich groß ist – weist die Selbstvergottung, die er seinen Unterdrückern bescheinigt, umgehend zurück. Wo er sich (wie in den Versen 12, 15, 42 und 57) &lt;i style=""&gt;ihrer&lt;/i&gt; Muttersprache bedient, tut er dies weder zum Zweck der Verständigung noch gar aus Respekt, sondern lediglich in distanzierender Ab­sicht und um der Feindbestimmung willen – sein „Shalom“ (3) stellt unmissverständlich klar: Die Eindringlinge sind Juden, die Fahnen und Panzer is­raelische.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;„In meiner Seele detonieren Minen“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vollständigkeit halber wäre zu ergänzen: Das lyrische Ich ist ein palästinensisches, der Lyriker, der es er­schuf, ist ein Deutscher. Ob eben darum oder dessen ungeachtet: Er weiß offenbar nur zu gut um die Gefühle, die ei­nen eingedenk der Juden – „dem von seinem Gott auserwählten Gottesvolk und damit göttlichen Volk“ (4), den „little gods“ eben – überkommen können. „Wir sind bereit“, so der Reichstagsabgeordnete Ernst Graf zu Reventlow (NSDAP) im Jahre 1932, „den Juden zu einem Diamanten von unmessbarem Wert zu erklären, wir können ihn aber nicht ertragen, er zerreißt uns die Eingeweide“ (5). So oder so ähnlich geht es auch dem Alter Ego des Dichters, das sich, der Juden gedenkend, gleich im ersten Vers als ein im Innern zerberstendes zu erkennen gibt: „Mines in my soul blast if I only think of you“ [„In meiner Seele detonieren Minen, wenn ich nur an euch denke“].&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der anschließende Übergang vom Ich zum Wir macht deutlich, dass diese Gemütslage kein individuelles Schick­sal ist, sondern als Grundempfinden einer geschundenen Gemeinschaft begriffen sein will, die entschlossen ist, sich nicht zu beugen: „We never gonna bite one’s bait – even if your story was true“ [„Wir werden niemals nach dem Köder schnappen – selbst wenn eure Geschichte wahr wäre“] (Verse 2 und 34). Hat demnach der Wahrheitsgehalt des­sen, wovon die Anderen berichten, keinerlei Einfluss auf das eigene Verhalten oder auf das Verhalten der Eigen­gruppe, dann kommt es auch nicht auf den Inhalt ihrer Erzählungen an. So ergibt sich als Sinn der eben zitierten Rede in etwa dies: „Keine eurer zweifelhaften Geschichten“ – nicht die von der dreieinhalb­tausend­jähri­gen Verbun­denheit der Juden mit dem Land Israel, nicht die von ihrer millionenfachen Vernichtung im na­tional­sozialisti­schen Herrschaftsbereich und auch nicht die vom Scheitern derer, die sich den Mördern durch Flucht entziehen wollten, an den staatlichen Restriktionen potenzieller Aufnahmeländer –, „nichts von alle­dem ist in un­seren Au­gen geeignet, einer jüdischen Souveränität auf arabischem Boden Legitimität zu verlei­hen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Zurückweisen der „story“ (auf die sich einzulassen dem Feind in die Falle zu gehen und seinen Belangen Rechnung zu tragen hieße) schließt die Zurückweisung allen Redens ein, dem es um einen Ausgleich konkurrieren­der Ansprüche zu tun wäre. Ausdrücklich ist die Aufforderung, das Reden zu beenden, Teil einer Sentenz, auf die der Erniedrigte und Beleidigte sich und die Seinen in jedem Refrain gleich viermal einschwört: „[G]et back to the minimum to get away from the minimal talk“&lt;span style="color:blue;"&gt; &lt;/span&gt;[in etwa: „Lasst uns aufs Allereinfachste zurückkommen, um von dem unbedeutenden/kleinlichen Gerede wegzukommen“].&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Empfehlung zur Abkehr vom „minimal talk“, von einem Gerede, das der Rede nicht wert ist, geht mit der Aufforderung einher, die als Grenze mit militärisch kontrollierten Übergängen funktionierende Sicherheitsanlage zwischen Israel und dem Westjordanland (6) umgehend zu zerstören (7). Dass die Anlage nötig wurde, weil die von der Fatah getragene Palästinensische Autonomiebehörde die als „Al-Aksa-Intifada“ bezeichnete Anschlagserie, die Israel ab September 2000 erschütterte (8), nicht nur nicht zu verhindern versucht, sondern sie sogar gerechtfer­tigt, propagandi­stisch gefördert und finanziell unterstützt hat (9), bekümmert den Verfasser des Stücks ebenso wenig wie der Umstand, dass die Partei den jüdischen Staat nach wie vor nicht anerkennt, sich „Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden“ hält und bei je­der sich bietenden Gelegenheit bekräftigt, dem „Wider­stand in all seinen Formen“ verpflichtet zu sein (10). Wer angesichts dessen zur Zerstörung des Zauns aufruft, setzt sich weniger für die Bewegungsfreiheit friedliebender Menschen als vielmehr dafür ein, den Akteuren ebenjenes „Widerstands“ einen ungehinderten Zugang zum is­raeli­schen Kernland zu verschaffen und ihnen ihr einstiges Betätigungsfeld neu zu eröffnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Worum es geht, ist die Vernichtung Israels&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indem das lyrische Ich der Distanzierung von dem als unnütz erachteten Friedensprozess – die unter anderem darin zum Ausdruck kommt, der „faulen weißen Taube“ das Verlassen des als „Zoo“ bezeichneten Gebiets nahe zu legen (11) – mit den Worten „We never gonna bite one’s bait – rather gonna bite the dirt“ (12) [„Wir werden niemals nach dem Köder schnappen – eher werden wir ins Gras beißen“]&lt;span style="color:blue;"&gt; &lt;/span&gt;(Verse 18 und 48) die Be­kundung gemeinschaftlicher Kampfbereitschaft folgen lässt, erhält das heraufbeschworene Niederbrennen der Grenzanlage den Charakter ei­nes den Krieg gegen die „Besatzer“ einleitenden Fanals. Worum es geht, ist die Vernichtung Israels (13).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür zu werben, ist Sinn und wohl auch Zweck des Songs „Assalamu Alaikum“, wie aller Propaganda, die den jüdischen Staat als kolonialisti­sches Projekt in der Tradition der Conquista deutet und beim Stichwort &lt;i style=""&gt;Zionismus&lt;/i&gt; oder &lt;i style=""&gt;Israel&lt;/i&gt; das Bild eines menschenverachtenden rassistischen Regimes zeichnet (14). Unter dieser Voraussetzung gilt: Kein Ent­gegenkommen Israels, das nicht auf seine Auslöschung hinausläuft, ist weitreichend genug. Der grundlegende Fehler eines jeden israelischen Friedensvorschlags besteht demnach nicht darin, die Gründung eines palästinensi­schen Staats zu untergraben, sondern den Fortbestand des jüdischen gewährleisten zu wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne dass die folgenden Auslegungen einander widersprächen, kann der „minimal talk“, von dem der Refrain handelt, entweder als das nie zum gewünschten Ergebnis führende und mithin belanglose Verhandeln mit dem zionistischen Feind oder als das kleinliche und vom gemeinsamen Ziel ablenkende Gezänk mit dem politischen Gegner in den eigenen Reihen verstanden werden. In beiden Fällen gemahnte der Appell „[G]et back to the mini­mum“ an etwas in der Art des antizionistischen Minimalkonsenses, auf den sich die Staaten der Arabischen Liga, der die Gründung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) geschuldet ist, im August 1967 verstän­digt haben: „[K]eine Versöhnung mit Israel; keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels.“ (15)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dient der Bekräftigung dieser Haltung, die Zionisten – obschon sie, wenn überhaupt religiös, den jüdischen Glauben nicht als den allein selig machenden begreifen, keine Missionstätigkeit betreiben und einen Staat unter­halten, der die Strenggläubigen vom Militärdienst ausnimmt (16) – als „Glaubenskrieger“ zu definieren, die (nomen est omen) anderen, in dem Wahn, damit ein gottgefälliges Werk zu tun, die Lebensgrundlage nehmen. Dabei ist es gar nicht die religiös motivierte Militanz als solche, die der Kritik des Dichters anheim fällt; gilt es ihm zufolge doch diejenigen, die sich zu Glaubenskriegern erklären oder dafür zu halten scheinen, zuerst dahingehend zu hinterfragen, ob sie den Titel verdient haben oder ihn, weil sie einer Irrlehre aufgesessen sind, zu Unrecht bean­spruchen. Zwischen Rechtgläubigen und Fehlgeleiteten unterscheidend, ist die Frage „warriors of belief – or victims of the twisted word?“ [„Glaubenskrieger – oder Opfer des verbogenen Wortes?“] (Verse 17 und 47) auch ein Aus­druck der Sympathie mit den im rechten Glauben Kämpfenden. Solche aber finden sich naturgemäß nicht auf Seiten der „Kolonisatoren“, sondern, unter dem „Banner Allahs [und des] Jihad“ (17), auf Seiten der „Kolo­nisier­ten“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jerusalem, wir kommen“ – dies hatten einige der Palästinenser, die am 9. November 2009 bei Kalandija im Westjordanland ein Segment der Sicherheitsanlage zerstörten, um auf israelischer Seite Autoreifen in Brand zu setzen (und die Armee zum Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern zu provozieren), auf ihren T-Shirts stehen (18). „Jerusalem, wir kommen“ könnte auch die Bildunterschrift der letzten Einstellung des (in Fußnote 6) erwähnten Videoclips lauten, der damit schließt, über die zu Beginn als „Apartheid Wall“ eingeführte Anlage hinweg den Blick auf die pro­spektive palästinensische Hauptstadt zu eröffnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Poetischer Antisemitismus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obschon Hellmut Hattler das Video in seinem YouTube-Kommentar für „anbetungswürdig“ erklärt und so ge­wis­sermaßen zu seiner Sache macht, zieht er doch poetischere Motive vor. Als ein Symbol der palästinensischen Situation wird dem Konzertbesucher das während der ersten Takte auf den Bühnenhintergrund projizierte Bild eines Menschen nahegebracht, der (anscheinend ge­fesselt und der Gewalt potenzieller Peiniger wehrlos ausgelie­fert) durch einen als Knebel funktionierenden Kle­be­strei­fen oder ähnliches daran gehindert wird, auf seine Lage aufmerksam zu machen. Womöglich steht der Geknebelte aber auch für das im Verhältnis zu Israel insbesondere auf den Deutschen lastende Kritikverbot, das es zwar nicht gibt und nie gegeben hat, aber seit jeher jeden, der sich mutig darüber hinwegsetzt, vor Kühnheit zittern lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgelöst wird dieses Motiv von dem einer weißen Taube, die vor wechselnden, meist kreisförmigen Hintergrün­den mit ihren Flü­geln schlägt, ohne sich jedoch dadurch von der Stelle zu bewegen. Ihrer minutenlangen kon­stanten Anstrengun­gen ungeachtet, verkörpert sie wohl die „lazy white dove“ des Refrains. In Unterbrechung und Ergänzung des Ge­flatters zeigt die Leinwand Ansichten der aus Betonelementen beste­henden Abschnitte der israelischen Sicherheitsanlage, wobei verschiedene Graffiti in den Blickpunkt gerückt werden. Eines davon stellt eine Art Ter­mite dar, die – analog der Inszenierung, die den Höhepunkt der Berliner Feierlichkeiten zum zwanzigsten Jah­restag des „Mauerfalls“ bildete – einen Dominostein anstößt und so eine Reihe weiterer zu Fall bringt. Ein ande­res Graffito verkündet in grammatikalisch zweifelhaftem Englisch: „This wall is a shame on the Jew­ish people, on my people!“ Wo behauptet wird, irgend etwas sei eine Schande fürs jüdische Volk, fin­det sich eben immer auch ein Deutscher, der das beifällig zitiert – zumal dann, wenn er den Antisemitismusverdacht mit dem Hinweis auf einen jüdischen Urheber aus­räumen zu können meint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Geschichtsrevisionisten um der Restitution des Nationalstolzes willen behaupten, teilt der – gegen nationali­stische Umdeutungen der deutschen Geschichte sich verwahrende – moderne Antisemit, sobald er sich Israels an­nimmt. Auch er verspürt dort, wo das Gedenken der Shoah und die Ehrung der Opfer an die Gründe gemahnen, warum es den jüdischen Staat gibt und geben muss, „die Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken“ (19). Sich mit den Palästinensern identifizierend, die ihm als die „Opfer der Opfer“ (20) gelten, findet auch er, dass „man Juden mit einiger Berechtigung als ‚Tätervolk‘ bezeichnen [könnte]“ (21). Wenn er sie beiläufig Ver­brechen bezichtigt, die denen der vom Nationalsozialismus beseelten Deutschen eben­bürtig sind, so freilich nicht, um im Sinne seines nationalistischen Pendants die Zeiten der Kollektivhaftung für beendet zu erklären und die den Juden aus ihrem Opfer­status erwachsenen Ansprüche abzuwehren. Vielmehr ist es ihm darum zu tun, seine ideologische Flankierung derer, die den Staat Israel beseitigen und den „Zionisten“ den Garaus machen wollen, als Element und Ausweis einer antifaschistisch geläuterten, demokratischen Ge­sinnung zu ver­stehen und „seine [R]essentiments in einer po­litisch korrekten [F]orm auszuleben“ (22).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Erstaunen darüber, dass diese Form und ihr Inhalt mitunter auch „chartkompatibel, stringent, abenteuerlich und tanzbar“ daherkommen, ist dieser Text geschuldet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Anmerkungen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Der hier präsentierte Songtext entspricht der Version (oder beansprucht jedenfalls, ihr zu entsprechen), die unter der angegebenen YouTube-Adresse zu hören ist. Davon geringfügig abweichend, findet sich der Text im Internet an diesen Stellen: &lt;a href="http://www.ramallahonline.com/content/3298-hattler-assalamu-alaikum"&gt;[1]&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.hellmut-hattler.de/tbf2006/index3lyrics.html"&gt;[2]&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Vgl. Peter Hassler: Die weissen Götter. Wie sich die Entdecker und Eroberer Mexikos sahen, in: Neue Zürcher Zeitung, 15. September 2007 &lt;a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/die_weissen_goetter_1.555291.html"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;An mehrere Personen (männlichen oder beiderlei Geschlechts) gewandt, lautet die hebräische Entsprechung des titelgebenden arabischen Grußes „as’salamu alaikum“ – „shalom alejchem“, zu deutsch: „Frieden auf euch“. Grammatikalisch handelt es sich bei „alejchem“ um eine Wortzusammensetzung aus der Präposition „al“: „auf [Akk., D.], zu [D.], über [Akk.]“, und „lachem“, der Dativ­form des Personalpronomens 2. Person Plural Maskulinum: „euch“. „Shalom alejchem“ bedeutet, dass ich diejenigen, denen ich den Gruß entbiete, fraglos für würdig befinde, erstens als Gesprächspartner in Betracht zu kommen, zweitens als meinesgleichen anerkannt zu werden und drittens ein befriedetes und befriedigendes Leben führen zu können. Indem, wie es im Text durchgängig geschieht, das den Angesprochenen zugewandte „alejchem“ durch „I like ’em“ [„Ich mag sie“] (mithin die 2. durch die 3. Person Plural) ersetzt wird – wobei der Zusatz „my little white gods“ [„meine kleinen weißen Götter“] keinen Zweifel daran lässt, dass „I like ’em“ nicht als Bekun­dung persönlicher Wertschätzung, sondern als Ausdruck der Verachtung zu verstehen ist –, werden die zuvor genannten Qualitäten ins Ge­genteil verkehrt: Weder kommen die Anderen als Gesprächspartner in Betracht, noch werden sie als Gleichberechtigte anerkannt, und in Frie­den zu leben, scheinen sie nach Ansicht des Sprechers erst recht nicht verdient zu haben.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ernst Graf zu Reventlow; zitiert nach Henryk M. Broder: Der ewige Antisemit. Über Sinn und Funktion eines beständigen Gefühls, Berlin 2005, S. 117.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ebd., S. 116.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Dass diese, teils aus einer Betonmauer, zum größten Teil jedoch aus einem von der israelischen Armee mit modernen Mitteln überwachten Maschendrahtzaun bestehende Anlage gemeint ist, wo der Text auf „that fence“ verweist, ergibt sich insbesondere unter Berücksichtigung der den Song bei den Konzerten der Band ergänzenden Videoprojektionen. Einen Eindruck davon ver­mittelt Thierry Miguets und Damian Lémans Videoclip (im Internet bei YouTube zu finden &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=jrcJI3RxwZA"&gt;[Link]&lt;/a&gt;), der überdies – zu Beginn, am Ende und während des Gitarrensolos – weitere Motive zur Bebilderung des Textes beisteuert.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;An wen auch immer sie gerichtet ist – die Frage: „Why don’t you ... burn“ – wahlweise auch „pop“ – „that fence down?“ [„Warum ... brennt (bal­lert) ihr diesen Zaun nicht nieder?“]&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-size:100%;color:blue;"  &gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;(siehe die Verse 7, 13, 23, 29, 37, 43, 55 und 61), zielt gewiss nicht darauf ab, die Tatbestände herauszustellen, die dagegen sprechen, den Zaun zu beseitigen, und dafür, ihn zu vollenden; ih­res Wortlauts ungeachtet, ist sie keine Aufforderung zu begrün­den, warum die Zerstörung des Zauns unterbleibt, sondern Ausdruck der Überzeugung, dass es akzeptable Gründe dafür überhaupt nicht geben kann. Im Blickwin­kel dieser Überzeugung wird, was immer zur Rechtfertigung der Anlage vorgebracht werden mag, zur Nichtig­keit. Die Delegitimierung des Staates Israel und die Ignoranz gegenüber den elementaren Sicherheitsinteressen seiner Bürger gehören untrennbar zusam­men.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Die Entscheidung zur Errichtung des Zauns erläuternd, schrieb der damalige israelische Botschafter in Berlin: „Nach mehr als 19.000 Ter­rorangriffen, 927 toten Männern, Frauen und Kindern und Tausenden mehr an Verwundeten während der vergangenen dreieinhalb Jahre ver­sucht Israel, sich durch den Bau ei­nes Zauns, der allein der Verteidigung dient, zu schützen. Dieser Zaun soll Selbstmordattentäter und be­waffnete Terroristen daran hindern, is­raelische Busse, Cafés und Stadtzentren zu erreichen. Die schon errichteten Teile haben die Anschläge in diesen Regionen wesentlich redu­ziert.“ (Shimon Stein, Umweg über Den Haag. Mit der Anrufung des Gerichtshofes wollen die Palästinen­ser von ihren Pflichten ablenken, in: Tagesspiegel, 23.02.2004 &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/art141,2180102"&gt;[Link]&lt;/a&gt;).&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Siehe Botschaft des Staates Israel (Hrsg.): Wie Yasser Arafat und seine Behörden Terror finanzieren und fördern. Erste Ergebnisse einer Un­tersuchung von Dokumenten, die im Rahmen der Operation „Schutzwall“ gefunden wurden, Berlin 2002 &lt;a href="http://www.berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/11097.pdf"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Dazu, im Kampf gegen die „Besatzer“ weiterhin „keine Option fallen [zu] lassen“, bekennt sich die Partei auch noch in dem auf ihrer Gene­ralversammlung im August 2009 verabschiedeten Programm. Vgl. Dana Nowak: Fatah hält an bewaffnetem Kampf gegen Israel fest, www.israelnetz.com, 10. August 2009 &lt;a href="http://www.israelnetz.com/themen/arabische-welt/artikel-arabische-welt/datum/2009/08/10/fatah-haelt-an-bewaffnetem-kampf-gegen-israel-fest/"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Siehe die Verse 9f., 15f., 25f., 31f., 39f., 45f., 52, 57f. und 63f.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Bite the Dirt is a slang term used in the military when one has to get on the ground for any reason.“ &lt;a href="http://www.chacha.com/question/what-does-%27bite-the-dirt%27-mean"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Darum geht es beileibe nicht nur dem lyrischen Ich. Was die „gemäßigten“ palästinensischen Gruppierungen betrifft, so hat die von der Fatah dominierte Autonomiebehörde mit der Herausgabe von Schulbüchern, worin jede israelische Stadt zum „besetzten Gebiet“ erklärt und eine Welt in Aussicht gestellt wird, in der Israel auf keiner Landkarte mehr verzeichnet ist, deutlich zu erkennen gegeben, dass es ihr, wie der Ha­mas, um die „Befreiung“ von „jedem Zentimeter Palästi­nas“ zu tun ist. Siehe dazu Itamar Marcus/Barbara Cook (Palestinian Media Watch): From National Battle To Religious Conflict: New 12th Grade Pal­estinian schoolbooks present a world without Israel, Jerusalem 2007 &lt;a href="http://www.pmw.org.il/BookReport_Eng.pdf"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ein Beispiel dafür liefert die Erklärung der Mitglieder des „Internationalen Zentrums B 5“, die sich zugute halten, im Ham­burger Stadtteil St. Pau­li zusammen mit Ge­sinnungsgenossen im Oktober 2009 die Aufführung von Claude Lanzmanns Film „Warum Is­rael“ verhindert zu ha­ben. – Nicht nur die aus Äthiopien nach Israel eingewanderten Juden wären wohl überrascht zu erfah­ren, „ein System der weißen Domi­nanz“ zu re­präsentieren und – obschon es allen Staatsbürgern ohne Unterschied von Reli­gion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichbe­rechtigung verbürgt – einem „rassistischen Projekt“ zu dienen. Um Israel als Teil des mit der „rassistischen Aufspaltung der Welt seit der Conquista und der Versklavung“ anhebenden „System[s] der weißen Dominanz“ zu entlarven und den Zionismus als „rassistisches Projekt“ zu begreifen, dessen Zweck es ist, „die heutige Kolonialkultur“ aufrecht zu erhalten, bedarf es nun einmal des jahre- und jahrzehntelangen Aufent­halts in einer Szene, die sich in ihren „Einschätzungen“ von gar nichts beirren lässt, erst recht nicht von der ethnischen Vielfalt und den rechtli­chen Grund­sätzen Israels.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Zitiert nach: Mitchell G. Bard: Behauptungen und Tatsachen. Der israelisch-arabische Konflikt im Überblick, Holzgerlingen 2002, S. 180.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Vgl. Michael Wolffsohn: Israel. Geschichte, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wiesbaden, 7. Auflage 2007, S. 176f. und S. 190.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Siehe die Artikel 6 und 15 der Hamas-Charta, in: Botschaft des Staates Israel (Hrsg.): Die HAMAS. Profil einer Terrororganisation mit Regie­rungsauftrag, Berlin 2006, S. 3 &lt;a href="http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/91986.pdf"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Dana Nowak: Palästinenser reißen Teil von Sicherheitsanlage nieder, www.israelnetz.com, 10. November 2009 &lt;a href="http://www.israelnetz.com/themen/sicherheit/artikel-sicherheit/datum/2009/11/10/palaestinenser-reissen-teil-von-sicherheitsanlage-nieder/"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Siehe Martin Walser: Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede. Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buch­handels in der Frankfurter Paulskirche am 11. Oktober 1998 &lt;a href="http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/WegeInDieGegenwart_redeWalserZumFriedenspreis/index.html"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Im Zuge seiner Auseinandersetzung mit dem „Manifest der 25“ hat Micha Brumlik lesenswerte Einwände gegen die, aus dem Konstrukt des „sekundären Opfers“ abgeleitete Pflicht der Deutschen zur Solidarität mit den Palästinensern zu Papier gebracht. Micha Brumlik: Wie der Bau der Bagdad-Bahn, Frankfurter Rundschau, 07.02.2007 &lt;a href="http://www.ialana.de/fileadmin/Mediendatenbank/Dateien/Konflikt_Region_Nahost/Wie_der_Bau_der_Bagdag-Bahn.pdf"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Das Zitat entstammt der Ansprache von MdB Martin Hohmann zum Nationalfeiertag, 3. Oktober 2003 &lt;a href="http://www.tagesschau.de/inland/meldung229950.html"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Henryk M. Broder: Antisemitismus ohne Antisemiten (gekürzt und erweitert), 15. Juni 2008, Deutscher Bundestag. Innenausschuss, Aus­schussdrucksa­che 16(4)432 H, S. 3 &lt;a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a04/anhoerungen/Anhoerung14/Stellungnahmen_SV/Stellungnahme_08.pdf"&gt;[Link]&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-3483686385832301965?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/3483686385832301965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/3483686385832301965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/03/tanz-die-intifada.html' title='Tanz die Intifada'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S7ChZy4EqwI/AAAAAAAAECs/f7mIssiiZMg/s72-c/Hattler2.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5135067641489033256</id><published>2010-03-24T10:30:00.017+01:00</published><updated>2010-03-25T16:10:34.612+01:00</updated><title type='text'>Life is live</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S6nVdDyROiI/AAAAAAAAECU/VhQCiu8u55Y/s1600/Magaal.jpg" title="Pflegten schon in jungen Jahren ihre Vorliebe für eigenartige Frisuren: Felix Magath (links) und Louis van Gaal"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 363px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S6nVdDyROiI/AAAAAAAAECU/VhQCiu8u55Y/s800/Magaal.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452123519117769250" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel“, soll Lukas Podolski einmal gesagt haben. Vielleicht ist Fußball aber auch wie „Mensch, ärgere dich nicht“, nur ohne Bauern. Man weiß es nicht, man steckt nicht drin – im Unterschied zu diesen beiden Herren hier, die auch im Alter ihre Vorliebe für eigenartige Frisuren pflegen und heute Abend beim Halbfinale in der Turnhalle AufVeltins einander zeigen wollen, wo der Barthel den Most holt. Das wird spannend: Setzt der Felix den Louis matt? Würfeln die Schalker die Bayern raus? Oder bebt Magath vor Zorn, weil van Gaal alle Bauerntricks schon kennt und dem Olaf Thon kurz vor der Einwechslung das Klemmbrett zwischen die Hörner haut?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Antwort gibt’s wie immer auffem Platz. Und hier, &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;ab 20.00 Uhr im Live-Ticker von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Lizas Welt&lt;/span&gt;, wie immer parteiisch, verletzend und grob vereinfachend. Bis später!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S6qwCRtGiTI/AAAAAAAAECc/28Lqp0vfrUQ/s1600/Schalke-Bayern2.png"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 380px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S6qwCRtGiTI/AAAAAAAAECc/28Lqp0vfrUQ/s400/Schalke-Bayern2.png" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452363852044208434" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;LIVE-TICKER FC SCHALKE 04 – FC BAYERN MÜNCHEN&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;19:59&lt;/span&gt; – Guten Abend allerseits, würde Heribert Faßbender an dieser Stelle sagen, aber das kann er gerade nicht, weil er in Opladen seinen Porsche waschen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:01&lt;/span&gt; – Die Beteiligten auf beiden Seiten haben sich alle Mühe gegeben, das heutige Spiel ein bisschen künstlich hochzujazzen. Die Schalker spielen so oft foul wie kein Zweiter, hat Christian Nerlinger gesagt. Felix Magath hat daraufhin die Datenbanken durchwühlen lassen und herausgefunden, dass Christian Nerlinger früher so oft foul gespielt hat wie kein Zweiter. Bäm!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:04&lt;/span&gt; – Unter besonderem Druck steht deshalb natürlich der Schiedsrichter, der auf den in diesen Zeiten wenig vertrauenserweckenden Namen Kircher hört und im schönen Rottenburg am Neckar lebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:07&lt;/span&gt; – Aus irgendwelchen Gründen muss bei den Referees ja immer der Wohnort mitgenannt werden, obwohl kein Mensch weiß, wo das jeweilige Kaff eigentlich liegt. Aber dieser Brauch hat in der Vergangenheit oft zu wohlklingenden Wortkombinationen geführt. Mein All-time-Favorit ist natürlich Herr Niebergall aus Rammelsbach, gefolgt von Dr. Umbach aus Rottorf. Eitle Poesie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:11&lt;/span&gt; – Einer hat heute schon etwas gewonnen, nämlich Mark van Bommel. Der wurde von der Vrijen Universiteit Amsterdam mit dem Sprachenpreis 2010 ausgezeichnet. Gibt’s nicht? Gibt’s doch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:14&lt;/span&gt; – Zur Begründung hieß es: Van Bommels Rhetorik sei gut entwickelt, er benutze nicht die Floskeln der Fußballersprache und analysiere stets verständlich das Spiel. Beurteilt wurden Sprechtempo, Betonung, Verständlichkeit und Argumentation. Grammatikfehler führten ebenso wie die Verwendung von Klischees und Fachchinesisch zu Punktabzügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:16&lt;/span&gt; – Auf dem dritten Platz landete übrigens Ruud van Nistelrooy.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:21&lt;/span&gt; – Dann mal zu den Aufstellungen, zuerst Schalke: Neuer – Rafinha, Höwedes, Bordon, Westermann – Matip – Kluge, Baumjohann, Rakitic – Farfan, Kuranyi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:22&lt;/span&gt; – Und dann die Bayern: Butt – Lahm, van Buyten, Badstuber, Contento – van Bommel, Schweinsteiger – Robben, Olic – Klose, Müller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:26&lt;/span&gt; – Kleine Korrektur: Bei Schalke spielt doch nicht Rafinha, sondern Zambrano. Klingt aber ähnlich schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:32&lt;/span&gt; – Und auch Matip spielt nicht, sondern Lukas Schmitz. Wenn man sich einmal auf den „kicker“ verlässt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:35&lt;/span&gt; – Madame Ribéry ließ heute verlauten, er wünsche sich für die Zukunft einen Fünfjahresvertrag und für seine Frau viel Sonne. Die Gegenwart sieht anders aus: ein Platz auf der Bank und Kunstlicht auf Schalke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:39&lt;/span&gt; – Ha! Das erste Foul von Kuranyi! Geht das schon wieder los!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:43&lt;/span&gt; – Der ARD-Mann nennt ein Foul von Westermann „Defensivimpuls“. Das wird Magath zweifellos gefallen. Baumjohann und Olic sorgen derweil für die, sagen wir, Offensivimpulse. Der Rest wünscht dabei viel Erfolg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:46&lt;/span&gt; – Robben trägt heute nur eine kurze lange Unterhose. Die entscheidenden Zentimeter fehlen dadurch. Neuer klärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:48&lt;/span&gt; – Den Emo-Blick hat Holger Badstuber schon, eine Emo-Frisur ist ihm aber vertraglich genauso verboten wie ein Zungenpiercing. Schade eigentlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:50&lt;/span&gt; – Löw polkt sich in den Zähnen, Bierhoff bohrt in der Nase. Högschde Disziplin geht irgendwie anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;20:52&lt;/span&gt; – Schon 26 Ballkontakte für Badstuber. Es riecht nach Elfmeterschießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:00&lt;/span&gt; – Contento heißt mit Vornamen Diego Armando, aber sein Klärungsversuch sah mehr nach Norbert aus, Norbert Eder (die Älteren unter uns erinnern sich noch).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:06&lt;/span&gt; – Irgendwie ist das hier noch nicht die ganz große Nummer. Olic bearbeitet die linke Seite wie eine Nähmaschine, schlägt aber eine Christian-Ziege-Gedächtnisflanke nach der anderen. Klose träumt von der Nationalmannschaft, Kuranyi überlegt sich, ob er nach der Pause nicht lieber nach Hause fahren soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:11&lt;/span&gt; – Die Schalker Fans rufen: „Schieber, Schieber!“ Spielt der nicht bei Stuttgart?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:15&lt;/span&gt; – Heiko Westermann hat eine Frisur wie Gabriele Krone-Schmalz. Und schießt auch so ähnlich aufs Tor wie sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:19&lt;/span&gt; – Baumjohann und van Bommel beim Air-Soccering, also einer Art Luftgitarrespielen auf dem Fußballplatz. Schiri Kircher beendet die Einlage und gibt einen Freistoß für Schalke. Van Bommel beschwert sich über die schlechte B-Note.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:21&lt;/span&gt; – Nullnull zur Pause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:31&lt;/span&gt; – Irgendwie ist alles wie immer: Bayern mit mehr Ballbesitz, aber der letzte Pass kommt nicht; Schalke spielt hässlich, hält aber relativ mühelos Schaden von der eigenen Kiste fern. Nach Fouls steht es der ARD zufolge 10:2 für die unhöflichen Gastgeber, und wenn es Kuranyi noch einmal gelingt, Lahm auf den Kunstrasen in der Coaching-Zone zu befördern, hat er gute Chancen, dass der Bayern-Verteidiger mit Verbrennungen zweiten Grades ausgewechselt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:33&lt;/span&gt; – Im Antirassismus-Spot des DFB stellt immer noch Maria-Theresia Metzelder den Kartoffelsalat auf den Tisch. Müsste man mal aktualisieren. Die Mutter von Serdar Tasci kann sicher auch prima kochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:37&lt;/span&gt; – Nebenan weist der Trainer völlig zu Recht auf den &lt;a href="http://www.trainer-baade.de/?p=4882"&gt;Facebook-Chat zum Livestream der ARD&lt;/a&gt; hin. Bei einem solch geballten Expertenwissen kann ich eigentlich einpacken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:38&lt;/span&gt; – Löw macht den Platz für das schlechte Spiel verantwortlich und fordert die Entlassung des Greenkeepers. In der Tat sieht das Spielfeld so aus wie ganz Gelsenkirchen nach dem Zweiten Weltkrieg: Krater überall. Egal, es geht weiter. Muss ja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:40&lt;/span&gt; – Rakitics zweiter Torschuss. Für den ersten Versuch hätte er sich noch ein Field-Goal zuschreiben lassen können, für diesen hier gibt’s in keiner Sportart was.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:42&lt;/span&gt; – Womit auch immer Magath in der Kabine gedroht haben mag: Es scheint gewirkt zu haben. Kuranyi fast so frei vor Butt wie vorhin Robben vor Neuer. Gleiches Ergebnis: nix.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:50&lt;/span&gt; – „Hunt!“, rufen die Schalker Fans. Spielt der nicht bei Werder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:53&lt;/span&gt; – Badstuber mäht Kuranyi um, aber Kircher hat die Karten in der Kabine vergessen. Bei den Fouls haben die Bayern außerdem ohnehin noch Rückstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:54&lt;/span&gt; – Jetzt sieht Schweinsteiger nach einem vulgären Foul doch die Pappe. Außerdem betritt Madame den Platz, Olic hat Feierabend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:55&lt;/span&gt; – Note to me: Klose fragen, was er beruflich macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:57&lt;/span&gt; – Ribéry flüstert Zambrano ein paar Koranverse ins Ohr. Kircher geht aber dazwischen. Allahu akbar!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;21:59&lt;/span&gt; – Schweinsteiger bekommt beim Eckstoß ein Bier in den Rücken, ähm, gereicht. Wenn man Veltins denn als Bier bezeichnen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:07&lt;/span&gt; – Oh, la, la! Madame vernascht zwei Schalker, aber Müller stakst einen kläglichen Abschluss dahin. Gottlob meint, das war der Platz schuld. Hat der Bundestrainer schließlich so gesagt. Und Müller ist ja Nationalspieler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:09&lt;/span&gt; – Bei Schalke läuft sich Olaf Thon warm, bei Bayern Jean-Marie Pfaff. Man muss ja auch ans Elfmeterschießen denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:19&lt;/span&gt; – Schweinsteiger spielt Sanchez den Ball in die Füße, der müht sich redlich, doch seine Mitspieler halten respektvoll Abstand. Die anschließende Flanke hätte Katsche Schwarzenbeck auch heute noch mühelos unter Kontrolle gebracht. Badstuber ebenso, nur ohne den Konjunktiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:21&lt;/span&gt; – Schweinsteiger versucht’s fast wie Henry gegen Irland, weshalb Neuer sich echauffiert wie Udo Lattek nach zwölf Pils im DSF. Aber anders als bei Henry geht der Ball nicht ins Tor. Noch eine Minute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:25&lt;/span&gt; – &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Verlängerung.&lt;/span&gt; Olaf Thon sagt, er hätte einen Spieler namens „Ey, du“ gebracht statt Matip, will aber trotzdem viel gelernt haben. Außerdem hält er Neuer für den besten deutschen Torwart, tippt allerdings auf ein 8:7 für Schalke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:28&lt;/span&gt; – Für ein 6:6 wie 1984 ist es jetzt womöglich schon ein bisschen spät. Daniel van Buyten guckt auch nicht so, als wollte er ein solches Ergebnis zulassen. Aber mit einem geprellten Jochbein sieht man ja immer ein bisschen wüst aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:32&lt;/span&gt; – „Die Bayern können noch zweimal wechseln“, klärt Gerd Gottlob auf. Dass dem so ist, hat Gründe. Sie heißen unter anderem Altintop und Tymoshchuk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:34&lt;/span&gt; – „Dieses Spiel wird erst ein Spiel, wenn ein Tor fällt“, sagt Gottlob. Ein Fall für Arnd Zeiglers Abreißkalender.