Solidarität ist eine Waffel!

Der fußballerischen Odyssee dieses Landes wurde vor 12 Jahren mit der endgültigen Aufnahme in den europäischen Fußballverband UEFA ein (hoffentlich nicht bloß vorläufiges) Ende bereitet. In der Qualifikation für das diesjährige Weltturnier in Deutschland scheiterte Israel unglücklich und ungeschlagen und hält sich nun bis zum Beginn der Ausscheidungsspiele für die Europameisterschaft 2008 mit so genannten Freundschaftsspielen in Form. Und wie es der Zufall respektive der schon länger vereinbarte Terminplan will, ist der nächste Gegner – am 1. März dieses Jahres in Tel Aviv – ausgerechnet das derzeit ebenfalls vom islamistischen Mob gebeutelte Dänemark. Eine gute Gelegenheit eigentlich, gegenseitige Solidarität zu zeigen – doch es ist derzeit ungewiss, ob das Match tatsächlich stattfinden wird.

„Öl ins Feuer“, „wichtigere Dinge“ – man könnte solche Statements getrost als gewohnt minderwertige Produkte der nicht nur von Fußballspielern häufig beanspruchten Phrasendreschmaschine abtun, wären sie nicht völlig falsche Zeichen im Umgang mit einem aggressiv-expansionistischen Islam. Israel demonstrativ die Hand zu reichen und daher unbeirrt das Match in Tel Aviv auszutragen – das wäre das einzig richtige Signal. Zu allem Überfluss bekommt auch noch Arla Foods, Sponsor der DBU, kalte Füße. Das Unternehmen – laut Spiegel „größer dänischer Exporteur in den Mittleren Osten“ – will für den Fall, dass das Freundschaftsspiel doch noch über die Bühne geht, nicht mit seinem Logo auf den Textilien der dänischen Auswahlspieler vertreten sein – der Konzern wird in mehreren arabischen Ländern boykottiert, seit die Prophetenbildchen der Jyllands Posten einen, sagen wir, größeren Bekanntheitsgrad erreicht haben. Zeit also für ein paar Appelle.
Liebe dänische Regierung! Nix mit Reisewarnung an den Fußballverband. Klar?

Liebe Konzernleitung von Arla Foods! Uns schmecken eure Produkte prima, sogar der BUKO-Frischkäse. Es gibt jede Menge coole Blogger, die Buy Danish! fordern, und wir weiten unsere Kampagne gerne noch aus, um eure Umsatzeinbußen zu kompensieren. Solidarität ist eine Waffel!