...o muerte?

„Venezuela sagte am Montag, es würde einen Besuch der Hamasführung begrüßen, nachdem die militante Gruppe im letzen Monat einen durchschlagenden Sieg bei den Parlamentswahlen errungen hat. [...] ‚Wenn sie kommen, wird es eine Freude sein’, sagte Vizepräsident Vicente Rangel Reportern, als er gefragt wurde, ob die Regierung eine Hamas-Delegation empfangen würde. ‚Was ist das Problem damit? Werden sie nicht von Russland, Brasilien und Argentinien empfangen? Und außerdem haben sie eine Mehrheit bei der palästinensischen Bevölkerung; sie haben eben die Wahlen gewonnen.’ [...] ‚Hamas begrüßt die Bemerkung des venezolanischen Vizepräsidenten, und wir freuen uns darauf, Venezuela zu besuchen und alle anderen liberalen Staaten, die die Rechte unseres Volkes begrüßen’, sagte [der Hamasführer Khalil] Abu Laila.“Ein Sieg der Demokratie also – das wird gewiss ein entspanntes Treffen zwischen Chávez und den Vertretern der islamistischen Terrorbande. Man weiß um seine Gemeinsamkeiten. Chávez hat sie jüngst schließlich recht unumwunden benannt:
„Die Welt gehört jedem einzelnen, aber es scheint so, als ob Minderheiten – die Nachkommen derer, die Christus ans Kreuz geschlagen haben – sich den ganzen Wohlstand der Welt genommen haben.“Nur über die Frage socialismo o muerte? könnte es möglicherweise zu Differenzen kommen. Aber die Klärung dieses Problems lässt sich einstweilen ja auch verschieben.