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:35&lt;/span&gt; – Klose, immer wieder Klose. War nur ein Scherz. Wollte gucken, ob noch alle wach sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:46&lt;/span&gt; – Und wieder 15 Minuten vorbei. Immer noch nullnull. Alles rechnet offenbar mit einem Elfmeterschießen, aber ich bin mir da nicht so sicher. Butt zum Beispiel möchte schnell ins Bett: Er gähnt schon. Und Alaba auf der Bayern-Bank ist ja noch minderjährig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:53&lt;/span&gt; – &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;TOOOOOOOOOORobbenOOOOOOOOOOR!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:55&lt;/span&gt; – So ist er einfach: Ball an der Eckfahne bekommen, nach innen gezogen, und dann ab mit dem Ding ins pralle Vergnügen. Anschließend das Trikot ausgezogen und gelb gesehen. Einsnull Bayern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:56&lt;/span&gt; – Zum Dank darf er jetzt schon die Dusche anstellen. Tymoshchuk kommt. Wenn das mal kein Fehler ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;22:59&lt;/span&gt; – Ribéry läuft alleine auf Neuer zu und kann alles klar machen, kriegt aber nicht mal ein Field-Goal zuwege. Noch zwei Minuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;23:02&lt;/span&gt; – Höwedes rammt den Ball über Butts Kasten. Magath rammt Hollerbach deshalb den Arm in die Rippen. Die letzten Sekunden laufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;23:04&lt;/span&gt; – &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Und das war’s!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;23:09&lt;/span&gt; – „Es sind zwei Systeme aufeinandergeprallt“, resümiert Gerd Gottlob. Und er hat Recht: Das, was Schalke gespielt hat, war realsozialistischer Fußball; die Bayern haben es gemacht wie die Amerikaner: stabil und mit individueller Klasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;23:10&lt;/span&gt; – Schweinsteiger beschwert sich, dass er mehr laufen muss als Robben („Der macht vor allem die kurze Distanz“). Robben wiederum findet, dass die Bayern konditionell stärker waren als die Schalker. In your face, Felix Magath!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;23:15&lt;/span&gt; – Gabriele Krone-Schmalz a.k.a. Heiko Westermann riefenstahlt etwas vom „absoluten Willen“ und trauert dem nicht erreichten Elfmeterschießen nach („Hätten wir klar gewonnen“). Währenddessen zeigt die ARD noch einmal &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=rHr8mFOaX80"&gt;das Tor von Robben,&lt;/a&gt; der den Ball mitnichten erst an der Eckfahne bekommen hat – er ist damit schon in der eigenen Hälfte losgezogen. Und jetzt kommt van Gaal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;23:27&lt;/span&gt; – Man ist sich letztlich irgendwo einig: Unverdient war’s nicht, aber wirklich gut war’s auch nicht. Robbens Tor allerdings war formidabel, und das hat den Abend entschieden. Ansonsten möchte ich mich &lt;a href="http://twitter.com/probek"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://twitter.com/probek/status/11001620027"&gt;dem Kollegen Probek anschließen,&lt;/a&gt; der in Bezug auf die abfälligen Urteile über das Spiel sehr zu Recht konstatiert hat: „Wer das als Qualen empfindet, leidet auf sehr hohem Niveau.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;23:30&lt;/span&gt; – Und damit sei dieser Live-Ticker beschlossen – danke an alle fürs Reinschauen! In der ARD läuft jetzt „Hart, aber fair“; es geht um Homosexualität im Fußball. Warum da Kerner und Neururer sitzen müssen, erschließt sich mir nicht, aber sei’s drum.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5135067641489033256?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5135067641489033256'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5135067641489033256'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/03/life-is-live.html' title='Life is live'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S6nVdDyROiI/AAAAAAAAECU/VhQCiu8u55Y/s72-c/Magaal.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-2937607648036465344</id><published>2010-03-13T00:40:00.003+01:00</published><updated>2010-03-13T01:26:11.043+01:00</updated><title type='text'>Auschwitz zu den Akten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SWKfB0DRDMI/AAAAAAAADdY/hElzcstWyRc/s800/Derwache.jpg" title="Die Konsequenz der „Israelkritik“: Berlin, 3. Januar 2009"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 326px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SWKfB0DRDMI/AAAAAAAADdY/hElzcstWyRc/s800/Derwache.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der K.u.K.-Satiriker Alexander Roda-Roda sagte einmal: „Aus dem Antisemitismus könnt’ schon was werden, wenn sich nur die Juden seiner annehmen würden.“ Ob Iris Hefets von der &lt;i style=""&gt;&lt;a href="http://www.juedische-stimme.de/"&gt;Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; dieses Bonmot kennt, ist nicht überliefert, aber auch nicht so wichtig: Sie und ihre Organisation geben sich jedenfalls alle Mühe, &lt;a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/pilgerfahrt-nach-auschwitz/"&gt;es zu materialisieren.&lt;/a&gt; Zu ihren Lieblingen gehören solche Granden wie Norman Finkelstein, Ilan Pappe und Hajo Meyer, die bereits über die Titel ihrer Bücher – „Die Holocaust-Industrie“ (Finkelstein), „&lt;span class="topocolmaincol"&gt;Die ethnische Säuberung Palästinas“ (Pappe), „Das Ende des Judentums“ (Meyer) – &lt;/span&gt;hinreichend Auskunft darüber geben, wes Geistes Kind sie sind&lt;span class="topocolmaincol"&gt;, und deren Vorstellungen von einem „Frieden in Nahost“ auf eine Endlösung des Nahostkonflikts hinauslaufen. Genau deshalb werden sie und Ihresgleichen hierzulande gern gehört und gelesen. Zwei der drei Genannten, nämlich Finkelstein und Pappe, wurden jedoch kürzlich in Berlin und München wieder ausgeladen, dem Dritten, Hajo Meyer, war das Gleiche bereits vor einigen Jahren widerfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Ausladungen kamen dadurch zustande, dass sich israelfreundliche Organisationen an die jeweiligen Veranstalter gewandt und auf die kruden Thesen der Eingeladenen hingewiesen hatten, woraufhin die Lesungen abgesagt wurden. Das scheint zunächst einmal einigermaßen erstaunlich zu sein, wenn man bedenkt, dass etwa die Parteistiftungen der Grünen und der Linken eigentlich genau der richtige, weil logische Ort für diese „Israelkritiker“ sind und es kein Zufall gewesen ist, dass die jüdischen Kronzeugen der Anklage überhaupt gebeten wurden, ihre Elaborate vorzustellen. Aber die spontane Verwunderung legt sich rasch wieder: Die Kündigungen sind eine eigenartige Mischung aus dem Versuch, potenziellen Ärger zu vermeiden, und einem hilflosen Rechtfertigungsgestammel, das alles verrät, nur keine grundsätzliche Einsicht. Man distanziert sich schon mal von den (vermeintlichen) Extremen, um anschließend – womöglich noch mit dem Verweis auf genau diese Distanzierung – weiterhin ganz ungeniert vom „israelischen Völkermord“ an den Palästinensern zu delirieren und damit exakt das zu sagen, was auch Finkelstein, Pappe und Meyer in petto haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derweil gehen die Vertreter der reinen Lehre auf die Barrikaden respektive zur &lt;i style=""&gt;taz&lt;/i&gt;, um dort über den „Druck sich proisraelisch gebender Kreise&lt;/span&gt;“ bittere Tränen zu vergießen. In der Rudi-Dutschke-Straße zu Berlin hat man nämlich stets ein Herz und folglich ein offenes Ohr für „Israelkritiker“, zumal, wenn sie jüdisch sind, also den begehrten Koscherstempel mitbringen. Also &lt;a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/pilgerfahrt-nach-auschwitz/"&gt;durfte die eingangs erwähnte Iris Hefets mal so richtig vom Leder ziehen&lt;/a&gt; und unter der Überschrift „Pilgerfahrt nach Auschwitz“* den – überwiegend nichtjüdischen – &lt;span style="font-style: italic;"&gt;taz&lt;/span&gt;-Lesern erklären, warum bereits die Verwendung des Begriffs &lt;i style=""&gt;Shoa&lt;/i&gt; ein Kotau vor den israelischen Völkermördern ist, weshalb in Israel der Holocaust zu „einer Art Religion mit festen Ritualen“ wurde und wieso die Deutschen endlich aufhören sollten, ein schlechtes Gewissen zu haben. Da wird Claude Lanzmann attackiert, weil er mit „Shoa“ einen „religiös aufgeladenen Begriff“ popularisiert habe. Da ist die Rede von der angeblichen Pflicht junger Israelis, „mindestens einmal Suff, Sex und eine Auschwitzreise erlebt zu haben“, bevor es erst zur Armee und anschließend zum „Ausflippen“ nach Indien geht. Und da wird Angela Merkel dafür angegriffen, den Papst wegen seiner Nachsicht gegenüber einem Holocaustleugner kritisiert zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde genommen muss man dem Blatt wie auch seiner Autorin nachgerade dankbar dafür sein, derart blank gezogen zu haben. Denn beide haben dadurch ihre Agenda erfreulich offen gelegt und deutlich gemacht, worauf die „Israelkritik“ in letzter Konsequenz &lt;i style=""&gt;immer&lt;/i&gt; hinausläuft: auf eine Dämonisierung und Delegitimierung des jüdischen Staates, auf eine Verdrehung von Tätern und Opfern und auf eine Entlastung von der originär deutschen Tat Auschwitz. Die &lt;i style=""&gt;Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost&lt;/i&gt; ist eine eigentlich vernachlässigenswerte Gruppierung, die selten mehr auf die Beine bringt als &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2007/08/ein-dutzend-nebbichs.html"&gt;ein Dutzend Nebbichs.&lt;/a&gt; Dass die &lt;i style=""&gt;taz&lt;/i&gt; dennoch – oder gerade deswegen – den Stumpfsinn, den diese Vereinigung aus welchen Gründen auch immer verbreitet, durch den Abdruck des nämlichen Kommentars veredelt hat, spricht allerdings Bände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Iris Hefets wiederum will Israel laut &lt;i style=""&gt;taz &lt;/i&gt;„vor acht Jahren aus politischen Gründen verlassen“ haben. Sie ist also gewissermaßen eine „Exil-Israelin“. Nun müsste die Bundesrepublik nur noch ihren Asylantrag bewilligen – den sie ja unter Berufung auf den Artikel 16 des Grundgesetzes gewiss gestellt hat –, also einer von Israel verfolgten Jüdin Unterschlupf gewähren. Und ihr &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/07/das-problem-heit-deutschland.html"&gt;das Bundesverdienstkreuz verleihen.&lt;/a&gt; Dann könnte man Auschwitz endgültig zu den Akten legen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* „Zu offiziellen Gedenktagen holen auch ältere Israelis die inzwischen obligate Pilgerfahrt nach Auschwitz nach“, schrieb Iris Hefets. „Von einfachen Soldaten bis zu hohen Generälen und Politikern marschieren sie in Uniform (!) durch Auschwitz und erinnern an die Worte Ehud Baraks: ‚Wir sind 60 Jahre zu spät gekommen.’“ Dazu kein Kommentar, sondern nur &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=lfv3jsLGzL0"&gt;der Hinweis auf dieses Video.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Bild entstammt einer &lt;a href="http://anti.blogsport.de/2009/01/04/gaza-demo-berlin/" target="_blank"&gt;Demonstration von Hamas-Sympathisanten in Berlin&lt;/a&gt; am   3. Januar 2009.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-2937607648036465344?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/2937607648036465344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/2937607648036465344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/03/auschwitz-zu-den-akten.html' title='Auschwitz zu den Akten'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SWKfB0DRDMI/AAAAAAAADdY/hElzcstWyRc/s72-c/Derwache.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-4181400103508871346</id><published>2010-03-03T16:15:00.001+01:00</published><updated>2010-03-04T01:09:57.798+01:00</updated><title type='text'>Krieg der Welten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SilM7F42xII/AAAAAAAADys/OWJwbqbQBGQ/s1600-h/ObamaKairo.jpg" title="Teil der Zielgruppe beim Rezipieren der Kairoer Obama-Rede, Juni 2009"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 398px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SilM7F42xII/AAAAAAAADys/OWJwbqbQBGQ/s800/ObamaKairo.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5343887010928444546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Haben die USA dem Djihadismus tatsächlich den Kampf angesagt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON STEFAN FRANK*&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir sind im Krieg, wir sind im Krieg gegen al-Qaida“, sagte US-Präsident Barack Obama im Januar dieses Jahres. Wie konnte es dazu kommen? Und wann mag dieser Krieg begonnen haben? Wurde schon eine Kriegserklärung überreicht? Bislang hatten Obama und seine Leute eine ganz andere Geschichte erzählt. Sie verbannten nicht nur die Bezeichnung &lt;i&gt;war on terror&lt;/i&gt;, sondern sogar das Wort „Terrorist“ aus ihrem Wortschatz: Als Obamas neue Heimatschutzministerin Janet Napolitano im März 2009 vor dem Kongress ihre Antrittsrede hielt, verwendete sie stattdessen die Umschreibung &lt;i&gt;man-caused disaster&lt;/i&gt;. Terror ist also eine „von Menschen gemachte Katastrophe“, wie ein Unfall in einer Chemiefabrik. Ob denn islamistischer Terrorismus keine Bedrohung mehr sei, wurde sie in einem Interview gefragt. Doch, antwortete Napolitano, diese sprachliche „Nuance“ solle aber demonstrieren, dass sich die neue Regierung von der „Politik der Angst wegbewegen“ wolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob das auch al-Qaida dazu bewegen wird, sich von der Politik der Angst zu lösen und stattdessen auf sympathisches Auftreten zu setzen? Was die Haltung gegenüber der djihadistischen Bewegung und den djihadistischen Staaten angeht, war das erste Jahr der Amtszeit von Präsident Obama noch schlimmer, als zu befürchten war. Im Juni hielt er in Kairo eine Rede, die als ein „Ausstrecken der Hand gegenüber der islamischen Welt“ (lies: den dort herrschenden Tyrannen) angekündigt worden war. Darin verrechnete er die Ermordung der europäischen Juden mit dem „Leiden“ des „palästinensischen Volkes“, das nun schon 60 Jahre dauere. Er vergaß dabei die Tatsache, dass das „palästinensische Volk“ sein Leid selbst verschuldet hat und sich 1948 (und auch danach) auch dafür hätte entscheiden können, mit Israel in Frieden zu leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der wohl schlimmste Teil seiner Rede war aber dieser: „Die Palästinenser müssen die Gewalt aufgeben. Widerstand durch Gewalt und Töten ist falsch und hat keinen Erfolg. Jahrhunderte lang haben die Schwarzen in Amerika als Sklaven die Peitsche erduldet und die Erniedrigung der Rassentrennung. Doch nicht durch Gewalt haben sie volle und gleiche Rechte gewonnen.“ Mit anderen Worten: Obama verglich Israel mit einem Sklavenhalter und die Palästinenser mit den Sklaven. Nicht das Ziel von Hamas und Fatah – die Zerstörung des jüdischen Staates und die Tötung der Juden – erklärte er für falsch, sondern lediglich die dafür benützten Instrumente. Versucht euch der Juden &lt;i&gt;gewaltfrei&lt;/i&gt; zu entledigen, schien Obamas Botschaft an die Araber zu lauten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Idee, dass die in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung als „unveräußerlich“ bezeichneten Rechte auf Leben, Freiheit und Streben nach Glück auch in islamisch dominierten Ländern gelten sollten, wurde vom US-Präsidenten diffamiert: „Wir können die Feindschaft gegenüber irgendeiner Religion nicht mit dem Vorwand (sic!) des Liberalismus verkleiden“. Zwei Wochen später kam es im Iran zu Massendemonstrationen gegen die Regierung, die als Unmutsbekundung gegen Wahlfälschung begannen und zu einer Bewegung gegen die Khamenei-Diktatur wurde. Auch als diese Proteste blutig niedergeschlagen wurden, verzichtete Obama weitgehend auf Kritik – wohl aus Angst, man könne ihn des Liberalismus verdächtigen. In gewisser Weise legitimierte er das von der iranischen Bevölkerung gehasste Teheraner Regime, indem er ihm in den folgenden Monaten immer wieder „Verhandlungen“ über sein Atomraketenprogramm anbot. Dabei hatte Khamenei, indem er Ahmadinedjad eine zweite Amtszeit gab, längst klar gemacht, dass er gar keine Lust zum Verhandeln hatte. Hätte ihm der Sinn nach einem Kompromiss gestanden, hätte er einen anderen Kandidaten die Wahlen gewinnen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ist Obamas Verhalten zu erklären? Er folgt, was die Wahrnehmung des Nahen und Mittleren Ostens betrifft, den Vorgaben, die die Orientalisten machen. Die wiederum singen das Lied derer, von denen sie ihr Brot bekommen, und die sitzen am Persischen Golf. Nach der Ölkrise von 1973 hatten die Scheichs viel Geld, aber in den USA einen schlechten Ruf. Da traf es sich gut, dass die akademischen Einrichtungen in den Vereinigten Staaten, an denen Orientalistik unterrichtet wurde, wenig Geld hatten (denn sie schienen nicht besonders nützlich zu sein) und die reichen arabischen Staaten um finanzielle Unterstützung anpumpten – mit dem Verkaufsargument, dass die Orientalistik das Ansehen der islamischen Polizeistaaten in den USA verbessern würde. Genauso kam es. Da die akademische Lehre starken Einfluss auf die Medien und die Politik hat, ist es nicht erstaunlich, dass viele der dort für den Nahen und Mittleren Osten Verantwortlichen dem Djihadismus gleichgültig oder sogar mit Sympathie begegnen. Seit der von islamischen Ländern ausgehende Terror durch die Anschläge vom 11. September in den Blickpunkt geraten ist, verbreiten sie Ablenkungstheorien, die den Djihadismus ausblenden sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine der abstrusesten Theorien über die Ursachen des Al-Qaida-Terrorismus sagt, Israel sei schuld; es behandle die Araber schlecht. Die USA wiederum würden von al-Qaida bekämpft, weil sie Israel unterstützten. Ohne Israel hätte es die Anschläge vom 11. September nicht gegeben, und die USA müssten auch keinen Krieg gegen den Terror führen. Diese Theorie, die etwa von den amerikanischen Politikwissenschaftlern Mearsheimer und Walt in ihrem Buch &lt;i style=""&gt;Die Israel-Lobby&lt;/i&gt; vertreten wird, läuft darauf hinaus, dass die USA dem djihadistischen Terror ein Ende bereiten könnten, indem sie Israel opfern (so wie der britische Premierminister Chamberlain 1938 um des Friedens willen die Tschechoslowakei opferte, könnte man sagen). Dass es sich dabei um eine extrem pro-djihadistische Anschauung handelt, ist offensichtlich – deshalb ist das Buch ja auch von Osama bin Laden sehr lobend erwähnt worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine benachbarte Theorie macht in der „arabischen Welt“ eine „Wut auf den Westen“ aus. „Die gesamte arabische Welt, sie schäumt“, sagte der beliebte Nahostexperte Michael Lüders vor einem Jahr in einem Radiointerview. Daran kann es keinen Zweifel geben. Immer wieder sieht man im Fernsehen junge arabische Männer schäumen. Sie zünden Flaggen an, die sie selbst gemalt haben, und hüpfen dann wild fluchend auf den brennenden Fetzen herum. Benehmen sie sich etwa deshalb wie Rumpelstilzchen, weil die USA, Israel oder „der Westen“ ihnen etwas angetan haben? Ach was: Die gleichen Szenen spielen sich schließlich auch bei Fußballländerspielen zwischen zwei arabischen Mannschaften ab, wie erst kürzlich wieder bei den WM-Qualifikationsspielen zwischen Ägypten und Algerien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Grund für das Schäumen muss also ein anderer sein. Die mafiösen Wirtschaftsstrukturen in den meisten arabischen Ländern führen in Verbindung mit einem starken Bevölkerungswachstum zu einer extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit. Im Zusammenspiel mit den in islamischen Ländern herrschenden Moralvorstellungen hat das Folgen: „Wenn die Männer überhaupt einen Job finden, ist er meist miserabel bezahlt. Ihre finanzielle Situation lässt es nicht zu, eine Wohnung anzuschaffen und einzurichten; in den meisten arabischen Ländern ist das jedoch die Mindestvoraussetzung, um heiraten zu können. Gleichzeitig ist vorehelicher Sex ein absolutes Tabu im Islam. Und so wimmelt es in Algier, Alexandria, Sanaa und Damaskus von ‚Jungmännern’ zwischen 18 und 35, die auf unabsehbare Zeit bei ihren Eltern leben müssen.“ (&lt;i&gt;Spiegel&lt;/i&gt;, 16. Oktober 2006)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist also kein Wunder, dass sie ständig mit der Welt hadern – und klar, dass diese tiefer liegenden Probleme weder von Jerusalem noch von Washington aus gelöst werden können. Sie sind auch nicht das, was die djihadistschen Bewegungen in aller Welt antreibt (obwohl es in den islamischen Ländern sicherlich auch zahlreiche junge Männer gibt, die aus sexueller Frustration zu religiösen Eiferern werden, so wie der Fuchs in der äsopischen Fabel, der die für ihn zu hoch hängenden Trauben für sauer erklärt). Den Vertretern der Wuttheorie muss man sagen: Osama bin Laden und Ayman al-Zawahiri handeln nicht aus „Wut“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wieder ist auch zu hören, die Djihadisten hassten den Westen wegen der Freiheiten, die etwa Frauen, Homosexuelle und Atheisten dort haben. Diese Argumentation zeigt immerhin den Willen, sich mit der Ideologie der Djihadisten ernsthaft zu beschäftigen, trifft aber nur einen Teilbereich und lässt außer Acht, dass sie ja nicht bloß gegen den Westen, sondern auch gegen Russland, China und Indien kämpfen. Für sie sind der Krieg in Afghanistan (gegen die Sowjets, dann gegen die Amerikaner), der Krieg gegen die Juden und die Kriege im Irak, in Bosnien, im Kaschmir und in Tschetschenien verschiedene Schauplätze &lt;i&gt;eines&lt;/i&gt; großen Heiligen Krieges gegen die &lt;span class="lang"&gt;&lt;i&gt;kuffār, &lt;/i&gt;die&lt;/span&gt; Ungläubigen. Die Ungläubigen sind Feinde Gottes und müssen vertrieben, versklavt oder am besten umgebracht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Djihadisten halten die &lt;i&gt;fatah&lt;/i&gt; (Eroberung) für ihre religiöse Pflicht, vor allem die Eroberung derjenigen Gebiete, die einmal Teil des islamischen Herrschaftsbereichs waren. Das trifft nicht nur Israel und Indien, sondern auch Spanien und Portugal: Ganz „Al-Andalus“ ist seit 1492 unter der Kontrolle der Ungläubigen – für Osama bin Laden und die Djihadisten ein skandalöser und unhaltbarer Zustand, den sie ändern wollen. Das Ziel ist es, alle von Moslems bewohnten Gebiete in einem Kalifat zu vereinen, in dem das „göttliche Gesetz“ herrscht. Die Ära von 632 bis 661, der Zeitraum, in dem die vier „rechtgeleiteten Kalifen“ Abu Bakr, Umar, Uthman und Ali herrschten, ist für die Djihadisten das Goldene Zeitalter, das es wiederherzustellen gelte. Sie wissen, wo sie hinwollen (oder glauben, es zu wissen) und welches der Weg dorthin ist (die Ermordung, Vertreibung oder Versklavung aller Ungläubigen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl die Djihadisten ihre Ziele öffentlich proklamieren, scheint US-Präsident Obama (und mit ihm die Mehrheit der Bevölkerung in den USA und Europa) von alldem nichts mitzubekommen. Er will das Offensichtliche nicht wahrhaben. Nachdem Nidal Hasan im November in Fort Hood 13 Menschen erschossen und dabei „Allahu akbar“ gerufen hatte, warnte Obama davor, „voreilige Schlüsse zu ziehen“ – das heißt, die Ideologie des Täters zu berücksichtigen. Als Faruk Abdulmutallab am 25. Dezember versucht hatte, in Detroit ein Flugzeug mit 300 Passagieren in die Luft zu sprengen, bezeichnete Obama ihn in einer ersten Stellungnahme als „Verdächtigen“, der „angeblich (!) versucht habe, Sprengstoff zu zünden“. Wäre Obama am 11. September 2001 US-Präsident gewesen, hätte er sicherlich gesagt: „Verdächtige haben angeblich Flugzeuge in das World Trade Center und das Pentagon gesteuert.“ Den Täter von Detroit bezeichnete Obama wider besseres Wissen als einen „isolierten Extremisten“. Anfang Januar machte er dann aber die jemenitische Filiale von al-Qaida für den versuchten Anschlag verantwortlich, sprach plötzlich vom „Krieg gegen al-Qaida“ und sagte: „Wir werden tun, was auch immer nötig ist, um sie zu besiegen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist der Präsident aufgewacht und hat gemerkt, dass der Djihad nicht aufgehört hat an dem Tag, als Obama ins Weiße Haus einzog – und auch nie aufhören wird, bevor die Djihadisten entweder gesiegt haben oder besiegt worden sind? Viele Kommentatoren glauben, aus Obamas neuen Äußerungen eine Änderung in seiner Haltung zum &lt;i&gt;war on terror&lt;/i&gt; herauslesen zu können. Andere meinen sogar, Obama habe den Djihadisten „hinter den Kulissen“ viel stärkere Schläge versetzt als sein Vorgänger Bush. Der Djihadismus lässt sich aber nicht mit Waffengewalt allein besiegen. Obama kann 30.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken oder vielleicht sogar die von Iran unterstützten Djihadisten im Jemen bombardieren. Das alles wird nichts nützen, solange er nicht zur Kenntnis nimmt, dass es sich um einen Krieg handelt, der von Djihadisten weltweit geführt wird und auf die Eroberung der Weltherrschaft zielt. Wer Terrorismus als &lt;i&gt;man-caused disaster&lt;/i&gt; bezeichnet und Djihadisten als „Extremisten“ bezeichnet, wird das kaum begreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Stefan Frank ist freier Journalist und Autor des Buches &lt;a href="http://www.conte-verlag.de/politik/frank-die-weltvernichtungsmaschine"&gt;„Die Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise“.&lt;/a&gt; Der Text „Krieg der Welten“ erschien zuerst in &lt;a href="http://www.konkret-magazin.de/kvv/kvv.php"&gt;KONKRET&lt;/a&gt; 2/2010. Der (geringfügig erweiterte) Nachdruck auf &lt;i&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt; erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Zeitschrift.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-4181400103508871346?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/4181400103508871346'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/4181400103508871346'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/03/krieg-der-welten.html' title='Krieg der Welten'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SilM7F42xII/AAAAAAAADys/OWJwbqbQBGQ/s72-c/ObamaKairo.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-2435939441651060037</id><published>2010-02-24T12:15:00.004+01:00</published><updated>2010-02-24T23:10:15.837+01:00</updated><title type='text'>Eine Lanze für den Mossad</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S4UI-pd4SrI/AAAAAAAAECE/3JZWPVmI1nc/s1600-h/Mabhuh.jpg" title="Palästinensische Kinder vor Porträtplakaten, auf denen Mahmud al-Mabhuh glorifiziert wird. Jabalia (Gazastreifen), Januar 2010."&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 394px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S4UI-pd4SrI/AAAAAAAAECE/3JZWPVmI1nc/s800/Mabhuh.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5441765597123201714" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schon bezeichnend: &lt;a href="http://haaretz.com/hasen/spages/1146944.html"&gt;Während die Hamas höchstselbst inzwischen vermutet,&lt;/a&gt; dass die gezielte Tötung ihres Frontmanns M&lt;span class="t13"&gt;ahmud al-Mabhuh in einem Hotel in Dubai auf das Konto der jordanischen oder ägyptischen Regierung oder der Palästinensischen Autonomiebehörde geht, ist man in Europa ganz sicher: Das kann nur der israelische Geheimdienst Mossad gewesen sein. Und weil die angeblichen Mitglieder des Kommandos auch noch mit manipulierten europäischen Pässen in das Emirat gelangt sein sollen, &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,679541,00.html"&gt;bebt die EU förmlich vor Zorn:&lt;/a&gt; Israelische Diplomaten werden einbestellt, Erklärungen verfasst, Ermittlungen eingeleitet. Sogar mit dem Abbruch der Gespräche wird gedroht. Die Europäer sind mal wieder in Höchstform: Jede weitere Stufe des gegen Israel gerichteten iranischen Atomwaffenprogramms wird umgehend mit einem neuen Verhandlungsangebot belohnt; die Ausschaltung eines antiisraelischen Terrorführers hingegen hat zur Folge, dass dem jüdischen Staat nachteilige politische Konsequenzen angekündigt werden. Als vor rund fünf Jahren der langjährige libanesische Ministerpräsident Rafik al-Hariri in Beirut von einer Bombe zerfetzt wurde, die aller Wahrscheinlichkeit nach auf das Konto der syrischen Regierung und syrischer Sicherheitskreise ging, gab es übrigens nicht einmal einen Bruchteil der jetzigen Empörung – obwohl die Detonation weitere 22 Menschen das Leben kostete. Aber wenn eine Tat nicht den Israelis in die Schuhe geschoben werden kann, fällt die Aufregung stets ungleich geringer aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierzulande findet man es erwartungsgemäß besonders unerhört, dass sich einer der vermeintlichen Mossad-Agenten deutsche Papiere besorgt hat – und das auch noch „offenbar unter der Benutzung einer Nazi-Opfer-Legende“, &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,679541,00.html"&gt;wie &lt;i&gt;Spiegel Online&lt;/i&gt; schreibt.&lt;/a&gt; Das Nachrichtenmagazin &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,679383,00.html"&gt;hat nämlich herausgefunden,&lt;/a&gt; dass der Mann „seinen Anspruch auf einen deutschen Pass mit der Heiratsurkunde seiner Eltern, die vor den Nazis aus Deutschland geflüchtet seien“, begründete. Dabei kenne man einen Michael Bodenheimer nicht einmal in dessen im Dokument angegebenen israelischen Geburtsort Liman, den &lt;i&gt;Spiegel Online&lt;/i&gt; mit untrüglichem Gespür für das Ressentiment so beschreibt: „Liman ist die englische Aussprache des deutschen Familiennamens Lehman – das Dorf wurde 1949 von ehemaligen israelischen Soldaten gegründet und nach dem amerikanischen Senator Herbert H. Lehman benannt (einem Verwandten jener Brüder, die der späteren Pleite-Bank ihren Namen gaben).“ Da mussten sich die deutschen Reporter natürlich sofort an die Fersen dieses Judenlümmels heften, der die allzeit unbestechliche deutsche Bürokratie mit dem Holocaust übers Ohr zu hauen gewagt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber selbst wenn der Mossad tatsächlich für den Tod al-Mabhuhs verantwortlich sein sollte: Was gibt es daran zu kritisieren? &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mahmoud_al-Mabhouh"&gt;Al-Mabhuh&lt;/a&gt; war ein in Syrien lebender hochrangiger militärischer Führer der Hamas und Gründungsmitglied der Kassam-Brigaden; schon in den 1970er Jahren hatte er sich als junger Mann der antisemitischem Muslimbruderschaft angeschlossen. Er saß in israelischen und ägyptischen Gefängnissen, schmuggelte Waffen in den Gazastreifen und war 1989, &lt;a href="http://www.jpost.com/Israel/Article.aspx?id=168901"&gt;als orthodoxer Jude verkleidet,&lt;/a&gt; an der Entführung und Ermordung der beiden israelischen Soldaten Avi Sasportas and Ilan Sa’adon beteiligt. Nach Dubai war er mit einer falschen Identität gekommen, um in seiner Funktion &lt;a href="http://www.slate.com/id/2245620/pagenum/all/"&gt;als Verbindungsmann&lt;/a&gt; zwischen der Hamas und dem Regime in Teheran &lt;span class="t13"&gt;ein Waffengeschäft mit dem Iran abzuwickeln. Kurzum: Er war eine unmittelbare Gefahr für die Israelis; sein Fehlen wird die Hamas schmerzen und schwächen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz unabhängig von der Frage, wer Mahmud al-Mabhuh nun ins Jenseits beförderte, gebieten es allerdings bereits die deutschen und europäischen Verurteilungen des Mossad, eine Lanze für den israelischen Auslandsgeheimdienst zu brechen. Wäre beispielsweise Adolf Eichmann jemals seiner gerechten Strafe zugeführt worden, wenn ihn der Mossad nicht 1960 &lt;a href="http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/eichcap.html"&gt;aus Buenos Aires entführt hätte?&lt;/a&gt; Und wären etwa die palästinensischen Terroristen, die während der Olympischen Spiele 1972 in München israelische Sportler ermordeten, ohne den Mossad jemals &lt;a href="http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Terrorism/munich.html"&gt;unschädlich gemacht worden?&lt;/a&gt; So, wie der Antisemit den Tod des Juden will (Jean-Paul Sartre), so wollen Israels Feinde die Auslöschung des „Juden unter den Staaten“ (Léon Poliakov). Diesen Feinden zeigt Israel den Preis und die Grenzen ihrer Sehnsucht beizeiten mit Hilfe seiner Armee und seiner Geheimdienste auf, denn nur diese Sprache verstehen sie. Und sie bekommen zu spüren, dass es für sie kaum einen Ort auf dieser Welt gibt, an dem sie ungestört und ohne Risiko an der Verwirklichung ihrer vernichtungswütigen Pläne arbeiten können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es ist unpopulär, das zu sagen, aber ich bewundere es, wie die Israelis die Dinge erledigen“, schrieb Melanie Reid &lt;a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/columnists/melanie_reid/article7031188.ece"&gt;in einem bemerkenswerten Kommentar für die Londoner &lt;i&gt;Times&lt;/i&gt;.&lt;/a&gt; „Sie wollen etwas, und sie bekommen es. Sie erkennen jemanden als ihren tödlichen Feind und bringen ihn um. Sie werden geschlagen und schlagen zurück. Sie verschwenden keine Zeit damit, sich über etwas den Kopf zu zerbrechen, es zu erklären oder zu rechtfertigen. Sie handeln einfach. Diese Absolutheit, die auf ihrer Geschichte gründet, hat ein ganz eigenes moralisches Gewicht. Sie könnten ihre Politik natürlich verteidigen, wenn sie es wollten, aber sie haben keine Lust dazu, denn es ist eine Vergeudung von Energien. In einer Zeit, in der der Westen immer sanfter und höflicher wird, brauchen wir vielleicht die Israelis, die uns daran erinnern, dass die Welt nun mal nicht ist, wie wir sie gern hätten.“ Da diese Erinnerung jedoch vermutlich keine Folgen zeitigen wird, bleibt fürs Erste nur &lt;a href="http://102011.spreadshirt.de/shirt-schueftanism-i-A6198332/customize/color/62"&gt;das Diktum von Dan Schueftan,&lt;/a&gt; dem geschäftsführenden Direktor des Forschungszentrums für nationale Sicherheit an der Universität Haifa und langjährigen Berater verschiedener israelischer Regierungen: „Wann immer man Zweifel hat, was richtig ist, sollte man die Europäer fragen. Und dann das Gegenteil tun.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Zum Foto:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; Palästinensische Kinder vor Porträtplakaten, auf denen Mahmud al-Mabhuh glorifiziert wird. Jabalia (Gazastreifen), Januar 2010.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-2435939441651060037?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/2435939441651060037'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/2435939441651060037'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/02/eine-lanze-fur-den-mossad.html' title='Eine Lanze für den Mossad'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S4UI-pd4SrI/AAAAAAAAECE/3JZWPVmI1nc/s72-c/Mabhuh.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-2450324369460343892</id><published>2010-02-15T11:55:00.005+01:00</published><updated>2010-02-24T23:27:43.157+01:00</updated><title type='text'>Not in my house</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3km42IXD8I/AAAAAAAAEB8/u6f5iMar3tA/s1600-h/VanBommel.jpg" title="„Not in my house“ hätte es da durch das weite Rund erschallen können wie einst bei Dikembe Mutombo nach einem krachenden Monsterblock: Mark van Bommel"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 425px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3km42IXD8I/AAAAAAAAEB8/u6f5iMar3tA/s800/VanBommel.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5438420783071694786" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;O Captain! My Captain!&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;„Apropos van Bommel. Gegen Dortmund hat unser Kapitän natürlich ein monströses Spiel gemacht. Im Basketball nennt man so was ‚on fire’. Allein die Grätsche gegen Barrios im Strafraum, der gedanklich schon beim Torjubel war, Butt schon gefragt hatte, wo er ihn hinhaben wolle, links oder rechts, flach oder hoch, der sich eine Millisekunde später mit weit aufgerissenen Augen und der Nase im Gras wiederfand, allein diese Grätsche war jedes Eintrittsgeld wert. ‚Not in my house’ hätte es da durch das weite Rund erschallen können wie einst bei Dikembe Mutombo nach einem krachenden Monsterblock, um beim Bild mit dem Basketball zu bleiben.“&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Schöner hat es niemand formuliert. Danke an &lt;a href="http://mingarot.wordpress.com/2010/02/15/wir-schiesen-alles-eiskalt-aus-der-hutte-hier/" target="_blank"&gt;Marco Thielsch vom &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mingablog&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; für dieses wunderbare Stück Fußballprosa.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-2450324369460343892?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/2450324369460343892'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/2450324369460343892'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/02/not-in-my-house.html' title='Not in my house'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3km42IXD8I/AAAAAAAAEB8/u6f5iMar3tA/s72-c/VanBommel.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-7943305275237883700</id><published>2010-02-12T17:20:00.004+01:00</published><updated>2010-02-17T00:37:57.338+01:00</updated><title type='text'>„Antisemitismus ist immer ein Notfall“</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3V-r_RQ10I/AAAAAAAAEBs/wf7sGfX7o1U/s1600-h/Klagemauer2.jpg" title="„Antisemitismus ist immer ein Notfall, der es notwendig macht, die 110 zu wählen“: Karikatur an der „Klagemauer“ auf der Kölner Domplatte, Januar 2010"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 409px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3V-r_RQ10I/AAAAAAAAEBs/wf7sGfX7o1U/s800/Klagemauer2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437391419303057218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit vielen Jahren schon steht mitten auf der Kölner Domplatte die „Klagemauer“, &lt;a href="http://mad-koeln.de/MAD%20Koeln-20_Quadratmeter_gegen_Israel.pdf"&gt;jene 20 Quadratmeter große&lt;/a&gt; „antisemitisch-antizionistische Installation, mit der Israel als blutsaugendes und mordendes Monster dämonisiert wird, das nicht nur die Palästinenser misshandelt, sondern auch eine Gefahr für den Weltfrieden darstellt“, &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2008/10/mit-htz-un-siel-jejen-israel.html"&gt;wie Henryk M. Broder einmal treffend befand.&lt;/a&gt; Nun hat Gerd Buurmann (33) einen der Verantwortlichen für die „Klagemauer“ wegen Volksverhetzung angezeigt. &lt;i&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt; sprach mit dem künstlerischen Leiter des &lt;a href="http://www.gerdbuurmann.de/"&gt;Kölner Severins-Burg-Theaters&lt;/a&gt; und Betreiber des Weblogs &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;a href="http://tapferimnirgendwo.blogspot.com/"&gt;Tapfer im Nirgendwo&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;über seine Gründe für diesen Schritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lizas Welt:&lt;/span&gt; Herr Buurmann, Sie haben gegen Walter Herrmann, einen der beiden Macher der Kölner „Klagemauer“, Strafanzeige gestellt. Wie kam es dazu?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gerd Buurmann:&lt;/span&gt; Diese Anti-Wand, wie ich sie nenne, ist mir schon länger ein Dorn im Auge. Durch eine einseitige Darstellung des vermeintlichen oder tatsächlichen Leids der Palästinenser und die Darstellung israelischer Politiker als Kriegsverbrecher verzerrt sie die Realität des Nahostkonflikts und schürt so antisemitische Ressentiments. Bisher habe ich mich aber nur über sie geärgert und nichts Konkretes dagegen unternommen. Ende Januar bin ich dann bei einem Spaziergang durch die Kölner Innenstadt mal wieder über die Wand gestolpert und habe gesehen, dass es auf ihr eine neue Tafel gibt. Darauf ist eine Karikatur zu sehen &lt;i&gt;(Foto oben)&lt;/i&gt;, die einen Juden zeigt, der mit Messer und Gabel ein kleines palästinensisches Kind zerstückelt, um sich an seinem Fleisch und Blut zu laben. Solche Bilder von kinderfressenden Juden haben damals die Nazis in die Welt gesetzt, um die Vernichtung der Juden zu legitimieren. Da hat es mir endgültig gereicht, und ich habe die Polizei verständigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was hat die Polizei unternommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Beamten hatten nach meinem Eindruck zunächst überhaupt keine Lust, sich mit der Angelegenheit zu beschäftigen. Einer von ihnen meinte zu mir, diese Karikatur könnte doch auch im &lt;i&gt;Spiegel &lt;/i&gt;zu finden sein; außerdem sei sie von der Meinungsfreiheit gedeckt. Schließlich wurden die Polizisten aber doch noch kooperativ, machten Fotos von der Tafel und nahmen meine Strafanzeige wegen Volksverhetzung entgegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Haben Sie versucht, mit Walter Herrmann ins Gespräch zu kommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das habe ich vor längerer Zeit einmal probiert, aber es war vollkommen sinnlos. Der verfolgt mit seiner Anti-Wand eine regelrechte Mission. Es ist seine tief empfundene Überzeugung, dass Juden genau so sind, wie er sie auf seiner Wand darstellt. Die Strafanzeige ist für mich deshalb der zivilisierte Weg, dieses Problem anzugehen. Denn es kann nicht sein, dass da täglich auf der Kölner Domplatte unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit lupenreiner Antisemitismus verbreitet wird. Die ganze Wand ist eine Zumutung und muss verschwinden. Ein juristischer Weg sollte sich dafür eigentlich finden lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Warum gab es bisher so wenig Protest gegen die „Klagemauer“?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vertreter der Kölner Synagogengemeinde fordern schon seit Jahren nachdrücklich ein Verbot der Anti-Wand, aber bislang hat sich überhaupt nichts getan. Während sich die Kölner auf der einen Seite „quer stellen“, wenn gegen Muslime Stimmung gemacht wird, zeigen sie auf der anderen Seite eine eiskalte Ignoranz gegenüber Juden, eine Ignoranz, die nur eins bedeuten kann: Juden gehören nicht zu uns! Was Köln seinen muslimischen Bürgern nicht mal einen einzigen Tag lang zumuten würde, mutet es Juden täglich zu. Noch deutlicher kann man gar nicht sagen: Arsch hoch? Zähne auseinander? Nicht für Juden! Was würde wohl geschehen, wenn die Mohammed-Karikatur von Kurt Westergaard jeden Tag am Kölner Dom zu sehen wäre? Es gäbe vermutlich Proteste und Ausschreitungen, die schon in kürzester Zeit dafür sorgen würden, dass die Karikatur wieder von der Domplatte verschwindet. Wahrscheinlich würde sich auch eine nicht geringe Zahl von Kölnern ohne muslimischen Glauben gegen diese vermeintliche Verunglimpfung des Islams vor dem Kölner Dom zusammenfinden und brav den Arsch hoch und die Zähne auseinander nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Worin besteht für Sie der Unterschied zwischen einer Karikatur wie der an der „Klagemauer“ und etwa dem islamkritischen Cartoon von Westergaard?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Karikatur, die Mohammed mit einer Bombe auf dem Turban zeigt, sorgte weltweit für gewalttätige Proteste fanatischer Muslime, denen über hundert Menschen zum Opfer fielen. Außerdem gab es eine „Fatwa“ gegen den Zeichner Kurt Westergaard und mehrere Mordversuch an ihm. Die Karikatur hingegen, die einen Juden beim Zerstückeln eines Kindes zeigt, löste weder gewalttätige Proteste aus, noch musste der Zeichner jemals Angst um seine Gesundheit haben. Stattdessen sind es die durch dieses Bild verhöhnten Menschen, die um ihr Leben bangen müssen, da sich diese Zeichnung uralter antisemitischer Klischees bedient, um todbringenden Hass in die Köpfe der Antisemiten zu pflanzen. Die Mohammed-Karikatur ist somit schlimmstenfalls geschmacklos, die Juden-Karikatur aber ohne Zweifel mordsgefährlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Dem &lt;/span&gt;&lt;i style="font-weight: bold;"&gt;Kölner Stadt-Anzeiger&lt;/i&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; war Ihre Strafanzeige immerhin eine kurze Meldung wert. Haben Sie weitere Reaktionen auf Ihren Schritt bekommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, und zwar durchweg positive. Deshalb möchte ich dazu aufrufen, es mir gleich zu tun. Antisemitismus ist immer ein Notfall, der es rechtfertigt, die 110 zu wählen, auch wenn die Polizei das vielleicht anders sieht.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Foto: © Gerd Buurmann&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-7943305275237883700?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7943305275237883700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7943305275237883700'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/02/antisemitismus-ist-immer-ein-notfall.html' title='„Antisemitismus ist immer ein Notfall“'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3V-r_RQ10I/AAAAAAAAEBs/wf7sGfX7o1U/s72-c/Klagemauer2.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-166882557126118995</id><published>2010-02-09T17:30:00.003+01:00</published><updated>2010-02-10T02:12:58.605+01:00</updated><title type='text'>Scharia? Find’ ich gut!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3GMxyAobPI/AAAAAAAAEBU/bLhsd4ri0eo/s1600-h/Lueders.jpg" title="Ganz differenziert-experimentell für die Einführung der Scharia: Michael Lüders"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 444px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3GMxyAobPI/AAAAAAAAEBU/bLhsd4ri0eo/s800/Lueders.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436281012078800114" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was treibt eigentlich der akademische Nachwuchs im Land der Dichter und Denker so, wenn er nicht gerade gegen unzumutbare Studienbedingungen demonstriert? Nun, er macht sich oft und gern mit großem Engagement und kritischem Gestus ungezählte Gedanken über das Zusammenleben „der Menschen im Land“ (A. Merkel). Einer seiner geisteswissenschaftlichen Zweige beispielsweise beschäftigte sich in der vormals als linke Kaderschmiede geltenden Universität einer hessischen Kleinstadt vor nicht allzu langer Zeit ein Semester lang mit dem Thema „&lt;span class="info"&gt;Medien und Orientwissenschaft – die Wahrnehmung des Islam und der islamischen Welt in der Deutschen Presse“. Was dabei herausgekommen ist, lässt sich anhand einer Hausarbeit nachvollziehen, die der GRIN-Verlag dankenswerterweise &lt;a href="http://www.grin.com/e-book/133994/anwendung-der-scharia-in-deutschland"&gt;ins Programm genommen hat.&lt;/a&gt; In der Zusammenfassung dieser Publikation heißt es (Orthografie, Interpunktion etc. wie im Original):&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;„Als Thema meiner Arbeit wurde mir vorgegeben mich mit den positiven Seiten der Einführung der Scharia in Deutschland auseinander zu setzten. [...] Ich kam zu dem Schluss, dass die einzige Basis, auf der meiner Meinung nach über eine Berücksichtigung der Scharia in unserem Rechtssystem diskutiert werden kann, die der Integration ist. Grundgedanke hierbei sollte sein, dass man auf diesem Weg den Muslimen vermitteln könnte, dass man ihre spezielle kulturelle und religiöse Andersartigkeit achtet und gewillt ist, sie – soweit sie deutsches Recht oder die Grundrechte des Menschen und der Demokratie allgemein nicht beschneiden – zu berücksichtigen. Dies könnte es den Muslimen erleichtern, sich in unser Rechtsystem und unsere Kultur zu integrieren. Mithilfe dieser Ansicht möchte ich untersuchen, ob es grundsätzlich von Nöten ist, darüber nachzudenken, in wieweit islamisches Recht auch hier Anwendung finden sollte. [...] Denn nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern, wie England oder Frankreich, steht man vor der Aufgabe, dem immer größer werdenden Anteil der Muslime im Land dahingehend Rechnung zu tragen, dass man sich für die Wahrung ihrer kulturellen und religiösen Eigenheiten einsetzt, anstatt sie zu dämonisieren und aus der Gesellschaft auszuklammern.“&lt;/blockquote&gt;Der Verfasser respektive die Verfasserin hat also durchaus Gefallen an seinem bzw. ihrem Gegenstand gefunden, &lt;a href="http://books.google.de/books?id=E_o2k29dscAC&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;lpg=PA1&amp;amp;dq=%22Medien+und+Orientwissenschaft+-+Die+Wahrnehmung+des+Islam+und+der+Islamischen+Welt+in+der+Deutschen+Presse%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=gy7Ah2eUM6&amp;amp;sig=RiBUbuWKZs03tTVtawvXKUFk5vk&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=3F9xS"&gt;wie auch das Fazit der Arbeit zeigt:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;„Ich denke, dass eine Anerkennung der Scharia [...] mit unserer Vorstellung von Rechtsstaatlichkeit vereinbar ist. [...] Ein liberaler und moderner Staat sollte in der Lage sein, Menschen verschiedenster Religionen und Ethnien unter einen Schirm zu bringen. [...] Ich würde mir wünschen, dass wir alle mehr Verständnis und Akzeptanz für die uns fremden Kulturen aufbringen können und den Willen zeigen, dass wir bereit sind, diese anzuerkennen. Dies könnte auch unser Leben bereichern.“&lt;/blockquote&gt;Ein bisschen Scharia hat ja bekanntlich noch niemandem geschadet, am wenigsten den Muslimen. Der Dozent &lt;a href="http://www.grin.com/e-book/133994/anwendung-der-scharia-in-deutschland"&gt;war’s denn auch hochzufrieden:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;„Im Rahmen eines ‚diskursiven Experimentes’ wird untersucht, was für die Einführung der Scharia in Deutschland spräche. Überzeugend analysiert sie &lt;i style=""&gt;[die Arbeit]&lt;/i&gt; Wesen und Geschichte der Scharia und plädiert für einen differenzierenden Umgang mit der Scharia, ohne rechtsstaatliche Prinzipien aufzugeben. Ich beurteile die Arbeit mit sehr gut (14 Punkte).“&lt;/blockquote&gt;Bliebe die Frage zu beantworten, &lt;a href="http://www.uni-marburg.de/cnms/studium/vorlesungverzeichnis/lehrprogramm-ba-ws0809"&gt;wer denn der Lehrbeauftragte war,&lt;/a&gt; der da einem seiner Schützlinge den Auftrag erteilte, die Vorzüge der Bereicherung eines weltlichen Rechtsstaats durch die islamische Gerichtsbarkeit deutlich zu machen, und der nahezu maximalen Gefallen an dem daraus zwangsläufig resultierenden kulturrelativistischen, gemeingefährlichen Dreck fand. Es handelt sich – und das passt dann ja auch wie der Arsch auf den Eimer – um keinen Geringeren als den notorischen Islam- und Nahost-„Experten“ Michael Lüders, für den „der Westen“ &lt;a href="http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/09/12/kehrt-um-ihr-sunder-bevor-es-zu-spat-ist/"&gt;selbst schuld am islamistischen Terror ist,&lt;/a&gt; der &lt;a href="http://www.netzeitung.de/spezial/nahost/424537.html"&gt;die bahnbrechende Idee hatte,&lt;/a&gt; im Krieg Israels gegen die Hizbollah den Iran als Vermittler einzuschalten, und der &lt;a href="http://www.henryk-broder.de/html/schm_lueders.html"&gt;von einem „Friedensangebot“ ausgeht,&lt;/a&gt; wenn Osama bin Laden eine Hetzrede hält, ohne dabei mit einer Knarre zu jonglieren. So einem liegen sich kritisch dünkende Jungakademiker natürlich zu Füßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant wäre es noch zu erfahren, ob Lüders sein Seminar mit ein paar praktischen Übungen beschlossen und, sagen wir, die muslimischen Teilnehmerinnen ganz differenziert und sozusagen diskursiv-experimentell der Scharia ausgesetzt hat, um den Studiosi die Vorteile dieser göttlichen Rechtsordnung zu veranschaulichen. Grau ist schließlich alle Theorie.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-166882557126118995?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/166882557126118995'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/166882557126118995'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/02/scharia-find-ich-gut.html' title='Scharia? Find’ ich gut!'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S3GMxyAobPI/AAAAAAAAEBU/bLhsd4ri0eo/s72-c/Lueders.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5532969943366600333</id><published>2010-02-03T00:55:00.011+01:00</published><updated>2010-02-04T00:12:32.112+01:00</updated><title type='text'>Die Lehren der Geschichte</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S2i3JevMiEI/AAAAAAAAEAg/_cSfeckwvZM/s1600-h/Peres.jpg" title="„Ich bin stolz auf die Gründung des Staates Israel, die moralische und historische Antwort auf den Versuch, das jüdische Volk von der Erde zu tilgen“: Shimon Peres vor dem Deutschen Bundestag, 27. Januar 2010"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 425px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S2i3JevMiEI/AAAAAAAAEAg/_cSfeckwvZM/s800/Peres.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5433794323920226370" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine kleine Dokumentation politischer Äußerungen der letzten Tage – und ihre Beurteilung durch einen, der schon gar nicht mehr lebt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich bin stolz darauf, dass wir der Erzfeind der Nazi-Verbrechen sind. Ich bin stolz auf das Erbe unserer Väter – das Gegenteil jeder Rassenlehre. Ich bin stolz auf die Gründung des Staates Israel, die moralische und historische Antwort auf den Versuch, das jüdische Volk von der Erde zu tilgen.“ (Der israelische Staatspräsident Shimon Peres in seiner &lt;a href="http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/peres/rede.html"&gt;Rede vor dem Deutschen Bundestag&lt;/a&gt; am 27. Januar 2010)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Dazu habe ich mich immer bekannt.“ (Christoph Metzelder, bei Real Madrid mehr oder weniger aktiver deutscher Fußball-Nationalspieler, in einem am 1. Februar 2010 veröffentlichten Interview des &lt;i style=""&gt;kicker &lt;/i&gt;auf die Frage, ob er stolz darauf sei, Deutscher zu sein)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Zum Gedenken an die Opfer des Holocaust habe ich mich selbstverständlich von meinem Platz erhoben. Dass ich nach der Rede von Shimon Peres nicht an den stehenden Ovationen teilgenommen habe, liegt darin begründet, dass ich einem Staatsmann, der selbst für Krieg mitverantwortlich ist, einen solchen Respekt nicht zollen kann.“ (Sahra Wagenknecht, Bundestagsabgeordnete und Vorstandsmitglied der Partei &lt;i style=""&gt;Die Linke&lt;/i&gt;, &lt;a href="http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/651.erklaerung-zur-rede-von-shimon-peres-im-bundestag-am-27-januar-2010.html"&gt;in einer Erklärung&lt;/a&gt; vom 1. Februar 2010)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Selbstverständlich habe ich an der Gedenkveranstaltung teilgenommen und habe mich bei der Würdigung der Opfer erhoben. Am Ende von Shimon Peres’ Rede bin ich allerdings nicht aufgestanden. Die Unterstellung von Peres, der Iran wäre heute eine ebenso große Bedrohung für die Welt und alle Juden wie Deutschland damals, ist falsch. Ich weise jegliche Gleichsetzung des Irans mit Nazideutschland zurück. Deutschland war die zweitmächtigste Industrie­nation und hatte die größten Landstreitkräfte der Welt. Der Iran heute ist eine zweitrangige Regionalmacht.“ (Christine Buchholz, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand &lt;i style=""&gt;Die Linke &lt;/i&gt;und friedenspolitische Sprecherin der Fraktion &lt;i style=""&gt;Die Linke &lt;/i&gt;im Bundestag, &lt;a href="http://www.jungewelt.de/2010/02-03/043.php"&gt;in einer Erklärung&lt;/a&gt; vom 2. Februar 2010)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Die NPD-Fraktionen in den Landtagen von Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben solche Canossa-Veranstaltungen immer sofort verlassen oder sind gar nicht erst erschienen. Aber im Blickkontakt mit einem jüdischen Redner, der von deutschen Politikern nur den Kriechgang und die Anerkennung von ‚Kollektivschuld’ und ‚Erbschuld’ kennt, den Betroffenheitsapplaus zu verweigern, hat noch eine andere tabubrecherische Qualität. Für die Einübung des aufrechten Ganges – in diesem Fall durch demonstrative Beifallsverweigerung – gehört ausnahmsweise einmal einer Kommunistin und einer Trotzkistin Dank ausgesprochen.“ (Jürgen Gansel, NPD-Landtagsabgeordneter in Sachsen, &lt;a href="http://anonym.to/?http://www.npd.de/html/714/artikel/detail/1112/"&gt;in einer Erklärung&lt;/a&gt; vom 2. Februar 2010)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hochachtung vor Sarah &lt;span style="font-style: italic;"&gt;[sic!]&lt;/span&gt; Wagenknecht [...]. Man mag in Deutschland leider auch lebende Juden und erweist diesen zu viel Ehre. Manchmal allerdings auch den richtigen, wie z.B. Daniel Barnboim &lt;span style="font-style: italic;"&gt;[sic!]&lt;/span&gt; oder Alfred Grosser oder Felicia Langer. Juden dürfen auch zurückschlagen, wenn sie geschlagen werden. Aber die Ermordung von 14.500 &lt;span style="font-style: italic;"&gt;[sic!]&lt;/span&gt; Zivilisten in Gaza ist weit davon entfernt, ein ‚Zurückschlagen’ zu sein. Wenn jemand meint, dass &lt;span style="font-style: italic;"&gt;[sic!] &lt;/span&gt;müsse man den Juden erlauben, dann kann er auch nichts dagegen haben, was Putin in Tschetschenien getan hat oder die Chinesen in Tibet oder eben auch Hitler mit den Juden.“ (Abraham Melzer, Herausgeber der Zeitschrift &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Semit&lt;/span&gt;, &lt;a href="http://www.basisbanalitaet.net/2010/02/sahra-und-die-toten-juden/#comment-118"&gt;in einem Kommentar&lt;/a&gt; vom 2. Februar 2010 zum Beitrag &lt;a href="http://www.basisbanalitaet.net/2010/02/sahra-und-die-toten-juden/"&gt;„Sahra und die toten Juden“&lt;/a&gt; auf dem Weblog &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Basisbanalitäten&lt;/span&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der Iran ist nach den Worten von Präsident Mahmud Ahmadinedjad bereit, sein Uran wie von den Vereinten Nationen gefordert im Ausland anreichern zu lassen. Sein Land habe keine Probleme damit, das schwach angereicherte Uran in den Westen zu schicken und es einige Monate später auf 20 Prozent angereichert wieder zurückzubekommen, sagte Ahmadinedjad am Dienstag in einem Interview mit dem staatlichen iranischen Fernsehen.“ (&lt;a href="http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/iran-zugestaendnis-im-atomstreit-_aid_476637.html"&gt;Agenturmeldung&lt;/a&gt; vom 2. Februar 2010)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ruft zum weiteren Protest gegen die Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) auf. Konkret lädt er alle besorgten Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an einer Mahnwache vor dem Gronauer Rathaus am Mittwoch (3.2.) von 17.30 – 18.00 Uhr ein. Anlass ist die öffentliche Sondersitzung des Gronauer Stadtrates, die Mittwoch um 18.00 Uhr beginnt. [...] Am Samstag demonstrierten in Gronau rund 200 Personen unter dem Motto ‚Für ein Leben ohne Urananreicherung’, darunter auch viele aus Gronau. Die Proteste werden auch nach der Mahnwache und Sondersitzung des Rates fortgesetzt.“ (Aus einem &lt;a href="http://www.scharf-links.de/47.0.html?&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=8619&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&amp;amp;cHash=29b4615024"&gt;Aufruf des &lt;i style=""&gt;Arbeitskreises Umwelt Gronau&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; für den 3. Februar 2009)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Im Namen des Friedens gegen Israel zu sein, ist etwas Neues. Denn dieses Ressentiment hat alle praktischen und politischen Beweggründe abgestreift. [...] Dieser neue Antisemitismus erwächst weder aus niedrigen Instinkten noch ist er Ausfluss ehrbarer politischer Absichten. Er ist die Moralität von Debilen. Das antijüdische Ressentiment entspringt den reinsten menschlichen Bedürfnissen, es kommt aus der Friedenssehnsucht. Es ist daher absolut unschuldig, es ist so universell wie moralisch. Dieser moralische Antisemitismus beschließt die deutsche Wiedergutwerdung insofern, als sich durch ihn die Vollendung der Inhumanität ankündigt: die Banalität des Guten.“ (&lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2007/08/in-memoriam-eike-geisel.html"&gt;Eike Geisel:&lt;/a&gt; Bericht aus einem Zwischenlager, in: ders.: &lt;a href="http://www.edition-tiamat.de/Gesamtverzeichnis/critica%20diabolis/71-80/geisel_triumph.htm"&gt;&lt;/a&gt;Triumph des guten Willens. Gute Nazis und selbsternannte Opfer – die Nationalisierung der Erinnerung, Berlin 1998, S. 117-129, hier: S. 120f.)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5532969943366600333?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5532969943366600333'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5532969943366600333'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/02/die-lehren-der-geschichte.html' title='Die Lehren der Geschichte'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S2i3JevMiEI/AAAAAAAAEAg/_cSfeckwvZM/s72-c/Peres.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-7432575149442799802</id><published>2010-01-25T13:30:00.006+01:00</published><updated>2010-02-16T23:19:13.920+01:00</updated><title type='text'>In guter Gesellschaft</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S12HXDsdbBI/AAAAAAAAEAY/V6eeSgS9oYk/s1600-h/Darka.jpg" title="„Natürlich weiß ich, dass gegen mich ermittelt wird – aber Gott sei Dank sind es die deutschen Behörden“: Mamoun Darkazanli"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 457px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S12HXDsdbBI/AAAAAAAAEAY/V6eeSgS9oYk/s800/Darka.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5430645555877211154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Vieles spricht dafür, dass der Deutsch-Syrer Mamoun Darkazanli (51) für Al-Qaida von überaus großer Bedeutung ist und gute Kontakte zu ihr pflegt. Er selbst sieht sich jedoch als Opfer – und freut sich, dass es die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;deutschen&lt;/span&gt; Behörden sind, die gegen ihn ermitteln. Schließlich können sie an seinem Handeln partout nichts Strafbares erkennen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON STEFAN FRANK*&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Antrag der Linksfraktion beschäftigt sich der Innenausschuss des Deutschen Bundestages &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,670668,00.html"&gt;am kommenden Mittwoch&lt;/a&gt; mit den angeblichen Mordplänen des US-Geheimdienstes CIA gegen den Deutsch-Syrer Mamoun Darkazanli (Foto). Anlass ist eine &lt;a href="http://www.vanityfair.com/politics/features/2010/01/blackwater-201001?printable=true"&gt;Reportage in der amerikanischen Illustrierten &lt;i&gt;Vanity Fair&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; über Erik Prince, den Chef und Gründer des privaten Militärunternehmens &lt;i&gt;Blackwater&lt;/i&gt;. Beiläufig wird darin erwähnt, dass das Unternehmen einmal von der CIA den Auftrag erhalten haben will, den Hamburger Geschäftsmann Darkazanli und den pakistanischen Atombombentüftler Abdul Qadir Khan zu beschatten und später eventuell umzubringen. Die Pläne seien jedoch wegen des „fehlenden politischen Willens“ nicht ausgeführt worden. „Es macht mich sprachlos, ehrlich gesagt. Das ist ein Mordauftrag“, &lt;a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2010/01/07/terror-verdaechtiger-mamoun-darkazanli/wurde-der-hamburger-von-der-cia-gejagt.html"&gt;sagte Darkazanli dazu der &lt;i&gt;Bild&lt;/i&gt;-Zeitung&lt;/a&gt; und präsentierte ihr elektronische Bauteile, die er vor kurzem im Wagen seiner Frau entdeckt habe: „Vielleicht sind das Peilsender“. Darkazanli braucht sich aber keine Sorgen zu machen – auch Autofahrer, die nicht von der CIA beschattet werden, haben heutzutage &lt;a href="http://www.quickshopping.de/medion-gopal-e4435-eu-navigationssystem-navigationssystem-xxl-gopal_e4435eu.jpg"&gt;solche Geräte&lt;/a&gt; in ihren Fahrzeugen. Außerdem ist es kein Geheimnis, &lt;a href="http://www.thesmokinggun.com/archive/0202061vietnam1.html"&gt;dass nicht alles stimmt, was in &lt;i&gt;Vanity Fair&lt;/i&gt; steht.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im vorliegenden Fall ist zudem besondere Vorsicht geboten, denn als Beleg für die Geschichte wird lediglich &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/fernando/36759033/"&gt;eine anonyme „Quelle“&lt;/a&gt; genannt. Zudem ist der Autor des Beitrags ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, und die lügen bekanntlich wie gedruckt. Wie oft schon wurde unter Berufung auf so genannte Geheimdienstkreise prophezeit, die USA würden die iranischen Atomanlagen bombardieren! Gelegentlich wurden sogar &lt;a href="http://puk.de/nhp/index.php/de/component/content/article/892.html"&gt;ein genaues Datum und der Name der Operation genannt&lt;/a&gt; – doch jedes Mal stellte sich bald heraus, dass es sich um leere Versprechungen gehandelt hatte. Trotzdem gaben sich hierzulande Politiker aller Parteien entsetzt, als die offenkundige Räuberpistole &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,669986,00.html"&gt;Anfang Januar die Runde machte.&lt;/a&gt; Und da es keine Fakten zu diskutieren gibt, sondern bloß eine unbelegte Behauptung, die man entweder glauben oder nicht glauben kann, dürfte die Sitzung des Innenausschusses schnell zu Ende sein und ungefähr so ablaufen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Abgeordneter der Linken:&lt;/span&gt; Ich frage die Bundesregierung: Was wissen Sie?&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Abgeordneter der Grünen:&lt;/span&gt; Ja, klären Sie alles rückhaltlos auf!&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vertreter der Bundesregierung:&lt;/span&gt; Ich weiß gar nichts.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Abgeordneter der Grünen:&lt;/span&gt; Was wissen die Amerikaner?&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vertreter der Bundesregierung:&lt;/span&gt; Die wissen auch nichts.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Abgeordneter der Linken:&lt;/span&gt; Das finde ich skandalös.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Abgeordneter der Grünen:&lt;/span&gt; Ich schlage vor, den Chefredakteur von &lt;i&gt;Playboy&lt;/i&gt;...&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Abgeordneter der Linken:&lt;/span&gt; &lt;i&gt;Vanity Fair&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Abgeordneter der Grünen:&lt;/span&gt; Ich schlage vor, den Chefredakteur von &lt;i&gt;Vanity Fair&lt;/i&gt; einzuladen, vielleicht weiß der etwas.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vertreter der Bundesregierung:&lt;/span&gt; Na, dann kann ich ja jetzt gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;„Wie ein &lt;span&gt;Who’s Who &lt;/span&gt;von Al-Qaida“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessanter wäre es, mehr über das vermeintliche Opfer zu erfahren, und da findet sich in deutschen und internationalen Medien einiges. Die Liste der Personen, mit denen Darkazanli Geschäfte gemacht oder anderweitig Geld ausgetauscht habe, lese sich wie ein &lt;i&gt;Who’s Who&lt;/i&gt; von Al-Qaida, &lt;a href="http://www.historycommons.org/timeline.jsp?timeline=complete_911_timeline&amp;amp;complete_911_timeline_possible_moles_or_informants=darkazanli"&gt;schrieb beispielsweise ein Journalist der &lt;i&gt;Chicago Tribune&lt;/i&gt;.&lt;/a&gt; Die amerikanischen Geheimdienste sind demzufolge spätestens 1998 auf ihn aufmerksam geworden. Damals sei Darkazanli ein Partner von Mamdouh Mahmud Salim gewesen, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mamdouh_Mahmud_Salim"&gt;einem der mutmaßlichen Mitbegründer von Al-Qaida,&lt;/a&gt; der inzwischen wegen Mittäterschaft bei den &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/1998_United_States_embassy_bombings"&gt;Anschlägen auf US-Botschaften in Afrika&lt;/a&gt; verurteilt wurde. Salim hatte Darkazanlis Nummer in seinem Mobiltelefon gespeichert und soll ihn häufig in Deutschland besucht haben. Seit 1995 hatte Darkazanli darüber hinaus eine Vollmacht für Salims Konto bei der Deutschen Bank in Hamburg; er behauptet, das Konto sei zum Ankauf von Antennen für eine Radiostation im Sudan eingerichtet worden, &lt;a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/die-weltkrise-und150-ermittlung-spaeher-am-kernkraftwerk_aid_192139.html"&gt;das Geschäft sei jedoch nicht zustande gekommen.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut der britischen Tageszeitung &lt;i&gt;Independent&lt;/i&gt; taucht Darkazanlis Name auch in einem „mit unsichtbarer Tinte“ – islamische Terroristen sind manchmal etwas altmodisch – geschriebenen &lt;a href="http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/british-muslim-is-convicted-of-being-mastermind-for-alqaida-1203687.html"&gt;Adressbuch von Rangzieb Ahmed auf,&lt;/a&gt; dem ranghöchsten Al-Qaida-Mann in Großbritannien, der im Dezember 2008 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Darkazanlis Adresse wurde zudem &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/815/396602/text/"&gt;bei Wadih el-Hage gefunden,&lt;/a&gt; einem weiteren Mittäter der Bombenanschläge von Afrika im Jahr 1998. Beide sollen in den 1990er Jahren &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/815/396602/text/"&gt;für Osama bin Laden ein Schiff gekauft haben.&lt;/a&gt; Ist es ein Zufall, dass dieses Schiff im November 1995 den saudischen Hafen Jeddah anlief und ihn just am Vortag des Anschlages auf das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Saudi-Arabien – die Detonation einer Autobombe tötete fünf Armeebedienstete – &lt;a href="http://www.criminology.fsu.edu/transcrime/articles/A%20Tramp%20Freighter%27s%20Money%20Trail%20to%20bin%20Laden.htm"&gt;verließ?&lt;/a&gt; Die Täter wurden jedenfalls nie ermittelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Oktober 1999 wurde in der Hamburger Al-Quds-Moschee &lt;a href="http://www.historycommons.org/context.jsp?item=a100999bahajiwedding"&gt;die Hochzeit von Said Bahaji gefeiert.&lt;/a&gt; Er war damals ein Zimmergenosse von Mohammed Atta und wird dringend verdächtigt, die Hamburger Terrorgruppe logistisch unterstützt zu haben, &lt;a href="http://www.welt.de/print-welt/article476940/Weltweite_Suche_nach_deutschem_Islamisten.html"&gt;beispielsweise durch die Beschaffung von Visa und Flugtickets.&lt;/a&gt; Zur Hochzeit traf sich offenbar die gesamte Hamburger Al-Qaida-Szene, inklusive Mohammed Atta, Mounir al-Motassadeq und Ramzi Binalshibh. Darkazanli war der Trauzeuge. In der Al-Quds-Moschee predigte damals häufig &lt;a href="http://globaljihad.net/view_page.asp?id=390"&gt;Mohammed Fizazi,&lt;/a&gt; dem es ein dringendes Bedürfnis war und ist, &lt;a href="http://personal.ecu.edu/conradtd/pols2010/Fall023234/FALL023234030.htm"&gt;„Juden und Kreuzfahrern“ die „Kehlen durchzuschneiden“.&lt;/a&gt; Fizazi hatte &lt;a href="http://articles.latimes.com/2005/jul/06/world/fg-fizazi6"&gt;Kontakte zu den Urhebern der Anschläge&lt;/a&gt; von New York, Madrid und Casablanca und sitzt heute in Marokko im Gefängnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ende August 2001, also kurz vor den Anschlägen in New York und Washington, soll Darkazanli außerdem mit Barakat Yarkas, dem damaligen Chef der spanischen Al-Qaida-Gruppe, in Kontakt gestanden haben. In einem abgehörten Telefonat unterhielten sich die beiden scheinbar belanglos über Herrenmode, &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/815/396602/text/"&gt;wie die &lt;i&gt;Süddeutsche Zeitung &lt;/i&gt;2004 berichtete:&lt;/a&gt; „Der Mann mit der deutschen Telefonnummer fragte, ob der andere in diesem Jahr in die Türkei fahre. Der andere, der in Spanien saß, antwortete: Es gebe ‚englische Herrenpullover’, und auf dem Schwarzmarkt seien auch die ‚Preise sehr günstig’. Im weiteren Verlauf ging es um Jugendliche aus Marokko und Algerien, und die Ermittler schlossen aus alledem, dass die beiden womöglich Codewörter benutzt hatten, um über gefälschte Ausweispapiere zu sprechen.“ Yarkas, der heute in Spanien inhaftiert ist, soll sich mehrmals mit Darkazanli &lt;a href="http://www.welt.de/print-welt/article351113/Darkazanli_offenbar_Schluesselperson_in_Al_Qaida_Netzwerk.html"&gt;in Spanien und Hamburg getroffen haben.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Spanien hat sich damals offenbar auch Mohammed Zouaydi herumgetrieben. Zouaydi ist der ehemalige Buchhalter der saudischen Königsfamilie und gilt als Al-Qaida-Mäzen. &lt;a href="http://www.welt.de/print-welt/article385950/Spaniens_Fahndern_gelingt_ein_Schlag_gegen_Bin_Ladens_Netzwerk.html"&gt;Die &lt;i&gt;Welt&lt;/i&gt; meldete am 25. April 2002:&lt;/a&gt; „Zouaydi soll über verschiedene Wohnungsbaufirmen Terrorkommandos rund um den Globus finanziert haben. Mindestens 667.000 Euro soll der gebürtige Syrer mit spanischem Pass an Zellen unter anderem in den USA, in Großbritannien, in Belgien, im Jemen und in Australien überwiesen haben. 180.000 Euro gingen auch an Mamoun Darkazanli (‚Abu Ilias’), der in Deutschland für die Todesflieger vom 11. September um Mohammed Atta zuständig war. Darkazanli soll neben Atta auch Logistikchef Ramsi Binalshibh angeworben haben, nach dem jetzt auch im Zusammenhang mit dem Djerba-Attentat gefahndet wird.“ &lt;a href="http://www.deseretnews.com/article/1,5143,515039793,00.html"&gt;Darkazanli behauptete hingegen,&lt;/a&gt; von Zouaydi lediglich 9.000 US-Dollar bekommen zu haben. Dafür hätte er in Hamburg einen Gebrauchtwagen kaufen und ihn zu Zouaydi nach Spanien schicken sollen. Darkazanli habe jedoch kein passendes Auto gefunden und das Geld deshalb zurücküberwiesen. Es heißt, &lt;a href="http://www.deseretnews.com/article/1,5143,515039793,00.html"&gt;deutsche Ermittler hätten bezweifelt,&lt;/a&gt; dass ein Millionär wie Zouaydi jemanden engagieren muss, der ihm in Hamburg ein Fahrzeug aus zweiter Hand besorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Terrorismusexperte Jean-Charles Brisard schrieb im Dezember 2002 in einem &lt;a href="http://www.scribd.com/doc/20187696/TERRORISM-FINANCING-Roots-and-trends-of-Saudi-terrorism-financing"&gt;für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angefertigten Bericht:&lt;/a&gt; „Geld wurde von der saudischen Al Rajhi Bank über Mamoun Darkazanli und Abdul Fattah Zammar an die Hamburger Terrorzelle geleitet, die die Flugzeugentführer mit finanzieller und logistischer Unterstützung versorgten.“ Unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verfügt US-Präsident Bush die Beschlagnahmung des Vermögens von 27 Firmen und Personen, die verdächtigt wurden, Geld an Al-Qaida geleitet zu haben, &lt;a href="http://www.nytimes.com/2001/09/29/international/29INQU.html"&gt;unter ihnen Mamoun Darkazanli.&lt;/a&gt; Auf der Seite von Interpol &lt;a href="http://www.interpol.int/Public/Data/NoticesUN/Notices/Data/2003/83/2003_41083.asp"&gt;findet man den Steckbrief,&lt;/a&gt; mit dem Darkazanli international gesucht wird – außer dort, wo er wohnt. Gegen ihn liegt in Deutschland nichts vor, und da er einen deutschen Pass hat, wird er nicht an die Justiz eines anderen Landes überstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei sah es für ihn auch schon mal weniger gut aus. Der spanische Untersuchungsrichter Baltasar Garzón – der durch seine Bemühungen, Augusto Pinochet vor Gericht zu bringen, international bekannt geworden ist – wollte Darkazanli in Spanien den Prozess machen, da er ihn für eine Schlüsselfigur von Al-Qaida hält. Im Oktober 2004 beantragte er deshalb die Auslieferung. Rechtliche Grundlage war der „europäische Haftbefehl“, der seit August 2004 auch Deutschland verpflichtete, eigene Staatsbürger zur Strafverfolgung zu überstellen, sogar für Taten, die hierzulande nicht strafbar sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;„Strafrechtlich nicht relevante Handelsgeschäfte“&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darkazanli kam in Haft, doch eine Stunde bevor er nach Spanien geflogen werden sollte, stoppte das Bundesverfassungsgericht die Auslieferung. Das deutsche Gesetz zum europäischen Haftbefehl, &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc%7EE2D769337EE3942CAABC4ABD8766040AA%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;stellte es später fest,&lt;/a&gt; sei verfassungswidrig. Es musste überarbeitet werden; in der Zwischenzeit leitete die Bundesanwaltschaft ein eigenes Ermittlungsverfahren gegen Darkazanli ein, das am 14. Juli 2006 jedoch eingestellt wurde. &lt;a href="http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/14981/848320/der_generalbundesanwalt_beim_bundesgerichtshof_gba"&gt;Die Bundesanwaltschaft erklärte,&lt;/a&gt; Darkazanli habe zwar „zwischen 1993 und 1998 als Ansprechpartner verschiedener Al-Qaida-Verantwortlicher“ fungiert und sei „vermittelnd, betreuend und verwaltend in die international angelegten unternehmerischen Aktivitäten des Al-Qaida-Firmengeflechts eingebunden“ gewesen. Diese „der Al-Qaida-Organisation zugute gekommenen Aktivitäten“ hätten „jedoch nicht die Voraussetzungen einer Strafbarkeit“ wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung nach Paragraf 129a des Strafgesetzbuchs erfüllt. Und weiter: „Soweit er für Al-Qaida tätig geworden ist, wickelte er strafrechtlich nicht relevante Handelsgeschäfte als Vermittler ab. Weder die Art der gehandelten Waren noch die Abwicklungsmodalitäten noch der Einsatzzweck der Waren beim Empfänger lassen einen konkreten Bezug zu terroristischen Zielsetzungen erkennen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Darkazanli möglicherweise die Al-Qaida GmbH finanziell betreut hat, hielt die Bundesanwaltschaft nicht für strafbar, denn das Gesetz gegen die Unterstützung von terroristischen Vereinigungen im Ausland gilt erst seit August 2002. So hatte auch Darkazanlis Anwalt Michael Rosenthal argumentiert. In seiner &lt;a href="http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/doku/2005/003/mr-an-bverfg-22112004.pdf"&gt;beim Bundesverfassungsgericht eingereichten Verfassungsbeschwerde&lt;/a&gt; gegen die Auslieferung Darkazanlis heißt es: „Für die Zeit vor 2002 fehlt es jedenfalls an der Unterstützung einer inländischen terroristischen Vereinigung. In der Zeit nach 2002 hat der Verfolgte sicher keine ausländische terroristische Vereinigung unterstützt (§ 129b StGB ist am 30. August 2002 in Kraft getreten).“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da Darkazanli aufgrund dieser Gesetzeslücke nicht in Deutschland verurteilt werden konnte, verlangte die spanische Justiz erneut die Auslieferung. Jetzt aber griff die Exekutive ein. Bundesjustizministerin Zypries (SPD) lehnte das Ersuchen ab und nannte die Einstellung des Verfahrens in Deutschland &lt;a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/haftbefehl-unter-staatsschutz_aid_222961.html"&gt;ein „zwingendes Bewilligungshindernis“.&lt;/a&gt; Mit anderen Worten: Die Gesetzeslücke, die ein Verfahren in Deutschland verhinderte, bewahrte Darkazanli auch vor einem Prozess in Spanien – dank der Bundesjustizministerin. &lt;span class="topocolmaincol"&gt;Hamburgs Justizsenator Carsten Lüdemann (CDU) &lt;a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=na&amp;amp;dig=2007%2F05%2F02%2Fa0033&amp;amp;cHash=59c0abd5d4"&gt;warf ihr deshalb damals vor,&lt;/a&gt; „einen wichtigen Terrorverdächtigen vor der Strafverfolgung zu schützen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.erenlaw.com/lawyers/vcomras.html"&gt;Der Terrorismusexperte Victor Comras&lt;/a&gt; sieht in Darkazanli eine wichtige Figur der islamistischen Terrorszene. Comras untersucht seit Jahrzehnten die Finanzierung terroristischer Organisationen und hat im Auftrag des UN-Generalsekretärs die Implementierung der vom Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen gegen Al-Qaida überwacht. Gegenüber &lt;i&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt; sagte er: „Herr Darkazanli ist von den USA und dem 1267-Komitee der Vereinten Nationen als jemand genannt worden, der direkt an der Finanzierung des Al-Qaida-Terrorismus beteiligt war. Er war – und ist vielleicht immer noch – aktiv involviert in den Erwerb und die Weiterleitung von Geldern an Al-Qaida und ähnlich gesinnte Gruppen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problem sei, dass viele Beweismittel vor Gericht nicht verwertet werden könnten, da sie auf geheimdienstlichem Weg beschafft worden seien und die Verteidigung keine Möglichkeit habe, die Informanten vor Gericht zu befragen. Zudem sei es in allen Fällen, in denen es um Geldwäsche oder die Finanzierung von Terrorismus gehe, extrem schwierig, eine strafrechtliche Schuld festzustellen, da man den Fluss des Geldes vom Geber zum endgültigen Empfänger lückenlos rekonstruieren müsse. Die Weigerung der Bundesregierung, Darkazanli an Spanien auszuliefern, sieht Comras als ein Indiz dafür, dass es bei der Umsetzung von europäischen Abkommen zur grenzüberschreitenden Terrorbekämpfung weiterhin Defizite gebe. Und w&lt;span class="topocolmaincol"&gt;as sagt Darkazanli selbst? &lt;a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/haftbefehl-unter-staatsschutz_aid_222961.html"&gt;Er meint,&lt;/a&gt; es gebe &lt;/span&gt;„eine große Show, nur weil ich eine Tasse Kaffee bei meinem Freund getrunken habe“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute hat er viel Zeit, in die &lt;a href="http://www.welt.de/welt_print/article1604144/Zu_Besuch_in_der_Moschee_der_Terroristen.html"&gt;Al-Quds-Moschee am Hamburger Steindamm&lt;/a&gt; zu gehen, wo er auch als Vorbeter tätig ist. Er lebt von Hartz IV, denn seinem früheren Beruf kann er ja nicht mehr in gewohnter Weise nachgehen, seit die meisten seiner Geschäftspartner im Gefängnis sitzen. Warum hatte Darkazanli mehr Glück als sie? Die &lt;i&gt;New York Times&lt;/i&gt; zitierte ihn 2002 mit den Worten: „Natürlich weiß ich, dass gegen mich ermittelt wird – aber Gott sei Dank sind es die &lt;i&gt;deutschen&lt;/i&gt; Behörden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;* Stefan Frank ist freier Journalist und Autor des Buches &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic;" href="http://www.conte-verlag.de/politik/frank-die-weltvernichtungsmaschine"&gt;„Die Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise“.&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Eine von John Rosenthal ins Englische übersetzte Fassung dieses Beitrags wurde am 11. Februar 2010 auf dem amerikanischen Webportal &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Pajamas Media&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; veröffentlicht: &lt;a href="http://pajamasmedia.com/blog/al-qaeda-financier-remains-a-free-man-in-germany/?singlepage=true"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Al-Qaeda Financier Remains a Free Man in Germany&lt;/span&gt;.&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-7432575149442799802?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7432575149442799802'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7432575149442799802'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/01/in-guter-gesellschaft.html' title='In guter Gesellschaft'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S12HXDsdbBI/AAAAAAAAEAY/V6eeSgS9oYk/s72-c/Darka.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-4523135368957032513</id><published>2010-01-23T03:45:00.002+01:00</published><updated>2010-01-23T04:07:02.290+01:00</updated><title type='text'>Stern (nicht nur) des Südens</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S1pfiRpl12I/AAAAAAAAEAQ/XjSLN8S8Glo/s1600-h/AA1.jpg" title="Choreografie der Bayernfans in der Allianz-Arena vor der Bundesligapartie gegen Borussia Mönchengladbach am ersten Spieltag der Saison 2005/06"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 409px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S1pfiRpl12I/AAAAAAAAEAQ/XjSLN8S8Glo/s800/AA1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5429757343206594402" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebenan, auf dem Weblog &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Verbrochenes&lt;/span&gt;, hat der geschätzte Kollege Bonde aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht und &lt;a href="http://www.verbrochenes.net/2010/01/22/der-fc-bayern-munchen/" target="_blank"&gt;eine regelrechte Philippika gegen meinen Lieblingsverein&lt;/a&gt; in die Tasten gehackt. Der Zeitpunkt ist dabei natürlich kein Zufall: Heute spielen seine Bremer gegen die Bayern; fünf Stück würden die Gäste aus München bekommen, hatte er mir in einer E-Mail vollmundig angekündigt, woraufhin sich zwischen uns ein über Twitter ausgetragener kleiner, angenehm unfairer Battle entwickelte. Möglicherweise war es das, was ihn zu seiner unerhörten Tirade motiviert hat; vielleicht wollte er sich aber auch einfach nur für den Fall absichern, dass sein recht gewagter Tipp am Ende in die Hose geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichwie: Bonde mag den FC Bayern nicht, und dafür bringt er eine Reihe von Gründen vor: Der Klub habe sich beispielsweise „an die deutsche Industrie verkauft“ und sei so zu einer „Institution für Werbung und Marketing“ mutiert. Das komplette Personal des Vereins sei zutiefst unsympathisch und politisch bedenklich; der Bayern-Vorstand verleide mit allerlei Schikanen den Gästefans außerdem nachhaltig den Besuch des Münchner Stadions. Die vermeintlich linken Ultras von der „Schickeria“ träten in Wahrheit als „arrogante Prollbewegung“ auf, und das übrige, eventorientierte Publikum in der Allianz-Arena zerstöre den Traum, „dass im Fußball und unter seinen Zuschauern irgendetwas zu erleben wäre, was es anderswo nicht gibt“ und „dass im Fußballumfeld vielleicht etwas gesellschaftlich Relevantes entstehen könnte“. Kurzum: Wer es mit diesem Verein hält, kann eigentlich nicht mehr alle Latten am Zaun haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ganze Suada ist eine etwas eigenartige Mischung aus einer Kritik der politischen Ökonomie, moralinschwangerem Hadern, Soziologismus und allerlei Befindlichkeiten. Im Gegensatz zu den handelsüblichen Abneigungen gegen den deutschen Rekordmeister ist sie zwar frei von jedwedem Ressentiment, bleibt aber in einem seltsamen Romantizismus gefangen und kommt – &lt;i&gt;form follows function &lt;/i&gt;– in einem nörgeligen Ton daher, der so gar nicht zu den sonst so leichtfüßigen Polemiken des Autors passen will. Aber gut: Die Welt ist schlecht eingerichtet und Werder Bremen nur Sechster mit reichlich Rückstand auf die Spitze, da muss dann zur Not auch mal Ivica Olics unfairer Einsatz gegen Per Mertesacker als Beleg für die Schlechtigkeit der Bayern herhalten, selbst wenn es nicht lange zurückliegt, dass der Bremer Torwart Tim Wiese eben diesem Olic fast den Kopf abgetreten hat &lt;a href="http://www.verbrochenes.net/2008/05/13/derbysieger-street-art/" target="_blank"&gt;und dafür von Bonde gefeiert wurde.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Grund, die Bayern nicht zu mögen, sei es, dass der Klub mit der Veräußerung von Anteilsscheinen an die Firmen Adidas-Salomon (zehn Prozent) und Audi (neun Prozent) eine Grenze überschritten habe und „gekippt“ sei wie zuvor schon der VfL Wolfsburg und Bayer 04 Leverkusen: von einem Verein, der für Geld Werbung mache, damit er erfolgreich Fußball spielen könne, zu einem Konzern, der einen Verein kaufe, der dann für ihn Werbung mache. Habe ich da etwas verpasst? Hält der FC Bayern München e.V. nicht mehr die Mehrheit der Anteile an der FC Bayern München AG? Ist nicht mehr Karl-Heinz Rummenigge deren Vorstandsvorsitzender, sondern Herbert Hainer oder Rupert Stadler? Und worin genau besteht eigentlich das Problem, sich solche Finanzquellen zu erschließen? Der Profifußball ist seit mindestens zwanzig Jahren ein lohnendes Marktsegment und damit einer Durchkapitalisierung unterworfen, die sich die ihr entsprechenden Organisationsformen gibt. Werder Bremen ist übrigens eine GmbH &amp;amp; Co. KGaA. Das ist natürlich etwas völlig anderes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei stellt sich der FC Bayern lediglich etwas geschickter an als seine Konkurrenten, und er konnte beizeiten auch auf eine bessere Infrastruktur zurückgreifen: Das große Olympiastadion etwa sorgte ab 1972 für höhere Einnahmen bei den Spielen, und das Management hatte ein feines Gespür für die Möglichkeiten finanzieller Akquise. Als erster deutscher Fußballklub dehnten die Münchner zudem ihre Werbung um Fans, Mitglieder und Sympathisanten auf das gesamte Bundesgebiet aus und brachen damit die so eherne wie abstoßende Regel, dass man gefälligst seine autochthonen Wurzeln zu bedenken und als Kölner zum „Eff-Zeh“ zu halten hat – oder als Bremer eben zum SV Werder. Darüber hinaus erschlossen sie sich durch ein innovatives Merchandising weitere Geldquellen. Das so gewonnene Kapital wurde akkumuliert und reinvestiert, nämlich in Beine und Steine. Daran ist nichts Ehrenrühriges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Proletenromantik, ein Blut-Schweiß-und-Tränen-Ideal und eine volksgemeinschaftliche Vereinsidylle hingegen gab es beim FC Bayern glücklicherweise zu keiner Zeit; seit seiner Gründung war er ein bürgerlicher, metropolitaner und liberaler Klub, der sich stets international orientierte und dem das Motto „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ erfreulich fremd war. Die Nazis schmähten ihn als „Judenklub“, stoppten seinen sportlichen Aufstieg jäh (während Werder gleichzeitig vier Gaumeisterschaften gewann) und sperrten &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/07/in-memoriam-kurt-landauer.html" target="_blank"&gt;seinen jüdischen Präsidenten Kurt Landauer&lt;/a&gt; ins Konzentrationslager Dachau, von wo aus er ins Exil flüchtete. Die Ultras von der „Schickeria“, jene laut Bonde „arrogante Prollbewegung“, richten übrigens jährlich ein Fan-Fußballturnier aus, dessen Siegerpokal nach Landauer benannt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rest von Bondes Anwürfen: geschenkt. Wer mehr auf hemdsärmelige Sozialdemokraten steht als auf vermeintlich oder tatsächlich reaktionäre Kleinbürger, ist bei Allofs und Schaaf sicher besser aufgehoben als bei Hoeneß und Rummenigge; ein Unterschied ums Ganze ist das allerdings ganz gewiss nicht. Der Disziplinfanatiker mit den deutschen Sekundärtugenden namens Felix Magath wiederum war bekanntlich nicht nur bei den Bayern, sondern auch bei den Bremern unter Vertrag – bloß mit geringerem Erfolg – und scheidet als Argument gegen die Münchner somit aus. Das Publikum in der Allianz-Arena mag eventgeil sein; im Weserstadion ist es einfach nur stinklangweilig. Außerdem hat die demonstrative Penetranz, mit der sich ganz Bremen bei Heimspielen in eine einzige provinzielle Pro-Werder-Bewegung verwandelt, fast schon etwas Dörflich-Totalitäres. Dass in diesem Fußballumfeld „vielleicht etwas gesellschaftlich Relevantes entstehen könnte“, wie Bonde es ausdrückt, möchte ich lieber nicht hoffen. Und wer von Torsten Frings nicht reden will, sollte von Mark van Bommel besser schweigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt die von Bonde gestellte Frage nach dem „Wie kann man nur“. Ja, wie kann man nur Bayernfan sein? Als Kind bin ich es womöglich deshalb geworden, weil ich für mein Alter zu klein war, rote Haare hatte und mir montags nicht noch die Häme meiner Mitschüler zuziehen wollte, wenn mein Lieblingsverein schon wieder verloren hatte. Ich hätte es wie der Rest mit dem 1. FC Köln halten können, aber ich habe es kalt lächelnd vorgezogen, mich dafür anfeinden zu lassen, dass der von mir favorisierte Klub erfolgreicher ist als die Geißböcke. Im Übrigen hat die Kulturindustrie nun mal eine Menge Kompensationsmöglichkeiten für den schnöden Alltag hervorgebracht, und Bayern München gehört definitiv nicht zu ihren schlechtesten Angeboten. Außerdem bin ich froh, wenigstens eine Leidenschaft zu haben, die mein Leben seit mehreren Jahrzehnten begleitet und ihm auf diese Weise so etwas wie Kontinuität verleiht. Daran ändert weder der Verkauf von Anteilen des Vereins an Konzerne etwas noch ein Personal, bei dem ein Werderfan den Daumen senkt. Und selbst wenn wir heute Nachmittag tatsächlich fünf Stück kriegen sollten, wird das allenfalls eine Momentaufnahme sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-4523135368957032513?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/4523135368957032513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/4523135368957032513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/01/stern-nicht-nur-des-sudens.html' title='Stern (nicht nur) des Südens'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S1pfiRpl12I/AAAAAAAAEAQ/XjSLN8S8Glo/s72-c/AA1.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-8617206773120849990</id><published>2010-01-18T11:15:00.000+01:00</published><updated>2010-01-18T11:18:55.743+01:00</updated><title type='text'>Befreiung auf der Bühne</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S1QyBNFQdiI/AAAAAAAAEAA/ubWDT-5M9BE/s1600-h/AgainstWall.jpg" title="Ausschnitt aus dem Theaterstück „Die dritte Generation“: Der deutsche Schauspieler Niels Bormann reißt das Publikum zu Beifallsstürmen hin."&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 406px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S1QyBNFQdiI/AAAAAAAAEAA/ubWDT-5M9BE/s800/AgainstWall.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5428018447161259554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wenn ein Theaterstück, das die „schicksalhafte Verbindung“ junger Erwachsener aus Deutschland, den palästinensischen Gebieten und Israel zum Thema hat, in der deutschen Presse überschwänglich gelobt wird, muss man als Besucher dieser Inszenierung mit dem Schlimmsten rechnen. Trotzdem hat sich Lea T. Rosgald &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;die Aufführung &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;in Dessau &lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;für &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lizas Welt&lt;/span&gt; angesehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON LEA T. ROSGALD&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir sind längst keine Opfer mehr, sondern in der dritten Generation zu Tätern geworden“ – ein solcher Satz aus dem Mund eines Juden oder einer Jüdin lässt das Herz eines jeden „Israelkritikers“ höher schlagen. Gesagt hat ihn Yael Ronen, die israelische Regisseurin des mit deutschen, arabischen und israelischen Schauspielern bestückten Bühnenwerks „Die dritte Generation“, &lt;a href="http://www.taz.de/1/leben/kuenste/artikel/1/das-unheimliche-band/"&gt;in einem Interview mit der &lt;i&gt;taz&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. Der Holocaust werde von der israelischen Politik instrumentalisiert, behauptete Ronen darüber hinaus – und wurde dafür von der Tageszeitung, der Henryk M. Broder einmal das Prädikat „Kreuzberger Kinderstürmer“ verlieh, denn auch gelobt: Sie gehöre zu jener Generation von Israelis, die erkannt habe, „dass es gerade das sture, alles rechtfertigende Beharren auf dem eigenen Opferstatus ist, das den Kreislauf der Gewalt auf beiden Seiten immer wieder mit mörderischer blinder Wut anfüttert“. Applaus gab es auch im &lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/161304.3-g.html"&gt;Neuen Deutschland&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/161304.3-g.html"&gt;;&lt;/a&gt; dort begeisterte sich Christoph Funke über den „Slapstick“ der Schauspieler, die „frisch und frech die Belastungen im Verhältnis der drei Nationen Deutschland, Israel, Palästina“ darstellten, und die &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.morgenpost.de/kultur/article1059181/Dritte_Generation_kein_Klischee_ausgelassen.html"&gt;Berliner Morgenpost&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; jubelte, „die Stereotypen der beliebten Opfer- und verordneten Täterrollen“ würden „aberwitzig über den Haufen geworfen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Lobeshymnen, soviel sei vorweg genommen, sind berechtigt. Wenn ein deutscher Schauspieler das Stück mit einem Selbstgespräch einleitet, in dem er sich für alle möglichen Dinge entschuldigt, für Banalitäten wie den Holocaust und ärgere Dinge wie das schlechte Wetter, dann feixt das Publikum, weil es weiß, dass es nichts zu entschuldigen gibt. Diese Freude wird nur kurz getrübt, wenn eine der israelischen Schauspielerinnen anklagend fragt, weshalb die Deutschen seinerzeit weggesehen hätten, als Juden erst durchs Dorf getrieben und anschließend ermordet wurden. Denn die Entlastung des ohnehin nicht belasteten deutschen Gewissens folgt auf dem Fuß: Schließlich baue die israelische Regierung „eine schlimme Mauer“, weil „die Israelis nicht wissen wollen, was in den besetzten Gebieten vor sich geht“. Der mögliche Einwand, dass dieser Schutzzaun die Israelis vor dem Terror der palästinensischen Mörderbanden schützt, wird von der Schauspielerin antizipiert und in ihrem Monolog sogleich gekontert: Die Terroristen fänden trotzdem ihren Weg, außerdem sei es „schrecklich, über eine Million Menschen in einem Gefängnis ohne Essen einzusperren“. (Dass eines der dringlichsten &lt;a href="http://www.nrjournal.com/article/S0271-5317%2807%2900233-3/abstract"&gt;gesundheitlichen Probleme&lt;/a&gt; der Menschen im Gazastreifen &lt;a href="http://unispal.un.org/UNISPAL.NSF/0/5E423F675C1CA8A28525761C00651777"&gt;das Übergewicht&lt;/a&gt; ist, sei hier nur am Rande erwähnt.) Ähnlich der Eröffnungsrede ihres deutschen Kollegen soll auch der Monolog der Israelin offenbar witzig daherkommen, wenn nach jedem Statement – etwa über die Shoah und die „Nakba“ – die Versicherung angefügt wird, das könne man „überhaupt nicht vergleichen“, wie auch der Holocaust mit dem Völkermord in Ruanda nicht zu vergleichen sei, weil Ruanda ja „ein ganz anderer Kontinent“ sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genozid und tote Juden als Schenkelklopfer, die Israelis als Volk von Tätern – das macht Laune hierzulande, zumal, wenn die Vergangenheit so „frisch und frech“ bewältigt wird, wie es nicht nur das &lt;i&gt;Neue Deutschland&lt;/i&gt; gerne hat. In einer anderen Szene begegnet ein palästinensischer „Geist“ seinem israelischen Mörder in Uniform und beteuert ihm gegenüber, er habe damals in Jenin statt einer Handgranate doch nur eine Coladose in den Händen gehalten – wodurch auf die Lüge vom &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Jenin"&gt;„Massaker in Jenin“&lt;/a&gt; Bezug genommen wird. Anschließend wird die israelische Armee auch noch des Mordes an den Bewohnern des Zoos von Gaza für schuldig befunden, was im Land der Tierfreunde und Judenhasser natürlich &lt;a href="http://gegenkritik.wordpress.com/2009/10/15/tierfreunde-in-gaza-und-dresden/"&gt;besonders gut ankommt.&lt;/a&gt; Und schließlich versichert eine Schauspielerin augenzwinkernd, Israel habe die moralischste Armee der Welt; die Soldaten der Zahal täten keiner Fliege etwas zuleide. Da lacht der Theaterbesucher, hat er doch kurz zuvor erfahren, dass Israelis generell „nicht zurechnungsfähig“ und „traumatisiert“ seien – nicht etwa durch den realen Massenmord, sondern durch die eigene Regierung, die doch tatsächlich Erinnerungsfahrten für israelische Schulklassen nach Auschwitz organisiert, was für die Schauspieler Anlass zu einem mit der Gitarre begleiteten Liedchen ist: „Don’t stop sending us to Auschwitz, so Auschwitz could never happen again“, trällert es fröhlich von der Bühne, und die deutschen Zuschauer sind entzückt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswert ist der Zuruf einer israelischen Darstellerin an ihre Kollegen, mit dem Stück werde lediglich der Wunsch der Deutschen nach jüdischen Tätern zum Zwecke der eigenen Entlastung erfüllt; die Deutschen liebten die Juden aber dennoch nicht. Diese ausgesprochene – und gerade dadurch dementierte – Wahrheit ist allerdings augenscheinlich nicht das Resultat einer kritischen Reflexion der eigenen Darbietung, sondern eher der ins Stück integrierte Vorwurf, der den Schauspielern in Israel begegnete und sowohl ihnen als auch dem Publikum so absurd erscheint, dass über ihn nicht weiter nachgedacht werden muss. In der sich kürzlich in Dessau an die Aufführung anschließenden Diskussionsrunde, die ihren Namen nicht verdiente, marschierten die Künstler, das Publikum und der Moderator Andreas Montag – Kulturredakteur bei der notorisch „israelkritischen“ &lt;i&gt;Mitteldeutschen Zeitung&lt;/i&gt; und also schon von Berufs wegen &lt;a href="http://www.haaretz.co.il/hasen/spages/1001582.html"&gt;Liebhaber der „Dritten Generation“&lt;/a&gt; – denn auch im Gleichschritt zum Dreiklang Antizionismus, deutsche Vergangenheitsbewältigung und palästinensischer Befreiungskampf. Das inszenierte Rebellentum, ohne das kein antizionistisches Spektakel auskommt, kulminierte schließlich darin, dass die Schauspieler berichteten, sie hätten vor der Premiere in Israel „Angst vor Tomatenwürfen“ gehabt (die dann aber doch ausblieben) und sich der „Zensur“ im jüdischen Staat widersetzen müssen – die das Ensemble in dem schlichten Umstand zu erkennen glaubte, dass das israelische Außenministerium ihnen die Co-Finanzierung des Stückes versagte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Provozierend“, „verstörend“, „revolutionär“ gar, wie es in den Jubelorgien über die Aufführung zu lesen war, ist in „Dritte Generation“ jedenfalls gar nichts. Vielmehr handelt es sich um eine konformistische Revolte auf der Theaterbühne, in der die Schauspieler mit dem Publikum in antizionistischer Sehnsucht gemeinsam aufgehen und die „letztendlich befreiend“ wirkt, wie die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Berliner Morgenpost&lt;/span&gt; frohlockte, um zu ergänzen, das Stück sei „eine Option auf die Zukunft“ – was angesichts der Darbietung unbedingt als Drohung verstanden werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus dem Theaterstück „Die dritte Generation“. Hier reißt der deutsche Schauspieler Niels Bormann das Publikum zu Beifallsstürmen hin.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-8617206773120849990?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8617206773120849990'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8617206773120849990'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/01/befreiung-auf-der-buhne.html' title='Befreiung auf der Bühne'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S1QyBNFQdiI/AAAAAAAAEAA/ubWDT-5M9BE/s72-c/AgainstWall.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-8982252476094044160</id><published>2010-01-05T12:30:00.004+01:00</published><updated>2010-01-06T01:10:40.453+01:00</updated><title type='text'>Hurra, wir fraternisieren!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S0Mj4ufbZlI/AAAAAAAAD-k/dvqq9_89Ujk/s1600-h/WestHaus.jpg" title="Westergaards Bungalow: Dem Attentäter gelang es, mit seiner Axt in die Wohnung einzudringen; er scheiterte jedoch zum Glück an der Tür zum „Panikraum“, in den sich der Zeichner und seine Enkeltochter geflüchtet hatten"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 402px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S0Mj4ufbZlI/AAAAAAAAD-k/dvqq9_89Ujk/s800/WestHaus.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423217833743705682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kennen Sie den? Unterhalten sich zwei Alzheimerpatienten. Fragt der eine: „Sag mal, weißt du, was ein Déjà-vu ist?“ Sagt der andere: „Keine Ahnung, aber mir ist so, als ob mich das schon mal jemand gefragt hätte.“ Der Witz passt ganz gut zu alledem, was sich seit dem &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,669783,00.html"&gt;Attentatsversuch auf den dänischen Zeichner Kurt Westergaard&lt;/a&gt; so in den Medien abgespielt hat: Irgendwie wird man den Einruck nicht los, etliche beschwichtigende und also verharmlosende Kommentare schon einmal gehört oder gelesen zu haben – vor ziemlich genau vier Jahren nämlich, während des „Karikaturenstreits“ –, und irgendwie scheint es außerdem weitgehend in Vergessenheit geraten zu sein, dass besonders reizbare Diener des Propheten Mohammed schon in der Vergangenheit zahlreiche Mordaufrufe gegen „Ungläubige“ veröffentlicht und Mordanschläge auf sie verübt haben. Stellvertretend für viele seien hier nur die Fatwa gegen Salman Rushdie (an die Henryk M. Broder, eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen von der unrühmlichen Regel, &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,669793,00.html"&gt;am vergangenen Samstag erinnert hat&lt;/a&gt;), die Hetzjagd auf Ayaan Hirsi Ali sowie die &lt;a href="http://redaktion-bahamas.org/aktuell/van-Gogh.html"&gt;Hinrichtung von Theo van Gogh&lt;/a&gt; erwähnt. Und natürlich &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,534660,00.html"&gt;frühere Attentatspläne gegen Westergaard.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders bemerkenswert ist es, was sich die &lt;i&gt;Süddeutsche Zeitung&lt;/i&gt; diesbezüglich in den vergangenen Tagen geleistet hat. Zunächst ließ sie Andrian Kreye, einen ihrer beiden Feuilletonchefs, &lt;a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/494617"&gt;von der Leine.&lt;/a&gt; Dem ist die Causa Rushdie zwar durchaus nicht unbekannt, doch er findet die Analogisierung der islamischen Tötungsverfügung gegen den Autor der „Satanischen Verse“ mit der Attacke des 28jährigen Somaliers auf Westergaard völlig verfehlt: „Man kann ein Werk der Weltliteratur, in dem sich einer der klügsten Schriftsteller unserer Zeit auf kulturgeschichtlich höchstem Niveau mit den religiösen Spannungen seines Heimatlandes Indien auseinandersetzt, nicht mit der plumpen Witzelei eines dänischen Karikaturisten vergleichen.“ Den Vollstreckern Allahs geht dieser – vermeintliche oder tatsächliche – Unterschied allerdings ungefähr so weit am Allerwertesten vorbei, wie Westergaards Wohnort Århus von Mekka entfernt liegt. Das aber ist nun mal entscheidend – und nicht die Einordnung der Werke zweier Kunstschaffender durch einen Feingeist, der in einer Münchner Redaktionsstube sitzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kreye jedoch mag das nicht sehen; ihn beschäftigen ganz andere Fragen: „Was zählt mehr? Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit? Oder der Respekt für religiöse Gefühle?“ Weil aber die einen nun mal so sagen („Meinungsfreiheit!“) und die anderen so („Respekt!“), weil also alles irgendwo furchtbar kompliziert ist, auch und gerade für den Feuilletonboss einer führenden deutschen Tageszeitung, lautet dessen Antwort schließlich „weder noch“: „Es geht vielmehr um die Unfähigkeit des Westens, die immer dringendere Auseinandersetzung mit dem islamischen Kulturkreis und seinen Einfluss auf die moslemische Diaspora auf europäischem Boden realistisch einzuschätzen. Im Westen geht die Wertedebatte prinzipiell davon aus, dass der Wertekanon von Freiheit, Gleichheit, Demokratie und Menschenrechten etwas ist, das der gesamte Rest der Menschheit herbeisehnt.“ Ein Muslim sei „jedoch kein Unterdrückter, der unter einer Diktatur leidet, bis ihn endlich die Flucht oder ein Befreier von seinem Schicksal erlöst“. Denn: „Freiheit und Demokratie sind keineswegs Lebensformen, die in der islamischen Welt als höchste Stufe der menschlichen Entwicklung angesehen werden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist das postmoderne &lt;i&gt;anything goes&lt;/i&gt; par excellence, das ist der Prototyp des Geschwätzes von den „Narrativen“ und den „Kulturkreisen“, die alle ihre je eigene Wahrheit und Berechtigung haben sollen, das ist lupenreiner Kulturrelativismus, der keine universalistischen Maßstäbe kennt, sondern stattdessen das „emotionale Verhältnis“ der Muslime zur Meinungsfreiheit beschwört und sich verständnisinnig fragt, „was ein Moslem empfindet, wenn ein Ungläubiger“ – ohne Anführungszeichen! – „seinen Glauben beleidigt“, wie es Westergaard getan haben soll. Zwar beeilt sich Kreye zu beteuern, „unsere Grundwerte“ seien „natürlich nicht verhandelbar“, aber nur, um sofort einzuschränken: „Mit Gott allerdings kann man auch nicht debattieren.“ Ganz recht – wer würde es schließlich schon wagen, dem Allmächtigen die Aufklärung entgegenzusetzen und eine Freiheit zum Maßstab zu machen, die zuvörderst die Freiheit &lt;i style=""&gt;von&lt;/i&gt; Religion, „Kultur“ und anderen Zumutungen ist und nicht &lt;i style=""&gt;für&lt;/i&gt; sie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das war noch nicht alles, was die &lt;i style=""&gt;Süddeutsche&lt;/i&gt; zum versuchten Mord an Kurt Westergaard zu bieten hatte. Einen Tag nach Kreyes Kakophonie hob sie nämlich außerdem &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/837/499119/text/"&gt;eine „Außenansicht von Wolfgang Benz“ ins Blatt,&lt;/a&gt; einen Beitrag des Leiters des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung also, auf dessen Agenda zurzeit bekanntlich die unsägliche &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/09/eyes-wide-shut-i.html"&gt;Gleichsetzung von Antisemitismus und „Islamophobie“&lt;/a&gt; steht. Diese Gleichsetzung führte er nun unter der Überschrift „Hetzer mit Parallelen“ erneut aus, und es wirkt wie ein Hohn auf den 74jährigen dänischen Cartoonisten und seine fünfjährige Enkeltochter – die nur die Flucht in den „Panikraum“ von Westergaards Wohnung davor bewahrte, eine Axt auf ihre Schädel zu bekommen –, wenn Benz Sätze wie diesen von sich gibt: „Derzeit wird der Islam gedanklich mit Extremismus und Terror verbunden, wodurch alle Angehörigen der islamischen Religion und Kultur mit einem Feindbild belegt und diskriminiert werden sollen.“ Als ob es nicht der muslimische Attentäter selbst gewesen wäre, der den Islam „mit Extremismus und Terror verbunden“ hat – und zwar nicht nur gedanklich, sondern überaus handfest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Benz wie für die &lt;i style=""&gt;Süddeutsche &lt;/i&gt;hingegen ist nicht die bloß knapp gescheiterte Bluttat eines offenbar zu al-Qaida gehörigen Islamisten das Problem; vielmehr warnen die Zeitung und der Zentrumsleiter einmütig vor den Islam&lt;span style="font-style: italic;"&gt;kritikern&lt;/span&gt;, die sich ganz ähnlicher Methoden bedienten wie weiland die Antisemiten, und davor, einen „Wertekanon von Freiheit, Gleichheit, Demokratie und Menschenrechten“ gegenüber jenen zu verteidigen, die andere „Lebensformen“ bevorzugen – das heißt, für ihre Gegner nur Todesformen übrig haben. Derlei lässt sich schon nicht mehr als Appeasement qualifizieren, sondern nur noch als Fraternisierung, als faktische Kollaboration mit den Feinden der Freiheit. Hierzulande würfe man einem unmittelbar bedrohten Islamkritiker vermutlich eine linksliberale Tageszeitung in die Wohnung; wie gut, dass die Polizei in Århus andere Maßstäbe verfolgt und deshalb dem Täter – der seine Axt und sein Messer schließlich auf sie richtete, ihr also keine Wahl ließ – nicht mit einer Kerze, sondern mit einer Waffe gegenübertrat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Foto zeigt Westergaards Bungalow – dem Attentäter gelang es, mit seiner Axt in die Wohnung einzudringen; er scheiterte jedoch zum Glück an der Tür zum „Panikraum“, in den sich der Zeichner und seine Enkeltochter geflüchtet hatten.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-8982252476094044160?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8982252476094044160'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8982252476094044160'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2010/01/hurra-wir-fraternisieren.html' title='Hurra, wir fraternisieren!'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/S0Mj4ufbZlI/AAAAAAAAD-k/dvqq9_89Ujk/s72-c/WestHaus.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-4377522865567849707</id><published>2009-12-14T12:00:00.001+01:00</published><updated>2009-12-14T14:05:32.088+01:00</updated><title type='text'>Regime Change statt Dialog!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SyYYr30TEcI/AAAAAAAAD-c/EgbkmfRpHps/s1600-h/PersianNight.jpg" title="Amir Taheri: The Persian Night. Iran under the Khomeinist Revolution. Encounter Books, New York/London, 2009"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 465px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SyYYr30TEcI/AAAAAAAAD-c/EgbkmfRpHps/s800/PersianNight.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5415042743956345282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Von welchen Kräften wird die „Islamische Republik Iran“ getragen? Welche Gefahren gehen von ihr aus? Und wie kann sie überwunden werden? Diese und viele weitere Fragen hat der iranische Journalist Amir Taheri in einem Buch analysiert. Petra A. Fessel hat es für &lt;i style=""&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt; gelesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON PETRA A. FESSEL&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Sommer dieses Jahres hat der in Paris und London lebende iranische Journalist Amir Taheri mit &lt;i&gt;The Persian Night – Iran Under the Khomeinist Revolution&lt;/i&gt; eine gründliche Analyse der „Islamischen Republik Iran“ vorgelegt, die in Deutschland bislang jedoch hartnäckig ignoriert worden ist. Ein Grund hierfür könnte darin liegen, dass Taheri sich nicht scheut, das seit 30 Jahren in Teheran herrschende Regime das zu nennen, was es seinem Wesen nach ist: faschistisch. In 30 kurzen Essays liefert der Autor, der vor 1979 viele Jahre Chefredakteur der größten iranischen Tageszeitung &lt;i&gt;Kayhan &lt;/i&gt;war, keine chronologische historische Abhandlung, sondern widmet sich vorwiegend der khomeinistischen Ideologie und dem auf ihr basierenden politischen System. Bereits die Staatsbezeichnung „Islamische Republik Iran“ offenbart Taheri zufolge eine dreifache Lüge: Das Regime sei weder islamisch noch demokratisch; Khomeini und seinen Anhängern sei die Geschichte und Kultur des Iran zudem nicht nur fremd, sondern sie lehnten sie ihrerseits strikt ab. Während angesichts der letzten beiden Punkte wenig Diskussionsbedarf besteht, wirft die von Taheri bestrittene Bedeutung des Islams für das in Teheran herrschende System zumindest Fragen auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taheris grundlegendes Argument für seine These, die „Islamische Republik“ habe entgegen ihrer Selbstzuschreibung mit dem Islam nichts zu tun, lautet, der Khomeinismus beruhe auf einer extremen Variante der Shia, die ihrerseits wiederum nur von etwas mehr als einem Zehntel der 1,3 Milliarden Muslime auf der Welt geteilt werde. Viele Sunniten erkennten bereits Schiiten nicht als islamisch an und stünden insbesondere den Zwölfer-Schiiten – denen Khomeini und auch der amtierende iranische „Präsident“ Mahmud Ahmadinedjad angehören – äußerst ablehnend gegenüber. Diese Ablehnung beruhe auf Gegenseitigkeit: So dürften Sunniten in der „Islamischen Republik“ beispielsweise keine Moscheen an Orten bauen, an denen sie nicht die Bevölkerungsmehrheit bildeten, was dazu führe, dass es in Teheran keine einzige sunnitische Moschee gebe, obwohl dort drei Millionen Sunniten lebten. Auch höhere Staatsämter blieben Sunniten im Iran ebenso verwehrt wie Juden, Christen und anderen religiösen Minderheiten. Darüber hinaus stünden auch viele Schiiten den Khomeinismus äußerst skeptisch gegenüber, da sie den irakischen Ayatollah Sistani als religiösen Führer betrachteten und das von Khomeini geschaffene und bis zu seinem Tod selbst bekleidete Amt des Obersten Rechtsgelehrten, in dem religiöse und politische Autorität zusammenfielen und für das es keine historische Entsprechung gebe, rigoros ablehnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht zuletzt aufgrund solcher und weiterer religiöser und kultureller Unterschiede zwischen der „Islamischen Republik“ und großen Teilen der muslimischen und vor allem arabischen Welt benötigte und benötigt das Regime in Teheran Taheri zufolge einen ideologischen Kitt, um sich als globale islamische Führungsmacht zu legitimieren. Dieses einigende Element stelle der Antisemitismus dar, der für Khomeini und seine Anhänger zum ideologischen Fundament gehört habe, obwohl der Judenhass im Iran bis 1979 vergleichsweise marginal gewesen sei. In Verbindung mit einem ausgeprägten Antiamerikanismus habe das Regime versucht, sich auf diese Weise die Sympathien in der islamischen Welt zu sichern und sich ungeachtet aller Differenzen als deren Fürsprecher zu etablieren. Obwohl diese Strategie bisweilen aufzugehen scheint, sind Spannungen zwischen den im Antisemitismus und Antizionismus vereinten radikalen Islamisten schiitischer und sunnitischer Prägung nicht zu übersehen. So weigern sich etwa die Führer der sunnitischen Hamas, deren Krieg gegen Israel von der „Islamischen Republik“ mit Millionen von Dollar finanziert wird, bei Besuchen in Teheran nach wie vor, gemeinsam mit ihren schiitischen Gastgebern zu beten oder gar dem Khomeini-Schrein zu huldigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umfassend äußert sich Taheri zur Frage der Legitimität des Mullah-Regimes, die nicht nur außerhalb des Iran stark bezweifelt werde, sondern auch und insbesondere im Inneren des Landes. Sei die Revolution von 1979, die Khomeini an die Macht brachte und im Westen von vielen linken Intellektuellen wie etwa Michel Foucault enthusiastisch begrüßt wurde, nur durch ein breites Bündnis aus islamisch-marxistischen, bürgerlichen und religiösen Gegnern des Schahs möglich geworden, so habe sich die Unterstützung des Regimes seitens der iranischen Bevölkerung infolge der unmittelbar nach seiner Errichtung einsetzenden Repression stetig verringert. Als unterdrückte Gegner des Regimes führt Taheri dabei ebenso Arbeiter und Studenten an wie Frauen und religiöse oder ethnische Minderheiten wie die Baha’i, die Zoroastrier, die Kurden und die Belutschen. Auch dem demografischen Faktor spricht Taheri eine wichtige Rolle zu: Fast siebzig Prozent der Iraner seien unter 30 Jahre alt und hätten folglich keine Erinnerungen an den Schah, dafür aber überaus konkrete Erfahrungen mit dem totalitären khomeinistischen System.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taheri ermöglicht seinen Lesern einen überaus kenntnisreichen Blick auf das konkrete Handeln der „Islamischen Republik Iran“ und der dem Regime zugrunde liegenden Ideologie des Khomeinismus, dessen größte Feinde die Vereinigten Staaten, Juden und Frauen seien. Eine besondere Stärke von &lt;i&gt;The Persian Night&lt;/i&gt; liegt dabei darin, dass sich der Autor zwar auch, aber nicht ausschließlich und nicht einmal vorrangig mit dem Atomwaffenprogramm der Mullahs auseinandersetzt. Gerade die schwerpunktmäßige Bezugnahme auf die Unterdrückung verschiedenster Minder- und im Falle der Frauen auch Mehrheiten im Iran sowie die von Taheri ebenfalls dargelegte Förderung des weltweiten Terrorismus durch das Regime verdeutlichen, dass das Atomwaffenprogramm zwar zu einem schnellen und entschlossenen Handeln drängt, die Notwendigkeit, die „Islamische Republik“ zu Fall zu bringen, aber auch unabhängig von deren Streben nach Nuklearwaffen besteht. Bleiben die wiederholt und unverblümt ausgesprochenen Vernichtungsdrohungen Teherans gegenüber Israel daher für sich genommen bereits Grund genug für einen &lt;i&gt;Regime Change&lt;/i&gt;, wäre eine iranische Bombe schon allein deswegen mit allen Mitteln zu verhindern, da sie die Standfestigkeit eines faschistischen und terroristischen Regimes auf lange Sicht festigen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausführlich diskutiert Taheri deshalb die Frage, wie sich der Westen im Allgemeinen und die Vereinigten Staaten im Speziellen dem Regime gegenüber verhalten sollten. An zahlreichen Beispielen demonstriert er, dass sich das Appeasement gegenüber der „Islamischen Republik“ in Form einseitiger Zugeständnisse oder Vertrauensvorschüsse des Westens in der Vergangenheit stets als zwecklos erwiesen haben und von Teheran lediglich als Zeichen von Schwäche aufgefasst worden sind. In diesem Zusammenhang weist Taheri mit Nachdruck darauf hin, dass das Regime entgegen westlichen Wunschvorstellungen nicht reformierbar und ein grundlegender Wandel in der Politik Teherans daher nicht zu erwarten ist. Folglich sei eine dauerhafte Aufhebung der terroristischen und in naher Zukunft möglicherweise atomaren Bedrohung der freien Welt im Allgemeinen und Israels im Speziellen durch die „Islamische Republik“ nur durch einen &lt;i&gt;Regime Change &lt;/i&gt;zu erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von diesen Prämissen ausgehend, befasst sich Taheri in den letzten Abschnitten von &lt;i&gt;The Persian Night&lt;/i&gt; folgerichtig mit den Voraussetzungen für einen solchen Systemwechsel. Der Kampf der Mullahs gegen die eigene Bevölkerung sowie eine verfehlte Wirtschaftspolitik hätten im Inneren des Landes zwar zu einer stetig zunehmenden Unzufriedenheit mit der „Islamischen Republik“ geführt; dies sei jedoch noch keine hinreichende Bedingung für einen &lt;i&gt;Regime Change&lt;/i&gt;. Für einen von den Menschen im Iran ausgehenden und nicht von außerhalb durch Militärgewalt herbeiführten grundlegenden Wechsel müssen Taheri zufolge drei weitere Grundlagen erfüllt sein: Erstens müsse es zu einem weitaus tieferen Riss in der Führung der „Islamischen Republik“ kommen, als dies bislang der Fall sei – eine Entwicklung, die sich seit dem Sommer dieses Jahres (als Taheris Buch bereits erschienen war) erheblich beschleunigt hat. Zweitens müssten die Stützen des Regimes nicht länger gewillt sein, es gegen die Mehrheit der Bevölkerung zu verteidigen. Anzeichen hierfür habe es bereits gegeben, als sich die iranische Armee im Jahr 2006 geweigert habe, Gewerkschaftsstreiks und studentische Demonstrationen niederzuschlagen, weshalb das Regime gezwungen gewesen sei, irreguläre und teilweise aus dem Ausland kommende Kräfte einzusetzen. Vergleichbares war bekanntlich auch nach der Revolte im Anschluss an Ahmadinedjads inszenierte „Wiederwahl“ zu beobachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drittens, so Taheri, bedürften die Menschen im Iran alternativer Moralvorbilder und Inspirationen. Dies sei insofern problematisch, als es zwar eine Reihe exil-iranischer Oppositionsgruppen gebe, von denen jedoch keine für sich genommen in der Lage sei, eine Mehrheit hinter sich zu versammeln. Hoffnung setzt Taheri diesbezüglich auf die Kommunikationsmöglichkeiten des Internets, stellt der Iran doch nach den Vereinigten Staaten die zweitmeisten Blogger auf der Welt. Allerdings gilt es hierbei zu bedenken, dass die von manch einem herbeigesehnte „Twitter-Revolution“ im Sommer dieses Jahres an ihre Grenzen stieß, sodass bis auf Weiteres eher von einem &lt;i&gt;ergänzenden &lt;/i&gt;denn von einem &lt;i&gt;entscheidenden &lt;/i&gt;Einfluss der Technik ausgegangen werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl er davon ausgeht, dass das iranische Regime grundsätzlich zu Fall gebracht werden kann, hält Taheri dessen baldiges Ende nicht für wahrscheinlich – eine Prognose, die sich durch die zumindest oberflächliche Normalisierung nach dem wochenlangen Aufstand im Anschluss an die gefälschten „Präsidentschaftswahlen“ im Juni 2009 zu bestätigen scheint. Da die von Taheri genannten Bedingungen für einen &lt;i&gt;Regime Change &lt;/i&gt;dabei zum Teil bereits erfüllt zu sein schienen, wäre in diesem Zusammenhang gesondert zu untersuchen, warum die Revolte letztlich nicht in einen Systemwechsel mündete. Dabei müsste ein besonderes Augenmerk auf die Reaktionen des Westens gerichtet werden, der sich nicht dazu durchringen konnte, die Aufständischen zu unterstützen, sondern unbeirrt sein &lt;i&gt;business as usual&lt;/i&gt; weiterbetrieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber hinaus wäre angesichts des sich schließenden Zeitfensters bezüglich des iranischen Atomwaffenprogramms zu fragen, wie ein &lt;i&gt;Regime Change &lt;/i&gt;von außen zumindest begünstigt, wenn nicht gar herbeiführt werden kann. Sich für einen solchen Wechsel auszusprechen und einzusetzen, hält Taheri im Gegensatz zur amtierenden US-Regierung für moralisch geboten und zweckmäßig. Er plädiert für eine Reihe von ökonomischen, diplomatischen und politischen Alternativen, um die erwähnten Voraussetzungen für einen Systemwechsel zu schaffen. Dabei betont Taheri, es sei ebenso möglich wie notwendig, sich zwischen den beiden Polen der in Europa und von der gegenwärtigen US-Regierung bevorzugten Beschwichtigung einerseits und des in den Vereinigten Staaten zumindest von prominenten Außenseitern wie dem ehemaligen UN-Botschafter John Bolton vorgeschlagenen militärischen Vorgehens andererseits zu bewegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst sei diesbezüglich die moralische und politische Klarheit des Westens gefordert, sich unmissverständlich für einen &lt;i&gt;Regime Change &lt;/i&gt;auszusprechen, befindet Taheri. Eine Voraussetzung hierfür wiederum sei es, sich über das Wesen des khomeinistischen Regimes und die von ihm ausgehenden Gefahren bewusst zu werden. Es gelte zu erkennen, dass weder in Afghanistan noch im arabisch-israelischen Konflikt bedeutsame Fortschritte erzielt werden könnten, solange die klerikalfaschistische „Islamische Republik“ dies mit allem Nachdruck zu verhindern versuche. Eine eindeutige Position des Westens und vor allem der Vereinigten Staaten würden überdies sowohl die Opposition innerhalb des Iran stärken als auch dessen Nachbarländer ermutigen, sich Teherans Streben nach hegemonialer Dominanz zu widersetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Ende des Buches hebt Taheri hervor, wie eine auf den Sturz des faschistischen Regimes in Teheran gerichtete US-Politik konkret auszusehen habe: „Den Iranern muss, erstens, unmissverständlich klar gemacht werden, dass die Vereinigten Staaten das gegenwärtige despotische Regime niemals unterstützen oder legitimieren werden. Es muss dabei geholfen werden, die repressive Politik, die Menschenrechtsverletzungen, die zügellose Korruption und die schamlose Unterstützung einiger der schlimmsten Terrororganisationen auf der Welt zu enthüllen. Wichtiger und letztlich wohl auch effektiver ist es, zweitens, dass die Vereinigten Staaten ihre gewaltige Bühne nutzen, um den iranischen Kampf für die Freiheit bekannt zu machen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist überaus bemerkenswert, dass die tatsächliche Politik der Obama-Regierung, die Taheri zum Zeitpunkt der Fertigstellung seines Buches noch nicht in Gänze vorausahnen konnte, diese beiden Handlungsempfehlungen nicht nur nicht befolgt, sondern in ihr Gegenteil verkehrt: Präsident Obama hat die Legitimität der „Islamischen Republik Iran“ in seiner Ansprache zum persischen Neujahr explizit anerkannt; seine Regierung hat sich zudem deutlich gegen eine auf einen Systemwechsel im Iran hinarbeitende Politik ausgesprochen und die Finanzierung des&lt;i&gt; Iran Human Rights Documentation Center &lt;/i&gt;auslaufen lassen. Mit dem letzten Satz von &lt;i&gt;The Persian Night&lt;/i&gt; bleibt daher die – gewiss nicht nur, aber auch und vor allem – an den Friedensnobelpreisträger des Jahres 2009 gerichtete Frage zu stellen: „Seit dem Sturz der Sowjetunion und des Apartheidregimes in Südafrika ist die Freiheit die Hauptsache auf der internationalen Bühne gewesen. Warum also nicht auch im Iran, und warum nicht jetzt?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Amir Taheri: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;The Persian Night. Iran under the Khomeinist Revolution.&lt;/span&gt; Encounter Books, New York/London 2009. – Ebenfalls lesenswert ist Taheris Buch &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Morden für Allah. Terrorismus im Auftrag der Mullahs.&lt;/span&gt; Droemer/Knaur, München 2000.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-4377522865567849707?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/4377522865567849707'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/4377522865567849707'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/12/regime-change-statt-dialog.html' title='Regime Change statt Dialog!'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SyYYr30TEcI/AAAAAAAAD-c/EgbkmfRpHps/s72-c/PersianNight.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5269126817165247697</id><published>2009-12-09T01:20:00.003+01:00</published><updated>2009-12-09T15:51:29.129+01:00</updated><title type='text'>Un trionfo storico bavarese</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Sx7re-mhA9I/AAAAAAAAD-U/UmFHXHYWkI8/s1600-h/JuveBayern.jpg" title="Gigi Buffon ist so frustriert wie machtlos: Tymoshchuk erzielt das Tor zum 4:1-Endstand"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 428px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Sx7re-mhA9I/AAAAAAAAD-U/UmFHXHYWkI8/s800/JuveBayern.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5413022719579063250" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kenner schweigt &lt;a href="http://www.faz.net/s/RubBC20E7BC6C204B29BADA5A79368B1E93/Doc%7EEA918EECDA6944973B629B09C6B2075FB%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;und genießt.&lt;/a&gt; Der &lt;a href="http://bayern.theoffside.com/team-news/old-lady-drowns-in-sea-of-red-juventus-fc-14-fc-bayern-munich.html"&gt;wahre Fan&lt;/a&gt; wiederum &lt;a href="http://www.breitnigge.de/2009/12/08/weisheiten-125/" target="_blank"&gt;verströmt Adrenalin,&lt;/a&gt; als gäbe es kein Morgen. Was für ein formidabler, unvergesslicher Abend!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5269126817165247697?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5269126817165247697'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5269126817165247697'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/12/un-trionfo-storico-bavarese.html' title='Un trionfo storico bavarese'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Sx7re-mhA9I/AAAAAAAAD-U/UmFHXHYWkI8/s72-c/JuveBayern.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-8170358584272252326</id><published>2009-12-06T01:00:00.005+01:00</published><updated>2009-12-08T13:20:57.887+01:00</updated><title type='text'>Das Dilemma der Islamkritik</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Sxrx0VB-j_I/AAAAAAAAD-I/wrRIZv09HvE/s1600-h/Elend.jpg" title="Es wäre interessant zu erfahren, aus welchen Gründen immerhin 46 Prozent der Schweizer gar nicht erst zum Kreuzchenmachen erschienen sind. Womöglich mochten sich viele von ihnen einfach nicht zwischen zwei schlechten Alternativen entscheiden."&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 532px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Sxrx0VB-j_I/AAAAAAAAD-I/wrRIZv09HvE/s800/Elend.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5411903783540002802" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ländliche Kanton Appenzell Innerrhoden war lange Zeit eine Art innerschweizerische Parallelgesellschaft. Denn dort, im Nordosten des eidgenössischen Staates, hatten Frauen bis vor knapp zwanzig Jahren kein Wahlrecht. Verschiedene Volksabstimmungen – an denen ja stets nur Männer teilnehmen durften – brachten über die Jahrzehnte &lt;a href="http://demokratie.geschichte-schweiz.ch/chronologie-frauenstimmrecht-schweiz.html"&gt;das immer gleiche Ergebnis,&lt;/a&gt; mit Mehrheiten von bis zu 95 Prozent: Frauen gehören an den Herd und nicht an die Urne. Selbst als die Schweiz im Februar 1971 als eines der letzten europäischen Länder per Referendum die grundsätzliche Beseitigung dieses Missstands beschloss, blieben die Appenzeller weitere 19 Jahre lang stur – bis sie Ende März 1990 vom Schweizer Bundesgericht &lt;a href="http://www.another-view-on-history.de/2008/03/25/nachrichtensendung-frauenwahlrecht-in-appenzell-innerhoden-25-marz-1990/"&gt;dazu gezwungen wurden,&lt;/a&gt; den weiblichen Teil der Bevölkerung auch auf kantonaler Ebene wählen zu lassen, was acht Monate später schließlich vollzogen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Beispiel zeigt recht eindrucksvoll, dass plebiszitäre Elemente in demokratisch verfassten Staaten nichts per se Gutes sind und dass der ominöse Volkswille eine ziemlich hässliche Veranstaltung sein kann, zumal dann, wenn er elementare Rechte zu gewähren sich weigert. Nun wollte es der Weltgeist so, dass der Kanton Appenzell Innerrhoden auch das deutlichste Ergebnis bei der jüngsten Abstimmung über das Minarettverbot hervorbrachte (bei der es, das ist bei Befürwortern wie Gegnern unstrittig, nicht in erster Linie um die Moscheentürme ging, von denen es in der Schweiz ohnehin nur vier gibt): &lt;a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/frauen-gegen-minarette/"&gt;71 Prozent der Teilnehmer votierten dort mit „Ja“.&lt;/a&gt; Es braucht nicht viel Wagemut, um zu behaupten, dass dieses Resultat wohl kaum deshalb zustande kam, weil die Appenzeller und Innerrhoder besonders erbost über die Frauenunterdrückung im Islam sind. Auch der islamische Hass auf Juden und Homosexuelle wird nicht den Ausschlag gegeben haben, denn in solchen konservativen, ländlichen Gebieten hat man es mit Minderheiten oft selbst nicht so, um es zurückhaltend zu formulieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erheblich wahrscheinlicher ist es da schon, dass die Eingeborenen in den Dörfern oft weniger ein dezidiertes Problem mit dem Islam als politreligiöser Ideologie haben als vielmehr grundsätzliche Ressentiments gegen Fremde pflegen. Überhaupt fand die Verbotsinitiative dort die meiste Zustimmung, wo nur wenige der rund 380.000 Schweizer Muslime leben. Mehr als 90 Prozent von ihnen wohnen in den großen Städten des Landes – und in allen wurde das Minarettverbot mehrheitlich abgelehnt, am deutlichsten im Stadtkanton Genf. Diese Zahlen legen zunächst einmal den Schluss nahe, dass schlechte Erfahrungen mit Muslimen respektive ihrer Weltanschauung nicht der Grund gewesen sind, mit „Ja“ zu stimmen. Umgekehrt bedeutet ein „Nein“ nicht, dass es keine Probleme gibt und der Islam vollkommen harmlos ist; vor allem bei sich progressiv dünkenden Städtern ist die „Toleranz“ genannte kulturrelativistische Verklärung islamischer Zumutungen bisweilen stark ausgeprägt, was das Abstimmungsergebnis in dichter besiedelten Orten wesentlich beeinflusst haben dürfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass offenbar eine eher städtische Bevölkerungsgruppe das berühmte Zünglein an der Waage gespielt hat, der man eine Nähe zur Schweizerischen Volkspartei (SVP) – die die Abstimmung maßgeblich initiiert und getragen hat und bei der der Übergang von der Islamkritik zur Fremdenfeindlichkeit fließend ist – sicher nicht unterstellen kann: Analysen zufolge haben viele linke, feministische Frauen ebenfalls mit „Ja“ gestimmt, weil sie, &lt;a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/frauen-gegen-minarette/"&gt;wie die Politikwissenschaftler Regula Stämpfli und Michael Hermann befanden,&lt;/a&gt; „ein Zeichen gegen eine Kultur setzen wollten, die sie als autoritär, machohaft und aggressiv empfinden“, und weil sie mit dem Islam vor allem Burka, Sharia, „Ehrenmorde“ und andere Formen der Unterdrückung von Frauen verbänden. &lt;a href="http://www.welt.de/kultur/article5404429/Das-Minarett-symbolisiert-unterdrueckte-Frauen.html"&gt;Julia Onken,&lt;/a&gt; eine der bekanntesten Feministinnen der Schweiz, hatte &lt;a href="http://www.frauenseminar-bodensee.ch/newsletter/Newsletter_11_Minarette_2009.html"&gt;in einer an 4.000 Frauen verschickten E-Mail&lt;/a&gt; sogar ausdrücklich dazu aufgerufen, die Initiative zu unterstützen, obwohl sie von der SVP ins Leben gerufen worden war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles zeigt ein Dilemma, ja, ein Elend auf: Eine im besten Sinne des Wortes liberale, fortschrittliche Islamkritik fristet noch immer ein Schattendasein, und ihre Vertreterinnen und Vertreter sitzen zudem zwischen allen Stühlen. Denn von den Linken wird schlicht jeder Einwand gegen den Islam unter Rassismusverdacht gestellt und abgelehnt; die Rechten wiederum benutzen die Islamkritik als Ticket für ihre fremdenfeindliche Agenda. Wer auf eine klare Unterscheidung zwischen Kritik und Ressentiment besteht, wird von beiden Seiten dem jeweils anderen Lager zugerechnet. Etliche Kommentare und Reaktionen nach dem Schweizer Volksentscheid machen eine vernunftorientierte Positionierung nicht leichter: Während es aus der islamischen Welt widerwärtige Boykottaufrufe gegen die Schweiz hagelt, die von Linken wie Daniel Cohn-Bendit unterstützt werden, feiern andere das Abstimmungsergebnis, frei nach Leni Riefenstahl, als Triumph des Volkswillens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wäre interessant zu erfahren, aus welchen Gründen immerhin 46 Prozent der Schweizer – das sind trotz der vergleichsweise hohen Abstimmungsbeteiligung immer noch sehr viele – gar nicht erst zum Kreuzchenmachen erschienen sind. Womöglich mochten sich viele von ihnen einfach nicht zwischen zwei schlechten Alternativen entscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Eine bulgarische Übersetzung dieses Beitrags findet sich auf dem Webportal Либерален Преглед (&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Liberale Studie&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;): &lt;a href="http://www.librev.com/index.php/prospects/europe/767-2009-12-08-09-20-38?lang=bg"&gt;Дилемата на критиката срещу исляма&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-8170358584272252326?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8170358584272252326'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8170358584272252326'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/12/das-dilemma-der-islamkritik.html' title='Das Dilemma der Islamkritik'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Sxrx0VB-j_I/AAAAAAAAD-I/wrRIZv09HvE/s72-c/Elend.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-6922509140181534471</id><published>2009-12-02T22:30:00.002+01:00</published><updated>2009-12-04T01:42:35.972+01:00</updated><title type='text'>Thea gegen den Rest der Welt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SxV_K_B7TXI/AAAAAAAAD-A/3jzr7oE4hMk/s1600/DomskyEhre.jpg" title="Gabriele Brinkmann und ihr Buch: Von Droste zu Leda"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 368px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SxV_K_B7TXI/AAAAAAAAD-A/3jzr7oE4hMk/s800/DomskyEhre.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410370354050452850" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Als der Düsseldorfer Droste-Verlag den „Ehrenmord“-Krimi von Gabriele Brinkmann &lt;/span&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://www.lizaswelt.net/2009/10/die-schere-im-kopf.html"&gt;plötzlich nicht mehr wollte,&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; witterte der Leda-Verlag in Leer eine Zensurmaßnahme und &lt;/span&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://www.lizaswelt.net/2009/12/es-roch-nach-zensur.html"&gt;veröffentlichte das Werk kurzentschlossen.&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; Malte S. Sembten hat es für &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Lizas Welt&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; gelesen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON MALTE S. SEMBTEN&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einst lebten Kriminelle gefährlich. Inzwischen leben Krimischreiber gefährlicher. Das gilt nicht etwa für Henning Mankell, &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/09/laudator-si.html"&gt;der zwar den Israelis öffentlich den kollektiven Selbstmord empfahl&lt;/a&gt;, um den Arabern ihre kollektive Ermordung zu ersparen, aber dennoch keine Todesdrohungen mordwütiger Zionisten erhielt. (Stattdessen sahnte er „für seine engagierte Schilderung des Lebens in Afrika“ den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis ab, der für genau das gleiche Verdienst auch &lt;a href="http://mercuccio.wunderblogs.com/archives/images/15.jpg"&gt;Leni Riefenstahl&lt;/a&gt; zu Lebzeiten hätte zuerkannt werden können.) Vielmehr wird die Aufmerksamkeit unfriedlicher Zeitgenossen der Bochumer Schriftstellerin Gabriele Brinkmann (Foto) zuteil. Nach dem Presserummel um den Verlagswechsel ihres Kriminalromans &lt;i&gt;Ehre, wem Ehre...&lt;/i&gt; &lt;a href="http://www.de.ansar1.net/showthread.php?p=4624"&gt;landete ihr Name auf einer radikalislamischen Internetseite&lt;/a&gt;: Muslime, die ihr Buch nie in der Hand hielten und die ohne den öffentlichkeitswirksamen Rückzieher des ursprünglichen Verlegers niemals von den angeblich darin enthaltenen islamophoben Sakrilegien erfahren hätten, drohen der Autorin und anderen vermeintlichen „Islamhetzern“ mit dem Schwert von &lt;a href="http://www.n-tv.de/img/54/542073/O_680_680_680_Germany-Terror-Video-FRA134.jpg3160666120678223861.jpg"&gt;„Abu Askar aus Deutschland“&lt;/a&gt;. Diese unlängst in einem Djihadistenvideo präsentierte eindrucksvolle Klinge rief im gesamten Abendland Neid hervor, führte aber auch zur Vermutung, es handle sich um ein Schinkenmesser-Requisit aus der Küche des Films&lt;span style="font-style: italic;"&gt; &lt;a href="http://images.google.com/hosted/life/l?imgurl=3db113b8305d6533&amp;amp;q=the%20incredible%20shrinking%20man&amp;amp;prev=/images?q=the+incredible+shrinking+man&amp;amp;ndsp=20&amp;amp;hl=de&amp;amp;safe=off&amp;amp;client=safari&amp;amp;rls=de-de&amp;amp;sa=N&amp;amp;start=40&amp;amp;um=1"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;The Incredible Shrinking Man&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://images.google.com/hosted/life/l?imgurl=3db113b8305d6533&amp;amp;q=the%20incredible%20shrinking%20man&amp;amp;prev=/images?q=the+incredible+shrinking+man&amp;amp;ndsp=20&amp;amp;hl=de&amp;amp;safe=off&amp;amp;client=safari&amp;amp;rls=de-de&amp;amp;sa=N&amp;amp;start=40&amp;amp;um=1"&gt;.&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Doch mögen Abu Askar und die übrigen wichtighuberischen Butzemänner aus den Trainingslagern der Islam-Terroristen auf &lt;i&gt;Youtube&lt;/i&gt; auch noch so erheiternd rüberkommen – für die betroffene Autorin dürfte sich der Spaß dabei in Grenzen halten. Wahrscheinlich ist immerhin, dass das kaufmännische Kalkül ihres neuen Verlags, die skandalbedingte überregionale Aufmerksamkeit für den regionalen Krimi werde sich in erhöhtem Bücherabsatz niederschlagen, aufgeht. Sicher ist (dem neuen Verlag sei Dank), dass bereits ein Etappensieger aus der beherzten Romanveröffentlichung hervorging: die Freiheit des Wortes. Schon darum (und weil ein Teil des Erlöses an &lt;a href="http://www.solwodi.de/"&gt;&lt;i&gt;Solwodi – Solidarität mit Frauen in Not&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; geht) lohnt der Kauf des Buches. Doch lohnt auch die Lektüre?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansatzpunkt der Krimihandlung ist ein Drive-by-Shooting in der Bochumer Innenstadt. Aus einem Auto heraus wird auf eine türkische Metzgerei gefeuert. Ein Angestellter des Ladens und eine deutsche Passantin sterben sofort. Eine junge Türkin erliegt ihren Verletzungen auf der Intensivstation. Die Kripo vermutet eine ausländerfeindlichen Neonazi-Anschlag oder einen Krieg zwischen rivalisierenden Kiezkönigen. Verfolgt wird schließlich die vermutete Spur zum russischen Bordellboss. Nur die leitende Kommissarin Thea Zinck ermittelt eigenmächtig in eine politisch unbequeme Richtung. Sie tippt von Anfang an auf einen türkischen ,Ehrenmord‘.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich auf der ersten Seite erweist Gabriele Brinkmann sich als zünftige Krimischreiberin. Ihre Kommissarin führt nämlich die Dienstwaffe im „Holster“ und nicht, wie man bei deutschsprachigen Autoren und Übersetzern häufig liest, im „Halfter“, so, als ginge es um Hufeisenträger statt um Schießeisenträger. Die Trunksucht der daueralkoholisierten Kommissarin lässt auf klassische Genre-Vorbilder schließen. Nein, gemeint sind nicht die &lt;a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/einfach_reinquatschen_ein_kriminaldauerdilemma/"&gt;Alkis vom ZDF-&lt;i&gt;Kriminaldauerdienst&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; und auch nicht die &lt;a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/traurige_kommissare_1.2267621.html"&gt;Psychos mit Dienstausweis vom ARD-&lt;i&gt;Tatort&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, obwohl gewisse Parallelen nicht von der Hand zu weisen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielmehr ist Thea Zinck eine späte und degenerierte Nachfahrin der Privatdetektive aus der amerikanischen Hardboiled-Schule. Zwar weiß sie die Faust nicht zu gebrauchen wie Phil Marlowe, doch wie er verwahrt sie „Notfall-Flachmänner“ in der Schublade ihres Büroschreibtischs und im Handschuhfach ihres Automobils. Anders als Marlowe setzt sie auf Wodka statt auf Whiskey, und im Gegensatz zu ihm bedingt ihr stabil hoher Blutalkoholpegel chronische Ausfallerscheinungen, sodass sie nach erfolgtem Führerscheinentzug ihr Auto nicht mehr selbst steuern darf. Dass sie dennoch von allen Angehörigen der Bochumer Mordkommission die „höchste Quote“ hat, also die höchste Verbrechens-Aufklärungsrate beanspruchen darf, dient als Begründung für die schier unfassbaren Freiheiten, die sie sich während der Dienstausübung und speziell gegenüber ihrem Vorgesetzten Abels herausnehmen kann. Gleichzeitig gemahnt es uns daran, dass uninspirierte Bürokraten und Technokraten niemals Säufer sind, sensible Künstler und andere an der Menschheit leidende Genies hingegen oft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um dieses torkelnde Zentralgestirn gruppiert sich weiteres Romanpersonal aus dem Bochumer Polizeipräsidium. Auf der engsten Umlaufbahn kreist Zincks neuer Kriminalassistent Kai Stettner. Wie es spätestens seit Holmes und Watson altbewährter Krimibrauch ist, gibt er als „Sidekick“ das Kontrastbild zur Hauptfigur. Wo Zinck rabiat und rücksichtslos ist, ist er furchtsam und sanft. Wo sie konfrontativ ist, ist er konziliant. Sie glaubt an das Böse, er glaubt an das Gute. Geschmäht als „Helferlein“ der unbeliebten Zinck und verachtet wegen vermeintlicher erwiesener Feigheit, wird Stettner zum Prügelknaben seiner neuen ,Kollegen‘. Dabei erinnern deren Mobbing-Methoden an die brutalen Initiationsriten amerikanischer Studentenverbindungen oder sadistische Erniedrigungsrituale unter Internatsschülern. Ist so etwas an einem deutschen Polizeipräsidium überhaupt denkbar? Vor wenigen Monaten jährten sich nacheinander die &lt;a href="http://www.rbb-online.de/kontraste/beitrag/1999/polizistinnen_in_den.html"&gt;Selbstmorde dreier junger, deutscher, von ihren Revierkollegen drangsalierter Polizistinnen&lt;/a&gt; zum zehnten Mal. Somit fällt ein überzeugtes ,Nein‘ als Antwort schwer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hauptmotor der Feindseligkeiten gegen Stettner ist Horst Schreiber, fett, verschlagen, brutal und feige, das Ekel vom Dienst der Bochumer Mordkommission. Zur unvermeidlichen personellen Konstellation gehören außerdem der Deutsch-Türke vom Dienst, Lothar Özgü, Lieferant interkultureller Kompetenz, sowie Dr. Manfred Abels, der sich schon mittels Doktortitel und Krawatte als der typische selbstgefällige, karrieristische, rückgratlose Vorgesetzte der Beamtenschar outet. Für ihn ist der Mehrfachmord kein Kriminalfall, den es aufzuklären gilt, sondern ein Störfall, der politisch möglichst schmerzlos ad acta gelegt werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebst derlei Figuren erfindet die Autorin Dialoge, die zumindest anfänglich oft hölzern oder abgedroschen ausfallen (Was hält der RTL-Reporter dem zugeknöpften Kripochef entgegen? „Die Bürger haben ein Recht auf Information!“), jedoch im Verlauf flüssiger werden und manchmal sogar Filmreife besitzen (Kotzbrocken Schreiber zu Zincks Ex-Assi Özgü: „Du hast ja auch mal unter der Domina gedient. Was macht die eigentlich mit euch? Beißt die euch gleich am ersten Tag die Pimmel ab und legt die in Wodka ein?“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insofern würde alles perfekt zu einem öffentlich-rechtlichen Primetime-Krimiabend passen. Daher überrascht es nicht, dass die Story, ehe sie zur Romanform fand, als Filmstoff bei einem Drehbuchwettbewerb zum neudeutsch benannten Thema „Clash der Kulturen“ eingereicht wurde. Dass sie es nicht auf die Mattscheibe schaffte, überrascht ebenso wenig – und es liegt nicht an Mängeln der Vorlage, sondern an der mangelnden Courage der Produzenten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gegensatzpaar Thea Zinck/Kai Stettner personifiziert nämlich ohne politisch korrekte Zurückhaltung den Kontrast ,Islam- und Türkenfeind‘ auf der einen und ,ahnungsloser Gutmensch‘ auf der anderen Seite. Vermutlich würden Verlag und Autorin diesen ,Vorwurf‘ gegen ihre Kommissarin zurückweisen. Doch Tatsache ist, dass Stettner bestürzt und erschrocken erkennt, dass seine neue Vorgesetzte ein lückenloses Kompendium aller gängigen Vorurteile (oder – je nach Standpunkt – begründeten Vorbehalte) gegen den Islam und türkische Einwanderer verkörpert; auch und gerade in Bezug auf die Frauenrolle im Islam und im türkischen Patriarchat. Aber nicht nur im Denken, sondern auch in Rede und Auftritt stellt Thea Zinck geradezu die Inkarnation politischer Unkorrektheit dar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zugleich repräsentiert diese anstößige und respektlose Kommissarin und Anti-Multikulturalistin die Stimme, mit der die Autorin selbst spricht. Das merkt der Leser früh. Dieser Kriminalroman will keine Detektivgeschichte, kein ,Whodunnit‘ sein, und so ist nicht zu viel verraten, wenn man vorweg nimmt, dass die von Zinck schon früh verdächtigte türkische Familie den Mord an der eigenen Tochter bzw. der eigenen Schwester tatsächlich begangen hat, und dass es sich tatsächlich um einen so genannten ,Ehrenmord‘ handelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einzelnen Mitglieder der Ehrenmord-Familie Cetin selbst sind – je nach Sichtweise – Klischeefiguren oder beispielhafte Prototypen eines bestimmten Schlages muslimisch-türkischer Zuwanderer. Die Familie besteht auf Täter- und Mitverschwörerseite (man könnte auch sagen, auf männlicher Seite) aus den folgenden Personen: dem Vater, der – ebenso wie seine fast unsichtbar bleibende Frau – auch nach jahrzehntelangem Aufenthalt in Deutschland kaum ein Wort Deutsch spricht; aus dem Onkel, dem „Mullah“, der Deutsch radebrecht und als Clanoberhaupt fungiert; schließlich aus den drei Söhnen. Alle drei scheinen vordergründig bestens integriert: Tayfun Cetin, der älteste Bruder, des Deutschen perfekt mächtig, wortgewandt und smart, leitet die Filiale eines Autohauses. Hakan, der Zweitgeborene, spricht ebenfalls ein makelloses Deutsch und besitzt eine Diskothek. Bekir, der jüngste Spross, auch er ohne Defizite im Deutschen, absolviert eine Banklehre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig sind alle drei stark in der muslimischen Kultur und in ihren heimatlichen Traditionen verhaftet; die scheinbare Adaption an die Lebensart des Aufnahmelandes erweist sich als ein dünn aufgetragener Lack. Tayfun misshandelt seine Frau und betrügt sie mit einer deutschen „Hure“. Zusammen mit Hakan verübt Tayfun das Metzgerei-Massaker. ,Kollateralschäden‘, ob toter türkischer Ladengehilfe oder tote deutsche Frau, belasten das Gewissen zumindest der beiden älteren Brüder anscheinend wenig. Mit dem Blut bereits dreier Menschen an den Händen prügeln Tayfun und Hakan später noch den deutschen Freund ihrer ermordeten Schwester zu Tode. Nur Bekir, der Jüngste, scheint von Skrupeln geplagt. Als Hobby betreibt das Brüder-Trio Kampfsport in einem türkischen Kickbox-Club.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Opferseite der Cetins stehen: Yasemin, die einzige Tochter; Leyla, Tayfuns Frau; schließlich Atila, deren Sohn. Die ,Todsünden‘ gegen die Familienehre, deren Yasemin sich schuldig macht: Sie verliebt sich auf der Abendschule in einen Deutschen. Sie verbündet sich heimlich mit Leyla gegen ihren gewalttätigen Gemahl. Sie versucht, ihrer ins Frauenhaus geflohenen Schwägerin Leyla den kleinen Atila zuzuführen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei den Ermittlungen in diesem Umfeld erlebt Kriminalassistent Stettner, dass seine naive gutmenschliche Einstellung schmerzlich auf die Probe gestellt wird. Ihm (und dem Leser) wird die geballte Parallelwelt-Ladung verabreicht – fast kein ,Standard-Aspekt‘ fehlt: Deutsche Frauen fallen auf muslimische Machos rein und zahlen in harter Währung Lehrgeld... Muslime praktizieren ,Taqquyia‘ (ein religiös legitimiertes Belügen von ,Ungläubigen‘)... Muslimische Mädchen haben Analsex, um ihr Jungfernhäutchen intakt zu halten... Muslime spielen ständig und erpresserisch die „Rassismus-Karte“... Muslimische Immigranten verweigern der deutschen Polizei die zivile Mithilfe bei Ermittlungen in ihren eigenen Milieus; wenn in ihren Milieus Festnahmen erfolgen, rotten Muslime sich drohend gegen die Beamten zusammen... Özgü, der Deutsch-Türke, der loyal das deutsche Gesetz vertritt, wird in bestimmten Türkenkreisen als Verräter verachtet. Und so weiter, und so fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstverständlich gibt es im Sinne des Ausgleichs und um den Einruck vorurteilsvoller Einseitigkeit zu vermeiden zwei Versöhnlichkeitscharaktere, die als Gegenbeispiel dienen. Dies sind Sevgi, Stettners Friseurin, das Musterbild einer modernen, ,in Deutschland angekommenen‘ jungen Türkin, und natürlich Lothar Özgü, der ruhige, zurückhaltende Kriminalpolizist mit der deutschen Mutter und dem türkischen Vater. Ein Sympathieträger unter den Nebenfiguren, der mit Zincks Einstellung oftmals Schwierigkeiten hat. Man ahnt, warum er trotz ihres gegenseitigen Respekts der &lt;i&gt;ehemalige &lt;/i&gt;Assistent der Kommissarin ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Zincks Charakter indessen wird ein sonderbarer Bruch offensichtlich: So rigoros sie ihr anstößiges Alltagsgebaren und ihre offensiven Überzeugungen in Bezug auf Muslime und speziell die muslimische Frauenfeindlichkeit pflegt, so elastisch ist der Maßstab, den sie an die Frauenverachtung eines Bordelliers anlegt. Slawa, der russische Kiezkönig und Puff-Pate, der bei der Kripo als Auftraggeber des Metzgerei-Massakers in Verdacht steht, ist schon seit Langem ihr Saufkumpan. Regelmäßig lässt sie sich von ihm im Privatseparee seines Etablissements unter den Tisch bechern. Dass er sich in seinem Reich nicht gerade als Frauenversteher geriert, perlt an ihr ab:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;[Zinck:] &lt;i&gt;„Dein Frauenbild ist zum Kotzen, grundsätzlich. Wenn das einer mit deinen Töchtern machen würde...?“&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;[Slawa:] &lt;i&gt;„Wäre er morgen tot.“ Er deutete mit dem Kopf auf Grischa und Sascha, die am anderen Ende des Tresens saßen. „Hm... nein, am selben Tag, fürchte ich.“&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;Die Kommissarin kippte ihren Wodka herunter. „Und was würdest du mit deinen Töchtern machen?“&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;„Ich nehme ihnen die Kreditkarten weg.“ Er hob sein Glas. „Prost, Thea. Auf die Frauen.“&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;Die beiden stießen miteinander an und leerten ihre Gläser.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Durch den Boden eines Wodkaglases betrachtet, entfalten Chauvinismus und Frauenverachtung urplötzlich einen rauen Charme. Zu allem Überfluss dichtet die Romanverfasserin dem Russenboss und seinen Handlangern im Laufe des Geschehens eine kitschige Gangster-Ehre an. Falls diese den romantischen Kontrast zur perversen Familien-Ehre der Cetins abgeben soll, wäre das nicht nur falsch, sondern verlogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was immer diese Kiezrussen an der Kommissarin finden, bleibt als Frage offen. Um ihnen geschäftlich zu nutzen, ist Zinck nicht korrupt genug. Dennoch hat „Madame Thea“, wie sie von Slawas Gorilla-/Schläger-/Killer-Gespann respekt- und zuneigungsvoll genannt wird, bei Slawa und den beiden Jungs einen dicken Stein im Brett. Dass zwei Typen dieses Kalibers eine alkoholkranke deutsche Polizistin Mitte fünfzig – die sie nach jeder Saufniederlage im Bordell als stinkendes, wankendes und lallendes Wrack nach Hause bringen und oft auch noch ins Bett verfrachten müssen – hochachten und in ihre großen russischen Herzen schließen, lässt sich schwer glauben. Aber die russische Seele ist ja bekanntermaßen unergründlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein zweiter hervorgehobener Kritikpunkt betrifft Zincks Assistenten Kai Stettner. Als einziger Polizist des Romans gewährt er dem Leser eine gewisse Anteilnahme an seinem Privatleben, was darauf schließen lässt, dass Stettner die eigentliche Sympathie- und Identifikationsgestalt des Romans darstellen soll. Dummerweise hat das offenbarte Privatproblem Stettners – ein demenzkranker Vater, der in seinem Heim nicht zurechtkommt – nichts mit der Romanhandlung oder Stettners Charakterentwicklung zu tun, außer dass Stettner dadurch von der Ermittlungsarbeit abgelenkt wird. Diese Romanabschnitte sind schlicht überflüssig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauert einige Seiten, bis der Roman stilistisch in Fluss kommt, dann jedoch erweist die Autorin sich als souveräne Erzählerin. Die Lesespannung hält trotz der Vorhersehbarkeit bis zum Ende an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos: Der Gutachter des Landeskriminalamts, bei dem der ursprüngliche Verleger in seiner Gewissensnot um Rat ersuchte, legt, wie die Autorin zu berichten weiß, in seiner Expertise dem „kritischen Leser“ die „sorgfältige Lektüre bis zum Schluss des Buches“ nahe, auch weil das Ende „so sehr aufwühlend“ sei. Tatsächlich: Der letzte Absatz der Geschichte trifft den Leser wie ein Schuss, der sich aus einer noch rauchenden, aber bereits gesicherten Pistole löst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist dann abermals filmreif.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;W. W. Domsky: &lt;i&gt;Ehre, wem Ehre... &lt;/i&gt;Taschenbuch, 253 Seiten, 9,90 Euro. Leda-Verlag, Leer 2009. ISBN 978-3-939689-33-1&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foto: © privat&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-6922509140181534471?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6922509140181534471'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6922509140181534471'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/12/thea-gegen-den-rest-der-welt.html' title='Thea gegen den Rest der Welt'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SxV_K_B7TXI/AAAAAAAAD-A/3jzr7oE4hMk/s72-c/DomskyEhre.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5391968109321408398</id><published>2009-12-01T13:30:00.001+01:00</published><updated>2009-12-01T18:25:54.271+01:00</updated><title type='text'>„Es roch nach Zensur“</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SxULJUL-_GI/AAAAAAAAD94/d9Vnj7C-68U/s1600/Gerdes.jpg" title="Heike Gerdes (Foto: © Leda-Verlag)"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 340px; height: 430px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SxULJUL-_GI/AAAAAAAAD94/d9Vnj7C-68U/s800/Gerdes.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5410242782021221474" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Anfang Oktober gab es in den Feuilletons &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/10/die-schere-im-kopf.html"&gt;einigen Wirbel um einen „Ehrenmord“-Krimi,&lt;/a&gt; den der Düsseldorfer Droste-Verlag kurz vor der Drucklegung aus dem Programm genommen hatte. Zur Begründung ließ der Verlagsleiter Felix Droste seinerzeit verlautbaren, er verlege „keine Bücher, die die Gefühle einiger Mitmenschen verletzen“ – schon gar nicht die Gefühle jener, die „die Sicherheit meiner Mitarbeiter oder meiner Familie beeinträchtigen könnten“. Zwar gab es noch nicht einmal konkrete Drohungen seitens empörter Muslime, doch Droste blieb bei seinem Entschluss, den Kriminalroman nicht zu veröffentlichen. Mehr noch: &lt;a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/%5Cprovokation-ist-zu-billig%5C/"&gt;In einem &lt;i&gt;taz&lt;/i&gt;-Interview behauptete er,&lt;/a&gt; das Werk sei „in einigen Passagen ausländerfeindlich“ und eine Beleidigung des Islam; es laufe „einem kalt den Rücken herunter, wenn man es liest“. Diese Worte sprach Droste, wohlgemerkt, nachdem er das Manuskript bis auf drei kleine Stellen, die seine langjährige Autorin Gabriele Brinkmann ändern sollte, aber nicht wollte, längst durchgewinkt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brinkmann wartete nach der kurzfristigen Absage „auf den ersten demokratischen Verleger, der mich anruft und sagt: Ich werde nicht in vorauseilendem Gehorsam Bücher einstellen“. Lange musste sie nicht ausharren, denn der &lt;a href="http://www.leda-verlag.de/"&gt;Leda-Verlag&lt;/a&gt; mit Sitz im ostfriesischen Leer erklärte sich kurzerhand bereit, den Krimi unter dem neuen Titel &lt;a href="http://www.amazon.de/Ehre-wem-Kriminalroman-W-Domsky/dp/3939689335/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1259688296&amp;amp;sr=8-1"&gt;„Ehre, wem Ehre...“&lt;/a&gt; ins Programm zu nehmen; pünktlich zur Frankfurter Buchmesse war er schließlich lieferbar. Seine Lektüre lohnt sich, wie eine Rezension deutlich macht, die am kommenden Donnerstag auf diesem Weblog erscheinen wird. Zuvor erklärt die Leiterin des Leda-Verlags, Heike Gerdes (Foto), im Interview mit &lt;i&gt;Lizas Welt&lt;/i&gt;, warum sie das Buch publiziert hat, welche Resonanz es bislang gab und wie sie mit unerwünschtem Beifall umgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lizas Welt:&lt;/span&gt; Haben Sie schon Morddrohungen bekommen, Frau Gerdes?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Heike Gerdes:&lt;/span&gt; Nein. Im Gegenteil war die Resonanz bislang ausschließlich positiv; Kollegen, Medien und Politiker haben unseren Entschluss ausdrücklich begrüßt. Auch unser Standnachbar auf der Frankfurter Buchmesse, ein Syrer, fand die Geschichte gut. Er hat viele muslimische Messebesucher auf sie aufmerksam gemacht, und von denen kam ebenfalls ein zustimmendes Echo. Was zeigt, dass mitnichten alle Muslime gleich beleidigt reagieren, wenn man Probleme thematisiert, die mit dem Islam zusammenhängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Hatten Sie wirklich keine Angst? Immerhin ist die Krimi-Kommissarin nicht gerade zart besaitet und geht mit dem Islam ziemlich hart ins Gericht.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, wir hatten wirklich keine Angst. Das Buch bietet auch gar keinen Anlass dafür, zumal andere Romanfiguren die schroffe Kommissarin wieder ausgleichen. Die Polizei war zwar informiert, weil wir es nicht gut gefunden hätten, wenn sie aus den Medien von dem Aufsehen erfährt, während wir auf der Buchmesse sind, und der Bochumer Staatsschutz hat unserer Autorin ungefragt angeboten, sie zu beschützen. Aber das war nicht nötig. Es gab weder Anrufe noch E-Mails oder Briefe, in denen wir beschimpft, beleidigt oder bedroht worden wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was hat Sie bewogen, den Krimi ins Programm des Leda-Verlags zu nehmen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Droste-Verlag hat von der Autorin verlangt, einzelne Passagen zu verändern, und als sie das ablehnte, hat er schließlich von der Veröffentlichung Abstand genommen. Das roch für uns förmlich nach Zensur, und da sind wir hellhörig geworden. Wir haben dann das Manuskript angefordert und schnell festgestellt: Das ist zwar ein teilweise harter Krimi, aber ein sehr guter und sehr spannender. Den Vorwurf, er sei stellenweise rassistisch, konnten wir nicht nachvollziehen. Wenn er tatsächlich ausländerfeindlich wäre, hätten wir ihn auch nicht genommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nun wird das Werk aber auch in äußerst rechten Kreisen gelobt. Stört Sie das nicht?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind schon mehrmals darauf angesprochen worden, aber wir distanzieren uns ausdrücklich von diesem Beifall von der falschen Seite. Wenn man das Buch richtig liest und versteht, kann man es außerdem gar nicht „rechts“ finden. Es richtet sich gegen die inakzeptable Beschneidung von Freiheitsrechten und gegen die Unterdrückung von Frauen; es greift nicht „die Türken“ oder „den Islam“ an, sondern die Auswüchse einer frauenfeindlichen Einstellung, die sich auf Tradition und Religion beruft, um Männern ihre Macht zu erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ein Teil des Erlöses geht an den Verein für „Solidarität mit Frauen in Not“ (&lt;i&gt;Solwodi&lt;/i&gt;). Was hat Sie zu diesem Schritt veranlasst?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war ein Anliegen der Autorin Gabriele Brinkmann. Der Verein hilft Opfern von Sextourismus, Heirats- und Menschenhandel, und es ist auch in unserem Sinne, ihn zu unterstützen. Außerdem wollten wir deutlich machen, dass es uns nicht darum geht, von einem Skandal finanziell zu profitieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dennoch sei die Frage erlaubt: Schlägt sich die positive Resonanz auch in den Verkaufszahlen nieder?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, eindeutig. Wir hatten in aller Eile eine Startauflage von 2.000 Exemplaren drucken lassen – für einen kleinen Verlag ist das eine ganze Menge –, die innerhalb von zwei Wochen ausverkauft war. Die zweite Auflage ist inzwischen ausgeliefert. Wir sind zufrieden, aber jetzt, wo das Buch nicht mehr so im Mittelpunkt steht wie zu Beginn, muss sich zeigen, dass es mehr ist als ein Skandälchen, sondern ein guter Krimi, nicht mehr und nicht weniger. Und ob es das Zeug zum Longseller hat.&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Foto: © Leda-Verlag&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5391968109321408398?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5391968109321408398'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5391968109321408398'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/12/es-roch-nach-zensur.html' title='„Es roch nach Zensur“'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SxULJUL-_GI/AAAAAAAAD94/d9Vnj7C-68U/s72-c/Gerdes.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-6122744123612483463</id><published>2009-11-20T15:17:00.009+01:00</published><updated>2009-11-22T00:59:18.578+01:00</updated><title type='text'>Shoa-Chic</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SwalXtMGtII/AAAAAAAAD9o/k1ZlOIlYK_4/s1600/Easyjet.jpg" title="Mit toten Juden Geld machen: Für das Bordmagazin der Fluggesellschaft „Easyjet“ posieren Models in den Stelen des Berliner Holocaust-Mahnmals"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 394px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SwalXtMGtII/AAAAAAAAD9o/k1ZlOIlYK_4/s800/Easyjet.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5406190229390800002" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Altkanzler Gerhard Schröder sollte das Holocaust-Mahnmal ein Ort werden, „an den man gerne geht“. &lt;a href="http://www.welt.de/print-welt/article668711/Galgen_statt_Stelen.html" target="_blank"&gt;Der Publizist Hannes Stein hingegen fand:&lt;/a&gt; „Nicht 2.000 stilisierte Grabsteine hätten in Berlin zu stehen, sondern 2.000 Galgen, wie sie nach den Nürnberger Prozessen Verwendung fanden, meinetwegen hübsch in Messing gegossen. Und unter jedem von ihnen müsste eine Plakette mit dem ausführlichen und exemplarischen Lebenslauf eines jener Massenmörder angebracht sein, wie sie nach dem Krieg zu Tausenden ungestraft herumliefen.“ Wie Recht Stein doch hatte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON THOMAS VON DER OSTEN-SACKEN&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeiten, als man mit Zahngold und Kopfhaar ermordeter Juden ein nicht unbeträchtliches Zubrot verdienen konnte, sind glücklicherweise vorbei. Aber mit toten Juden lässt sich auch dieser Tage gutes Geld machen, wie die &lt;a href="http://rundeablage.wordpress.com/files/2009/11/easyjet-11-09.pdf" target="_blank"&gt;Novemberausgabe des Bordmagazins von &lt;i style=""&gt;Easyjet &lt;/i&gt;eindrücklich zeigt.&lt;/a&gt; Für die peppige Präsentation neuester Mode an Berliner Lokalitäten, die dem Leser sogar schon auf der Titelseite – unter dem Motto „Reviving the Bauhaus Zeitgeist“ – ans Herz gelegt wird, posieren die Models mit Vorliebe in den Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offenbar aber hat das bislang keinen der in den Urlaub jettenden Fluggäste der Billigairline weiter gestört. Möglichst viele entsprechende E-Mails an &lt;i style=""&gt;Easyjet&lt;/i&gt; (&lt;a href="mailto:Deutsche.Presse@easyJet.com"&gt;Deutsche.Presse@easyJet.com&lt;/a&gt;) respektive die Macher des Magazins (&lt;a href="mailto:easyjet.ads@ink-publishing.com"&gt;easyjet.ads@ink-publishing.com&lt;/a&gt;) wären deshalb durchaus angebracht. Und vielleicht lohnte auch bei den &lt;a href="http://www.holocaust-mahnmal.de/kontakt" target="_blank"&gt;Verwaltern des Denkmals&lt;/a&gt; die Nachfrage, ob sie derartige Präsentationen generell gestatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die in Berlin ansässige Modedesignerin &lt;a href="http://www.anuschkahoevener.de/info.html" target="_blank"&gt;Anuschka Hoevener&lt;/a&gt; wäre da zu erwähnen, deren hier präsentiertes Kleid für schlappe 229 Euro zu haben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;Update 21. November 2009:&lt;/span&gt; Wer sagt’s denn? &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Easyjet&lt;/span&gt; hat die Novemberausgabe des Magazins nun zurückgezogen (und zwar sowohl die Print- als auch die Online-Version), sich für den „Shoa-Chic“ entschuldigt und die Zusammenarbeit mit dem Hersteller der Bordzeitschrift auf den Prüfstand gestellt. Alles Weitere von Thomas von der Osten-Sacken auf dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;WADI-Blog&lt;/span&gt;: &lt;a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=2322" target="_blank"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.wadinet.de/blog/?p=2323" target="_blank"&gt;hier.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-6122744123612483463?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6122744123612483463'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6122744123612483463'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/11/shoa-chic.html' title='Shoa-Chic'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SwalXtMGtII/AAAAAAAAD9o/k1ZlOIlYK_4/s72-c/Easyjet.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-7432215344867272679</id><published>2009-11-17T01:40:00.003+01:00</published><updated>2009-11-18T00:49:38.344+01:00</updated><title type='text'>Bürger, rechts, Bewegung!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SwHuwQErbKI/AAAAAAAAD9g/3yd-xoQKOl8/s1600/SteKraw2.jpg" title="„...über alles in der Welt“: Stephan Krawczyk in seinem Element"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 462px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SwHuwQErbKI/AAAAAAAAD9g/3yd-xoQKOl8/s800/SteKraw2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5404863540537027746" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Dinge &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Horst-Koehler-Stephan-Krawczyk;art122,2951641" target="_blank"&gt;kann man einfach nicht erfinden:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Bundespräsident Horst Köhler zeichnete zum 20. Jahrestag des Mauerfalls verdiente DDR-Bürgerrechtler mit dem Bundesverdienstkreuz [aus]. Zu den Ausgezeichneten, die am Montag im Bundespräsidialamt eingeladen waren, gehörten der Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen, dem zentralen ehemaligen Stasi-Gefängnis, Hubertus Knabe, der Schauspieler Jochen Stern sowie die Frau vom Checkpoint Charlie, Jutta Fleck. Die Regisseurin und Autorin, Freya Klier, sowie der Liedermacher Stephan Krawczyk &lt;span style="font-style: italic;"&gt;[Foto]&lt;/span&gt;, beide Mitbegründer und Symbolfiguren der DDR-Friedensbewegung, begleiteten das Programm musikalisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Krawczyk vom Bundespräsidenten zum Ende der Veranstaltung gebeten wurde, die Nationalhymne anzustimmen, vergriff dieser sich im dreistrophigen Text. „Deutschland, Deutschland über alles...“ sang der Liedermacher, bis er unterbrochen und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei der offiziellen deutschen Nationalhymne nur die dritte Strophe des „Liedes der Deutschen“ von Hoffmann von Fallersleben gesungen wird: „Einigkeit und Recht und Freiheit...“. Die ersten beiden Strophen sind zwar nicht verboten, aber – nach den Erfahrungen des Nationalsozialismus – weitgehend tabuisiert.&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Für das, was die Deutsche Presse-Agentur in ihrer Meldung schamhaft als Vergreifen zu beschönigen sich bemüßigt fühlte, gibt es mehrere denkbare Erklärungen. Die unwahrscheinlichste ist, dass Krawczyk irgendjemandem auf den schwarz-rot-goldenen Schlips treten wollte, denn am „verordneten Antifaschismus“ in der DDR fand er als Vorzeigebürgerrechtler nicht nur das Verordnen, sondern auch den Antifaschismus falsch. Schon näher an der Wahrheit dürfte man mit der Vermutung liegen, dass die Stasi dem Barden dermaßen auf die Pelle gerückt ist, dass er seinen Verstand verloren hat. Damit könnte er immerhin mildernde Umstände geltend machen. Womöglich begreift sich Krawczyk aber auch weiterhin als oppositionelles Sprach- respektive Gesangsrohr des Ostens und glaubt, Volkes Stimme besonders öffentlichkeitswirksam zur Geltung bringen zu müssen. In jedem Fall darf die „Symbolfigur der DDR-Friedensbewegung“ (dpa) sich glücklich schätzen, die Erweiterung des deutschen Staatsgebiets in Richtung Maas, Memel, Etsch und Belt nur in der Bundesrepublik gefordert zu haben. Dort bekommt man in einem solchen Fall nämlich bloß einen spontanen und höflichen Kurzlehrgang in Staatsbürgerkunde verabreicht, mehr nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits muss man Stephan Krawczyk schon wieder dankbar sein: Nach den Ehrungen von &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/07/verdienstjudin.html" target="_blank"&gt;Felicia Langer&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/09/laudator-si.html" target="_blank"&gt;Henning Mankell&lt;/a&gt; hatte sich Horst Köhler eine solche Blamage redlich verdient. Dass sie ausgerechnet bei der Verdienstkreuzverleihung an prominente „Wir sind das Volk“-Deutsche vonstatten ging, ist so eine Laune des Weltgeistes, die passt wie der Arsch auf den Eimer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-7432215344867272679?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7432215344867272679'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7432215344867272679'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/11/burger-rechts-bewegung.html' title='Bürger, rechts, Bewegung!'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SwHuwQErbKI/AAAAAAAAD9g/3yd-xoQKOl8/s72-c/SteKraw2.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-587072970160022191</id><published>2009-11-15T11:45:00.001+01:00</published><updated>2009-11-15T11:46:59.393+01:00</updated><title type='text'>Der Professor und sein Prophet</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Sv84HHGWWBI/AAAAAAAAD9Y/he5DefalVM4/s1600-h/BrumlikBurg.jpg" title="Der Professor und sein Prophet: Micha Brumlik (links) und Avraham Burg"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 382px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Sv84HHGWWBI/AAAAAAAAD9Y/he5DefalVM4/s800/BrumlikBurg.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5404099772683802642" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn einem Buch zum Thema Israel hierzulande aus so ziemlich allen politischen Lagern vernehmlich applaudiert wird – von der &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/themen/?em_cnt=1995928&amp;amp;em_loc=3643"&gt;Frankfurter Rundschau&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; bis zur &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5296879bc15.0.html"&gt;Jungen Freiheit&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; –, dann kann man mit einigem Recht davon ausgehen, dass der Autor des entsprechenden Werkes den postnazistischen, von Judenhassern zu „Israelkritikern“ mutierten Deutschen mehrheitlich aus der Seele gesprochen respektive geschrieben hat. Dies umso mehr, wenn es sich beim Verfasser um einen Juden handelt, der darob mit Begeisterung zum Kronzeugen der Anklage gegen den jüdischen Staat befördert wird und hinter dem es sich notfalls bequem in Deckung gehen lässt. Avraham Burg heißt der neueste Liebling der Antizionisten und „Hitler besiegen – warum Israel sich vom Holocaust lösen muss“ die deutsche Ausgabe seiner Schrift, die im Campus-Verlag erschienen ist, dort also, wo bereits Mearsheimers und Walts &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2007/09/die-protokolle-der-weisen-vom-campus.html"&gt;Tirade gegen die „Israel-Lobby“&lt;/a&gt; ein Zuhause fand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Burg erzählt seinen Lesern das, was man in Deutschland schon immer wusste: Israel sei geradezu krankhaft auf die Shoa fixiert, gewalttätig und friedensunfähig; wenn es überleben wolle, müsse es dem Zionismus abschwören, auf die staatliche Selbstverteidigung weitgehend verzichten und sich Europa zum Vorbild nehmen. Diesen bizarren Unfug fand sogar das Fritz­-Bauer-Institut in Frankfurt – das es eigentlich besser wissen sollte – so anziehend, dass es Ende Oktober &lt;a href="http://gruppemorgenthau.blogsport.de/2009/11/05/hitler-hat-gewonnen-an-das-fritz-bauer-institut-und-die-frankfurter-anti-israel-lobby/"&gt;zu einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Autor lud&lt;/a&gt; und dessen Thesen von Micha Brumlik salvieren ließ. Nun hat Brumlik &lt;a href="http://rundeablage.files.wordpress.com/2009/11/jaz-46-brumlik.pdf"&gt;in der &lt;i&gt;Jüdischen Allgemeinen&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt; &lt;/i&gt;auch noch eine Rezension von Burgs Buch folgen lassen. Henryk M. Broder über einen Professor und seinen Propheten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON HENRYK M. BRODER&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Micha Brumlik das neue Buch von Avraham Burg bespricht, hat weniger mit dem Werk als mit Brumlik zu tun. Es ist das Buch, das der Pädagogik-Professor aus Heidelberg gerne selbst geschrieben hätte, wenn ihm eine innere Stimme nicht geraten hätte: „Warte ab, bis es ein anderer macht!“ Denn die Abrechnung mit den „Lebenslügen“ des Zionismus ist das biografische Projekt, das Brumlik seit langem mit Hingabe betreibt, ein finaler Höhepunkt seiner ansonsten mediokren akademischen Karriere, deren demnächst bevorstehendes Ende er mit einem Big Bang zelebrieren möchte. Brumliks persönliche Agenda ist kein Geheimnis, seit er vor ein paar Monaten &lt;a href="http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_deutsch/60_jahre_nakba_frankfurt_16-4-2008.htm"&gt;auf einer Anti-Israel-Demo&lt;/a&gt; auf dem Frankfurter Römer gesehen wurde – mit einem schwarzen Luftballon in der Hand und in der Gesellschaft eines Kampfschriften-Verlegers, der sich darauf spezialisiert hat, für seine Kunden &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Henryk-M-Broder-Rechtsstreit;art15532,2416437"&gt;den Adolf zu machen.&lt;/a&gt; Und wie andere Professoren, deren Geschäftsgrundlage eine Konversion ist, die Wissen und Kompetenz durch formale Zugehörigkeit ersetzen soll, ist auch Brumlik dabei, überzutreten. Musste man zu Heines Zeit dazu den christlichen Glauben annehmen, genügt es heute, sich zum Antizionismus zu bekennen. Der Götzendienst, den der zum Antizionismus konvertierte Jude täglich leisten muss, ist eine Dienstleitung am Publikum, das sich seine eigenen Ressentiments von einem leibhaftigen Juden gerne als koschere Überzeugung bestätigen lassen möchte. Deswegen strömt es „zu Hunderten in seine Vorlesungen“ und hört dem „demagogisch nicht unbegabten Redner“ gebannt zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brumliks Begeisterung für Burg entspricht der Bewunderung, die ein Frankfurter Würstchen für eine richtig dicke Salami empfindet, die es vor ihm in die Auslage eines Metzgerladens geschafft hat. Mehr noch: Burg ist schon da, wo Brumlik noch ankommen möchte: Im Verdauungstrakt des Publikums. Und da reicht der Platz gerade aus, um mit angehaltenem Atem zu schreiben. „Demagogisch nicht unbegabt“ nennt Brumlik Burg, dessen einzige Qualität darin besteht, sein Publikum um den Verstand zu reden, die Haupttugend eines jeden Hochstaplers, der eine fixe Idee geschickt vermarktet, wie Erich von Däniken und Gunther von Hagens. Burgs Konvolut ist ebenso wirr wie inkonsistent, ein Handkäs’ mit Musik, der, um den Gestank zu neutralisieren, mit 4711 verfeinert wurde. Brumlik ist von dieser Mischung so angetan, dass er von einem „nicht immer systematisch gehaltenen, aus autobiografischen Erinnerungen, moralischen Reflexionen, historischen Traktaten und religiösen Bekenntnissen zusammengesetzten“ Text spricht, den er als „epochales Ereignis“ wertet. Epochal! Wie das „Kapital“ von Marx, die „Traumdeutung“ von Freud und Herzls „Judenstaat“. Nur ein wenig durcheinander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man von falschen Voraussetzungen ausgeht, kommt man automatisch bei verkehrten Ergebnissen an. Burgs Prämisse, die von Brumlik nicht in Frage gestellt wird, ist die, dass Israels „Fixierung auf den Holocaust“ zu einer „heillosen Verkennung der Realität“ führt und das Land „letztlich unfähig zum Frieden macht“. Nun weiß inzwischen selbst jeder Dortmunder Rentner, der den Genitiv vom Dativ nicht unterscheiden kann, dass Israel irgendwie irgendwas mit dem Holocaust zu tun hat. Zum Beispiel, dass es einen Shoah-Gedenktag gibt, an dem eine Minute lang der öffentliche Verkehr zum Stillstand kommt – zur Erinnerung an die Opfer der Endlösung. Schwer zu erklären, was daran auszusetzen wäre. Im Übrigen ist Israel weit weniger auf den Holocaust „fixiert“ als beispielsweise die Bundesrepublik Deutschland, wo beinahe alles, vom Einsatz der Bundeswehr im ehemaligen Jugoslawien bis zu der Käfighaltung von Hühnern, vor dem Hintergrund des Holocaust debattiert wird. Die Israelis dagegen haben genügend aktuelle und substanzielle Probleme, um sich nicht täglich mit dem Völkermord von gestern beschäftigen zu müssen; es reicht ihnen, die Drohungen des iranischen Präsidenten ernst zu nehmen, die im holocaustbegeisterten Deutschland als „Übersetzungsfehler“ verharmlost werden. Was man wiederum auf zweierlei Weise erklären kann. Entweder wollen die Deutschen, berauscht vom eigenen „Sündenstolz“ (Hermann Lübbe), ihr Copyright mit niemand teilen, oder sie hoffen, dass irgendein Irrer den Job zu Ende bringen wird, den die Nazis unvollendet abbrechen mussten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ’rum oder so ’rum: Burg liegt mit seiner Analyse jedenfalls so daneben wie ein Abstinenzler, der überall Alkohol riecht. &lt;i&gt;Er &lt;/i&gt;ist auf den Holocaust fixiert, ebenso wie Brumlik, der keine Gelegenheit verpasst, über die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft des Holocaust zu dozieren. Darüber hinaus suggeriert Burg – und sein Nachkoster Brumlik schließt sich ihm an –, dass Israels Unfähigkeit zum Frieden für die Situation im Nahen Osten verantwortlich ist, während die Hamas, die Hizbollah und der iranische Präsident ein Friedensangebot nach dem anderen unterbreiten, die Israel in „heilloser Verkennung der Realität“ nicht annehmen mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Brumlik in diesem Zusammenhang vollkommen unter den Tisch fallen lässt, ist die Tatsache, dass Avraham Burg nicht nur der Sohn von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Burg_%28Politiker%29"&gt;Josef Burg,&lt;/a&gt; sondern der Lafontaine der Israelis ist: ein von Rachegelüsten angetriebener, rhetorisch begabter und streckenweise unterhaltsamer Querulant, der es dem Land so heimzahlen möchte wie Oskar der SPD. Auch Burg hatte es relativ weit gebracht; er war Sprecher der Knesset und Chef der Jewish Agency. Dass er plötzlich zum „Zionismuskritiker“ mutierte, hatte mehr private als politische Gründe. Es sei ihm nicht gelungen, so wird in Israel erzählt, seine politischen Positionen in wirtschaftlichen Erfolg umzusetzen. Man habe ihm nicht einmal einen Dienstwagen auf Lebenszeit geben wollen. Und so zog er nach Frankreich und gab jedem Israeli den Rat, seinem Beispiel zu folgen. Es ist also nicht Burgs Absicht, wie von Brumlik kolportiert, sein „Volk, das in den letzten Jahren vom Weg abgekommen ist, wieder auf den Weg zu bringen, den seine Vorfahren und Gründer ihm geebnet haben“ – schon allein ein dermaßen präpotenter Satz müsste alle Alarmsysteme aktivieren –, es ist Avram Burg, der vom Weg abgekommen ist und wieder zurück möchte – auf dem Ticket des „kritischen Israeli“, um einen Platz am Katzentisch der „Israelkritiker“ zu bekommen, ein Prophet, der im eigenen Land nicht gehört wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist er in der Tat, aber es gibt Propheten, die haben es nicht besser verdient.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-587072970160022191?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/587072970160022191'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/587072970160022191'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/11/der-professor-und-sein-prophet.html' title='Der Professor und sein Prophet'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Sv84HHGWWBI/AAAAAAAAD9Y/he5DefalVM4/s72-c/BrumlikBurg.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-6351079738084528325</id><published>2009-11-10T23:45:00.003+01:00</published><updated>2009-11-11T21:15:44.640+01:00</updated><title type='text'>Robert Riese ist tot</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SvnqIY6_iKI/AAAAAAAAD9Q/0GKa57w_mNE/s1600-h/Robert-Enke.jpg" title="Robert Enke"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 492px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SvnqIY6_iKI/AAAAAAAAD9Q/0GKa57w_mNE/s800/Robert-Enke.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5402606657857357986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt2l1/sport/729/494070/bilder/" target="_blank"&gt;&lt;br /&gt;Traurig&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/sport/730/494071/text/" target="_blank"&gt;sprachlos,&lt;/a&gt; deshalb &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=8smO4VS9134" target="_blank"&gt;ohne Worte.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-6351079738084528325?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6351079738084528325'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/6351079738084528325'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/11/robert-riese-ist-tot.html' title='Robert Riese ist tot'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SvnqIY6_iKI/AAAAAAAAD9Q/0GKa57w_mNE/s72-c/Robert-Enke.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-5915581794474961328</id><published>2009-11-09T00:25:00.000+01:00</published><updated>2009-11-09T00:28:22.809+01:00</updated><title type='text'>Richard Wagners Negerküsse</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SvdQTwnyPxI/AAAAAAAAD9I/oXPpQeiiFx0/s1600-h/Lohengrin.jpg" title="„Was deutsches Land heißt, stelle Kampfesschaaren, dann schmäht wohl Niemand mehr das deutsche Reich!“ Premiere von „Lohengrin“ unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, April 2009."&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 414px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SvdQTwnyPxI/AAAAAAAAD9I/oXPpQeiiFx0/s800/Lohengrin.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5401874578453708562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;Daniel Barenboim dirigiert zum 9. November den „Lohengrin“ am Brandenburger Tor, und ein Herr namens Wagner findet das so toll wie sonst nur Negerküsse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;VON CHRISTIAN J. HEINRICH&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vorspiel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Jubel, Trubel, Heiterkeit&lt;br /&gt;Seid zu Heiterkeit bereit&lt;br /&gt;Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid&lt;br /&gt;Wer eine schöne Stunde verschenkt&lt;br /&gt;Weil er an Ärger von gestern denkt&lt;br /&gt;Oder an Sorgen von morgen&lt;br /&gt;Der tut mir leid&lt;br /&gt;Mein Name ist Hase, ich weiß Bescheid&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Trauerspiel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allenthalben begegnet einem die Forderung, doch nicht alles gar so negativ zu sehen. Und sie hat etwas Richtiges: Das Gute an den Feierlichkeiten zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls ist beispielsweise, dass sie in wenigen Stunden vorbei sind. Und auch historisch gesehen ist das größte anzunehmende Unglück nicht eingetreten: Das Vierte Reich ist nämlich ausgeblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das real existierende Deutschland 2009 genügt aber schon. Der Schutzwall, der kein antifaschistischer war, sondern Zonenbewohner zuvörderst von kapitalismusinduziertem Konsum und demokratischen Mindeststandards abhielt, ist perdu, und mit ihm – das ist noch keine große Dialektik – auch die Versicherung gegen eine Wiederkehr deutscher Normalität. Nicht der blanke Wahn des Nationalsozialismus, sondern seine in demokratischen Jargon verpackte Fassung wurde nach 1989 restauriert: Was dem Antisemiten früher der Jude war, ist ihm nun der Judenstaat, und beim Blick zum „Bündnispartner“ tief im Westen verstaubt nicht die Sonne, sondern der Verstand, und es grönemeyert in nunmehr gesamtdeutschem Konsens: „Du kommst als Retter in jeder Not, zeigst der Welt deinen Sheriffstern, schickst Sattelschlepper in die Nacht, bringst dich in Stellung: Oh, Amerika, du hast viel für uns getan. Oh, Amerika, tu uns das nicht an.“ Die einstige Teilung Deutschlands zwischen Ost und West ist aufgehoben; ihr folgte die zwischen Stadt und Land. Während in den Metropolen tonangebend Linke, Liberale und selbsterklärte Alternative den Islamofaschismus vor der eigenen Haustür (geografisch genauer: meist „nur“ im benachbarten Stadtbezirk) als zu respektierende kulturelle Eigenart salvieren, geht es in den Provinzen, die oft nicht allein im Osten ausländerfrei geprügelt wurden, mit der NPD sowie ihren Kamerad- und Anhängerschaften noch sehr konventionell respektive führerkompatibel zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und doch, ob linker Metropolenbürger oder sein rechtes Pendant in der Provinz: Es gibt sie, die „innere Einheit“ zwischen Stadt und Land; sie entspringt dem gemeinsamen Wunsch nach Normalität, nach der Möglichkeit, sich mit Deutschland vorbehaltlos identifizieren zu können. Was zu diesem Behufe dem gemeinen Volk die Fußball-Nationalmannschaft und die schwarzrotgoldene Gesichtsbemalung, das ist dem Kulturmenschen – und für einen solchen hält sich der Deutsche gern – die klassische Musik, in concreto die romantische. Denn in ihr kann man sich so herrlich vergessen und mit sich selbst auch die Vergangenheit; die Kunst wird zum Instrument der Erlösung. Schon der deutsche Tonsetzer Richard Wagner sah die Erlösung „im sinnlich gegenwärtigen Kunstwerke“ (siehe: „Die kunstwidrige Gestaltung des Lebens der Gegenwart“). Aus diesen programmatischen Gründen darf sein „Lohengrin“ nicht fehlen, wenn am 9. November 2009 zum „Fest der Freiheit“ am Brandenburger Tor Daniel Barenboim mit seiner Staatskapelle aufspielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gottfried Wagner, Urenkel des Komponisten und ob seiner kritischen Haltung gegenüber den wagnerschen Verstrickungen in Antisemitismus und Nationalsozialismus der Paria der Familie, &lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,659748,00.html"&gt;findet es dagegen „absolut unpassend“,&lt;/a&gt; wenn „diese chauvinistische Kriegsaufputschmusik des militanten Antisemiten Wagner“ mit seinen „Blut-und-Boden-Reminiszenzen“ dort erklingt. Und er hat gute Gründe. Im „Lohengrin“ nämlich ruft König Heinrich die Deutschen zur Schlacht: „Soll ich euch erst der Drangsal Kunde sagen, die deutsches Land so oft aus Osten traf? ... Nun ist es Zeit, des Reiches Ehr’ zu wahren; ob Ost, ob West, das gelte Allen gleich! Was deutsches Land heißt, stelle Kampfesschaaren, dann schmäht wohl Niemand mehr das deutsche Reich!“ So geht es durch alle Akte: „Wie fühl’ ich stolz mein Herz entbrannt, find’ ich in jedem deutschen Land so kräftig reichen Heerverband! Nun soll des Reiches Feind sich nah’n, wir wollen tapfer ihn empfah’n: aus seinem öden Ost daher soll er sich nimmer wagen mehr! Für deutsches Land das deutsche Schwert! So sei des Reiches Kraft bewährt!“ Und noch bevor Lohengrin sich von seinem Schwan wieder zum Heiligen Gral auf Burg Monsalvat führen lässt, stellt er klar: „Doch, großer König, laß mich dir weissagen: dir Reinem ist ein großer Sieg verlieh’n. Nach Deutschland sollen noch in fernsten Tagen des Ostens Horden siegreich niemals zieh’n!“ (Hier irrte Lohengrin – zum Glück.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass der militante Nationalismus Richard Wagners nun ausgerechnet zum „Freiheitsfest“ am Brandenburger Tor erklingen soll, findet ein Zeitgenosse gleichen Namens gänzlich unproblematisch. Wagner Junior ist Namensvetter, Schriftsteller, Journalist und jüngst ein klein wenig bekannt geworden als der Ex-Ehemann der Frau Müller, die vor ein paar Wochen auch noch kaum jemand kannte, bis der Literaturnobelpreis das änderte. Auf der &lt;i&gt;Achse des Guten&lt;/i&gt; hat Richard Wagner in starker Konkurrenz zu Vera Lengsfeld bereits tatkräftig zum Sonderbeauftragten für Deutschnationales sich qualifiziert und seine affirmativen Tugenden &lt;a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/gottfried_wagner_verbietet_den_negerkuss/"&gt;auch dieser Tage wieder unter Beweis gestellt.&lt;/a&gt; Denn wenn es vorm Brandenburger Tor um ein „Fest der Freiheit“ geht, dann geht es „um sie, um die Freiheit ... um die alles berührende Freiheit“ – so dichtet der Exmann der Dichterfrau seine Redundanzen. Wenn in Deutschland so von „Freiheit“ die Rede ist, meint das aber leider etwas anderes als beispielsweise in Amerika; das stellen Wagnerrichard Senior wie Junior unter Beweis. Es geht ihnen nämlich um die Freiheit, ganz deutsch sein zu dürfen, mithin nicht von Vernunft und Zweifel angekränkelt zu werden. Und deswegen passt der alte zum jungen Wagner, und beide passen zum originär deutschen Freiheitsfest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gottfried Wagner, für Richard Junior nur der „K-Gruppen-Wagner“ und also wegen der eigenen Geschichte wohl für eine geschichtskritische Intervention disqualifiziert, gibt mit seinem Einspruch dem Opponenten bei der &lt;i&gt;Achse des Guten&lt;/i&gt; Gelegenheit zur publizistischen Geschichtsentsorgung: „Da das Datum mit dem der Reichspogromnacht zusammenfällt, fühlen sich die Selbsternannten von der FSK, der freiwilligen Selbstkontrolle, wieder einmal zur Mahnung aufgerufen.“ Wer heute noch wegen gestern mahnt, gilt dem Junior wohl als Ewiggestriger. Wenn im „Lohengrin“ von deutschem Land und deutschem Schwert gesungen wird, ist das nämlich kein Anlass, unruhig zu werden, und bringt allenfalls „den Kreislauf des Verfassungsmützenpatrioten in Gang“. Soll heißen: Verfassungspatrioten gelten hierzulande nicht als rechte Patrioten. Und jede Mahnung, so Richard Wagner der Jüngere, ist natürlich unsinnig. Denn „bei nüchterner Betrachtung“ vermittle dieser Schlachtgesang „nichts anderes als die Bereitschaft zur Landesverteidigung, was letzten Endes auch Auftrag der Bundeswehr ist.“ Oder der Wehrmacht, wie man es damals gesehen und auch so gesagt hat. Allein das altwagnersche Vokabular ist, so der Junior, „unserem kollektiven Ohr entfremdet wie der Negerkuss“. Drum neues Vokabular und alte Füllung: Zäh und süßlich wird die Nation heut’ noch gern genossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Wagnerrichards ging und geht es nicht um das, was Freiheit im liberalen Sinne heißen könnte: nicht um Zivilisiertheit durch Recht und bürgerliche Freiheit, nicht um republikanische Verfassung und demokratische Verfasstheit, sondern um Deutschland, diese Sache um ihrer selbst willen. Und darum tönt der Junior: „Gottfried, lass die Paulskirche im Dorf! Es geht um die Freiheit!“ Genauer: um das, was die Deutschen eben Freiheit dünkt. Dass die Partitur des „Lohengrin“ 1848, im Jahr der Revolution, abgeschlossen wurde, dient zwar als Vorwand, diese Oper als Freiheitsstück zu deklarieren. Doch wirft dies allenfalls ein Schlaglicht auf die nationalistischen Tendenzen der Revolution, die die bürgerlich-demokratischen begleiteten und in der späteren Geschichte ganz in den Schatten stellten. Es gehört eben zur intergenerationellen wagnerschen Logik, die Paulskirche aufs Dorf zu verbannen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dabei ist Daniel Barenboim behilflich. Der nämlich ist noch für jede politische Dummheit dumm genug (und darum der gute Jude der Deutschen) – ob er zum Sommer der Staatsantifa 2001 den Soundtrack des „besseren Deutschlands“ lieferte, ob er mit seinem West-Eastern-Divan-Orchester den Frieden gegen Israel herbeimusizieren will oder ob er nun mit reichsdeutschem Getöse am Brandenburger Tor reüssiert. Neben Wagner Senior wird es dort noch etwas Beethoven geben und – so viel Zugeständnis an die gedenkpolitische Konvention gibt es dann doch noch – den zu solchen Anlässen obligatorischen Arnold Schoenberg. Letzterer wird wie bei Barenboim gewohnt sehr kommensurabel mit viel Vibrato und Emphase zurechtdirigiert, so dass auch der „Survivor from Warsaw“ neben dem Tonsetzer Wagner nicht allzu verstörend wirkt. Das wird dann auch der Richard Junior ertragen können. Und nächstes Jahr, wenn zum 3. Oktober wieder ein rundes Jubeldatum ansteht, wird dann vielleicht auch Schoenberg entsorgt. Dann gibt’s Hans Pfitzners „Von deutscher Seele“, dann soll endlich Schluss sein mit geschichtspolitischer Zerknirschtheit und undeutscher Kakophonie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Nachspiel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das Publikum war heute wieder wundervoll&lt;br /&gt;Und traurig klingt der Schlussakkord in Moll&lt;br /&gt;Wir sagen Dankeschön&lt;br /&gt;Und auf Wiederseh’n&lt;br /&gt;Schau’n sie bald wieder rein&lt;br /&gt;Denn etwas Schau muss sein&lt;br /&gt;Und heißt es Bühne frei&lt;br /&gt;Dann sind Sie mit dabei&lt;br /&gt;Die Schau muss weitergeh’n&lt;br /&gt;Auf Wiederseh’n&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zum Foto:&lt;/span&gt; „Was deutsches Land heißt, stelle Kampfesschaaren, dann schmäht wohl Niemand mehr das deutsche Reich!“ Premiere von „Lohengrin“ unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, April 2009.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-5915581794474961328?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5915581794474961328'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/5915581794474961328'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/11/richard-wagners-negerkusse.html' title='Richard Wagners Negerküsse'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SvdQTwnyPxI/AAAAAAAAD9I/oXPpQeiiFx0/s72-c/Lohengrin.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-7723076068667266597</id><published>2009-11-03T00:25:00.003+01:00</published><updated>2009-11-03T15:09:06.703+01:00</updated><title type='text'>Kauft nicht beim Siedler!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Su9nc-2N9LI/AAAAAAAAD9A/KV6H1-pUXjc/s1600-h/SodaClubCool.jpg" title="Gehört in jede Küche und macht die Schlepperei von Mineralwasserkästen entbehrlich: Sprudelgeräte der israelischen Firma „Soda Club“"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 412px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Su9nc-2N9LI/AAAAAAAAD9A/KV6H1-pUXjc/s800/SodaClubCool.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5399648225844917426" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wenn keine Überraschung mehr geschieht, wird der Europäische Gerichtshof (EuGH) auf Antrag einer deutschen Behörde in Kürze eine explizit politische Entscheidung treffen und durch ein Urteil die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten für illegal erklären sowie de facto Sanktionen gegen Israel verhängen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,658112,00.html"&gt;Anlass für den bevorstehenden Entschluss des EuGH&lt;/a&gt; ist ein Antrag der deutschen Firma &lt;i&gt;Brita GmbH&lt;/i&gt; auf Erstattung von Einfuhrgebühren in Höhe von 19.155,46 Euro. Diese Summe hatte der Hamburger Zoll kassiert, als das Unternehmen eine Ladung Sprudelgeräte des israelischen Herstellers &lt;i&gt;Soda Club&lt;/i&gt; importiert hatte. Darüber wunderte man sich bei &lt;i&gt;Brita&lt;/i&gt;, denn die Einfuhr israelischer Güter in die Europäische Union ist nach einem &lt;a href="http://europa.eu/legislation_summaries/external_relations/relations_with_third_countries/mediterranean_partner_countries/r14104_de.htm"&gt;Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und dem jüdischen Staat&lt;/a&gt; vom November 1995 zollfrei. Das Hauptzollamt Hamburg-Hafen wollte dennoch von der zuständigen israelischen Zollbehörde ganz genau wissen, wo die Waren produziert wurden, und begnügte sich nicht mit der wahrheitsgemäßen Antwort, sie stammten aus einem „Gebiet unter israelischer Zollverwaltung“. Da &lt;i&gt;Soda Club&lt;/i&gt; seine Erzeugnisse in der östlich von Jerusalem gelegenen israelischen Siedlung Ma’ale Adumim herstellen lässt, befanden die deutschen Beamten schließlich kraft souveräner Willkür, die Deklaration „Made in Israel“ sei unzutreffend, und belegten den Import mit einem Zoll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dagegen klagte &lt;i&gt;Brita &lt;/i&gt;vor dem Finanzgericht Hamburg, das seinerseits – da die Angelegenheit unter das Europarecht fällt – den EuGH um eine so genannte Vorabentscheidung bat. Diese Entscheidung ist zwar noch nicht getroffen worden; am vergangenen Donnerstag &lt;a href="http://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2009-10/cp090097de.pdf"&gt;veröffentlichte der EuGH-Generalanwalt Yves Bot jedoch seinen Schlussantrag,&lt;/a&gt; und diesen Plädoyers folgen die Luxemburger Richter in aller Regel. Bot bestätigte in seinen Ausführungen dem deutschen Zoll, richtig gehandelt zu haben, als er Abgaben für die Einfuhr der Sodageräte nahm. Er wolle daran erinnern, verlautbarte Bot, „dass die Grenzen Israels durch den Teilungsplan für Palästina festgelegt wurden, der am 29. November 1947 von den Vereinten Nationen angenommen wurde“. Nach diesem Plan seien „die Gebiete Westjordanland und Gazastreifen kein Teil des Gebiets Israels“; dort erzeugte Güter fielen daher nicht unter das Freihandelsabkommen zwischen der EG und dem jüdischen Staat. Auch auf das europäische Abkommen mit der PLO aus dem Jahr 1997 könne sich &lt;i&gt;Brita&lt;/i&gt; nicht berufen, denn dazu hätten die palästinensischen Behörden den Ursprungsnachweis unterzeichnen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte der EuGH erwartungsgemäß seinem Generalanwalt folgen, träfe er damit auf den Antrag einer deutschen Behörde hin eine originär politische und für alle EU-Staaten verbindliche Entscheidung: Er würde israelische Siedlungen in den umstrittenen Gebieten durchweg für illegal erklären, durch die Zollerhebung faktisch Sanktionsmaßnahmen gegen Israel ergreifen und damit ein Exempel statuieren, das für Israel weit reichende Folgen hätte – sowohl in politischer als auch in ökonomischer Hinsicht; schließlich ist die EU für den jüdischen Staat nach den USA der zweitgrößte Absatzmarkt. Die vormalige schwarz-rote Bundesregierung hatte das Vorgehen des Hamburger Zollamts ausdrücklich begrüßt: Eine Zollbefreiung für „Waren aus den besetzten Gebieten“ könne es nicht geben, hieß es Anfang Juni in der &lt;a href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/133/1613311.pdf"&gt;Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen&lt;/a&gt; im Bundestag. An dieser Sichtweise dürfte sich auch unter der schwarz-gelben Koalition nichts ändern. „Während die US-Regierung bislang nur rhetorisch Druck auf die israelische Siedlungspolitik ausübt, traut sich die EU bereits einen Schritt weiter“, &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,658112,00.html"&gt;frohlockte denn auch Christoph Schult auf &lt;i style=""&gt;Spiegel-Online.&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass der EuGH-Generalanwalt den Teilungsbeschluss der Uno aus dem Jahr 1947 zur Grundlage seines Antrags machte, entbehrt übrigens nicht einer gewissen Pikanterie – und das nicht nur deshalb, weil die arabischen Staaten ihn bekanntlich rundweg ablehnten. Vielmehr könnten auf dieser Basis künftig auch Produkte aus anderen Orten des heutigen Israel nicht mehr zollfrei nach Europa eingeführt werden, beispielsweise wenn sie aus Akko, Nahariya oder dem Süden von Tel Aviv stammen, die im Teilungsplan einem prospektiven arabischen Staat zugerechnet worden waren. Womöglich sollte man den Generalanwalt auch &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/03/vorschlag-zur-gute.html"&gt;an die Konferenz von Khartum aus dem Jahr 1967 erinnern,&lt;/a&gt; auf der die arabischen Staaten nicht nur das israelische Angebot ausschlugen, über die Rückgabe der im Sechstagekrieg von Israel eroberten Gebiete zu verhandeln – die zuvor von Jordanien (Westjordanland) respektive Ägypten (Gazastreifen) widerrechtlich besetzt waren –, sondern darüber hinaus ihr berühmt gewordenes „dreifachen Nein“ verkündeten: Nein zum Frieden mit Israel, nein zur Anerkennung Israels, nein zu Verhandlungen mit Israel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und schließlich ist es bemerkenswert, dass sowohl das Hauptzollamt Hamburg-Hafen als auch der EuGH-Generalanwalt mit der Entscheidung, Produkten aus den umstrittenen Gebieten die Zollfreiheit zu verweigern, sich faktisch die alte Position des berüchtigten Muftis von Jerusalem zu Eigen machten: Keinen Quadratzentimeter des heiligen muslimischen Bodens für einen souveränen jüdischen Staat. Denn die inzwischen rund 40.000 Einwohner zählende Stadt Ma’ale Adumim, der Sitz des Unternehmens &lt;i style=""&gt;Soda Club&lt;/i&gt;,&lt;i style=""&gt; &lt;/i&gt;gehört zu den wenigen israelischen Siedlungen, die sowohl nach dem Friedensplan des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton &lt;a href="http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Society_&amp;amp;_Culture/geo/maale.html"&gt;vom Dezember 2000&lt;/a&gt; als auch nach den Vorstellungen der nicht nur hierzulande so euphorisch begrüßten &lt;i style=""&gt;&lt;a href="http://www.geneva-accord.org/mainmenu/a-vision-exists-for-middle-east-peace-%E2%80%93-it-s-423-pages-long"&gt;Genfer Initiative&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; bestehen bleiben und dem israelischen Kernland angegliedert werden sollten – im Austausch gegen den Palästinensern zu überantwortende israelische Ländereien nahe dem Gazastreifen und im südlichen Westjordanland. Dass es zu diesem Tausch bis heute nicht kam, liegt daran, dass die palästinensische Seite noch jede Friedensverhandlung torpedierte und neuerlich zum Terror griff – nötigenfalls im allerletzten Moment.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wird nun auch noch belohnt – von einer deutschen Zollbehörde (mit Billigung der Bundesregierung) und aller Voraussicht nach zudem vom Europäischen Gerichtshof. Wenn es nicht so schrecklich hilflos wäre, müsste man glatt geneigt sein, diesen „Kauft nicht beim Juden aus den Siedlungen“-Aufruf mit einem massenhaften Erwerb von Sprudelgeräten der Firma &lt;i style=""&gt;Soda Club&lt;/i&gt; zu beantworten und dem Mineralwasser europäischer Provenienz vollständig zu entsagen. In jedem Fall braucht’s aber ein Gläschen Yarden-Wein vom israelischen Golan zur Beruhigung der Nerven. Le chaim!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-7723076068667266597?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7723076068667266597'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/7723076068667266597'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/11/kauft-nicht-beim-siedler.html' title='Kauft nicht beim Siedler!'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Su9nc-2N9LI/AAAAAAAAD9A/KV6H1-pUXjc/s72-c/SodaClubCool.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-542080323902820002</id><published>2009-10-28T18:45:00.001+01:00</published><updated>2009-10-29T16:01:48.314+01:00</updated><title type='text'>Brothers in Crime</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Suh_UAN4xVI/AAAAAAAAD8o/8QseAds77b0/s1600-h/Cancer.jpg" title="„Israel ist der Krebs, der Djihad ist die Antwort“: Antisemitische Demonstration in London, Januar 2009"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 404px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Suh_UAN4xVI/AAAAAAAAD8o/8QseAds77b0/s800/Cancer.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5397704135035897170" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einigen Tagen erschien im Online-Magazin &lt;i&gt;Telepolis&lt;/i&gt; &lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31258/1.html"&gt;ein Beitrag mit dem Titel „Boykott, Desinvestment und Sanktionen“,&lt;/a&gt; für den die Verfasserin Petra Wild akribisch recherchiert hatte, welche politischen, akademischen und ökonomischen Kampagnen derzeit auf der Welt gegen Israel laufen, wer sie trägt und welche Auswirkungen sie zeitigen. &lt;i&gt;Telepolis&lt;/i&gt; ist pro-israelischer Neigungen allerdings gänzlich unverdächtig, und so geht es auch in diesem Text nicht darum, die gegen den jüdischen Staat gerichteten Boykottaufrufe und -initiativen einer Kritik zu unterziehen. Im Gegenteil begrüßt die Autorin sie und billigt den sie tragenden Organisationen ausschließlich lautere Motive zu – wie etwa jenes, mit den Kampagnen gegen die „Brutalität der israelischen Kriegsführung“ oder gegen das „israelische akademische Establishment“ zu protestieren, das „tief in die zionistische Kolonialpolitik verstrickt“ sei. Dennoch – oder gerade deswegen – ist Wilds Zusammenstellung so aufschlussreich wie nützlich, denn sie ist nachgerade ein Panoptikum des globalen antiisraelischen Wahns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Im Vereinigten Königreich“, so heißt es im Artikel beispielsweise, „erreichte die der britischen Presse zufolge ‚größte Studentenbewegung seit 20 Jahren’, die aus Protest gegen den Krieg 34 Universitäten besetzt hatte, dass an einigen Universitäten Produkte aus israelischen Kolonien boykottiert werden“. In Südafrika und Australien hätten sich die Hafenarbeiter im Februar geweigert, israelische Schiffe zu entladen; die südafrikanische Hafenarbeitergewerkschaft habe darüber hinaus zum Boykott israelischer Waren aufgerufen und von der Regierung gefordert, die ökonomischen und politischen Beziehungen zu Israel abzubrechen. In Norwegen, so Wild, „begannen die Gewerkschaften bereits im Januar mit einer Kampagne zum Abzug aller staatlichen Investitionen aus Israel“. In Frankreich sei „die kollektive Begehung von Supermärkten zwecks Entfernung israelischer Waren aus den Regalen“ eine „beliebte Aktion“. Die israelische Presse habe gemeldet, dass der Verkauf israelischer Waren infolge der Boykotte um 21 Prozent zurückgegangen ist. „Als direkte Reaktion auf den Krieg gegen Gaza“, schreibt Wild, „brach vor allem im Vereinigten Königreich und den skandinavischen Ländern der Verkauf israelischer Waren ein“. Und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss sich das noch einmal in Ruhe vergegenwärtigen: Britische Hochschüler legen fast drei Dutzend Unis lahm, wenn sie in der Mensa Avocados und Oliven aus Israel aufgetischt bekommen statt Fish &amp;amp; Chips. Südafrikanische Hafenarbeiter investieren ihre Energie in die Weigerung, die Ladung von Schiffen aus dem jüdischen Staat zu löschen, statt sie für den Kampf zur Aufbesserung ihres Lohns einzusetzen. In Frankreich räumt der gleiche Mob, der unablässig eine „Hungerkatastrophe“ im Gazastreifen beschwört, gezielt israelische Lebensmittel aus den Läden. Schon die unvergleichliche, unschwer als Besessenheit zu identifizierende Verve, mit der all das geschieht, verrät die Motivation dieser Leute – eine Motivation, die sie für Darfur oder Sri Lanka selbstverständlich niemals aufbringen würden, obwohl es dazu weitaus mehr Anlass gäbe. Es geht ihnen auch nicht um das Wohlergehen der Palästinenser, denn wenn deren repressive Regimes die Bevölkerung knechten, hört man nie auch nur die leiseste Rüge. Die Botschaft lautet vielmehr: Kauft nicht beim Juden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind vor allem im weitesten Sinne linke Organisationen und Gruppierungen, die derlei Boykottkampagnen initiieren und tragen. Den klassischen rechten Antisemitismus gibt es zwar noch, aber er ist demgegenüber inzwischen geradezu marginal geworden, nicht zuletzt deshalb, weil er nach Auschwitz gar zu anrüchig ist. Wenn Neonazis auf die Straße gehen, findet sich garantiert ein „zivilgesellschaftliches“ Bündnis, das dagegen demonstriert. Die gleiche „Zivilgesellschaft“ ist allerdings jederzeit bereit und in der Lage, selbst gegen Israel mobil zu machen – mit Argumenten, die von denen der Neonazis kaum bis gar nicht zu unterscheiden sind. Und sie schweigt entweder oder läuft gleich mit, wenn Islamisten zu Zehntausenden von einem „Holocaust im Gazastreifen“ schwadronieren, wie es während der israelischen Militärschläge gegen die Hamas zu Beginn dieses Jahres geschehen ist. Sie bleibt stumm oder findet es sogar irgendwo verständlich, wenn jüdische Schüler in Berlin von muslimischen Mitschülern drangsaliert, beleidigt und geschlagen werden; schließlich ist das ja immer noch ein – bloß etwas verunglückter – Protest gegen Israel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insbesondere die Kombination aus islamischem und linkem Antisemitismus hat es in sich – eine Kombination, die auch auf institutioneller Ebene ihre Entsprechung findet, wie zuletzt der vom UN-Menschenrechtsrat in Auftrag gegebene Goldstone-Bericht zeigte: Im Rat dominieren die Autokratien, vor allem die islamischen – und genau die hatten eine Untersuchung in Auftrag gegeben, &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/10/goldstone-und-seine-willigen-helfer.html"&gt;deren Ausarbeitung de facto auf das Konto linker NGOs ging.&lt;/a&gt; Und was im Makrokosmos funktioniert, glückt im Mikrokosmos erst recht, beispielsweise, wenn in Hamburg eine Abordnung von „Internationalisten“ und „Antiimperialisten“ &lt;a href="http://www.kritikmaximierung.de/flugschriften/laiendarsteller-schlagen-sich-durch/"&gt;mit Gewalt die Aufführung eines pro-israelischen Films verhindert.&lt;/a&gt; Es ist nicht nur die Maxime „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“, die dabei das linke Handeln bestimmt, sondern ein originärer Judenhass, der in der obsessiven Abneigung gegenüber Israel und in der damit verbundenen Unterstützung vernichtungswütiger Islamisten seinen, sagen wir, zeitgemäßen Ausdruck findet. Dem Hautgout der nationalsozialistischen Vernichtungslager weichen die Adepten dieses Judenhasses dabei unter Berufung auf ihre „antirassistische“ Gesinnung aus, die gleichwohl nicht mehr ist als ein erbärmlicher Kulturrelativismus, im dem die Juden genauso das „Anti-Volk“ sind wie im Rassenantisemitismus der Alt- und Neonazis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass in den deutschen Medien &lt;a href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1256557979675&amp;amp;pagename=JPArticle%2FShowFull"&gt;so gut wie nichts über die Rede zu lesen war,&lt;/a&gt; die der Generalstabschef der israelischen Streitkräfte, Gabi Ashkenazi, vorgestern am Holocaustmahnmal auf dem Bahnhof Berlin-Grunewald hielt. &lt;a href="http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3795884,00.html"&gt;Ashkenazi sagte unter anderem:&lt;/a&gt; „An diesem Ort – von dem unsere Brüder und Schwestern zu den Gaskammern deportiert wurden, einzig aus dem Grund, dass sie Juden waren – rufen wir aufrechten Hauptes allen Hassern, Leugnern und Böswilligen zu: Wir sind da! Das israelische Volk ist in seinem Land wieder auferstanden und hat sich regeneriert. Es verlangt nach Unabhängigkeit und Sicherheit.“ Als Konsequenz aus der Shoa den jüdischen Staat zu verteidigen – das fällt der „Zivilgesellschaft“ hierzulande bei allen treuherzigen Solidaritätsschwüren gegenüber Israel dann doch nicht ein. Lieber packelt sie verständnisinnig mit dessen Feinden und schleudert den Israelis ein beherztes „Nie wieder Krieg!“ entgegen, ermahnt sie also fürsorglich, aus Auschwitz doch bitte die richtigen, das heißt deutschen Lehren zu ziehen. Die nächste Gelegenheit dazu, den Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November, wird diesbezüglich garantiert nicht ungenutzt verstreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zum Foto:&lt;/span&gt; „Israel ist der Krebs, der Djihad ist die Antwort“. Antisemitische Demonstration in London, Januar 2009.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-542080323902820002?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/542080323902820002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/542080323902820002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/10/brothers-in-crime.html' title='Brothers in Crime'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Suh_UAN4xVI/AAAAAAAAD8o/8QseAds77b0/s72-c/Cancer.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-403517032196300668</id><published>2009-10-14T19:45:00.005+02:00</published><updated>2009-10-16T01:18:27.683+02:00</updated><title type='text'>Goldstone und seine willigen Helfer</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/StYLjtnm_8I/AAAAAAAAD8A/smqKxChwXcI/s1600-h/Goldstone.jpg" title="Richard Goldstone und sein Werk: eine Suada gegen Israel"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 365px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/StYLjtnm_8I/AAAAAAAAD8A/smqKxChwXcI/s800/Goldstone.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5392510311991803842" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;br /&gt;Der Goldstone-Bericht ist ein antiisraelisches Machwerk, das de facto auf das Konto israelfeindlicher NGOs geht, die maßgeblich aus Europa finanziert werden und aus deren Mitte das Personal kommt, das über den jüdischen Staat zu Gericht saß.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich gibt es über den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen kein Wort mehr zu verlieren. Spätestens nach der absurden &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/04/genfer-groteske.html"&gt;„Durban II“-Konferenz&lt;/a&gt; im April dieses Jahres und der bizarren &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/06/sri-lanka-und-der-unmenschenrat.html"&gt;Propagandaveranstaltung für Sri Lanka&lt;/a&gt; Anfang Juni sollte jedem, der zumindest noch ein paar Latten am Zaun hat, zweierlei deutlich geworden sein: erstens, dass dieses Gremium seinem Namen bitteren Hohn spricht, und zweitens, dass genau das kein Zufall ist, sondern genuiner Ausdruck der hinfälligen Strukturen der Uno. Denn die „Weltorganisation“ &lt;i&gt;macht &lt;/i&gt;keine Fehler, sie &lt;i&gt;ist &lt;/i&gt;der Fehler, wie &lt;a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/16/34049.html"&gt;Lukas Lambert in der Wochenzeitung &lt;i&gt;Jungle World&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; treffend feststellte: „Die Uno ist ein Kind des Westfälischen Staatensystems. Die unantastbare Souveränität des Nationalstaates ist Grundlage und Modus Operandi der Weltorganisation: ein Staat – eine Stimme. Die Qualität der internationalen Menschenrechtspolitik wird dementsprechend zu einer Frage der Mehrheit, und die ist in fast allen UN-Gremien, den Sicherheitsrat ausgenommen, auf der Seite der arabischen und islamischen Länder. Innerhalb dieser Mehrheit hilft man sich gegenseitig, wählt sich in Menschenrechtsgremien und sorgt dafür, dass Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land nicht zur Sprache kommen. Gleichzeitig sind Angriffe auf Israel das allgemein anerkannte Mittel, um das eigene Engagement in Menschenrechtsfragen zu demonstrieren.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn hier aber doch noch einmal eine Beschäftigung mit diesem Unmenschenrat erfolgen soll, dann vor allem deshalb, weil es sich lohnt, ein paar Takte zu den Organisationen zu sagen, die ihn entscheidend munitionieren. Und kein Beispiel eignet sich dafür so gut wie der so genannte &lt;a href="http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/specialsession/9/docs/UNFFMGC_Report.pdf"&gt;Goldstone-Bericht,&lt;/a&gt; jene backsteindicke Anklageschrift gegen Israel also, die seit ihrer Veröffentlichung Mitte September durch die Medien gereicht wird und heute auch &lt;a href="http://derstandard.at/fs/1254310918086/Goldstone-Bericht-zum-Gaza-Krieg-soll-vor-Sicherheitsrat"&gt;im UN-Sicherheitsrat ein Thema ist.&lt;/a&gt; Ihren Ausgangspunkt hatte sie im vergangenen Januar, als der Menschenrechtsrat auf Antrag von Kuba, Ägypten und Pakistan beschloss, &lt;a href="http://www2.ohchr.org/english/bodies/hrcouncil/specialsession/9/docs/A-HRC-S-91-L1.doc"&gt;eine Kommission einzusetzen,&lt;/a&gt; die „alle Menschenrechtsverletzungen der Besatzungsmacht Israel gegen das palästinensische Volk in den besetzten palästinensischen Gebieten“ während der Militärschläge gegen die Hamas zu Beginn dieses Jahres untersuchen sollte. Es war so unvermeidlich wie das „Allahu akbar“ in der Moschee, was bei dieser Untersuchung herauskommen würde – auch wenn der seinerzeitige Vorsitzende des Rats nach Protesten der europäischen Ratsmitglieder sowie Kanadas und Japans das Mandat etwas modifizierte und die „Fact Finding Mission“ unter der Leitung des südafrikanischen Juristen Richard Goldstone (Foto) letztlich den Auftrag erhielt, „sämtliche möglicherweise begangenen Menschenrechtsverletzungen im Kontext der Militäroperationen in Gaza“ zu erforschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die israelische Regierung jedenfalls weigerte sich aus guten Gründen, mit der Goldstone-Kommission zusammenzuarbeiten. „Sie werden verstehen“, schrieb der Leiter der Ständigen Vertretung Israels bei den Vereinten Nationen in Genf, Aharon Leshno-Yaar, in einem Brief an Goldstone, „dass Israel nicht willens ist, eine Instanz zu legitimieren, die den rechtmäßigen Einsatz von Gewalt zum Schutz seiner Bürger untersuchen soll, während gleichzeitig von ihr verlangt wird, den illegalen Gebrauch von Gewalt durch terroristische Gruppen, die diesen Einsatz überhaupt erst notwendig gemacht hat, zu ignorieren.“ Bestätigt fühlte Israel sich in seinem Schritt nicht zuletzt durch Meldungen, nach denen die Kommission bei ihren Recherchen im Gazastreifen ständig von Hamas-Offiziellen begleitet wird. „Wir bezweifeln, dass unter diesen Umständen wahrheitsgemäß über die Lage in Gaza und insbesondere über den zynischen Missbrauch der Zivilbevölkerung durch die Hamas berichtet werden wird“, erklärte Leshno-Yaar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie zweifelten zu Recht: Während dem jüdischen Staat im Goldstone-Bericht ein ums andere Mal „Kriegsverbrechen“ und „Verbrechen gegen die Menschheit“ vorgeworfen werden, findet der Raketenterror der Hamas lediglich beiläufig Erwähnung. Die Untersuchung der Kommission ist bis ins Detail voller Absonderlichkeiten. &lt;a href="http://www.ngo-monitor.org/article.php?id=2658"&gt;So heißt es beispielsweise,&lt;/a&gt; nicht einmal 17 Prozent der getöteten Palästinenser seien Kombattanten gewesen – auf eine solche Zahl kann man jedoch nur kommen, wenn man, wie im Bericht geschehen, selbst die Polizisten im Gazastreifen zu den Zivilisten rechnet, obwohl über 90 Prozent von ihnen &lt;a href="http://jcpa.org/JCPA/Templates/ShowPage.asp?DRIT=1&amp;amp;DBID=1&amp;amp;LNGID=1&amp;amp;TMID=111&amp;amp;FID=442&amp;amp;PID=0&amp;amp;IID=3081&amp;amp;TTL=Palestinian_%E2%80%9CPolicemen%E2%80%9D_Killed_in_Gaza_Operation_Were_Trained_Terrorists"&gt;zum militärischen Flügel der Hamas gehören.&lt;/a&gt; Vom Vorwurf, tatsächliche Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“ missbraucht zu haben, wird die Hamas glatt freigesprochen; überdies wollen Goldstone und seine Kollegen schlicht keine Beweise dafür gefunden haben, dass die Gotteskriegertruppe Waffen und Munition in Moscheen, Schulen und Krankenhäusern gelagert hat – wodurch israelische Angriffe auf diese Einrichtungen zwangsläufig zu Kriegsverbrechen mutieren, obwohl noch nicht einmal die Hamas abstreitet, derlei Depots angelegt zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Erstaunen über solche und andere Rechercheergebnisse lässt allerdings rasch nach, wenn man sich die Quellen näher ansieht, auf die in dem 575 Seiten umfassenden Konvolut Bezug genommen wird: Über 500 Belegstellen stammen von notorisch antiisraelischen Nichtregierungsorganisationen, &lt;a href="http://www.ngo-monitor.org/article/goldstone_report_pages_of_ngo_cut_and_paste_"&gt;wie &lt;i style=""&gt;NGO Monitor&lt;/i&gt; errechnet hat.&lt;/a&gt; Augenscheinlich war die Kommission also vor allem damit beschäftigt, Zitate aus Publikationen, Stellungnahmen und „Zeugenaussagen“ &lt;a href="http://www.ngo-monitor.org/article/_house_of_cards_ngos_and_the_goldstone_report"&gt;dieser NGOs zu sammeln&lt;/a&gt; – von &lt;i style=""&gt;Human Rights Watch &lt;/i&gt;und von &lt;i style=""&gt;Amnesty International&lt;/i&gt;, vom &lt;i style=""&gt;Palestinian Center for Human Rights &lt;/i&gt;und von &lt;i style=""&gt;Al-Haq&lt;/i&gt;, von &lt;i style=""&gt;B’Tselem &lt;/i&gt;und von &lt;i style=""&gt;Breaking the Silence&lt;/i&gt;, um nur einige zu nennen. Die Aktivitäten dieser so genannten Menschenrechtsorganisationen sprechen Bände: &lt;i style=""&gt;Human Rights Watch &lt;/i&gt;beispielsweise scheut sich nicht einmal, in Saudi-Arabien &lt;a href="http://jeffreygoldberg.theatlantic.com/archives/2009/07/fundraising_corruption_at_huma.php"&gt;Spenden für seinen Kampf gegen Israel einzutreiben,&lt;/a&gt; und geriet erst kürzlich wieder in die Kritik, als ruchbar wurde, dass ein Hauptverantwortlicher &lt;a href="http://www.ngo-monitor.org/article/expert_or_ideologues_hrw_s_defense_of_marc_garlasco_s_nazi_fetish"&gt;einen ausgeprägten Nazifetisch pflegt.&lt;/a&gt; &lt;i style=""&gt;Al-Haq&lt;/i&gt; forderte unlängst gemeinsam mit der NGO &lt;i style=""&gt;Al-Mezan&lt;/i&gt; allen Ernstes &lt;a href="http://www.google.com/hostednews/ap/article/ALeqM5gJtBx2TE5lbStYvuozb9dQYUm95gD9B1582G0"&gt;ein britisches Gericht auf,&lt;/a&gt; gegen den zu Gesprächen in Großbritannien weilenden israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak einen Haftbefehl wegen „Kriegsverbrechen“ zu erlassen. Und &lt;i style=""&gt;Breaking the Silence&lt;/i&gt; machte zuletzt Mitte Juli &lt;a href="http://www.haaretz.com/hasen/spages/1100300.html"&gt;mit einem Bericht von sich reden,&lt;/a&gt; in dem der israelischen Armee vorgeworfen wurde, im Rahmen der &lt;i style=""&gt;Operation Cast Lead &lt;/i&gt;palästinensische Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“ missbraucht oder gar ohne Vorwarnung erschossen zu haben. Kronzeugen der Anklage waren dabei 27 israelische Soldaten, die jedoch anonym blieben und die angeblichen Verbrechen zudem &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/jul/15/israel-army-breaking-silence"&gt;nur vom Hörensagen kannten.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offiziell sind „Fact Finding Missions“ der Uno der &lt;a href="http://www.unhcr.org/refworld/docid/4a39f2fa2.html"&gt;„Akkuratesse, Objektivität, Transparenz und Glaubwürdigkeit“&lt;/a&gt; verpflichtet. Doch die Goldstone-Kommission hatte zu dieser Verpflichtung, zurückhaltend formuliert, ein eher taktisches Verhältnis und prüfte die verwendeten Quellen jedenfalls nicht weiter. Womöglich spielte dabei eine Rolle, dass einige ihrer Mitglieder früher selbst in antiisraelischen NGOs oder deren Umfeld aktiv waren. Richard Goldstone etwa &lt;a href="http://www.ngo-monitor.org/article/the_goldstone_gaza_fact_finding_committee_and_the_lund_london_guidelines_#two"&gt;gehörte &lt;i style=""&gt;Human Rights Watch &lt;/i&gt;in führender Position an&lt;/a&gt; und trat erst nach seiner Ernennung zum Vorsitzenden der Untersuchungskommission &lt;a href="http://haaretz.com/hasen/spages/1113207.html"&gt;aus der Organisation aus.&lt;/a&gt; Seine Kommissionskollegin Christine Chinkin &lt;a href="http://www.ngo-monitor.org/article/_house_of_cards_ngos_and_the_goldstone_report"&gt;war Beraterin von &lt;i style=""&gt;Amnesty International&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;i style=""&gt; &lt;/i&gt;und Unterzeichnerin &lt;a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/letters/article5488380.ece"&gt;eines öffentlichen Protestschreibens mit dem Titel&lt;/a&gt; „Israels Bombardierung von Gaza ist keine Selbstverteidigung, sondern ein Kriegsverbrechen“. Und die Kommissionsmitglieder Hina Jilani und Desmond Travers gehörten gemeinsam mit Goldstone zu den Unterzeichnern eines &lt;a href="http://unispal.un.org/UNISPAL.NSF/0/F4CB07EBCC6183828525757F004FD965"&gt;Schreibens an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon,&lt;/a&gt; in dem sie sich „schockiert“ über die Ereignisse in Gaza zeigten (wohingegen sie die Raketenangriffe auf Sderot und andere israelische Orte unerwähnt ließen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswert ist aber auch, dass die antiisraelischen Nichtregierungsorganisationen, deren Aktivitäten und Statements für die Goldstone-Kommission so unerlässlich waren, &lt;a href="http://www.ngo-monitor.org/article.php?id=2658"&gt;von europäischen Regierungen und der Europäischen Union großzügig gesponsert werden.&lt;/a&gt; Das &lt;i style=""&gt;Palestinian Center for Human Rights&lt;/i&gt; etwa erhält Zuwendungen aus Schweden, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden, der Schweiz und von der EU; auch &lt;i style=""&gt;&lt;a href="http://www.ngo-monitor.org/article/breaking_the_silence_shovirm_shtika_"&gt;Breaking the Silence&lt;span style="font-style: normal;"&gt; wird von der EU finanziert&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; und darüber hinaus unter anderem von der niederländischen und der britischen Regierung. &lt;a href="http://www.ngo-monitor.org/article.php?id=2658"&gt;„Made in Europe“ nennt &lt;i style=""&gt;NGO Monitor&lt;/i&gt; daher treffend&lt;/a&gt; den von antiisraelischen NGOs getragenen Goldstone-Bericht: „Die hochgradig einseitigen Anschuldigungen und die Aufmerksamkeit, die diesen Organisationen gewidmet wird, werden, wie auch weitere Aspekte der Durban-Strategie, durch die Finanzmittel europäischer Regierungen erst ermöglicht. Die Aktivitäten dieser NGOs basieren auf einer Interpretation von internationalem Recht und den Menschenrechten, die nur dazu dient, Israel zu dämonisieren. Diese Gruppen wollen negative Publicity für Israel, nicht ‚Gerechtigkeit’.“ Und deshalb sind sie auch nicht, wie immer wieder fälschlich angenommen wird, an einer Beilegung des Krieges gegen Israel interessiert, sondern im Gegenteil an dessen beständiger Fortführung – schließlich sichert genau dies ihren Platz an den europäischen Fleischtöpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine „Verhöhnung der Geschichte“ &lt;a href="http://www.nzz.ch/hintergrund/dossiers/konflikt_im_nahen_osten/konflikt_im_nahen_osten_israel_und_palaestina/israel_wehrt_sich_gegen_die_vorwuerfe_der_goldstone-kommission_1.3582393.html"&gt;nannte der israelische Staatspräsident Shimon Peres&lt;/a&gt; den Goldstone-Bericht, über den der UN-Menschenrechtsrat nun noch abzustimmen hat, völlig zu Recht. Die Kommission habe nicht zwischen dem Aggressor und einem Staat unterschieden, der sein Recht auf Selbstverteidigung wahrgenommen habe. Während die Hamas israelisches Gebiet mit Raketen beschossen habe, sei Israel immer wieder vergeblich an die Uno herangetreten, um ein Ende der Angriffe zu erreichen. &lt;a href="http://www.nai-israel.com/default.aspx?tabid=179&amp;amp;nid=19671"&gt;Israels Premierminister Benjamin Netanyahu sagte,&lt;/a&gt; wenn der Bericht vor den UN-Sicherheitsrat komme – der seinerseits theoretisch &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,652166,00.html"&gt;den Internationalen Strafgerichtshof anrufen könnte&lt;/a&gt; –, sei dies gleichbedeutend mit dem Ende des Friedensprozesses. Dieser Klartext ist unbedingt zu begrüßen. Denn die Vereinten Nationen sind wie die sie tragenden NGOs kein Teil der Lösung, sondern ein Teil des Problems. Sie sind keine den Menschenrechten verpflichtete Instanzen, sondern Kriegsparteien – gegen den jüdischen Staat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Interesse an Kurznachrichten zu Politik und Fußball? &lt;/span&gt;&lt;a href="http://twitter.com/LizasWelt" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Lizas Welt&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt; gibt’s jetzt auch bei &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Twitter&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;.&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-403517032196300668?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/403517032196300668'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/403517032196300668'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/10/goldstone-und-seine-willigen-helfer.html' title='Goldstone und seine willigen Helfer'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/StYLjtnm_8I/AAAAAAAAD8A/smqKxChwXcI/s72-c/Goldstone.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-1208185961651248237</id><published>2009-10-05T20:00:00.003+02:00</published><updated>2009-10-06T23:52:47.159+02:00</updated><title type='text'>Die Schere im Kopf</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SsoybWq4lLI/AAAAAAAAD74/FSkKK7q_I_c/s1600-h/DomskyIslam.jpg" title="Kein Fake (links): Der Krimi erscheint nicht im „Droste Verlag“; gut gemachtes Fake (rechts): Im Original hieß es „Behead those who insult Islam“"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 427px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SsoybWq4lLI/AAAAAAAAD74/FSkKK7q_I_c/s800/DomskyIslam.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5389175349625525426" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines muss man den Islamisten einfach lassen: Sie haben es mit beachtlichem Geschick geschafft, sich in eine Lage zu versetzen, die man neudeutsch als „Win-win-Situation“ bezeichnen könnte. Wird irgendwo im Westen eine islamkritische Karikatur abgedruckt, ein islamkritischer Text publiziert oder eine islamkritische Rede gehalten, geben sich besonders beflissene Diener Allahs tödlich beleidigt, blasen zu feurigen Protesten und drohen mit einem Djihad gegen die „Ungläubigen“. Infolgedessen treten mit unschöner Regelmäßigkeit verständnisinnige Demokraten an die Öffentlichkeit, geißeln wortgewandt die angeblich grassierende „Islamophobie“ und fordern mit sorgenzerfurchtem Gesicht, doch bitte die „religiösen Gefühle“ der Muslime nicht zu verletzen. Das wirkt dann in zweierlei Hinsicht: Die Bereitschaft zur präventiven Selbstzensur wächst, und die Islamisten können sich darin bestätigt fühlen, dass es sich bei diesen Westlern ja doch ganz überwiegend um Weicheier handelt, die nicht einmal ihre eigenen Ideale zu verteidigen bereit sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der jüngste Fall einer solchen präventiven Selbstzensur hat sich soeben &lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,652996,00.html"&gt;im Düsseldorfer &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Droste Verlag&lt;/span&gt; zugetragen.&lt;/a&gt; Dort sollte eigentlich ein Buch der Autorin Gabriele Brinkmann alias „W.W. Domsky“ mit dem Titel „Wem Ehre gebührt“ erscheinen – ein Kriminalroman, der sich mit dem Thema „Ehrenmorde“ beschäftigt. Doch Verlagsleiter Felix Droste nahm den Titel kurz vor der Drucklegung aus dem Programm. Er hatte die türkische Rechtsanwältin &lt;a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2009/10/5/news-135792038/detail.html"&gt;Gülsen Celebi damit beauftragt,&lt;/a&gt; Brinkmanns Manuskript &lt;a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=tz&amp;amp;dig=2009%2F10%2F05%2Fa0111&amp;amp;cHash=82149842b1"&gt;auf Stellen zu prüfen,&lt;/a&gt; „die die Sicherheit meiner Mitarbeiter oder meiner Familie beeinträchtigen könnten“. Die Krimiautorin lehnte es jedoch ab, von Celebi beanstandete Sentenzen wie „Schiebt euch euren Koran doch...“ oder „Erst die grüne Hölle“ durch „Schiebt euch eure Ehre doch...“ respektive „Erst der grüne Kitsch“ zu ersetzen. &lt;a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2009/10/5/news-135792038/detail.html"&gt;Sie verwies darauf,&lt;/a&gt; dass nun mal deftige Worte fielen, wenn ihre fiktiven Kommissare miteinander stritten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Droste ließ sich nicht überzeugen: „Spätestens nach den Mohammed-Karikaturen weiß man, dass man Sätze oder Zeichnungen, die den Islam diffamieren, nicht veröffentlichen kann, ohne ein Sicherheitsrisiko einzugehen“, fand er. Außerdem verlege er „keine Bücher, die die Gefühle einiger Mitmenschen verletzen“. Gabriele Brinkmann &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/S5L38e/3079901/Angst-essen-Ehre-auf.html"&gt;hatte dafür überhaupt kein Verständnis:&lt;/a&gt; Es sei „ein Skandal, dass ein Verleger bei so etwas den Schwanz einzieht“, sagte sie. „Das ist vorauseilender Gehorsam.“ &lt;a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2009/10/5/news-135792038/detail.html"&gt;Zudem gäben die beanstandeten Passagen&lt;/a&gt; weder die Meinung des Verlegers noch der Autorin wieder. „Da muss wirklich niemand den Kopf einziehen.“ &lt;a href="http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=tz&amp;amp;dig=2009%2F10%2F05%2Fa0111&amp;amp;cHash=82149842b1"&gt;Nun wartet Brinkmann&lt;/a&gt; „auf den ersten demokratischen Verleger, der mich anruft und sagt: Ich werde nicht in vorauseilendem Gehorsam Bücher einstellen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Islamisten dürfen sich über die Schere in Drostes Kopf freuen: Sie müssen bisweilen nicht einmal mehr drohen, um zu bekommen, was sie wollen. Bemerkenswert ist darüber hinaus aber auch, dass der Verlagsleiter sich bei der Begründung für seinen Schritt in einen einigermaßen grotesken Widerspruch verstrickt hat: Er verwahrt sich gegen eine Diffamierung des Islam, dessen Parteigänger er gleichzeitig für ein Sicherheitsrisiko hält. Doch dafür muss man ihm beinahe dankbar sein. Denn schöner hat die Absurdität des Appeasements gegenüber diesen erklärten Feinden der Freiheit selten jemand anschaulich gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Interesse an Kurznachrichten zu Politik und Fußball? &lt;/span&gt;&lt;a href="http://twitter.com/LizasWelt" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Lizas Welt&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt; gibt’s jetzt auch bei &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Twitter&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;.&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-1208185961651248237?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/1208185961651248237'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/1208185961651248237'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/10/die-schere-im-kopf.html' title='Die Schere im Kopf'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SsoybWq4lLI/AAAAAAAAD74/FSkKK7q_I_c/s72-c/DomskyIslam.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-8296571025919870954</id><published>2009-09-22T15:00:00.006+02:00</published><updated>2009-09-22T17:53:13.230+02:00</updated><title type='text'>Verpolizeihung!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SrjxpNqYo1I/AAAAAAAAD6w/gl3vJ8Z7TX8/s1600-h/NoAlQuds2.jpg" title="Die Polizei durchwühlt die Taschen der Teilnehmer an der Kundgebung gegen den „Al-Quds-Tag“, bevor sie sie in das hermetisch abgeriegelte Areal lässt. Berlin, 12. September 2009."&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 476px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SrjxpNqYo1I/AAAAAAAAD6w/gl3vJ8Z7TX8/s800/NoAlQuds2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384319044865794898" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Dokumentation eines Schreibens des Berliner Polizeipräsidenten Dieter Glietsch an die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, vom 18. September 2009 (zu den Hintergründen siehe den Beitrag &lt;/span&gt;&lt;i style="font-weight: bold;"&gt;&lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/09/skandal-im-sperrbezirk.html" target="_blank"&gt;Skandal im Sperrbezirk&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; auf diesem Weblog)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span&gt;Sehr geehrte Frau Süsskind,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;für das Gespräch, das ich am 17. September 2009 mit Ihnen und weiteren Vertretern der Jüdischen Gemeinde zu Berlin über Ihre Erfahrungen mit der Polizei während der Kundgebung „Protest gegen den Al-Quds-Tag“ am 12. September 2009 führen konnte, darf ich Ihnen noch einmal herzlich danken. Es hat mir geholfen, die mir in den vergangenen Tagen bekannt gewordene Kritik an den polizeilichen Maßnahmen heute in einem intensiven Gespräch gemeinsam mit dem für den Einsatz verantwortlichen Polizeiführer zu bewerten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne auf alle Einzelheiten einzugehen, kann ich das Ergebnis wie folgt zusammenfassen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kritik ist berechtigt. In dem Bestreben, in beiden Aufzügen möglichst alles zu unterbinden, was auf der jeweils anderen Seite als Provokation empfunden werden oder zur Emotionalisierung beitragen könnte, hat die Polizei zu stark in das Recht der Kundgebungsteilnehmer auf Versammlungsfreiheit eingegriffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beschränkende Verfügungen oder Absprachen mit Versammlungsleitern, die die Verwendung nichtdeutscher Sprachen bei Versammlungen reglementieren, werden der Bedeutung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit für den freiheitlichen Rechtsstaat nicht gerecht. Deshalb werden entsprechende Verfügungen oder Absprachen in Zukunft unterbleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Polizei wird bei Bedarf die Dienste vereidigter Dolmetscher in Anspruch nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sicherstellung von Transparenten und Fahnen mit englischer bzw. hebräischer Beschriftung hätte nicht erfolgen dürfen. Dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung, die erfolglos gegen diese Maßnahmen protestiert haben oder die Kundgebung an der Absperrlinie verlassen wollten, über den Ton der einschreitenden Beamten Klage führen, kann ich ebenfalls nur mit Bedauern zur Kenntnis nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es tut mir leid, dass bei den Kundgebungsteilnehmern der Eindruck entstanden ist, die Polizei messe mit zweierlei Maß und schreite gegen Regelverstöße in dem Aufzug „Jerusalem-Quds-Tag“ nicht konsequent ein. Das mir übergebene Bildmaterial hat mich veranlasst, Strafermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz (Ordner mit Hisbollah-T-Shirt) und wegen Verstoßes gegen § 86a StGB (Zeigen des Hitlergrußes) einleiten zu lassen. Ich gehe davon aus, dass diese Sachverhalte von den eingesetzten Beamten nicht wahrgenommen wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Strafanzeige gegen eine Teilnehmerin der Kundgebung „Protest gegen den Al-Quds-Tag“ wegen Verdachts eines Verstoßes gegen das Vermummungsverbot wird von der zuständigen Fachdienststelle des Landeskriminalamtes mit der Bewertung „keine Straftat“ ohne weitere Bearbeitung an die Staatsanwaltschaft abgegeben, die das Verfahren m.E. einstellen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr geehrte Frau Süsskind, ich kann die Empörung in der Jüdischen Gemeinde gut verstehen und bitte Sie, meine Entschuldigung, die ich auch im Namen des für den Einsatz verantwortlichen Polizeiführers ausspreche, zu akzeptieren. Sie können sicher sein, dass in meiner Behörde eine intensive Nachbereitung stattfinden wird und Wiederholungen nicht zu befürchten sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Mit freundlichen Grüßen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Dieter Glietsch&lt;br /&gt;Polizeipräsident&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zum Foto:&lt;/span&gt; Die Polizei durchwühlt die Taschen der Teilnehmer an der Kundgebung gegen den „Al-Quds-Tag“, bevor sie sie in das hermetisch abgeriegelte Areal lässt. Berlin, 12. September 2009. © bjk/Politik-Magazin&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Interesse an Kurznachrichten zu Politik und Fußball? &lt;/span&gt;&lt;a href="http://twitter.com/LizasWelt" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Lizas Welt&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt; gibt’s jetzt auch bei &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Twitter&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;.&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/22047886-8296571025919870954?l=lizaswelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8296571025919870954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/22047886/posts/default/8296571025919870954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lizaswelt.blogspot.com/2009/09/verpolizeihung.html' title='Verpolizeihung!'/><author><name>Liza</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06492939425702276620</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://bp3.blogger.com/_hs6CdIUMNO0/R6iRddTI2DI/AAAAAAAABu8/SIElEc5vvOE/S220/Profilbild2.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/SrjxpNqYo1I/AAAAAAAAD6w/gl3vJ8Z7TX8/s72-c/NoAlQuds2.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-22047886.post-265696582351364026</id><published>2009-09-21T23:45:00.001+02:00</published><updated>2009-09-22T17:05:48.344+02:00</updated><title type='text'>Laudator? Si!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Srf_XXQOF5I/AAAAAAAAD6Y/lDUGUmaFYs0/s1600-h/Hotte-Henning2.jpg" title="„Man könnte sehr viel über sein künstlerisches Gesamtwerk sagen“: Horst Köhler (links) ehrt den glühenden Antisemiten Henning Mankell"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 567px; height: 416px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_hs6CdIUMNO0/Srf_XXQOF5I/AAAAAAAAD6Y/lDUGUmaFYs0/s800/Hotte-Henning2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5384052656388839314" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bundespräsident Horst Köhler wusste ganz genau, auf wen er da am vergangenen Freitag &lt;a href="http://www.bundespraesident.de/-,2.657551/Laudatio-von-Bundespraesident-.htm" target="_blank"&gt;seine Laudatio hielt:&lt;/a&gt; „Den meisten ist er als Autor seiner millionenfach verkauften Kriminalromane bekannt. Dabei umfasst sein künstlerisches Schaffen auch andere Genres. Wussten Sie, dass er Kinderbücher geschrieben hat, auch als Dramaturg tätig war? Man könnte sehr viel über sein künstlerisches Gesamtwerk sagen.“ Doch Köhler (Foto, links) verzichtete darauf und beschränkte sich stattdessen auf das „Afrika-Werk“ von Henning Mankell, als dieser (Foto, rechts) in Osnabrück &lt;a href="http://de.news.yahoo.com/1/20090918/ten-bundesprsident-ehrt-henning-mankell-5e343d7.html" target="_blank"&gt;mit dem „Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis“ ausgezeichnet&lt;/a&gt; und mit satten 25.000 Euro belohnt wurde. Da Köhler aber nicht dümmer ist, als Kommissar Wallander erlaubt, sondern im Gegenteil ein sehr belesener Mann, dürfte ihm auch ein anderer Bestandteil von Mankells „künstlerischem Gesamtwerk“ bekannt sein, nämlich der Kampf des schwedischen Schriftstellers gegen Israel. Erst kürzlich, im Juni dieses Jahres, hatte Mankell sich im Rahmen einer Nahostreise &lt;a href="http://www.palaestina.org/news/beitraege/zeigeBeitrag.php?ID=782" target="_blank"&gt;unzweideutig über den jüdischen Staat geäußert:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;„Das, was wir jetzt erleben, ist eine Wiederholung des verächtlichen Apartheidsystems, das einst die Afrikaner und Farbige als Bürger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land behandelte. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Apartheidsystem nicht mehr existiert. Es wurde Anfang der 1990er Jahre durch menschliche Kraft auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen. Es geht eine direkte Linie zwischen Soweto, Sharpeville und dem, was kürzlich in Gaza geschah. [...] Ist es verwunderlich, dass ein Teil [der Palästinenser] desperat ist, wenn sie keinerlei Ausweg aus diesem Leben sehen, dass sie sich entscheiden, sich in einen Selbstmordbomber zu verwandeln? Wohl kaum, oder? Verwunderlich ist nur, dass es nicht mehr tun. [...] 1948, als ich geboren wurde, erklärte Israel seine Unabhängigkeit auf besetztem Gebiet. Es gibt keinerlei Gründe dafür, dass dies eine völkerrechtlich legitime Handlung war. Man besetzte ganz einfach palästinensisches Land. [...] Eine Zwei-Staaten-Lösung bedeutet nicht, dass die historische Besatzung aufgehoben wird. Israel wird es genauso ergehen wie Südafrika unter der Apartheid. Die Frage ist nur, ob die Israelis Vernunft annehmen und freiwillig einer Abwicklung des Apartheidstaates zustimmen werden. Oder ob es zwangsweise geschehen wird. [...] Wenn Veränderungen kommen, wird es vom einzelnen Israeli abhängen, ob er oder sie bereit ist, auf seine Privilegien zu verzichten und in einem palästinensischen Staat zu leben. Ich stieß auf meiner Reise auf keinen Antisemitismus, aber auf einen normalen Hass auf die Besatzer. [...] Die Israelis vernichten Leben. Aber sie können nicht die Träume zerstören. Der Untergang dieses verächtlichen Apartheidsystems ist das einzig denkbare Resultat, da es notwendig ist. Die Frage lautet also nicht, ob, sondern wann es geschieht. Und natürlich auch, auf welche Weise.“&lt;br /&gt;&lt;/blockquote&gt;Es ist müßig, hier die kaum verhohlenen Vernichtungsfantasien dieses überzeugten Antisemiten zu kommentieren; das haben andere bereits ausführlich und kompetent getan, beispielsweise &lt;a href="http://ingoway.wordpress.com/2009/08/07/mankell-hast-keine-juden-er-will-nur-das-sie-verschwinden/" target="_blank"&gt;Ingo Way&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://tapferimnirgendwo.blogspot.com/2009/08/gebt-mir-ein-freies-palastina.html" target="_blank"&gt;Gerd Buurmann.&lt;/a&gt; Noch müßiger ist es, die für die Vergabe des „Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises“ Verantwortlichen im Provinznest Osnabrück zur Einsicht bringen zu wollen. Denn bereits mit den Ehrungen der „Israelkritiker“ &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2008/01/verdiente-bettgesellen.html" target="_blank"&gt;Tony Judt&lt;/a&gt; (2007) und &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2008/07/avnerys-armageddon.html" target="_blank"&gt;Uri Avnery&lt;/a&gt; (1995) haben sie gezeigt, was sie sich unter &lt;a href="http://www.remarque.uos.de/richtl.htm" target="_blank"&gt;einem preisverdächtigen Einsatz&lt;/a&gt; für „Frieden, Abrüstung, Entspannung, Menschenrechte und Freiheitsrechte“ vorstellen. Allemal von Interesse ist jedoch, dass der Bundespräsident den Laudator für einen glühenden Israelhasser gegeben hat – denn er kann sich nicht darauf zurückziehen, nur einen speziellen Teil von Mankells Schaffen gewürdigt haben zu wollen. Schließlich hat er selbst lobend vom „künstlerischen Gesamtwerk“ des Geehrten geschwärmt, und ganz abgesehen davon würde man ja auch keinem Nazi (mehr) einen Orden umhängen, weil der sich so rührend um den deutschen Sport kümmert, wenn er gerade mal nicht gegen Juden zu Felde zieht. &lt;a href="http://www.pnp.de/mitmachen/forum/artikel.php?cid=29-23787757&amp;amp;Ressort=dz&amp;amp;BNR=0" target="_blank"&gt;Oder etwa doch?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hatte Horst Köhler über seinen Staatssekretär noch gleich &lt;a href="http://www.honestly-concerned.org/Temp/Antwort-Bundespraesidialamt-Langer_Hamburger.pdf" target="_blank"&gt;Arno Hamburger ausrichten lassen,&lt;/a&gt; nachdem dieser &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,646721,00.html" target="_blank"&gt;sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben hatte,&lt;/a&gt; weil er nicht damit einverstanden war, dass auch einer Israelhasserin wie Felicia Langer &lt;a href="http://www.lizaswelt.net/2009/07/verdienstjudin.html" target="_blank"&gt;diese Ehrung zuteil wurde?&lt;/a&gt; Dies: „Die von Ihnen kritisierte Auszeichnung hat die Gefühle von Menschen verletzt, an deren Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit es keinen Zweifel geben kann. Das ist unendlich bedauerlich. Es war von keiner der an dem Ordensverfahren beteiligten Stellen des Bundes und des Landes gewollt. [...] Alle sind vielmehr zutiefst bekümmert und wünschten, die Verwerfungen ließen sich ungeschehen machen. Dafür fehlt jedoch die Grundlage.“ Und weiter: „Die Solidarität Deutschlands mit Israel und dem jüdischen Volk ist unwandelbar, und der Bundespräsident steht für diese Solidarität.“ Diese Zeilen waren so nebulös formuliert, dass man in ihnen sowohl das Eingeständnis eines Fehlers sehen konnte als auch eine allgemeine Sturzbetroffenheit darüber, dass es überhaupt zu einem Streit gekommen war. Konsequenzen gab es jedenfalls keine – es fehlte ja „die Grundlage“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass der Bundespräsident nun neuerlich einen Feind des jüdischen Staates geehrt hat, macht deutlich, dass das Schreiben seines Staatssekretärs an Arno Hamburger letztlich nicht mehr war als der Versuch, die ganze Angelegenheit staatstragend herunterzukochen. Da war viel die Rede von „Verwerfungen“ und „verletzten Gefühlen“, so, als ginge es um einen Ehekrach und nicht um Antisemitismus. Wie es um die „Solidarität Deutschlands mit Israel und dem jüdischen Volk“ bestellt ist, zeigt die Bereitschaft Köhlers, das Hohelied auf einen Autor zu singen, der Israel lieber heute als morgen auf den „Müllhaufen der Geschichte“ entsorgen, das heißt vernichten (lassen) würde. Mag sein, dass es nicht Mankells Antisemitismus war, der den Ausschlag für die Verleihung des diesjährigen „Friedenspreises“ inklusive einer Laudatio des Bundespräsidenten gab. Aber er hat ihr auch nicht im Weg gestanden. Und das ist so bezeichnend wie übel genug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color: rgb(0, 0, 102);"&gt;-&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 102);"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-size:85%;" &gt;Interesse an Kurznachrichten zu Politik und Fußball? &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;a href="http://twitter.com/L
